CSCL

MABM education Wahlmodul Informatik Fernuniversität Hagen

MABM education Wahlmodul Informatik Fernuniversität Hagen


M. A.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Computer-Supported Collaborative Learning (CSCL) auf universitärem Niveau. Sie behandeln zentrale Konzepte wie kooperative Aktivitäten, verschiedene Sichtweisen auf CSCL, und die Rolle von Theorien in der kognitiven und sozialen Lernforschung. Besonders hervorgehoben werden die Bedeutung von Kooperationsskripten, die Auswirkungen auf Lernprozesse und Ergebnisse, sowie praktische Anwendungen und didaktische Entscheidungen. Diese Lernkarten richten sich an Studierende und Forscher, die sich mit den Grundlagen und Anwendungen von CSCL auseinandersetzen möchten, um kooperatives Lernen effektiv zu gestalten und zu verstehen.
Cartes-fiches
26
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
23.06.2016 / 13.05.2021

Cartes-fiches

Was bedeutet Symmetrie in Kontext von CSCL?

  • die Wissensstände der Lernpartner sind sich sehr ähnlich

Praxisbeispiel

peer review vs. gemeinsame Aufgabe lösen?

  • bei der gemeinsamen Aufgabenlösung wird ein tieferes Verständnis erworben
  • Kooperationskompetenz via Medien wird geübt
  • Lernende übernehmen mit peer review auch Betreueraufgaben und schulen die eigene Kompetenz

Zusammenhang von Theorien der Kognition von Gemeinschaften und CSCL

  • Theorie der Kognition von Gemeinschaften
    • -->Lernen findet in einem sozialen Kontext statt (z.B. Novize-Experte) 
    • --> Lernen ist in den Prozess der Produktion und Reproduktion eingebettet

CSCL und Theorien

  • aufgrund der unterschiedlichen settings im CSCL (synchron-asynchron, anwesend-nicht anwesend, Sprache, Gross- Kleingruppe, PArtner, Einzel...) kann es nicht auf einer Theorie aufbauen, sondern benötigt Hinweise aus vielen Theorien!
  •  

Wegweisende Theorien im Kontext CSCL

  • Mind in society (Vygotsky)
  • situated Learning
  • lectures on conversation
  • understanding computers and cognition

Theorie: mind in society

  • Wygotsky (1930-1978)
  • dynamische Vision des menschlichen Verstehens
  • Menschen entiwcklen kognitive Fähigkeiten zuerst in einem sozialen Kontext --> erst später sind sie es fähig als Individuen auszuführen
  • kollaboratives Lernen = Grundlage für das Lernen

Theorie: situated learning

  • Lave/ Wenger (1991)
  • Lernen= Entwicklung von Prozessen und Beziehungen innerhalb einer Gemeinschaft
  • Lernen= MOdell des Lehrlings, Novize... Experte und Meister
  • Lenren= Übernehmen der Praktiken der Gemeinschaft

Theorie: understanding computers and cognition

  • thematisiert Rolle des computers 
  • wichtig: Computer soll menschliche Interaktion und Kooperation unterstützen
  • und nicht den menschlichen Verstand ersetzen!

Aufgabentypen für CSCL

  • konjunktive Aufgaben (--> Beitrag von allen ist notwendig; z.B. gemeinsames Musikstück)
  • unterteilbare, additive Aufgaben
  • keine Wettbewerbsaufgaben, da Kooperation im Vordergrund steht
  •  

Forschungsgebiet CSCL

interdisziplinär

  • Psychologie (wie lernen Menschen?)
  • Pädagogik (welche Methoden eignen sich für CSCL?)
  • Soziologie (...Gruppenbildung)
  • Kommunikationswissenschaften
  • Informatik

Kategorien im CSCL

  • Symmetrie: heterogenes oder homogenes Wissensniveau?
  • Direktivität: selbstorganisiert oder angeleitet?
  • Dauer: spontane für kurze Zeit oder längere Zeit
  • Ziel: einzelnes Wissen oder Gruppe als Ganzen
  • Gruppengrösse:

Theorie: Cognitive Flexibility Theory

Fokus auf die Strukturierung und Repräsentation von Wissen

5 Prinzipien

  1. Präsentation von Wissen in verschiedenen Themenbereichen/ Kontexten
  2. Verbinden abstrakter Konzeot mit konkreten Fallbeispielen
  3. Einführung in Komplexität von Wissensdomänen
  4. Herausstellen des netzartigen Charakters von Wissen
  5. Ermöglichen einer Wissensmontage

Theorie: Cognitive Apprenticeship

Modell der klassischen Handwerkslehre übertragen

wichtig: nachvollziehbarer situativer Kontext

6 Methoden

  1. Modelling (Experte verbalisiert seine Gedanken)
  2. Coaching (Experte= Berater)
  3. Scaffolding (kooperative Problemlösung, wobei sich der Experte ach und nach zurückzieht)
  4. Articulation (Lerner wird angeregt, seine Gedanken zu artikulieren= lautes Denken)
  5. Reflexion
  6. Exploration (problemlösung und auseinandersetzung wird vom Lernenden vorgenommen)

