Corporate Systems (Business IT)
DHBW Mannheim [Studiengang Informationstechnik]
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Lernkarten
(1) Was ist unter dem Begriff Mission zu verstehen ?
Grundsätzliche (Ziel-) Ausrichtung des Unternehmens (inhaltlich):
Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit
Produkte / Dienstleistung / Service
Beispiel: Was will man bauen z.B. medizinische Produkte
(2) Was ist unter dem Begriff Vision zu verstehen ?
zukünftige Planung oder Ausblick eines Unternehmens (Definition zukünftiger Ziele)
Entwicklung/Festlegung einer Strategie
Beispiel: Was will man bis zu welchem Zeitpunkt erreicht haben --> In 5 Jahren Weltmarktführer sein
(3) Worin bestehen die Ziele der Managementbewertung nach DGQ?
Beurteilung der fortwährenden Eignung, Wirksamkeit und Effizienz des Managementsystems.
Der Fokus liegt dabei auf:
- Umsetzung der Unternehmenspolitik
- Erreichung der Unternehmensziele
(4) Nennen Sie 5 interdisziplinäre Management-Ansätze mit kurzer Beschreibung der Ziele ?
- Marketingansatz
- (Ziel: Organisationsübergreifende Aktivitäten am Kunden ausrichten)
- (Ziel: Organisationsübergreifende Aktivitäten am Kunden ausrichten)
- Logistikkonzepte
- (Ziel: Aufträge / Produkte schnell, reibungslos durch Wertschöpfungskette bringen, die Organisation orientiert sich am Materialfluss)
- (Ziel: Aufträge / Produkte schnell, reibungslos durch Wertschöpfungskette bringen, die Organisation orientiert sich am Materialfluss)
- Lean Production
- (Ziel: Wollte die Effizienz, Effektivität der Organisation erhöhen, Schlanke Prozesse nur mit Bezug auf Kernkompetenz)
- (Ziel: Wollte die Effizienz, Effektivität der Organisation erhöhen, Schlanke Prozesse nur mit Bezug auf Kernkompetenz)
- Reengineering
- (Ziel: Umgestaltung bestehender Abläufe bzw. in Frage stellen von Bestehendem wenn es Verbesserung / Vereinfachung brachte)
- (Ziel: Umgestaltung bestehender Abläufe bzw. in Frage stellen von Bestehendem wenn es Verbesserung / Vereinfachung brachte)
- Timebased Management
- (Ziel: Schwerpunkt Durchlaufzeiten reduzieren, weniger die Beschleunigung von Einzelaktivitäten sondern die Neugestaltung bzw. das Zusammenspiel unterschiedlicher Aktivitäten)
- (Ziel: Schwerpunkt Durchlaufzeiten reduzieren, weniger die Beschleunigung von Einzelaktivitäten sondern die Neugestaltung bzw. das Zusammenspiel unterschiedlicher Aktivitäten)
- Total Quality Management
- (Ziel: TQM, Erfüllung der Kundenanforderungen ähnlich dem Marketingansatz, die Organisation wird in Kunden-Lieferanten-Beziehungen aufgeteilt und auf Kundenanforderungen ausgerichtet)
(6) Wie ist der Begriff Compliance beschrieben?
- Einhaltung bestimmter Gesetzte & Regeln (sinngemäß)
- Häufig mit finanztechnischen Hintergrund (Anwendung)
- Übereinstimmung/Konformität mit gesetzlichen, technischen Anforderungen (Pflichten, Vorschriften, Richtlinien)
(Einzuhaltende Richtlinien werden bei Zielsetzung des Unternehmens gesteuert)
(7) Was ist unter dem Begriff Governance zu verstehen?
- Existenz von Regeln (schaffen) und Art und Weise der Regeldurchsetzung(Umsetzung),
- Verantwortungsbereich: Vorstand & Management (Unternehmensführung)
(8) Beschreiben Sie kurz die Aufgaben von Managementsystemen.
Managementsysteme beschreiben die Aufgaben des Managements und verknüpfen Methoden, um die Managementaufgaben, „Ziele“ zu setzen und um das „Steuern und Kontrollieren“ erfolgreich zu bewältigen.
(9) Nennen Sie exemplarisch 7 Punkte / Themen, die für die Bestandsaufnahme für ein Managementsystem wichtig sind.
