Dateiformate

TIFF, PS/EPS, JPEG, PDF, GIF, PNG, RAW, Textformate

TIFF, PS/EPS, JPEG, PDF, GIF, PNG, RAW, Textformate


Eva Neuhauser
Diese Lernkarten behandeln Dateiformate und deren Merkmale auf Berufslehrniveau. Sie konzentrieren sich auf Formate wie PostScript, PDF, ASCII und UTF-8, sowie deren Eigenschaften und Anwendungen. Besonders behandelt werden die Kompatibilität von UTF-8 mit ASCII, die Verwendung von PostScript in der Druckausgabe und die Eigenschaften von Grafikformaten wie GIF, PNG und JPEG. Die Lernkarten eignen sich für Personen, die sich mit Dateiformaten und deren technischen Details auseinandersetzen müssen, insbesondere in der Informatik und Druckvorstufe.
Cartes-fiches
23
Utilisateurs
8
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
13.02.2014 / 26.09.2025

Cartes-fiches

Welche Aufgaben erfüllt

  1. Acrobat Reader,
  2. Acrobat,
  3. Acrobat Distiller?

  1. Der Acrobat Reader erlaubt nur die Betrachtung und meist auch den Ausdruck von PDF-Dokumenten.
  2. Mit dem Acrobat können PDF-Dokumente bearbeitet, editiert und z. B. Zugriffsrechte vergeben werden, usw
  3. Der Distiller ist das professionelle Programm zur Erstellung von PDF-Dokumenten aus PostScript-Dateien.

 

Der RIP ist neben der Druckmaschine selbst die wichtigste Komponente im Druckprozess.

Warum?

Der RIP (Raster Image Processor) rechnet Seitenbeschreibungssprachen (PDF, PostScript, ...) zur Ausgabe am Drucker in Rastergrafiken um.

Beschreibe die vier Schritte des RIP-Vorgangs:

  1. Interpretieren
  2. Erstellen der Display-Liste
  3. Rendern
  4. Screening/Rastern

  1. Die PostScript-Datei wird analysiert. Kontrollstrukturen, Angaben über Transparenzen oder Verläufe werden zu Anweisungen für die Erstellung der Display-Liste.
  2. Die PostScript-Programmanweisungen werden in ein objektorientiertes Datenformat umgerechnet.
  3. Beim Rendern wird aus der Display-Liste eine Bytemap erstellt. Alle Objekte der Seite werden in Pixel umgewandelt. Dabei wird die Pixelgröße an die spätere Ausgabeauflösung angepasst.
  4. Die Bytemap wird in diesem letzten Schritt in eine Bitmap umgerechnet. Aus den Halbtonpixeln werden entsprechend der gewählten Rasterkonfiguration frequenz- oder amplitudenmodulierte Rasterpunkte.

 

Was bedeutet der Zusatz X-3 beim PDF?

Eine PDF/X-3-Datei ist eine normale PDF-Datei, die aber bestimmten Vorgaben entspricht. Das X steht für eXchange = Austausch.
Die standardisierte Erstellung soll den problemlosen Austausch der PDF-Dateien garantieren.

Was versteht man unter Preflight?

Preflight ist die Überprüfung der Datei auf Fehler, die bei der Generierung entstanden sind oder schon aus den vorherigen Applikationen mitgebracht wurden.

Nenne drei Textparameter, die bei einem PDF bearbeitet werden können.

  • Schriftgröße
  • Schriftfarbe
  • Abstände
  • Grundlinienversatz
  • Geringe  inhaltliche Textänderungen

Welche Vorteile bieten PDF-Dateien?

  • Sie sind plattformunabhängig
  • Unabhängigkeit von Software (abgesehen von Adobe Reader o.Ä.)
  • alle Dokumentenkomponenten sind integriert (Schriften, Bilder, ..)
  • vergleichsweise geringe Datenmenge
  • Nutzungseinschränkungen möglich (zb. kein Ändern, kein Drucken)
  • Richtig generierte PDFs enthalten alle Daten zur optimalen Darstellung auf dem Monitor und zur Ausgabe auf den Drucker oder Belichter
  • Sie bieten viele Bearbeitungsmöglichkeiten
  • Korrekturen und Anmerkungen sind möglich
  • keine Übertragung von Makroviren
  • Variable Qualität, je nach vorhergesehener Verwendung (zur Ansicht, web, Druck)

Wodurch ist PostScript gekennzeichnet?

