D1.2.4 - Deutsch 2: C Stilistik
Deutsch 2: C Stilistik
Deutsch 2: C Stilistik
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Lernkarten
Varietätenlinguistik: Soziale Varietät
Schichtabhängig (Die im Kreis 4 Sagen Badi, im Dolder Badeanstalt? Nein. Aber Z.B. "Guckst du?")
Varietätenlinguistik: Was ist ein Lehnwort?
Lehnwort: z.B. Menu. Alles, was aus einer anderen Sprache entlehnt wurde und nun nicht mehr als Fremdwort erkennbar ist.
Varietätenlinguistik: Zwei Besonderheiten der Schweizer Standartsprache im Wortschatz?
- Wörter, die statt oder neben einem gemeindeutschen Wort verwendet werden; Wörter, die in der Schweiz eine zusätzliche Bedeutung haben: der Pöstler (Postbote), der Abwart (Haus-meister), antönen (andeuten), die Auffahrt (Himmelfahrt), der Coiffeur (Friseur), eindrücklich (eindrucksvoll), einnachten (Nacht werden), fehlbar (schuldig), das Glace (Speiseeis), das Goal (Tor im Sport), der Goalie (Torhüter), grillieren (grillen), Leerschläge (Leerzeichen), das Lichtsignal (Verkehrsampel), das Morgenessen (Frühstück), das Natel (Handy), parkieren (parken), rezyklieren (aufarbeiten, recyceln), speditiv (rasch, zügig), der/das Spital (Kranken-haus), das Traktandum (Tagesordnungspunkt), das Velo (Fahrrad)
- Wörter mit einer zusätzlichen Bedeutung: die Abdankung (Trauerfeier), die Aktion (Sonderan-gebot), harzig (zäh, langsam), stossen (schieben, z. B. das Velo stossen)
Varietätenlinguistik: Zwei Besonderheiten der Schweizer Standartsprache in der Wort- und Formenlehre?
- Nomen mit besonderem Geschlecht oder besonderer Mehrzahl: der Radio (das Radio), die Pärke (die Parks)
- Verben mit besonderer Flexion: Sie wird benieden (statt: beneidet)
Varietätenlinguistik: Zwei Besonderheiten der Schweizer Standartsprache in der Rechtschreibung?
- Bei ss/ß: Strässchen (statt: Sträßchen)
- Bei Fremdwörtern: Buffet (Büfett); Carrosserie (Karosserie); Cognac (Kognak); Marroni (Maroni, Maronen); Menu (Menü); Occasion (Okkasion); Rendez-vous (Rendezvous)
Varietätenlinguistik: Eine Besonderheit der Schweizer Standartsprache in der Aussprache?
- In der Schweiz werden einige Wörter auf anderen Silben betont als im übrigen deutschsprachigen Raum, meistens auf der ersten. Als Buchstaben gesprochene Abkürzungen (wie zum Beispiel CD, WC etc. werden nicht auf dem letzten, sondern auf dem ersten Buchstaben betont (CeDe, WeZe)
Varietätenlinguistik: Drei besondere Phraseologismen der Schweizer Standartsprache?
- die Faust im Sack machen (im Duden aufgeführt: „schweiz.: heimlich drohen; ohnmächtig seinen Zorn, seine Wut gegen jmdn. verbergen“); im übrigen Sprachraum gebräuchlich: die Faust/die Fäuste in der Tasche ballen
- mit der grossen Kelle anrichten (im Duden aufgeführt: „schweiz.: mit etw. verschwenderisch umgehen, vergeuden“; bei Meyer: „grosszügig, nicht sparsam wirtschaften“)
- Hand bieten/reichen zu etw. (im Duden nicht aufgeführt)
Stilelemente und Stilzüge: Was sind Stilelemente?
Stilelemente sind sprachliche Elemente, die (im Zusammenwirken mit anderen) zur Charakteristik eines Textes beitragen. Grundsätzlich kann jede sprachliche Ausprägung eines Textes die Funktion eines Stilelements übernehmen. Es gibt z. B. lautliche Stilelemente (Bsp.: Alliteration), syntaktische Stilelemente (Bsp.: Satzlänge, Satzkomplexität), lexikalische Stilelemente (Bsp.: Nominalisierungen, Fachwörter) etc. Stilelemente werden in der Regel mit Hilfe grammatikalischer oder rhetorischer Termini bezeichnet.
Stilelemente und Stilzüge: Was sind Stilzüge?
Stilzüge: Stilzüge sind charakteristische Eigenschaften der sprachlichen Ausgestaltung eines Textes. Sie beruhen auf der Wiederholung oder Kombination einzelner Stilelemente und bündeln deren stilistische Wirkung zu abstrakten Beschreibungsgrössen. So kann ein Text, der die Stilelemente „zahlreiche Fachwörter“, „komplexe Satzgefüge“, „zahlreiche Passivkonstruktionen“ und ähnliche Stilelemente aufweist, z. B. durch den Stilzug „wissenschaftlich“ charakterisiert werden.