- Beschreibung der unternehmerischen Tätigkeit
- Erfassung relevanter Grundlagen (Vorschriften, Genehmigungen)
- Vergleich bereits vorhandener Managementsysteme
- Aufbauorganisation: Organigramm, Zuständigkeiten, Verantwortungsmatrix
- Prozess: Kern- Unterstützungs-, Führungsprozesse und Schnittstellen sowie Wechselwirkungen (intern, extern)
- Darstellung der Ströme von Material, Energie, Informationen
- Beschreibung der internen und externen Kommunikation
- Beschreibung Wissensstand der Mitarbeiter
- Darstellung der Wechselwirkungen zwischen Organisation und Eigentümer, Kreditgeber
(10) Nennen Sie die fünf wichtigsten Punkte zur Implementierung eines Managementsystems?
- Definition Leitlinien als Unternehmenspolitik
- Prozessorientierung: Kern-, Unterstützungs- und Führungsprozesse
- Dokumentation (Mgt.-Handbuch, Verfahrungsanweisungen, Arbeits-/Betriebsanweisungen)
- Kommunikation
- Verfahren (PDCA): Plan - Do - Check - Act
(11) tbd
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(12) Nennen Sie das Ziel der Unternehmenspolitik und die Voraussetzungen dafür
Ziel der Unternehmenspolitik ist die Existenz der Organisation durch erfolgreiches Handeln langfristig zu sichern
Voraussetzungen
- Akzeptanz durch das gesellschaftliche Umfeld und Glaubwürdigkeit gegenüber ihren Anspruchgruppen
- Wirtschaftlicher Erfolg
- Eigene individuelle Stärken erkennen, erarbeiten und nutzen
- Strategische Schlüsselprobleme erkennen und lösen
(13) Wie sind die Managementsystem-Normen inhaltlich untergliedert, welche grundätzlichen Themen (PDCA) sind dabei zu bearbeiten?
- Kontext der Organisation (PLAN)
- Führung (PLAN)
- Planung (PLAN)
- Unterstützung (PLAN)
- Betrieb (DO)
- Bewertung der Leistung (CHECK)
- Verbesserung (ACT)
(14) Nennen Sie die Grundaufgaben von jedem guten Managementsystem (intern+extern)
- Intern:
- Prozesse und Abläufe optimieren
- Fehlleistungsaufwand und Schnittstellenprobleme minimieren
- Extern:
- Vertrauensbildende Maßnahmen gegenüber Kunden und interessierten Parteien
- Marktanforderungen erkennen und darauf reagieren
(15) Wie lauten die 7 Grundsätze des Qualitätsmanagements?
- Kundenorientierung
- Führung
- Einbeziehung von Personen
- Prozessorientierter Ansatz
- Verbesserung
- Faktengestützte Entscheidungsfindung;
- Beziehungsmanagement
(16) Wie lauten die Vorteile eines prozessorientierten Ansatzes nach ISO 9001 Kapitel 0.3?
- Verstehen der Anforderungen und deren fortlaufende Einhaltung
- Betrachtung der Prozesse im Hinblick auf Wertschöpfung
- Erreichen einer wirksamen Prozessleistung
- Verbesserung von Prozessen basierend auf der Bewertung von Daten und Informationen.
(17) Nennen Sie die 5 Ziele / Gründe für die Anwendung der ISO 9000
- Organisation, die nach Qualitätsmgntsystem streben
- Kunden, die Vertrauen in Lieferkette suchen
- Organisation, die Vertrauen in Lieferkette erwerben wollen
- Orga, die Konformitätsbewertung nach ISO 9001 durchführen
- Anbieter von Schulungen, Bewertungen oder Beratungen zum Qualitätsmgnt
(18) Wie lauten die potentiellen Vorteile für die Organisation aus der Umsetzung der ISO 9001?
- Fähigkeit, beständig Produkte zu liefern, die Kundenanforderungen und gesetzliche und behördliche Anforderungen erfüllen
- Eröffnen von Chancen zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit
- Behandlung von Risiken und Chancen im Zsm mit ihrem Kontext und Zielen
- Fähigkeit, Konformität mit festgelegten Anforderungen des Qualimgntsystems nachzuweisen
(20) Wie lautet das Ziel der Qualitätsplanung nach Juran?
Mit der Qualitätsplanung sollten Produkte, Dienstleistungen und Prozesse so entwickelt werden, dass diese den Kundenbedürfnissen entsprechen.
(21) Welche Aktivitäten gehören zur Qualitätsplanung?
