Datenkommunikation und Sicherheit

DatKom Sommersemester 2014

DatKom Sommersemester 2014


Gabriel Bretschner
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Datenkommunikation und Sicherheit auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Verschlüsselungsalgorithmen, Routingverfahren, Netzwerktopologien und Protokolle. Die Karteikarten sind ideal für Studierende der Informatik, die sich mit der Übertragung von Daten, der Sicherheit von Netzwerken und der Implementierung von Protokollen befassen. Sie bieten praktische Einblicke in die Funktionsweise von Algorithmen wie RSA, AES und Diffie-Hellman, sowie in Routingmethoden wie Distance Vector und Link State Routing.
Cartes-fiches
111
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
09.07.2014 / 24.09.2018

Cartes-fiches

Daten

Darstellung von Sachverhalten (Fakten), Konzepten, Vorstellungen und Anweisungen in *formalisierter* Weise

PAN

Personal Area Network 1 - 10m

LAN

Local Area Network 10-1000m
 

MAN

Metropolitan Area Network 10-100km

WAN

Wide Area Network 100-100km

GAN

Global Area Network 1000-10000km

Dienste

Eine Zusammenstellung zusammengehöriger Funktionien, die wiederholt in ähnlicher Form benötigt werden und daher an Instanzen delegiert werden können.

Diensterbringer/Dienstgeber

Spezialisierte Einrichtung die Funktion ausführt

Dienstnutzer/nehmer

Die Funktion nutzende Instanz

Grundmodell der Datenkommunikation

Ein Kommunikationssystem besteht aus einer Menge von Dienstnutzern und einem Erbringer eines Kommunikationsdienstes. Der Kommunikationsdienst hat die Aufgabe, die räumliche Distanz zwischen den Teilnehmern zu überbrücken.

Die Nutzer des Dienstes können dabei entweder als Sender oder als Empfänger agieren. Der Erbringer des Dienstes (in Bezug auf die räumliche Distanz) wird als Medium bezeichnet.

Der Dienst wird über einen speziellen Dienstzugangspunkt (Service Access Point, SAP) an einer Dienstschnittstelle in Anspruch genommen.

Beispiel: Kommunikationsdienst „Briefverkehr"
- Kommunikationssystem: eine Sparte des Diensterbringers Post
- Medium: Postweg (verschiedene Transportmedien wie Auto, Bahn, Flugzeug) - Dienstnutzer: Kunde des Dienstes „Briefverkehr": „Postkunde"
- Dienstzugangspunkt: Briefkasten 

Dienstfunktionen nach OSI-Modell

Funktionen:

  • Connect: Verbindungsaufbau
  • Disconnect: Verbindungsabbau
  • DATA: Datenaustausch
  • ABORT: Abbruch durch Dienstnutzer/erbringer

 

Dienstprimitive nach OSI-Modell

  • Request: Anfordern eines Dienstes
  • Indication: Anzeige am Partner-Dienstzugangspunkt
  • Response: Anzeige am Partner-Dienstzugangspunkt
  • Confirmation: Bestätigung der diensterbringung am anfordernden DZP

Verbindungsloser Dienst

Es wird kein Kontext unterstellt, d.h. die Dienstleistung wurde vollständig durch den Request-Primitiv und den darin enthaltenen Kontrollparametern definiert.

Verbindungsorientierter Dienst

Kontext entsteht durch früher erbrachte Dienstleistungen. Zuerst muss Verbindung aufgebaut werden (Kontextgenerierung)

Phasen von Verbindungsorientierten Diensten

  1. Verbindungsaufbau
  2. Datenaustausch
  3. Geregelter Verbindungsabbau
  4. Verbindungsabbruch

Protokoll

Ein Protokoll legt das Verhalten einer Instanz (entity) fest. Je zwei Partnerinstanzen (peer entities) realisieren das Protokoll und erbringen dadurch den entsprechenden Kommunikationsdienst. 

Horizontale Kommunikation

Kommunikation zwischen Instanzen der Protokolle.

- Kommunikation findet scheinbar direkt zwischen den KommPartnern statt

Vertikale Kommunikation

tatsächliche Kommunikation innerhalb eines Protokollstapels

- Tiefer liegende Schichten erbringen den Kommunikationsdienst

(N)-Schnittstellendateneinheit (IDU) 

 

Dies ist die Dateneinheit, die die (N+1)-Schicht an die (N)-Schicht über den Dienstzugangspunkt (Service Access Point - SAP) übergibt. Sie enthält die Nutzdaten (N)-SDU und Schnittstellenkontrollinformationen (N)-ICI. 

(N)-Schnittstellenkontrollinformationen (ICI) 

 

Diese Dateneinheit enthält Informationen über den auszuführenden Dienst, z.B: Parameter des Dienstes, Länge der SDU,…

(N)-Dienstdateneinheit (SDU)

 

Daten der (N+1)-Schicht ((N+1)-PDU), die transparent zwischen (N)-SAPs übertragen werden. 

(N)-Protokollkontrollinformationen (PCI) 

Informationen, die (über vertikale Kommunikation) zwischen den einzelnen (N)-Instanzen ausgetauscht werden, um den Protokollablauf zu steuern. 

(N)-Protokolldateneinheit (PDU) 

Daten, die zwischen (N)-Partnerinstanzen ausgetauscht werden. Eine (N)-PDU setzt sich aus (N)-PCl und (N)-SDU zusammen. 

