COPD

COPD

COPD


Stefan Schmidt
Diese Lernkarten erklären die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), ihre Symptome wie Husten, Auswurf und Atemnot sowie Diagnoseverfahren wie Spirometrie und Bronchoskopie. Sie beschreiben medikamentöse Therapien mit Bronchodilatatoren, Kortison und Antibiotika sowie nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Physiotherapie und Raucherentwöhnung. Betroffene lernen, wie sie durch gezielte Behandlung und Vermeidung von Risikofaktoren ihre Lebensqualität verbessern können.
Flashcards
26
Students
29
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
01.11.2013 / 07.05.2026

Flashcards

COPD - Definition?

Die Abkürzung COPD steht für chronic obstructive pulmonary disease (= chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und bezeichnet keine eigenständige Krankheit, sondern eine Gruppe von Erkrankungen der Lunge mit ähnlicher Symptomatik. Von einer COPD sprechen Mediziner, wenn eine oder mehrere der folgenden Lungenkrankheiten vorliegen:

Die COPD ist also per Definition eine dauerhaft (= chronisch) bestehende Lungenerkrankung, die gekennzeichnet ist durch zunehmend verstopfte beziehungsweise verengte (= obstruktive) Bronchien oder – wie beim Lungenemphysem – durch ein überblähtes Lungengewebe. Diese Veränderungen in der Lunge sind verantwortlich für die wichtigsten Symptome der COPD: Husten, Atemnot und Auswurf.

COPD - Häufigkeit?

In Europa und Nordamerika haben etwa 8 bis 13 Prozent der Erwachsenen eine COPD

COPD - Ursachen?

  • Dabei steht das Rauchen an erster Stelle: Für bis zu 90 Prozent aller Fälle von COPD ist das Tabakrauchen verantwortlich. Etwa jeder zweite ältere Raucher entwickelt eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Das Risiko hierfür steigt mit der Menge der inhalierten Zigaretten deutlich an. Auch das Passivrauchen ist ein Risikofaktor für die Entstehung einer COPD.
  • Wesentlich seltener sind giftige Stäube, Dämpfe und Gase die Ursachen für eine COPD. Bei Bergleuten in Steinkohlegruben unter Tage ist beispielsweise das Lungenemphysem eine Berufskrankheit.

In seltenen Fällen kann eine COPD auch erblich bedingte Ursachen haben: Ein bestimmter vererbter Schaden am Erbgut (Gendefekt), der sogenannte Alpha-1-Antitrypsinmangel, kann zu Störungen in der Lunge führen und so ein Lungenemphysem verursachen. Des Weiteren können häufige Atemwegsinfekte in der Kindheit später eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung zur Folge haben.

COPD - Symptome?

Eine COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) äußert sich vor allem durch die typischen Symptome Husten, Auswurf und Atemnot.

COPD - Symptom Husten?

Liegt die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) als chronisch obstruktive Bronchitis vor, besteht ein meist schon länger anhaltender Husten. Die Symptome sind abhängig von der Tageszeit: Vor allem morgens nach dem Aufstehen ist ein sehr starker Husten typisch – der Grund dafür ist nicht bekannt. Liegen zusätzliche Atemwegsinfekte vor, ist die chronisch obstruktive Bronchitis oft mit heftigen Anfällen von Atemnot verbunden.

Das Lungenemphysem führt selten zu Husten. Wenn bei dieser Form von COPD Husten auftritt, dann meistens morgens – wobei die Betroffenen den Schleim abhusten, der sich über Nacht angesammelt hat.

Häufiger Reizhusten, der meist ohne Schleimproduktion und vor allem morgens und nachts vorkommt, weist auf eine chronische Bronchitis mit asthmatischer Komponente hin. Die Betroffenen husten häufig anfallartig oder haben Anfälle von Atemnot – Auslöser hierfür sind oft äußere Reize wie Tabakrauch, Küchendünste, Parfum und andere Reizstoffe. Der Grund für diese Anfälle liegt in einem überempfindlichen Bronchialsystem. Oft wecken Hustenanfälle die Betroffenen auch nachts auf. Die Symptome nehmen im Lauf der COPD an Häufigkeit und Ausprägung zu.

COPD - Symptom Auswurf`?

