3 Delir/Demenz
Alex
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Cartes-fiches
Was ist Demenz?
Ein Syndrom, das durch eine Verschlechterung mehrerer geistiger Fähigkeiten im Vergleich zum früheren Zustand gekennzeichnet ist und zu einer bedeutsamen Störung im beruflichen und sozialen Alltag führt.
Nennen Sie mindestens drei kognitive Domänen, die bei Demenz betroffen sein können.
- Komplexe Aufmerksamkeit
- Exekutivfunktionen
- Lernen und Gedächtnis
- Sprache
- perzeptiv-motorische Fähigkeiten
- soziale Kognition.
Was sind typische Symptome einer Alzheimer-Demenz im frühen Stadium?
- Mühe, neue Informationen zu speichern
- Wortfindungsstörungen
- Orientierungsschwierigkeiten an fremden Orten
- selbstständige Lebensführung noch weitgehend möglich.
Was ist ein Delir und wie ist der Verlauf?
Das Delir ist eine akute, meist vorübergehende Störung des Gehirns mit plötzlichem Beginn, fluktuierendem Verlauf, Bewusstseins- und Aufmerksamkeitsstörung. Die Symptome gehen zurück, sobald die Ursachen behoben sind.
Nennen Sie mindestens drei Risikofaktoren für ein Delir.
- Vorbestehende Demenz
- hohes Lebensalter
- akute Erkrankungen/Infektionen
- bestimmte Medikamente (z. B. Benzodiazepine)
- Schlafstörungen
- Dehydratation
- sensorische Defizite.
Wie unterscheiden sich Delir und Demenz im Beginn und Verlauf?
Delir beginnt plötzlich (Stunden/Tage) und verläuft fluktuierend.
Demenz beginnt schleichend (über Jahre) und verläuft kontinuierlich.
Welche Symptome sind typisch für eine Depression im Alter?
- Anhaltend gedrückte Stimmung
- Interessenverlust
- Antriebslosigkeit
- Schlafstörungen
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme (Pseudodemenz).
Was ist das hypoaktive Delir und warum wird es oft übersehen?
Das hypoaktive Delir ist gekennzeichnet durch reduzierte Aktivität, Teilnahmslosigkeit und Lethargie.
Es wird oft übersehen, weil die Patienten ruhig sind und die Aufmerksamkeitsstörung im Routinegespräch untergeht.
Welche nicht-medikamentösen Therapieangebote gibt es bei Demenz?
- Gedächtnistraining
- Alltagstraining
- Ergotherapie
- kreative Aktivitäten
- Spazierbegleitung
- Validation
- Biographiearbeit.
Warum ist eine frühe Abklärung bei Verdacht auf Demenz sinnvoll?
- Um behandelbare Ursachen zu finden oder auszuschließen
- selbstbestimmt vorsorgen zu können
- Beratung und Information zu erhalten.
Nennen Sie zwei reversible Ursachen einer demenzähnlichen Symptomatik.
- Hypo- oder Hyperthyreoseo
- Vitamin-B12- oder Folsäuremangel
- metabolische Störungen
- Medikamente
- ZNS-Infektionen
- Hirntumor.
Welche Kommunikationsregeln sind im Umgang mit Menschen mit Demenz besonders wichtig?
- Mit Gesten sprechen
- sich Zeit nehmen
- klar und deutlich sprechen
- Äußerungen wiederholen
- sich vorstellen
- nur über Sichtbares sprechen
- trösten und sanft beruhigen.
Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen Delir und Depression?
Delir: akuter Beginn, fluktuierender Verlauf, Bewusstseins- und Aufmerksamkeitsstörung, häufig Halluzinationen.
Depression: schleichender Beginn, kontinuierlicher Verlauf, keine Bewusstseinsstörung, anhaltend gedrückte Stimmung.
Welche Bedeutung hat die Angehörigenarbeit bei Demenz?
Angehörige sind wichtige Informationsquelle, emotionale Stütze und können durch Schulung und Einbindung zur besseren Versorgung beitragen.
Nennen Sie zwei gesellschaftliche Herausforderungen im Umgang mit Demenz.