- Identifizierung: Kunden und deren Bedürfnisse
- Entwicklung Produkt oder Dienstleistung, das diesen Bedürfnissen gerecht wird
- Entwicklung Prozess der fähig ist das Produkt oder die Dienstleistung herzustellen
(22) Nennen Sie die Schritte zur Vorgehensweise bei der Qualitätsplanung
- Identifizierung der Kunden und deren Bedürfnisse (in fachlicher Sprache)
- Entwicklung von Produkten / Dienstleistungen, welche den Anforderungen / Bedürfnissen entsprechen
- Optimierung der Festlegung, dass Produkte / Dienstleistungen den betrieblichen und den Kundenbedürfnissen gerecht werden
- Prozess entwickeln zur Herstellung des Produkts / der Dienstleistung
- Optimierung des Umsetzungsprozesses
- Gewährleistung, dass Prozesse unter Serienbedingungen sicher und dauerhaft prozessfähig funktionieren
(23) Nennen Sie die Ziele zur Vorgehensweise für die Qualitätsplanung (TDRF)
1.)Treffsicherheit
- Bedürfnisse / Erwartungen sollen durch Produkt bzw. Dienstleistung erfüllt werden
2.)Differenzierung
- Produkt / Dienstleistung sollte sich vom Konkurrenzangebot differenzieren
3.)Robustheit
- Die Prozesse für die Produkte / Dienstleistungen sollten Störungen stand halten
4.)Fehlerfreiheit
- Vermeidung von Fehlern im Entwicklungsprozess
(24) Wie lauten 8 der 10 Schritte zur Umsetzung der Management-Bewertung?
- Unternehmensziele festlegen
- Managementbewertung als Führungsprinzip etablieren
- Managementbewertung als Prozess definieren
- Festlegen der Prozessziele
- Festlegen der Messgrößen
- Festlegen der Aufgaben und Verantwortungen
- Festlegen der Inputs und Outputs
- Festlegen der Bewertungsmethoden
- Controlling der Ergebnisse
- Festlegung von Maßnahmen zur Umsetzung
(25) Beschreiben Sie die Untergliederung bzw. den Aufbau von einem Managementbericht aus dem Qualitätsmanagement
- Budget/IstAbgleich (Umsatz, Kosten, Ergebnis, Forecast usw.)
- Situation der Märkte
- Kennzahlen des Vertriebs / der Kunden
- Leistungskennzahlen (Zielerreichung und Forecast)
- Qualitätsbericht
- Investitionen
- Kennzahlen des Personals
- Kennzahlen und Ziele des Umweltschutzes
- Kennzahlen zu Datenschutz und Datensicherheit
- Stand durchgeführter und offener Maßnahmen
(26) Beschreiben Sie den Aufbau eines Qualitätsberichts, durch Nennung der wesentlichen Kapitel
- Beurteilung der Situation
- Wesentliche Erledigungen
- Aktuelle Hauptprobleme
- Sonstiges
(27) Nennen Sie die 5 Ziele eines Qualitätskosten-Berichts
- Informationen für die Unternehmens Geschäftspolitik
- Bewertung des Qualitätsniveaus (mit Hilfe monetärer Maßstäbe)
- Wirtschaftlicher, ertrags und kostenorientierte Qualitätsverbesserung
- (Periodengesteuerte) Schwachstellenanalyse
- Stärkung des Qualitätsmanagements im Unternehmen
- Lieferung von Daten für die Qualitätsberichterstattung an Geschäftsleitung
- Kostensenkung und Ertragsverbesserung
- Ganz zentral:Lieferung von Entscheidungshilfen für Verbesserungs- und sonstige Maßnahmen
(28) Nennen Sie die 5 Anforderungen an das Lieferanten-Management
- Rückmeldungen ->Erwartungen von Kunden / Verbrauchern
- Beziehungen -> unter allen beteiligten Akteuren
- Anforderungen aus Normen
- Gesetzliche Anforderungen -> Produktsicherheitgesetz, ...