Auswurf ist nicht bei jeder COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) eines der typischen Symptome. Beim Lungenemphysem kommt Auswurf beispielsweise selten vor – wenn, dann vorwiegend morgens.

Die chronische Bronchitis und die chronisch obstruktive Bronchitis gehen allerdings meist mit Husten und starkem Auswurf einher. Der Auswurf ist normalerweise weiß, bei bakteriellen Infekten gelb-grün verfärbt.

COPD - Symptom Atemnot?

Eine einfache chronische Bronchitis vor Beginn einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist so gut wie nie mit Atemnot verbunden. Dieses Symptom tritt erst auf, wenn sich aus der Erkrankung eine chronisch obstruktive Bronchitis entwickelt hat. Im fortgeschrittenen Stadium der Lungenkrankheit haben die Betroffenen allerdings fast ständig das Gefühl, weniger Luft zu bekommen.

Auch die Symptome einer COPD mit Lungenemphysem umfassen eine fast dauerhafte Atemnot. Je nach Ausprägung der Lungenkrankheit kann die Luftnot sich so ausweiten, dass die Betroffenen selbst minimale Anstrengungen als Schwerstarbeit empfinden.

COPD - Diagnose?

Bei Verdacht auf eine COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist eine genaue Diagnose wichtig, um die passende Therapie festlegen zu können. Neben der sorgfältigen Erfassung der Krankheitsgeschichte (Anamnese) kommen dabei folgende Untersuchungen zum Einsatz:

  • die körperliche Untersuchung
  • die Lungenfunktionsdiagnostik durch eine Spirometrie
  • die Allergiediagnostik – gelegentlich sinnvoll, um Asthma bronchiale abzugrenzen
  • Blutuntersuchung
  • eventuell Röntgenaufnahmen oder Computertomographie (CT) der Lunge

Diese Untersuchungen können in der Regel beim Hausarzt erfolgen. Weitere Maßnahmen zur Diagnose einer COPD kann der Lungenfacharzt (Pneumologe) vornehmen, wie zum Beispiel die Ganzkörperplethysmographie oder eine Bronchoskopie.

COPD - körperliche Untersuchung?

Bei Anzeichen einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) erfolgt zur Diagnose zunächst eine körperliche Untersuchung. Hierzu gehören die Begutachtung der Lunge, die Blutdruckmessung sowie eine Untersuchung von Herz, Bauch und Beinen der Betroffenen.

Die Begutachtung der Lunge spielt bei der COPD-Diagnose eine zentrale Rolle. Hierbei untersucht der Arzt die Atemwege der Betroffenen und prüft auf krankhafte Atemgeräusche, indem er den Brustkorb abklopft und abhört. Durch das Klopfgeräusch ist feststellbar, ob die Lunge während der Atmung ausreichend verschiebbar ist – oder ob sich beispielsweise Wasser in der Lunge befindet, das eine Dämpfung des Klopfschalls hervorruft.

Beim Abhören der Lunge achtet der Arzt auf Raschelgeräusche, die durch Schleimbildung entstehen und vor allem bei den Bronchitisformen der COPD auftreten. Außerdem prüft er auf trockene Geräusche, wie etwa Brummen oder Pfeifen. Solche Laute sprechen eher für verengte Luftwege bei akutem Asthma bronchiale.

Bei einer COPD mit Lungenemphysem ist der Brustkorb fassförmig verändert und die Atembewegungen sind deutlich eingeschränkt. Das Atemgeräusch ist schwächer zu hören als bei gesunden Menschen und der Klopfschall klingt hohl.

COPD - Lungenfunktionsdiagnostik?

Bei der COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) kommt zur Diagnose die sogenannte Spirometrie zum Einsatz – eine Messung und Aufzeichnung der Atmung, die eine umfassende Lungenfunktionsdiagnostik ermöglicht. Dabei lassen sich zum Beispiel folgende Werte erfassen:

  • das Gesamtfassungsvermögen der Lunge
  • die Kraft, die man aufbringen kann, um Luft aus der Lunge auszuatmen
  • den Widerstand der Atemwege, den verengte Bronchien verursachen

Die häufig vor Beginn einer COPD bestehende einfache chronische Bronchitis zeigt gewöhnlich keine wesentlichen Veränderungen in der Spirometrie. Liegt eine chronisch obstruktive Bronchitis vor, sind bei der Diagnose dagegen deutliche Zeichen einer Verengung der Bronchien feststellbar.

