D1.2.4 - Deutsch 2: C Stilistik
Deutsch 2: C Stilistik
Deutsch 2: C Stilistik
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Lernkarten
Mikrostilistische Analyse > 7. Satzarten: Aufforderungssatz
Aufforderungssatz (Imperativsatz): Aufforderung, mit Verb im Imperativ (meist in Erststellung)
Mikrostilistische Analyse > 7. Satzarten: Wunschsatz
Wunschsatz (Desiderativsatz): Wünsche, Begehren mit Verb im Konjunktiv
Mikrostilistische Analyse > 7. Satzarten: Fragesatz
Fragesatz (Interrogativsatz): Frage, mit Personalform an erster oder (falls an erster Stelle ein Fragewort steht) zweiter Stelle und dem Subjekt an der folgenden Stelle
Mikrostilistische Analyse > 7. Satzarten: Ausrufesatz
Ausrufesatz (Exklamativsatz): Mit Nachdruck geäussert, entspricht der Form nach dem Fragesatz, wobei das finite Verb teils an zweiter, teils an letzter Stelle steht
Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: Tempus
Tempus: z. B. episches Präteritum, Dominanz des Perfekts in Mundarten
Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: Modus
Modus: z. B. Umschreibung mit „würde“ im Konjunktiv
Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: Kasus
Kasus: z. B. häufiger Einsatz des Genitivs
Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: Numerus
Numerus: z. B. Pluralis Majestatis
Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: Genus verbi
Genus verbi (Handlungsrichtung): z. B. Häufung von Passivkonstruktionen
Mikrostilistische Analyse > 8. Grammatikalische Kategorien: genus
Genus: z. B. bewusste Abweichung vom grammatikalisch korrekten Geschlecht
Mikrostilistische Analyse > 9. Wortbildung: Neologismen
Neologismen: Neueingeführte Wörter, die regelmässig verwendet, aber noch als neu wahrgenommen werden (Bsp.: „Ramsch- Hypotheken“)
Mikrostilistische Analyse > 9. Wortbildung: Okkasionalismen
Okkasionalismen (Gelegenheitsbildungen): Spontane, meist stark kontextgebundene Wortneubildungen zur Bezeichnung von neuen oder bisher nicht benannten Sachverhalten (Bsp.: „Maus-Arm“ als Bezeichnung für einen Arm, der nach der Arbeit mit einer Computer-Maus schmerzt)
Mikrostilistische Analyse > 9. Wortbildung: Archaismen
Archaismen: Stilistisch bewusste Verwendung altertümlichen Sprachgutes (Wortschatz oder syntaktische Mittel). (Bsp.: „Minne“, „Wonne“, „wie weiland [früher] üblich“).
Mikrostilistische Analyse > 9. Wortbildung: Kontamination
Kontamination: Bewusste oder unabsichtliche Verschmelzung von zwei Wörtern oder Fügungen (Bsp.: „tragikomisch“ aus „tragisch“ und „komisch“, „Gebäulichkeiten“ aus „Gebäude“ und „Baulichkeiten“)
Mikrostilistische Analyse > 9. Wortbildung: Katachrese
Katachrese: Verknüpfung logisch oder kontextuell unpassender Sprachbilder in Abweichung von der eigentlichen Redeweise. Nur stilistisch markiert auch als Kuriosum: „Nun gut, wenn alle Stricke reissen, hänge ich mich auf!
Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Substantiv
Substantiv: Wechsel des Kasus, Numerus und Genus
Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Adjektiv
Adjektiv: attributiv vs. prädikativ („der gute Mann“ vs. „der Mann ist gut“), Komparativ („kleiner als ein Sandkorn“), Komparativ ohne Vergleichsform („O hellerer Stern!“), Elativ (absoluter Superlativ ohne Vergleich, z. B. „teuerster Vater“), Wortbildung mit Vergleichswort („steinreich“, „bitterkalt“)
Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Verben
Verben: semantischer Gehalt, Valenz, Morphologie
Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Partikel
Partikel: Modalpartikel (Modifikation von Aussagen; Bsp.; „wohl“ als Ausdruck einer Vermutung)
Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Artikel
Artikel: bestimmt, unbestimmt, fehlend
Mikrostilistische Analyse > 10. Wortarten: Personal- und Possesivpronomen
Personal- und Possessivpronomen: Du vs. Sie vs. Ihr, pluralis majestatis vs. pluralis modestiae
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Synonyme
Synonyme: Bedeutungsähnlichkeit, denotative und konnotative Synonymie
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Homonymie und Polysemie
Homonymie und Polysemie: Homonyme (Wörter mit gleicher Lautung, aber unterschiedlicher Bedeutung; z.B. „Ton“, „Bank“) und Polyseme (Wörter mit unterschiedlichen Bedeutungen, die auf eine gemeinsame Grundbedeutung zurückgeführt werden können; z.B. „Brücke“ (Brücke über einen Fluss / Zahnbrücke / Turnübung; gemeinsame Grundbedeutung: Überbrückung eines Zwischenraumes)
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Antonyme
Antonyme: Gegenwörter zu vorhandenen Wörtern, oft in Zwillingsformeln
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Wortfamilien
Wortfamilien: Zugehörigkeit zu einem Basislexem bei Um- und Ablautung (spiel-: Spielfeld, abspielen, Spieler)
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Wortfeld
Wortfeld: Wörter der gleichen Wortart, die sich semantisch nahestehen (trippeln, trappeln, tänzeln)
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Konkreta und Abstrakta
Konkreta und Abstrakta: Wörter mit gegenständlicher Bedeutung (Eigennamen, Gattungsnamen, Stoffnamen) vs. Wörter mit ungegenständlicher Bedeutung (Empfindungen, Konzepte, Vorstellungen)
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Geläufigkeit und Seltenheit
Geläufigkeit und Seltenheit: im Text (und in der Sprache) häufig bzw. selten vorkommende Wörter
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Wortschatz der Alltagssprache oder Fachwortschatz
Wortschatz der Alltagssprache oder Fachwortschatz: Anteil von alltagssprachlichen Wörtern vs. Begriffe der Fachsprache
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Neutraler oder ideologisch gefärbter Wortschatz
Neutraler oder ideologisch gefärbter Wortschatz: neutraler, wertungsfreier Wortschatz oder politisch-gesellschaftlich gebundener Wortschatz („Finanzier“ vs. „Finanzhai“; „Abzocker“)
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Spracheigene Wörter oder Fremdwörter
Spracheigene Wörter oder Fremdwörter: soziale, kontextuelle und intentionale Funktion der Fremdwortverwendung
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Überregionaler oder regionaler Wortschatz
Überregionaler oder regionaler Wortschatz: Wörter, die im ganzen deutschen Sprachgebiet verbreitet sind („Abendessen“) oder nur in einem begrenzten Gebiet („Nachtmahl“)
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Wörter mit zeitlich begrenzter Wirkung
Wörter mit zeitlich begrenzter Geltung: Modewörter („Abwrackprämie“), Archaismen („Minne“), Anachronismen („Cäsars Aktien“)
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Denotation und Konnotation der verwendeten Wörter
Denotation und Konnotation der verwendeten Wörter
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: Stilschichten und Stilfärbungen
Stilschichten und Stilfärbungen: Kontextabhängige Verwendung von Wörtern aufgrund von soziologischen, funktionalen und semantischen Unterschieden (vgl. dazu die stilistischen Bewertungen / Beschreibungen in den grossen Wörterbüchern)
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: gehoben
gehoben (bei feierlichen Anlässen oder in der Literatur; Bsp.: „Brodem“ (für Dunst))
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: bildungssprachlich
bildungssprachlich (Wörter [oft Fremdwörter], die eine hohe Allgemeinbildung voraussetzen; Bsp.: „Koryphäe“, „adäquat“, „distinguiert“, „in medias res gehen“ [= ohne Umschweife zur Sache kommen])
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: dichterisch
dichterisch (in literarischen Texten; Bsp.: „elysisch“)
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: umgangssprachlich
umgangssprachlich (im alltäglichen Umgang, meist in gesprochener Sprache; Bsp.: „Grips“ [für Intelligenz])
Mikrostilistische Analyse > 11. Lexikalische Stilmittel: salopp
salopp (Wörter, die eine gewisse Nachlässigkeit und Nichtachtung gesellschaftlicher Normen ausdrücken; Bsp.: „bekloppt“)