ISO-OSI-Referenzmodell

  1. Bitübertraung
  2. Sicherung
  3. Vermittlung
  4. Transport
  5. Sitzung
  6. Darstellung
  7. Anwendung

Aufgabe Bitübertragungsschicht

Die Bitübertragungsschicht bietet als Medium nachrichtentechnische Kanäle, die einen ungesicherten, längenbeschränkten, ungepufferten Nachrichtenaustausch zwischen einer beschränkten Anzahl von angeschlossenen Einrichtungen unterstützen: 

  • ungesicherte Verbindung zwischen Systemen (d.h. es können Fehler bei der Übertragung auftreten)

  • Übertragung unstrukturierter Bitfolgen über das physikalische Medium

  • Normung der physikalischen Schnittstellen zwischen Rechner und Medium

  • Umsetzung von Daten in Signale 

Aufgabe Sicherungsschicht

Die Sicherungsschicht erweitert einen nachrichtentechnischen Kanal zum eigenständigen, abstrakten Medium „gesicherter Kanal". „Gesichert" heißt hierbei: fehlerfrei: 

  • Zerlegung des Bitstromes in Rahmen (Frames) als Basiseinheit der Übertragung 

  • Fehlererkennung und -behandlung (Quittungen und ÜbertragungsWiederholungen, siehe Alternating Bit Protocol) 

  • Flusskontrolle (Vermeidung der Überlastung/Pufferüberlauf des Empfängers) 

  • Regelung des Zugriffs auf ein Medium, welches gemeinsam von mehreren Stationen verwendet wird. 

Aufgabe Vermittlungsschicht

Die Vermittlungsschicht verbindet die gesicherten Kanäle der Sicherungsschicht zwischen beliebigen Knoten eines größeren Rechnernetzes 

  • Verknüpfung von TeilstreckenVerbindungen zu Endsystemverbindungen über Zwischenknoten hinweg 

  • Adressierung von Endsystemen (Rechnern) 

  • Wegwahl (Routing) zur Ermittlung des besten Pfades zur Weiterleitung der Daten; dabei auch Staukontrolle (Vermeidung der Überlastung einzelner Leitungen im Netz) 

  • Kann verbindungslos oder verbindungsorientiert arbeiten 

Aufgabe Transportschicht

Die Transportschicht ermöglicht es, von unterschiedlichen Vermittlungsschichtdiensten zu abstrahieren, so dass sämtliche die eigentliche Datenübertragung betreffende Aspekte verborgen werden. 

  • Adressierung von Transportdienstbenutzern

  • Datentransfer zwischen Benutzern in Endsystemen

  • Bietet Transparenz bzgl. Übertragungsweg und Ende-zu-Ende-Verbindung 

  • Kann verbindungslos oder verbindungsorientiert arbeiten 

Aufgabe Sitzungsschicht

Die Sitzungsschicht (auch: Kommunikationssteuerungsschicht) ermöglicht die Nichtunterbrechbarkeit von Kommunikationsbeziehungen, die Gliederung des Nachrichtenaustausches nach Anwendungsgesichtspunkten und somit eine strengere Ablauforganisation des Nachrichtenaustausches. 

Aufgabe Darstellungsschicht

Die Darstellungsschicht sorgt dafür, dass eine Kommunikation auch zwischen Einrichtungen möglich ist, die eine unterschiedliche lokale Darstellung der Daten aufweisen, wie beispielsweise die Speicherung eines Integer-Wertes in 16 oder 32 Bit. 

Aufgabe Anwendungsschicht

Die Anwendungsschicht ist dann die Basis für Anwendungsprozesse, so dass hier anwendungsspezifische Dienste realisiert werden. Sie stellt Dienste zur Verfügung, z.B. Dateitransfer, E-Mail, Remote Procedure Call, etc. 

Basisbandübertragung

Umformung: digital -> digital

Signale werden als Folge von Rechteckspannungen übertragen.

Bspw Manchestercodierung

Signalschritt

kleinste Zeiteinheit in der ein Sender ein Signal auf das Medium geben kann

Schrittgeschwindigkeit

Anzahl an Signalschritten pro Zeiteinheit

Gemessen in [baud] = signale * t-1

Latenz

Zeit die signale verzöger ankommen:

Latenz = Strecke * Ausbreitungsgeschwindigkeit

Bandbreiten-Verzögerungsprodukt (Speicherkapazität, Pfadkapazität)

Menge an Signalen die gesendet wurden bis das erste Signal beim Empfänger ankommt:

= Latenz * Datenrate

Bsp:

MIT -> Berkley: 5000km. Ausbreitungsgeschwindigkeit: 2*108m/s

= 5000km * 2*108m/s * 622MBit/s = 15.55MBit

Datenrate

Anzahl Bit pro Sekunde

Bandbreite

Für Übertragung aufgrund der Dämpfung nutzbares Frequenzband

 

Nyquist Theorem

angenommen Störungsfreier Kanal mit eingeschränkter Bandbreite:

Maximale Datenrate in [Bit/s] = 2 * B * ld( n )

B: Bandbreite 

n: Anzahl diskreter Signalstufen

Shannon Theorem

Angenommen: Kanal mit zufälligem Rauschen

Maximale Datenrate [Bit/s] = B * ld( 1 + S/N )

B: Bandbreite

S: Stärke des empfangenen Signals

N: Stärke des Störsignals. (S/N: Signal-Rausch-Abstand: Signal-To-Noise Ratio, SNR)

 

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