D1.2.4 - Deutsch 2: C Stilistik

Deutsch 2: C Stilistik

Deutsch 2: C Stilistik


J. F.
Diese Vokabelkartei mit 81 Karteikarten hilft beim Erlernen von Deutsch auf Universitätsniveau, indem sie sich auf Stilistik und Varietätenlinguistik konzentriert. Sie deckt Themen wie Stilelemente, Stilzüge, rhetorische Figuren und spezifische Merkmale der Schweizer Standardsprache ab. Beispiele sind "Stilzüge", "Helvetismen" und "Lehnwörter". Die Plattform unterstützt auch das Rückwärtslernen von der Zielsprache zur Ausgangssprache. Diese Karteikarten eignen sich besonders für fortgeschrittene Lernende, die ihre sprachliche Präzision und stilistische Vielfalt verbessern möchten.
Karten
81
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Deutsch
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
23.05.2014 / 07.08.2022

Lernkarten

Mikrostilistische Analyse > 4. Unterbrechungen der Satzkonstruktion: Anakoluth

konstruktionsfremder Neuansatz: Wiederholung stimmt in Kasus, Numerus oder in anderen grammatischen Bezügen nicht mehr mit den Vorgaben überein (Bsp.: „Dieser Kerl, dem werde ich es schon zeigen.“)

Mikrostilistische Analyse > 4. Unterbrechungen der Satzkonstruktion: Apposition

Apposition, ergänzender Einschub: nachgestellte Ergänzungen im selben Kasus und Numerus (Bsp.: „Er, diese Seele von einem Mensch, gab dem Einbrecher das Geld zurück.“)

Mikrostilistische Analyse > 4. Unterbrechungen der Satzkonstruktion: Paranthese

Parenthese, ergänzender Einschub: semantisch-begrifflich abweichen-

der Einschub, der oft nur assoziativ zum Bezugssatz gehört, oft in Gedankenstrichen (Bsp.: „Ottilie ward einen Augenblick – wie soll man’s nennen – verdriesslich, ungehalten, betroffen.“)

Mikrostilistische Analyse > 4. Unterbrechungen der Satzkonstruktion: Nachtrag

Nachtrag, Ausgliederung: Satzglieder werden ausserhalb des Satzrahmens (nach Punkt oder Komma) angehängt (Bsp.: „In Burma darf jeder seine Meinung sagen. Einmal.“)

Mikrostilistische Analyse > 5. Wortstellung: Besonderheiten der Wortstellung

Besonderheiten der Wortstellung, z. B. vorangestellte Genitivattribute bei Nomen (Bsp.: „des Kaisers neue Kleider“, „des Pudels Kern“), Nachstellung unflektierter Adjektive (Bsp.: „ein armes Mädel jung“) etc.

Mikrostilistische Analyse > 6. Satzklammer

Satzklammer (Hilfsverb + Partizip: Bsp.: „Er hat ... geschlafen“, Hilfsverb + Infinitiv: Bsp.: „Er wird ... kommen“, Hilfsverb + Prädikativ: Bsp.: „Die Burg war ... sichtbar“, trennbares Verb + Verbzusatz, Verb + Adjektiv: Bsp.: „Das Licht leuchtete ... hell“, finites Funktionsverb + Funktionszusatz: z. B.: „Der Zug setzte sich … in Bewegung“)

Mikrostilistische Analyse > 6. Ausklammerung

Ausklammerung, auch: Inversion (der eingeklammerte Satzteil wird nach- oder vorgestellt: Bsp.: „Er wird kommen zu allen Treffen.“)

Mikrostilistische Analyse > 7. Satzarten: Aussagesatz

Aussagesatz (Deklarativsatz): Breite Verwendung, von der nüchternen Feststellung bis zum Ausdruck von Empfindungen

Mikrostilistische Analyse > 7. Satzarten: Aufforderungssatz

Aufforderungssatz (Imperativsatz): Aufforderung, mit Verb im Imperativ (meist in Erststellung)

Mikrostilistische Analyse > 7. Satzarten: Wunschsatz

Wunschsatz (Desiderativsatz): Wünsche, Begehren mit Verb im Konjunktiv

Mikrostilistische Analyse > 7. Satzarten: Fragesatz

Fragesatz (Interrogativsatz): Frage, mit Personalform an erster oder (falls an erster Stelle ein Fragewort steht) zweiter Stelle und dem Subjekt an der folgenden Stelle

Mikrostilistische Analyse > 7. Satzarten: Ausrufesatz

Ausrufesatz (Exklamativsatz): Mit Nachdruck geäussert, entspricht der Form nach dem Fragesatz, wobei das finite Verb teils an zweiter, teils an letzter Stelle steht

Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: Tempus

Tempus: z. B. episches Präteritum, Dominanz des Perfekts in Mundarten

Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: Modus

Modus: z. B. Umschreibung mit „würde“ im Konjunktiv

Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: Kasus

Kasus: z. B. häufiger Einsatz des Genitivs

Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: Numerus

Numerus: z. B. Pluralis Majestatis

Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: Genus verbi

Genus verbi (Handlungsrichtung): z. B. Häufung von Passivkonstruktionen

Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: genus

Genus: z. B. bewusste Abweichung vom grammatikalisch korrekten Geschlecht

Mikrostilistische Analyse > 9. Wortbildung: Neologismen

Neologismen: Neueingeführte Wörter, die regelmässig verwendet, aber noch als neu wahrgenommen werden (Bsp.: „Ramsch- Hypotheken“)