- Kontinuiertliche Verbesserung ->Technischer Fortschritt (KVP)
(29) Nennen Sie zwei wesentliche Punkte, die den Begriff Audit definieren
Audit:lat. Audire = (an)hören
Definiton für Audit nach ISO 9000 : 2015, Kapitel 3.13.1:
- Audit:systematischer, unabhängiger und dokumentierter Prozess (zum Erlangen von objektiven Nachweisen und zu deren objektiver Auswertung, um zu bestimmen inwieweit Auditkriterien erfüllt sind)
(30) Was versteht man unter einem first Party audit
Audit durch die eigene Organisation
(31) Beschreiben Sie die 4 unterschiedlichen Auditarten bzw. Anwendungsbereiche
- Systemaudit
- Prozessaudit
- Verfahrensaudit
- Produktaudit
(32) Nennen Sie 3 Arten der Durchführung bzw. für wen interne Audits als Informationsquelle dienen können
- Interne Audits: first party Audit = Audit durch die eigene Organisation
- Externe Audits: second party Audit = Lieferantenaudit, Kunde auditiert Lieferanten
- Externe Audits: third party Audit = Zertifizierungsaudit durch neutrale / dritte Stelle
(33) Nennen Sie 5 Anforderungen an die Sozialkompetenz von Auditoren
- Guter Zuhörer
- Guter Kommunikator
- Ausgeglichene und integere Persönlichkeit
- Hohe Akzeptanzfähigkeit
- Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem trennen zu können
(34) Beschreiben Sie die Ziele und den Zweck interner Audits
- Zweck:
- Umsetzung von Organisations-Zielen
- Optimierungsmöglichkeiten / Verbesserungen
- Einsparungsmöglichkeiten
- Einhaltung betrieblicher Rahmenbedingungen (Gesetze, Verordnungen, .. )
- Einhaltung von Richtlinien und Normen – Einhaltung interner / betrieblicher Regelungen (Anweisungen, Bestimmungen... )
- Ziele:
- Konformität mit internen Vorgaben feststellen
- IST Situation ermitteln bzw. erreichte Ziele abstimmen
- Optimierungs, Einsparpotential, Nutzen aufzeigen
- Mitarbeiter einbinden, Vertrauensbildung
- Schnittstellen optimieren, Fehlleistung reduzieren
(35) Beschreiben Sie die Ziele und den Zweck externer Audits
- Zweck:
- Einhaltung technischer Grundlagen (z.B. Normen), Richtlinien
- Einhaltung von Vereinbarungen / Verträgen auch zwischen Lieferant + Kunde
- Einhaltung gesetzlicher Grundlagen
- Ziel
- Lieferantenbeurteilung
- Lieferantenfreigabe oder Zulassung
- Ermittlung IST-Zustand
- Optimierungsmöglichkeiten beim Lieferanten ermitteln
- Prüfung der Einhaltung von Vereinbarungen / Verträgen
(36) Beschreiben Sie die wesentlichen Punkte zur Gestaltung / Ablauf eines Audit-Programms, was sollte das Auditprogramm beinhalten?
- Ziele für das Auditprogramm sowie für die einzelnen Audits;
- Umfang/Anzahl/Arten/Dauer/Standorte/Zeitplan der Audits;
- Verfahren für Auditprogramme;
- Auditkriterien;
- Auditmethoden;
- Auswahl des Auditteams;
- erforderliche Ressourcen, einschließlich Reisezeit und Unterkünfte;
- Prozesse zum Umgang mit Vertraulichkeit, Informationssicherheit, Arbeitsschutz sowie
- weitere ähnliche Aspekte.
(37) Nennen Sie 7 Ziele bzw. Aspekte für die Erstellung von einem Auditprogramm
- Managementprioritäten;
- kommerzielle und andere geschäftliche Intentionen;
- Merkmale von Prozessen, Produkten und Projekten sowie Änderungen an diesen;
- ManagementsystemAnforderungen;
- rechtliche und vertragliche Anforderungen sowie weitere Anforderungen, zu denen die Organisation verpflichtet ist;
- Erfordernis der Lieferantenbeurteilung;
- Erfordernisse und Erwartungen interessierter Parteien, einschließlich der Kunden;
- Leistungsgrad der zu auditierenden Organisation, wie dieser sich beim Auftreten von Fehlern bzw. bei Zwischenfällen/Störfällen oder Kundenbeschwerden widerspiegelt;
- Risiken für die zu auditierende Organisation;
- Ergebnisse aus vorangegangenen Audits;
- Reifegrad des Managementsystems, das auditiert wird.
(38) Nennen Sie 5 Prinzipien, die Auditoren beachten sollen
- Integrität
- Sachliche Darstellung
- Angemessene berufliche Sorgfalt
- Vertraulichkeit
- Unabhängigkeit
- Vorgehensweise basierend auf Nachweisen
(39) Nennen Sie 4 Vorhergehensweisen für Assessments
- Fragebögen
- Workshops
- Audit
- Dokumentierte Analyse
(40) Welche Fragenform sollte für die Durchführung von Audits angewendet werden und warum, bitte Beispiele nennen?
- Offene Fragen (W-Fragen)
- Wie ist was ... geplant ?
- Wie wird ... durchgeführt ?
- Weitere vertiefende Fragen z.B.:
- Wie wird .... umgesetzt / durchgeführt ?
- Wie wird ... Nachweis geführt ?
Durch „nicht direktive“ Fragen wird nicht die Richtung der Beantwortungvorgegeben. Geschlossenen Fragen, die mit ja oder nein beantwortet werden können sind nur zur Bestätigung wichtig, d.h. zur Bestätigung ob ein Sachverhalt richtig verstanden wurde.