- Fehlende Akzeptanz und Verständnis in der Gesellschaft
- mangelnde Aufklärung und Unterstützung für Betroffene und Angehörige.
Nennen Sie die sechs kognitiven Domänen, die bei einer majoren neurokognitiven Störung (Demenz) laut DSM-5 betroffen sein können.
1. Komplexe Aufmerksamkeit
2. Exekutivfunktion
3. Lernen und Gedächtnis
4. Sprache
5. Perzeptiv-motorische Fähigkeiten
6. Soziale Kognition.
Welche Symptome sind typisch für das mittlere Stadium der Alzheimer-Demenz?
- die Erinnerung an kürzliche Ereignisse fehlt
- ziellosen Bewegungen und teilweise großem Bewegungsdrang
- Sprachliche und soziale Fähigkeiten sowie der Sinn für Privatsphäre und Eigentum nehmen ab.
- Praktische Fähigkeiten nehmen stark ab.
Was sind die Kernsymptome eines Delirs?
- akute Störung des Bewusstseins und der Aufmerksamkeit
- kognitive Veränderungen (z.B. Gedächtnis-, Orientierungsstörungen)
- Wahrnehmungsstörungen (z.B. Halluzinationen)
- fluktuierender Verlauf
- Psychomotorische Veränderungen (Unruhe oder Lethargie)
- Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen
- Häufig körperliche Ursachen
Welche Subtypen des Delirs gibt es und wie unterscheiden sie sich?
- Hyperaktives Delir: Gekennzeichnet durch Unruhe, gesteigerte motorische Aktivität, Halluzinationen und Agitiertheit.
- Hypoaktives Delir: Hierbei sind die Patienten lethargisch, ruhig, teilnahmslos und zeigen reduzierte Aktivität. Dieser Typ wird häufig übersehen oder mit Depression verwechselt.
- Gemischtes Delir: Es treten sowohl hyperaktive als auch hypoaktive Symptome im Wechsel auf.
Welche Demenzformen gibt es?
- Alzheimer-Demenz
- Vaskuläre Demenz
- Lewy-Body-Demenz
- Frontotemporale Demenz
Welche Symptome sind typisch für die Frontotemporale Demenz?
- Frühe Veränderungen im Verhalten und der Persönlichkeit, wie unangemessenes, enthemmtes Verhalten, Distanzlosigkeit, sexuelle Enthemmung
- Verflachung der Gefühlsäußerung
- Abnahme des Einfühlungsvermögens
- Unaufmerksamkeit, Zerstreutheit
- Störung der Planungs- und Urteilsfähigkeit
- Verarmung des Sprachvermögens
- Hyperoralität und Veränderungen im Ess- und Trinkverhalten.
Welche Symptome sind typisch für die Alzheimer-Demenz?
- Schleichender Beginn, langsames Fortschreiten.
- Frühe Symptome sind Gedächtnisstörungen, Wortfindungsstörungen, Orientierungsschwierigkeiten.
- Im mittleren Stadium nehmen praktische Fähigkeiten und soziale Kompetenzen ab.
- Im späten Stadium sind Patienten pflegebedürftig, inkontinent und verlieren Sprache und Gestik.
Welche Symptome sind typisch für die vaskuläre Demenz?
- Entwickelt sich schleichend oder akut, abhängig vom betroffenen Hirnareal.
Symptome
- kognitive Störungen (z.B. Sprachstörungen)
- Aufmerksamkeits- und Denkschwierigkeiten
- Stimmungsschwankungen
- Gang- und Miktionstörungen
- epileptische Anfälle.
Welche Symptome sind typisch für die Lewy-Body-Demenz?
- Fluktuierende kognitive Leistungen
- rezidivierende visuelle Halluzinationen
- Parkinson-Symptome
- Stürze und Synkopen
- Neuroleptika-Sensitivität.
Symptome der Alzheimer-Demenz im schweren Stadium.
- Starke Pflegebedürftigkeit
- Inkontinenz
- Verlust von Sprache und Gestik
- Langzeitgedächtnis ist betroffen.