Beim Lungenemphysem verursacht der Verlust von Lungengewebe eine erhöhte Luftmenge in der Lunge. Die Ausatmungskraft ist bei dieser COPD-Form aber deutlich vermindert.

Bei der Diagnose einer COPD ist zur Unterscheidung zusätzlich ein sogenannter Bronchospasmolyse-Test hilfreich: Dazu inhalieren die Betroffenen ein Medikament, das ihre Bronchien erweitert. Wenn bei einem erneuten Lungenfunktionstest nach etwa zehn Minuten die Luftwege nicht mehr verengt sind, spricht dies für eine asthmatische Erkrankung. Der Grund: Nur bei einer asthmatischen Erkrankung sind die Bronchien vollständig erweiterbar. Bleibt nach dem Test die Verengung bestehen, liegt eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung vor.

COPD - Stadien?

  • Schweregrad 0: Die Ergebnisse der Spirometrie sind nach Einnahme eines Bronchodilatators normal; die Betroffenen haben aber chronischen Husten und Auswurf sowie ein erhöhtes Risiko für eine COPD.
  • Schweregrad I: Die Ergebnisse der Spirometrie weisen auf eine leichte COPD hin, wobei Husten, Auswurf und Atemnot chronisch oder zeitweise (z.B. bei körperlicher Belastung) auftreten können.
  • Schweregrad II: Die Ergebnisse der Spirometrie weisen auf eine mittelschwere COPD hin (die Ausatmungskraft, ermittelt als Atemvolumen, das die Betroffenen nach maximaler Einatmung forciert in der ersten Sekunde ausatmen können, beträgt weniger als 80%, aber mindestens 50% vom Normalwert), wobei Husten, Auswurf und Atemnot chronisch oder zeitweise auftreten können.
  • Schweregrad III: Die Ergebnisse der Spirometrie weisen auf eine schwere COPD hin (die Ausatmungskraft beträgt weniger als 50%, aber mindestens 30%), wobei Husten, Auswurf und Atemnot chronisch oder zeitweise auftreten können.
  • Schweregrad IV: Die Ergebnisse der Spirometrie weisen auf eine sehr schwere COPD hin (die Ausatmungskraft beträgt weniger als 30% oder bei gleichzeitiger chronischer Ateminsuffizienz weniger als 50%).

COPD - Labordiagnostik?

Bei einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) spielt die Labordiagnostik eine untergeordnete Rolle: Spezielle Blutwerte zur Diagnose einer Lungenkrankheit wie der COPD, die beispielsweise mit Werten zur Leber- oder Nierenfunktion vergleichbar wären, gibt es nicht.

Dennoch sind bei der COPD-Diagnose Basislaboruntersuchungen notwendig, um neben der COPD bestehende Entzündungen und Begleiterkrankungen zu erkennen. Außerdem ermöglicht es die Labordiagnostik, die sehr seltene erbliche Ursache einer COPD auszuschließen: das Antitrypsin-Mangel-Syndrom. Hierfür ist die Bestimmung des Alpha-1-Antitrypsins erforderlich.

Die Blutgasanalyse liefert Hinweise darüber, ob der Gasaustausch in der Lunge beeinträchtigt ist. Sie ist bei der Verlaufskontrolle einer COPD ein wichtiges Hilfsmittel.

COPD - Röntgen?

Bei einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist für die Diagnose das Röntgen der Brustorgane in der Regel wichtig: Beim Lungenemphysem sind auf dem Röntgenbild klassische Zeichen der Lungenüberblähung, wie das tief stehende Zwerchfell, zu sehen. Das Bild der Lunge ist insgesamt durchscheinender (transparenter) als bei einer normalen Lunge, weil weniger Lungengewebe vorhanden ist.

Die Röntgendiagnostik ist auch bei einer COPD ohne Lungenemphysem im Bedarfsfall sinnvoll – zum Beispiel, um Entzündungen und Tumoren auszuschließen.

COPD - Pneumologe?

Während die Basisdiagnostik bei einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) meist durch den Hausarzt erfolgt, ist für die weiterführende Diagnose in der Regel ein Lungenfacharzt (Pneumologe) zuständig: Nur Lungenfachärzte und Spezialkliniken verfügen über aufwendige Untersuchungsmethoden und -geräte, wie etwa die Ganzkörperplethysmographie und die Bronchoskopie

COPD - Ganzkörperplethysmographie?