  • PostScript ist eine Seitenbeschrei bungssprache.
  • Die Dateistruktur ist unabhängig von Ausgabegerät, Auflösung und Betriebssystem
  • In PostScript gibt es verschiedene Dialekte und Strukturen
  • Es werden keine sichtbaren Dateiinhalte erzeugt
  • Die Dateien selbst können nicht editiert werden, sondern nur der PostScript-Code

Merkmale eines PDFs?

  • PDF = Portable Document Format
  • Standardaustauschformat
  • Universelles und geräteunabhängiges Dateiformat, auf der Seitenbeschreibungssprache PostScript basierend
  • Einsatz erfolgt im Print- (Datenausgabe für den Druck) und Digitalbereich (z. B. eBooks)

Mermale von XML?

  • XML = Extensible Markup Language
  • „Metasprache“ zur Beschreibung von Dokumenten
  • Medien- und ausgabeunabhängige Beschreibung von Dokumenten
  • Zur ausgabeabhängigen Formatierung werden Stylesheet-Sprachen (XSL) verwendet.

Merkmale von PS / PRN

  • PS = PostScript (Mac) / PRN = Printer (Windows)
  • Seitenbeschreibungssprache für die Druckausgabe
  • Meta-File (pixel und vektor)
  • Geräteunabhängig und in drei Levels standardisiert: PostScript Level 1, 2 oder 3.
  • PostScript-Dateien werden durch einen PostScript-Druckertreiber erzeugt. Ein direktes Betrachten von PS-Dateien ist im Unterschied zu EPS- und PDF-Dateien nicht möglich.
  • PostScript-fähige Geräte sind Laserdrucker, Belichter und RIPs.
  • PostScript wird zunehmend durch PDF ersetzt!

Merkmale von EPS ?

  • EPS = Encapsulated PostScript
  • Austauschformat für Vektorgrafiken
  • Meta-File (pixel und vektor)
  • Alle Objekte der Grafik einschließlich Schriften werden mit der Seitenbeschreibungssprache PostScript beschrieben und in die Datei eingebunden (encapsulated). Der PostScript-Code dient zur Ansteuerung des Druckers oder Belichters.
  • PostScript-Daten können im Layoutprogramm nicht angezeigt werden. Deshalb wird die Grafik zusätzlich als Pixeldaten mit einer Farbtiefe von 1 oder 8 Bit abgespeichert.
  • Einbinden von Farbprofilen möglich
  • Einbindung von Schriften möglich
  • anders als bei Postscript: EPS kann immer nur 1 Seite enthalten
  • unterstützt keine Alphakanäle

Merkmale von GIF ?

  • GIF = Graphics Interchange Format
  • Pixelformat für Grafiken auf Webseiten
  • Farbtiefe maximal 8 Bit (256 Farben - muss also entweder Graustufen oder indizierte Farben vorlegen)
  • unterstützt kein CMYK
  • Wählbare Farbpalette z. B. perzeptiv, selektiv, adaptiv, Windows, Mac, Web
  • Transparente Pixel möglich
  • Animation möglich (Animated GIF)
  • „Interlacter“ Bildaufbau von unscharf zu scharf
  • Dithering (Simulation von Halbtönen)
  • Verlustfreie Kompression (LZW-Verfahren)

Merkmale von JPG / JPEG ?

  • JPEG = Joint Photographic Experts Group
  • Pixelformat für Halbtonbilder auf Webseiten
  • Farbtiefe 24 Bit
  • Keine Transparenz  möglich
  • Stufenlos einstellbare Kompressionsrate
  • „Progressiver“ Bildaufbau (unscharf zu scharf)
  • In hoher Qualität auch für Druck geeignet

Merkmale von PNG?

  • PNG = Portable Network Graphics
  • Pixelformat für Grafiken und Bilder auf Webseiten
  • Farbtiefe zwischen 1 und 48 Bit
  • unterstützt kein CMYK
  • Transparenz durch Alphakanal möglich
  • Bildaufbau von unscharf zu scharf möglich
  • Verlustfreie Kompression
  • Etwas höhere Datenmengen als GIF oder JPG

Merkmale von RAW (crw, nef, orf, ...) ?

