Der schwierige Atemweg

zur Vorlesung vom 19.05.2016 (3)

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Z. S.
Diese Lernkarten behandeln das Thema des schwierigen Atemwegs auf Universitätsebene. Sie umfassen verschiedene Techniken und Geräte wie Intubation, Laryngoskopie und den Umgang mit spezifischen Syndromen, die eine Intubation erschweren können. Die Karteikarten behandeln auch die Anatomie des Atemwegs, wie der Gaumen und der Zungengrund, sowie die Verwendung von Tubus und Larynxtubus. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die sich auf Notfallsituationen und Atemwegsmanagement vorbereiten müssen.
Flashcards
26
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
04.06.2016 / 06.06.2016

Flashcards

Def.: Der schwierige Atemweg

Klinische Situation, in der ein herkömlich ausgebildeter Facharzt für Anästhesie Schwierigkeiten mit der Maskenbeatmung, der trachealen Intubation oder beidem hat.

Ätiologie des schwierigen Atemwegs

  • inadäquates kardiovaskuläres Management
  • Airway-Management

Def.: schwierige Maskenbeatmung

Wenn die Sauerstoffsättigung <90% liegt, obwohl der Patient mit FIO2 = 100% beatmet wird.

  • C-Handgriff
  • doppelter C-Handgriff

  • Maske mit Daumen und Zeigefinger (C-Form) nehmen und den UK mit den restlichen Fingern nach oben und vorne ziehen
  • Maske mit beiden Händen umgreifen - benötigt zwei Personen zur Beatmung

Welcher Tubus wird besser toleriert?

Def.: Laryngoskopie

Darstellung der Stimmbänder mittels Laryngoskop

Def.: schwierige Larnygoskopie

keine Glottisvisualisierung unter direkter Laryngoskopie

(indirekte Laryngoskopie: Untersuchung des Endolarynx mit dem Kehlkopfspiegel)

Def.: Jackson-Position

  • Jackson-Position: Patientenkopf auf ein Kissen lagern

Def.: BURP-Manöver

"backward, upward and rightward pressure"

  • man drückt den Schildknorpel von außen nach hinten, oben und rechts

Wie kann man die Sicht bei der schwierigen Intubation verbessern? (2)

  • Jackson-Position
  • BURP-Manöver

Def.: schwierige Intubation

  • wenn 3 Intubationsversuche erfolglos waren

oder

  • wenn die Intubation >10min dauert

Def.: can not ventilate, can not intubate Situation

  • Patient kann weder per Maske beatmet, noch intubiert werden
  • akut lebensbedrohliche Situation

Klassifikation nach Cormack und Lehane

Klassifikation nach Mallampati

beschreibt das Verhältnis von Zungengrund zu Pharynxhinterwand und Uvula

  • I: normal und erfolgreich zu intubieren
  • IV: sind erschwert bzw. konventionell unmöglich zu intubieren

Patil-Test

verbesserte Sensitivität in Kombination mit Klassifikation nach Mallampati

  • thyreomentaler Abstand: Abmessung zwischen Schildknorpel und Kinn bei rekliniertem Kopf
  • gut intubierbar >7cm
  • kritisch intubierbar <6cm

anatomische Hinweise auf schwierige Atemwege/Intubation (5)

  • Wie weit kann der Patient seine Mund öffnen? mind. 3 Querfinger sollten hineinpassen
  • gotischer Gaumen: Gaumen ist zu hoch angelegt
  • vorstehende Zähne
  • verschiedene Syndrome und Erkrankungen
    • Goldenhar-Syndrom mit hemifazialer Mikrosomie
    • Pierre-Robin-Sequenz mit mandibulärer Retrognathie
    • Treacher-Collins-Syndrom mit variablen Dysmorphien des Gesichtsschädels
    • Lymphangiome
    • M. Bechterew
  • extreme Adipositas

Klausur: Syndrome, bei denen einge schwierige Intubation zu erwarten ist, gehen einher mit

Ohrfehlbildungen

Kausur: Goldstandard bei schwieriger Intubation am wachen Patienten

fiberoptische Intubation

sicheres Intubationszeichen (2)

  • Kapnometrie: CO2-Gehalt der Exspirationsluft des Patienten
  • direkte Visualisierung bei der Laryngoskopie

zu den supraglottischen Atemwegshilfen zählen (3)

  • Larynxtubus
  • Larynxmaske
  • Combitubus

Klausur: Unterschied Larynxtubus und Larynxtubus S

Der Laryntubus S besitzt zusätzlich noch eine Absaugeinrichtung und kann deswegen auch beim nicht-nüchternen Patienten eingesetzt werden.

Welche Devices sollten angewendet werden, wenn der Atemweg unerwartet schwierig ist? (5)

  • ILMA (Intubationslarynxmakse)
  • Bonfils
  • Videolaryngoskopie
  • Tracheotomie
  • Koniotomie

Def.: ILMA

Intubationslarynxmaske

  • wird wie eine normale Larynxmaske eingebracht
  • ist zusätzlich steif, wodurch ein Tubus durch ein zweites Lumen eingeführt werden kann

Def.: Bonfils

  • starrer Stab, der vorne gebogen ist
  • erlaubt gleichzeitige Laryngoskopie und Intubation des Patienten unter Sicht
  • Der Zungengrund muss zwingend angehobe werden; entweder per Laryngoskop oder per Hand!

 

Def.: Videolaryngoskopie

  • ersetzt quasi die fiberoptische Intubation
  • CAVE: Für die Anwendung bedarf es Übung in der konventionellen Intubation und im Umgang mit der jeweiligen Videotechnik

Koniotomie vs. Tracheotomie

Study