Prozessorientiertes Lernen: zentrale Prinzipien

  • Prozessprinzip
  • Aktivitätsprinzip
  • Affektivitätsprinzip
  • Vorwissenprinzip
  • Lernzielprinzip
  • Kontext- und Nützlichkeitsprinzip
  • Lernkonzeptions- und Transferprinzip
  • Betreuungs- und Kooperationsprinzip
  • Scaffolding- und selbstdiagnoseprinzip
  • Rückbesinnungsprinzip

geeignete Lernziele für CSCL - Arrangements

  • Lernen, eigene Meinung zu formulieren und artikulieren
  • Methodenkompetenz
  • arbeitsteiliges Arbeiten inkl. Zusammenführung
  • Kooperationsfähigkeit
  • unterschiedliche Positionen einnehmen und akzeptieren
  • Förderung der üfK
  • Wissen an andere weitergeben
  •  

Didaktische Entscheidungen bei der Auswahl und Ausgestlatung von CSCL

  • Ziel der Gruppenarbeit
  • Gruppengrösse
  • Arbeitsmodus (synchron-asynchron)
  • Zusammensetzug der Gruppe (homogen-heterogen)
  • Rollenstruktur (vorgegeben, selbstorganisiert)
  • Gender
  • Gruppenbildung (Zufall, Zuordnung, selbstorganisiert)
  • Betreuungsmodus
  • Lernaufgabe

Probleme bei CSCL

  • schnelle Konsensbidlung
  • Bestätigungstendenz (d.h. die Infos, die den eigenen Standpunkt bestätigen werden berücksichtigit)
  • Ungleiche Beteiligung (...Trittbrettfahrer...)

internale Kooperationsskripts

In einer Person vorhandenes Handlungswissen über Rollen und Aktivitäten und Notwendigkeiten beim kooperativen Lernen

  • werden automatisch von Personen ausgeführt

 

externale Kooperationsskript

instruktionale Vorgaben von Rollen, Aktivitäten und INteraktionen

Wirkung von Kooperationsskripts auf kooperative Prozesse und Ergebniss

  • Regulation von Lernprozessen
  • Reduktion von Koordinationsaufwand
  • Repräsentation von Kooperations- und Lernstrategien
  • Veränderung der Erwartungen an die Lernenden

CSCL - Skript

  • beschreibt kooperativen Lernprozess (Rollen, Aktivitäten, Ressourcen, Ergebnisse, Methoden und Werkzeuge)
  • Unterstütung für kooperatives Lernen

informelles- formales Skripting

  • informelles Skripting
    • mdl./ schriftli. Instruktionen
    • nicht notwendige "Befolgungen" des Skriptes
    • "kann"-Möglichkeit
  • formales Skripting
    • vorgegebener Ablauf
    • zwingend durchzuführender Ablauf

Anforderungen an Plattformen für CSCL

Unterstützung von

  • Kommunikation
  •  Kooperation
  •  Koordination

--> ZUsammenhang zu 3 K Modell

3K  und Moodle

Kommunikation

  • Forum
  • Mail
  • Chat
  • Blogeinträge
  • Erweiterung Virtual Classroom Funktionen möglich

Koordination

  • Forum
  • Abstimmungen
  • Moderation
  • Threads
  • Abgabedatum
  • Kalender
  • Nachrichten- aktuelle
  • Verknüpfung Mahara

Kooperation

  • Kommunikation
  • Verknüfpfung mit Wiki
  • Daten hochladen
  • Untestützung socail awareness (Profil)
  • activity awareness (neueste Aktivitäten, Benachrichtifungen...)
  • Gruppen anlegen und verschiedene Zugänge
  • Blog
  • Mahara

Sichtweisen auf CSCL und daraus resultierende Problemstellungn

  • Kulturelle Sicht
    • Vorbehalte bzgl. neuem Lernpardigma
    • Ängste der LP (Kontrollverlust, Technik, ...)
    • Ängster der SuS (Mitverantwortung, ungerechte arbeitsverteilung...)
    • Höhere Anforderungen an Kompetenzen
  • Methodische Sicht
    • erhöhter Aufwand
    • Aufwand Koordination asynchroner Lernszenarien
  • Organisatorische Sicht
    • Organisation und Bearbeitung des Wissensprozesses
  • Technische Sicht
    • unterschiedliche Infrastrukturen udn Systeme
    • Begeltung von Lernende
  • Forschungsmethodische Sicht
    • Einheitliche Theorie fehlt
    • Kohärente Ansätze fehlen
    • keine gemeinsame Sprache und Begrifflichkeit

7 Thesen zur weiteren Entwicklung von CSCL

CSCL wird

  • sozial (soziale Netzwerke werden mehr und mehr genutzt)...Bsp: Facebook Stellvertretungen suchen, edchat auf twitter
  • informell (selbstorgansiertes informelles Lernen wir dmehr genutzt...siehe facebook, blog, twitter....unkompliziertes Austausch...
  • offener (offene Räume gewinnen an Bedeutung)
  • als Begriff verschwinden, da es zur Selbstverständlichkeit wird
  •  in andere Systeme integriert
  • noch mobiler

Étudier