  • „Roh“-Datenformat von Digitalkameras (genauer: vom Kamera-Chip)
  • Pixelorientiert
  • Geräteabhängig, deshalb kein einheitlicher Standard und keine einheitliche Dateiendung (Versuch eines Standarts: DNG von Adobe)
  • Spezielle Software zur Anzeige notwendig (IrfanView, Bridge, ...)
  • Verlustfreie Kompression möglich
  • Verlustfreie Bildbearbeitung möglich (Konverter notwendig - zB Camera Raw)
  • Muss immer erst entwickelt werden

Merkmale von TIF / TIFF?

  • TIF / TIFF = Tagged Image File (Format)
  • Pixelorientiert
  • (ISO-) Standardformat der Printproduktion
  • Farbtiefe von 1 bis 48 Bit
  • Alphakanäle möglich
  • Wahlweise ohne, mit verlustfreier (LZW, ZIP) oder verlustbehafteter (JPEG-)Kompression
  • Farbprofile können eingebettet werden.
  • Speicherung von Ebenen, Transparenzen und Pfaden möglich
  • plattformübergreifend von fast allen Programmen lesbar

Merkmale von TXT?

  • Austauschformat für Textdateien
  • reines Textdokument
  • Im Unterschied zu RTF-Dateien speichert TXT ausschließlich den reinen Text ab – alle Formatierungen gehen verloren.
  • TXT-Dateien lassen sich in zahlreiche Programme importieren.

Merkmale von RTF?

  • RTF = Rich Text Format
  • Austauschformat für Textdateien
  • Im Unterschied zu TXT-Dateien bleibt die Formatierung bei RTF weitgehend erhalten.

Was lässt sich über den ASCII-Code sagen?

  • ASCII = American Standart Code for Information Interchange
  • 7-bit Zeichenkodierung (27= 128 Zeichen insgesamt)
  • davon 96 druckbare Zeichen und 33 nicht-druckbare
  • PROBLEM:  veschiedene ASCII-Erweiterungen in verschiedenen Lädern / an verschieden Rechnern

Wo können beim ASCII-Code Probleme auftauchen?

Werden zwischen zwei Rechnern, die nicht diesselben ASCII-Erweiterungen einsetzen, Daten ausgestauscht, so werden die Zeichen der Erweiterungen nicht korrekt dargestellt.

Ein Problem (z.B. bei Emails): Verwendet der Sender die deutsche ASCII-Erweiterung, die auch die Umlaute wie ä, ö, ü und das ß umfasst und der Empfänger die ASCII-Erweiterung für z.B. Portugal, die diese speziellen Zeichen nicht enthält, dafür aber andere Zeichen, ergibt sich folgende "Merkwürdigkeit": Dort, wo eigentlich die deutschen Sonderzeichen der ASCII-Erweiterung stehen sollten, tauchen sonderbare Grafikzeichen oder Symbole auf.

Es könnte auch sein, dass der Sender eine länderspezifische Erweiterung benutzt (8-Bit breit) und der Empfänger den ASCII-Code (7-Bit breit!). In diesem Fall geht sogar das komplette 1. Bit jedes Zeichens verloren, weil der Empfänger dieses als Korrekturbit behandelt.

Ein Lösungsansatz besteht darin, die zu sendenden Dateien (z.B. Bilder oder Programme) vorher in ASCII-konforme Dateien zu konvertieren, d.h. in Dateien, die nur noch aus "druckbaren ASCII-Zeichen" bestehen.

Was lässt sich allg. über UTF-8 sagen?

  • UTF-8 ist der popolärste Unicode
  • UTF-8 ist in den ersten 128 Zeichen deckungsgleich mit ASCII
  • variable Codelänge von 1-4 Byte pro Zeichen
  • kann also über 1.000.000 Zeichen darstellen

Nun gibt es verschiedene Unicodezeichenätze wie UTF-8, UTF-16 und UTF-32.

Warum ist UTF-8 so bedeutend?

UTF-8 hat einen ganz entscheidenden Vorteil:
Er ist rückwärts kompatibel zu ASCII. Gleiche Zeichen werden in ASCII und UTF-8 durch das selbe Bitmuster repräsentiert.

Damit wird nicht nur die Umstellung von ASCII-Dokumenten zu UTF-8 einfacher (da dabei keine Zeichen verloren gehen) sondern UTF-8 lässt sich auch für Applikationen, Dateisysteme und Netzwerkprotokolle verwenden, die eigentlich nur ASCII verstehen.

UTF-16 dagen verwendet teilweise Bitmuster, die in ASCII andere Kontrollzeichen darstellen.

Étudier