Dermatologie

Grenzflächen des menschlichen Körpers

Grenzflächen des menschlichen Körpers


N. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über dermatologische Grundlagen und Diagnosen auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Haut als Grenzfläche und Organ, wobei Effloreszenzen, Tumore, Dermatitis und Ekzeme im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten eignen sich besonders für Medizinstudenten und Dermatologen, da sie die Diagnose von Hauterkrankungen durch Anamnese, Morphologie und Palpation vertiefen und Notfalldiagnosen sowie häufige Hautkrankheiten darstellen.
Cartes-fiches
18
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
01.12.2015 / 01.03.2017

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Bedeutung Grenzflächen? Menschliche Grenzflächen?

Grenzflächen = biologisch gesehen, Oberflächen wie z.B. zellmembranen, die verschiedene Phasen oder Kompartimente trennen. Beim Mensche -> Haut und hautnahe Schleimhäute.

Grenzflächen des Menschen: Haut, Lunge, Magen-Darm, Mund, After, Nase, Auge, Blase, Genitalmucosa

Hautkrankheiten / Effloreszenzen

Grundgebilde von krankhaften Hautveränderungen. Haben hohe Prävalenz in der Allgemeinbevölkerung -> ca. 25% der Bevölkerung haben Hautbeschwerden. Ca. 4% der gestellten Diagnosen in der Schweiz betreffen eine Hautkrankheit.

Häufigsten Krankheitsbilder:

1. Ekzeme (Dermatidis), 2. Virale Infektionen, 3. Benigne Tumore (inkl. Nävi = Muttermal), 4. Allergische Krankheitsbilder, 5. maligne Tumore, usw.

9 verschiedenen Diagnosekriterien?

Können in80% der Fälle abgedeckt werden.

1. Hauttumoren, 2.Akne, 3.Atopisch Dermatitis (oft in Ellenbeuge und Kniekehle), 4.Psoriasis (oft Ellbogen- und Kniestreckseite), 5. Viruswarzen (häufigste Infektion der Haut), 6.Hautinfektionen (Mykosen, bakt. und vir.INfektionen), 7.Benigne Tumore, 8. Ulcus cruris, 9. Kontaktdermatitis und andere Ekzeme.

 

 

Notfalldiagnosen in der Dermatologie?

1.     Ekzeme (häufigste zugewiesene Dermatose – bei Kindern: atopische Dermatitis)

2.     Erysipel

3.     Atopische Dermatitis (ugs. Neurodermitis – nicht ansteckend)

4.     Angioödem (Quincke-Ödem)

5.     Herpes zoster

6.     Urticaria

7.     Vasculitis

8.     Epizoonosen (Hautparasiten z.B. Insektentstiche oder Läuse)

Atopische allergische Krankheiten

Atopische allergische Krankheiten sind in der Bevölkerung häufig. Circa 15% leiden and Heu-schnupfen (Pollinosis) und 5% an Asthma. Hauterkrankungen hängen vom Alter und dem Geschlecht ab. Für die verschiedenen Altersgruppen sind unterschiedliche Erkrankungen typisch. Die atopische Dermatitis meist schon bei Säugling oder Kleinkind, Nävi bilden sich im Kinder- und Jugendalter, maligne Tumoren in der Regel erst mit dem Alter. Ekzemkrankheiten treten in allen Altersgruppen auf, wobei die Ursachen unterschiedlich sein können.

Die Haut im allgemeinen

Die Haut hat als primäre Aufgabe eine Schutzfunktion. Diese nimmt unter Stress ab. Die Haut verbindet zusätzlich die inneren Organe mit ihrer Hülle, weshalb man oftmals auf der Haut internistische Leiden manifestieren kann, z.B. Spider navi bei Leberschaden. Eine Hauterkrankung kann Einfluss auf innere Organe haben. Ist auch ein Kommunikationsorgan und es lassen sich psychosomatische Veränderungen an ihr feststellen („Spiegel der Seele“). Eine Arzneimittelunverträglichkeit zeigt sich meist an der Haut (ca. 96%) Zur Haut gehören  ihre Anhangsgebilde -> Nägel, Haare, Schweissdrüsen, Talgdrüsen (Ausscheidung: holokrin)

Jeder Mensch auch eineiige Zwillige haben unterschiedliche Fingerabdrücke - Individualität

Hauttypen: Leistenhaut und Felderhaut?

-        Leistenhaut (Handfläche und Fusssohle – mit Dermatoglyphen)

-        Felderhaut (restliche Haut am Körper)

Primäre Effloreszenzen

Direkte Folge einer Erkrankung-

  Macula (=Fleck: nicht tastbar – entsteht durch diffuse Gefässdilatation)

-        Urtica (=Quaddel: punkt- oder plateauartige Erhebung der Haut, z.B. bei Brennesselkontakt)

-        Papula (Papel)/Nodulus (=Knötchen; ab >1cm Nodus/Tumor)

-        Vesicula/Bulla (=Bläschen/Blase: genabelte Bläschen meist viral)

-        Pustula (=eitergefüllte Blase)

-       Zyste (=gefüllter Hohlraum mit Hülle)

Sekundäre Effloreszenzen

Entstehen aus Primäreffloreszenzen – spätere Entwicklungsstufe

-        Squama (Folgeveränderung aufgrund von verdickter Hornschicht-> Schuppen)

-        Kallus (-> Schwiele: z.B. Hornhaut)

-        Crusta (-> Kruste)

-        Excoriatio (-> Schürfung – mitteltiefer Defekt)

-        Erosio (-> Epitheldefekt – oberflächlichster Defekt)

-        Rhagade, Fissur (-> Schrunde: kleine, tiefe Schnitte)

-        Ulcus (-> Geschwür – tiefster Defekt)

-        Cicatrix (-> Narbe)

-        Atrophie/Aplasie (-> Gewebeschwund)

-        Pigmentierung (-> diffuse Farbveränderung)

-        Lichenifikation (-> Hautvergröberung

Dermatosen werden wie folgt eingeteilt:

1. Primäreffloreszenzen

2. Sekundäreffloreszenzen

3. From und Farbe

4. Anordung (Symetrie)

Begriff -> Exanthem

Ausschlag

Begriffe -> Enanthem

Ausschlage auf oberflächennaher Schleimhaut

Begriff -> Ekzem

Gerötete haut und Vesikel

Blaschko-Linien

Der Körper hat ein gewisses Hautmuster, Linien, an denen die Zellen entlang laufen. Diese soge-nannten Blaschko-Linien werden während der Embryogenese gebildet. Sie sind „brunnenförmig“ am Rücken und spiralförmig am Kopf. Bei nävoiden Dermatosen (=sichtbare, anhaltende, umschriebene Hautveränderung) ist oftmals ein Folgen dieser Linien zu erkennen.

Diagnose der Dermatose

1. Anamnese (siehe genauer auf spezifischeren Karte)

2. Morphologie (siehe genauer auf spezifischeren Karte)

3. Palpation (siehe genauer auf spezifischeren Karte)

4. Geruch

5. Schmerzhaftigkeit / Jugreiz

Anamnese - Diagnose Dermatose

- Seit wann?

- Wo erstmals aufgetreten?

- Früher auch schon?

- Subjektive Leitsymptome?

Morphologie - Diagnose Dermatose

- Lokalisation

- Ausdehnung

- Verlauf

- Anordnung

- Analyse der Effloreszenzen

Palpation - Diagnose Dermatose

- Konsistenz

- Temperatur

- Verschieblichkeit

- Fluktuation

Étudier