Die Ganzkörperplethysmographie misst bei einer normalen Ruheatmung die Atemwiderstände in der Aus- und Einatmung. Die Untersuchten sitzen dabei in einem kleinen Raum, der etwa ein Kubikmeter groß ist. Die Ergebnisse sind genauer und aufschlussreicher als die der Spirometrie.

COPD - Bronchoskopie?

Mithilfe der Bronchoskopie kann der Pneumologe die Luftröhre und ihre großen Abzweigungen (Bronchien) einsehen und die Schleimhäute genauer betrachten. Hierzu schiebt er in der Regel einen etwa bleistiftdicken, biegsamen Schlauch, an dessen Ende sich eine kleine Kamera befindet, durch den Mund in die Atemwege. Außerdem kann er bei der Untersuchung Gewebeproben entnehmen (sog. Biopsie) und anschließend feingeweblich (histologisch) untersuchen lassen.

COPD - Therapie?

Bei einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) zielt die Therapie hauptsächlich darauf ab,

  • Symptome, Anfallshäufigkeit und Fortschreiten der Lungenkrankheit zu verringern,
  • Lungenfunktion und damit die Lebensqualität zu verbessern,
  • Komplikationen vorzubeugen,
  • die Überlebensrate zu steigern.

Entscheidend bei der Therapie der COPD ist es, die Auslöser zu vermeiden. Das heißt in vielen Fällen: mit dem Rauchen aufhören! Denn die fortlaufende Inhalation von Tabakrauch verstärkt die chronisch vorhandene Entzündung der Schleimhäute.

Die medikamentöse Grundbehandlung einer COPD besteht darin, die Bronchien mithilfe von speziellen Sprays zu erweitern. Wenn die COPD weit fortgeschritten ist und diese Behandlung nicht genügend wirkt, ist eine Kortison-Therapie empfehlenswert.

Eine fortgeschrittene COPD erfordert in der Regel eine lebenslange Behandlung, denn: Häufig lassen sich die bestehenden Schäden an Bronchien und Lungen nicht mehr rückgängig machen. Auch durch eine langfristige Therapie der COPD ist keine völlige Heilung möglich.

COPD - Medikamente?

  • Bronchodilatatoren
  • Kortison
  • Schleimlösende Mittel
  • Hustenstiller
  • Antibiotika

COPD - Bronchodilatatoren?

Bei der COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) besteht das Hauptziel der Therapie darin, die Bronchien weit zu stellen und dadurch die Atmung zu verbessern. Dies gelingt mithilfe sogenannter Bronchodilatatoren. Diese Medikamente erweitern die verengten Bronchien, indem sie auf die Bronchialmuskulatur einwirken. Die Bronchodilatatoren gibt es in Sprayform (z.B. Beta-2-Sympathomimetika oder Anticholinergika), als Tabletten, als Tropfen oder als Trinklösung (z.B. Theophylline). Bei Bedarf inhalative raschwirksame Bronchodilatatoren (Beta-2-Sympathomimetika: Fenoterol, Salbutamol, Terbutalin; oder Anticholinergika: Ipratropium), für die Dauertherapie ab Stufe II langwirksame Beta-2-Sympathomimetika ( Formoterol, Salmeterol) und/oder Tiotropium.

COPD - Kortison?

Gegen die chronische Entzündung der Bronchialschleimhaut bei der COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist eine Kortison-Therapie sehr wirkungsvoll, bei der Sie das Kortison inhalieren (in die Lunge einziehen) müssen. Das inhalative Kortison gehört bei mittelschwerer bis schwerer COPD zur Basistherapie. Manchmal ist es bei akuten Krankheitsschüben notwendig, Kortison in Tablettenform zu geben oder zu spritzen.

Die konsequente Anwendung von inhalativem Kortison kann die Anzahl akuter Verschlechterungen der COPD (sog. Exazerbationen) senken. Dies wirkt sich positiv auf Ihre Leistungsfähigkeit und Ihr Allgemeinbefinden aus. Kortison lindert auch die häufig sehr belastenden Allgemeinsymptome wie Husten mit Auswurf.

