Datenbankmanagementsystem

12 Grundregeln des DBMS

12 Grundregeln des DBMS


G. V.
Diese Lernkartei behandelt fortgeschrittene Konzepte von Datenbankmanagementsystemen (DBMS) und deren Regeln. Sie konzentriert sich auf die Unabhängigkeit von Daten, die Definition und Manipulation von Tabellen, sowie die Konsistenz und Integrität von Datenbanken. Die Karteikarten erklären auch die Bedeutung von NULL-Werten, die 3-stufige Adressierung und die Verwendung von Befehlen in relationalen Datenbanken. Entwickler und Datenbankadministratoren profitieren von diesem Lernset, da es ihnen hilft, die komplexen Funktionen und Regeln von DBMS besser zu verstehen und effizienter zu nutzen.
Karten
12
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
04.11.2016 / 01.11.2018

Lernkarten

Regel 1

Regel 1
Alle Informationen in einer relationalen Datenbank sind ausschliesslich logisch (und nicht physisch)
abgespeichert und zugreifbar und zwar als Werte in einer relationalen Tabelle.
- Keine Pointer
 

Regel 2

Regel 2
Auf jeden Datenwert in einer relationalen Datenbank kann durch die Kombination von Tabellenname,
Identifikationsschlüssel und Spaltenname zugegriffen werden.
- 3-stufige Adressierung
 

Regel 3

Regel 3
Es gibt Anzeiger für die Tatsache, das Informationen zur Zeit fehlen (nicht verfügbar sind): NULL-Werte.
Diese müssen vom Datentyp unabhängig sein und durch das DBMS manipulierbar sein.
- NULL-Wert

Regel 4

Regel 4
Die Beschreibung der Datenbank selber muss ebenfalls in Form von Tabellen realisiert sein. Es muss somit
sowohl die Beschreibung der Datenbank als auch deren Inhalt mit derselben relationalen Sprache durch den
Benützer bearbeitbar sein.
- Meta-DB (siehe Data Dictionary)
 

Regel 5

Regel 5
Eine relationales DBMS muss mindestens eine Sprache unterstützen, für die folgendes gilt:
• Die Befehle müssen als Textstrings formulierbar sein.
• Mit ein und derselben Sprache müssen machbar sein:
o Befehle zur Datendefinition
o Definition von Daten-Sichten (views)
o Befehle zur Datenmanipulation
o Definition von Daten-Konsistenz-Bedingungen
o Definition von Zugriffsrechten
o Transaktionsbefehle
- Kompletter Befehlssatz

Regel 6

Regel 6
Das DBMS muss mindestens einen Algorithmus enthalten, der in der Lage ist, zum Zeitpunkt der Definition
einer Sicht festzustellen, ob diese Tupel eingefügt oder gelöscht werden dürfen. Das Resultat dieser
Abklärung ist im Data Dictionary festzuhalten.
- Zugriffsrechte

Regel 7

Regel 7
Es muss möglich sein, eine ganze Relation einem Operator in einer Operation anzugeben (für alle
Operationen) (Wildcard).
- Dienstprogramme
 

Regel 8

Regel 8
Wenn der physische Speicherort der Daten oder die physische Zugriffsmethode geändert werden, müssen
die auf die Datenbank zugreifenden Applikations-Programme nicht berührt werden (kein Code-Änderungen
erlaubt).
- Daten-Unabhängigkeit: physische Veränderung
 

Regel 9

Regel 9
Wenn die Tabelle logisch - ohne Daten zu verlieren - verändert werden (zusätzliches Attribut), dürfen die
Applikations-Programme nicht deswegen angepasst werden.
- Daten-Unabhängigkeit: logische Veränderung
 

Regel 10

Regel 10
Es muss möglich sein, Daten-Konsistenz-Bedingungen in der Sprache des DBMS zu definieren und nicht in
den Applikations-Programmen. Diese Bedingungen müssen im Daten-Katalog abgespeichert sein.
- Modell-inhärente Konsistenzbedingungen
 

Regel 11

Regel 11
Ein relationales DBMS besitzt Daten-Verteilungs-Unabhängigkeit.
 

Regel 12

Regel 12
Falls ein relationales DBMS eine Low-Level-Sprache besitzt, so darf es nicht möglich sein, durch diese
Konsistenz-Bedingungen, die in der höheren Sprache definiert wurden, zu umgehen.
- DBMS = einzige Schnittstelle

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