Mikrostilistische Analyse > 9. Wortbildung: Okkasionalismen

Okkasionalismen (Gelegenheitsbildungen): Spontane, meist stark kontextgebundene Wortneubildungen zur Bezeichnung von neuen oder bisher nicht benannten Sachverhalten (Bsp.: „Maus-Arm“ als Bezeichnung für einen Arm, der nach der Arbeit mit einer Computer-Maus schmerzt)

Mikrostilistische Analyse > 9. Wortbildung: Archaismen

Archaismen: Stilistisch bewusste Verwendung altertümlichen Sprachgutes (Wortschatz oder syntaktische Mittel). (Bsp.: „Minne“, „Wonne“, „wie weiland [früher] üblich“).

Mikrostilistische Analyse > 9. Wortbildung: Kontamination

Kontamination: Bewusste oder unabsichtliche Verschmelzung von zwei Wörtern oder Fügungen (Bsp.: „tragikomisch“ aus „tragisch“ und „komisch“, „Gebäulichkeiten“ aus „Gebäude“ und „Baulichkeiten“)

Mikrostilistische Analyse > 9. Wortbildung: Katachrese

Katachrese: Verknüpfung logisch oder kontextuell unpassender Sprachbilder in Abweichung von der eigentlichen Redeweise. Nur stilistisch markiert auch als Kuriosum: „Nun gut, wenn alle Stricke reissen, hänge ich mich auf!

Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Substantiv

Substantiv: Wechsel des Kasus, Numerus und Genus

Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Adjektiv

Adjektiv: attributiv vs. prädikativ („der gute Mann“ vs. „der Mann ist gut“), Komparativ („kleiner als ein Sandkorn“), Komparativ ohne Vergleichsform („O hellerer Stern!“), Elativ (absoluter Superlativ ohne Vergleich, z. B. „teuerster Vater“), Wortbildung mit Vergleichswort („steinreich“, „bitterkalt“)

Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Verben

Verben: semantischer Gehalt, Valenz, Morphologie

Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Partikel

Partikel: Modalpartikel (Modifikation von Aussagen; Bsp.; „wohl“ als Ausdruck einer Vermutung)

Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Artikel

Artikel: bestimmt, unbestimmt, fehlend

Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Personal- und Possesivpronomen

Personal- und Possessivpronomen: Du vs. Sie vs. Ihr, pluralis majestatis vs. pluralis modestiae

Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Synonyme

Synonyme: Bedeutungsähnlichkeit, denotative und konnotative Synonymie

Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Homonymie und Polysemie

Homonymie und Polysemie: Homonyme (Wörter mit gleicher Lautung, aber unterschiedlicher Bedeutung; z.B. „Ton“, „Bank“) und Polyseme (Wörter mit unterschiedlichen Bedeutungen, die auf eine gemeinsame Grundbedeutung zurückgeführt werden können; z.B. „Brücke“ (Brücke über einen Fluss / Zahnbrücke / Turnübung; gemeinsame Grundbedeutung: Überbrückung eines Zwischenraumes)

Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Antonyme

Antonyme: Gegenwörter zu vorhandenen Wörtern, oft in Zwillingsformeln

Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Wortfamilien

Wortfamilien: Zugehörigkeit zu einem Basislexem bei Um- und Ablautung (spiel-: Spielfeld, abspielen, Spieler)

Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Wortfeld

Wortfeld: Wörter der gleichen Wortart, die sich semantisch nahestehen (trippeln, trappeln, tänzeln)

Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Konkreta und Abstrakta

Konkreta und Abstrakta: Wörter mit gegenständlicher Bedeutung (Eigennamen, Gattungsnamen, Stoffnamen) vs. Wörter mit ungegenständlicher Bedeutung (Empfindungen, Konzepte, Vorstellungen)

Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Geläufigkeit und Seltenheit

Geläufigkeit und Seltenheit: im Text (und in der Sprache) häufig bzw. selten vorkommende Wörter

Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Wortschatz der Alltagssprache oder Fachwortschatz

Wortschatz der Alltagssprache oder Fachwortschatz: Anteil von alltagssprachlichen Wörtern vs. Begriffe der Fachsprache

Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Neutraler oder ideologisch gefärbter Wortschatz

Neutraler oder ideologisch gefärbter Wortschatz: neutraler, wertungsfreier Wortschatz oder politisch-gesellschaftlich gebundener Wortschatz („Finanzier“ vs. „Finanzhai“; „Abzocker“)

Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Spracheigene Wörter oder Fremdwörter

Spracheigene Wörter oder Fremdwörter: soziale, kontextuelle und intentionale Funktion der Fremdwortverwendung

Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Überregionaler oder regionaler Wortschatz

Überregionaler oder regionaler Wortschatz: Wörter, die im ganzen deutschen Sprachgebiet verbreitet sind („Abendessen“) oder nur in einem begrenzten Gebiet („Nachtmahl“)

Lernen