COPD - Schleimlösende Mittel?

Auf den Verlauf einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) haben schleimlösende Mittel wie Acetylcystein oder Efeuextrakt keine direkte Wirkung. Sinnvoll sind diese Medikamente allerdings zur Therapie von akuten Infekten und massiver Schleimbildung.

COPD - Hustenstiller?

Gegen trockenen, lästigen Husten (Reizhusten) kann Ihnen ein Hustenstiller mit Codein oder Noscapin helfen. Jedoch ist es (nicht nur bei einer COPD) ratsam, diese Arzneimittel nur in Ausnahmefällen und kurzfristig anzuwenden, denn: Hustenstiller unterdrücken den Hustenreiz, sodass Sie den Schleim nicht mehr auf natürliche Weise abhusten können – der Schleim kann sich dann in Ihren Bronchien festsetzen und letztendlich eine Lungenentzündung auslösen.

COPD - Antibiotika?

Bei einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist die Therapie mit Antibiotika auf jeden Fall empfehlenswert, wenn

  • sich die Atemnot verstärkt oder sich der Husten verschlimmert,
  • der Auswurf nicht mehr weiß, sondern gelb-grün ist und
  • Fieber besteht.

Solche Symptome sind Anzeichen einer Infektion, für die in den meisten Fällen Bakterien verantwortlich sind – seltener Viren. Bakterielle Atemwegsinfekte im Rahmen der COPD sind konsequent mit Antibiotika zu behandeln, weil sich Ihr Zustand sonst dauerhaft verschlechtern kann. Vor der Therapie ist eine Speichelentnahme empfehlenswert, um die Bakterienart und deren Widerstandsfähigkeit (sog. Resistenz) gegen die veschiedenen antibiotischen Medikamente zu bestimmen.

COPD - Nicht-medikamentöse Therapie?

  • Schulung: Durch eine gezielte COPD-Schulung (bei der Sie z.B. Ihre Technik zur Inhalation der COPD-Medikamente verbessern) lernen Sie, aktiv zur Bewältigung Ihrer Erkrankung beizutragen. So können Sie Ihre COPD besser kontrollieren sowie die Anzahl akuter Verschlechterungen der Krankheit (sog. Exazerbationen) und Notfallbehandlungen verringern.
  • Physiotherapie: Mithilfe einer Atemphysiotherapie können Sie eine erleichterte Atmung in Ruhe und unter Belastung sowie eine bessere Hustentechnik erreichen.
  • Körperliches Training: Diese Maßnahme ist zur COPD-Langzeittherapie empfehlenswert, da auch sie die Anzahl akuter COPD-Verschlechterungen verringert sowie Ihre Lebensqualität und Belastbarkeit steigert.
  • Ernährungstherapie: Bei COPD ist es wichtig, Ihr Körpergewicht regelmäßig zu kontrollieren und – falls nötig – durch gesteigerte Nährstoffzufuhr zuzunehmen, weil sich Unterernährung und ungewollter Gewichtsverlust negativ auf den Verlauf de Lungenkrankheit auswirken.
  • Hilfsmittel: Die Versorgung mit verschiedenen Hilfsmitteln (wie Rollator, Greifhilfen, Verlängerungen für Schuhlöffel usw.) kann Ihnen im Alltag eine große Erleichterung verschaffen.
  • Heimbeatmung: Bei Bedarf lässt sich unter Umständen durch nicht-invasive Beatmung die Überlastung der Atemmuskulatur verringern.
  • Langzeittherapie mit Sauerstoff:

COPD - Sauerstofflangzeittherapie?

In fortgeschrittenen Stadien der COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) hat die Sauerstoff-Langzeittherapie (LTOT) eine gute Wirkung bewiesen, die die Lebenserwartung steigert. Menschen mit erheblichem chronischem Sauerstoffmangel im Blut erhalten über eine Nasensonde mindestens 16 bis 24 Stunden täglich Sauerstoff. Sinnvoll ist diese Therapie vor allem bei COPD und gleichzeitiger chronischer Rechtsherzschwäche (Rechtsherzinsuffizienz). Eine regelmäßige Kontrolle durch den Facharzt ist notwendig.

COPD - Vorbeugen?

  • Meiden von Risikofaktoren
  • Grippeschutzimpfung
  • Pneumokokkenschutzimpfung

Study