Controlling

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Venture Voom
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Controlling auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Planung, Kostenrechnung, Controllinginstrumente, und die Abgrenzung zu anderen Unternehmensbereichen ab. Die Karteikarten sind ideal für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Verständnis für betriebliche Steuerung vertiefen möchten.
Flashcards
31
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
12.10.2013 / 25.05.2015

Flashcards

Definition „Controlling“
 

Controlling ist ein Subsystem der Führung

als Gewinnsteuerung durch Zahlen,

die über Abweichungsanalysen die ZIRPÜ

  • Zielbildungs-,
  • Informations-,
  • Realisierungs-,
  • Planungs-,
  • Überwachungsprozesse

im gesamten Unternehmen unterstützt.

„Subsystem der Führung“ erklären
 

Bildet Planungs- und Kontrollsystem und Informationsversorgungssystem und vermittelt zwischen diesen. Unterstüzt die Führung.

Woraus besteht das unternehmerische Koordinationsproblem und die Koordinationsfunktion des Controlling?

Dynamik und Komplexität der UnternehmensUMWELT ist gestiegen, Differenziertheit UnternehmensINTERN ist gestiegen.

Unterscheide Controllership (Controller) von Treasurership (Schatzmeister, Finanzwirtschaftler)

Controllership:

  1. Planung
  2. Berichterstattung und Interpretation
  3. Bewertung und Beratung
  4. Steuerangelegenheiten
  5. Berichterstattung an staatl. Stellen
  6. Vermögenssicherung
  7. Volkswirtschaftliche Untersuchungen

Treasurership

  1. Kapitalbeschaffung
  2. Investor Relations
  3. kurzfristige Finanzierung
  4. Bankverbindung und Aufsicht
  5. Kredite und Forderungseinzug
  6. Kapitalanlage
  7. Versicherungen

Erkläre den funktionalen vs. den institutionelln Controllingbegriff

Funktional (Selfcontrolling)

  • Integrierter Bestandteil des Managements
  • Von Soll-Ist-Vergleich bis Führungsphilosophie

Institutionell

  • Vorhandensein einer oder mehrerer Controllingstellen
  • Durch Person des Controllers oder Institution innerhalb des Unternehmens repräsentiert

 

7 Anforderungen an das Berufsbild des Controllers

  1. Sorgen für Ergebnis- und Strategietransparenz
  2. koordinieren Teilziele und -pläne ganzheitlich
  3. organisieren unternehmensübergreifend zukunftsorientiertes Berichtswesen
  4. sichern Daten- und Informationsversorgung der Entscheidungsträger
  5. tragen aktiv und innovativ zu mehr Wirtschaftlichkeit bei
  6. müssen erreichen, dass jede Führungskraft sich selbst in ihrer ökonomischen Verantwortlichkeit steuern kann
  7. sind interne betriebswirtschaftliche Berater aller Entscheidungsträger

Nennen sie 4 Bestandteile einer Controllingkonzeption

  1. Aus den Unternehmenszielen abgeleitete ControllingZIELE
  2. Zieluntersetzung durch konkrete ControllingAUFGABEN
  3. zur Aufgabenerfüllung optimierte ControllingORGANISATION
  4. Festelgung nutzbringend anzuwendender ControllingINSTRUMENTE

Woraus bestehen die Controllingziele

Die Controllingziele bestehen in der Sicherung und Erhaltung der Koordinations-, Reaktions-, und Adaptionsfähigkeit der Führung, damit diese die Ergebnis- und Sachziele der Unternehmung realisieren kann.

Was sind die grundlegenden Aufgaben des Controlling? (4)

  1. Planung
  2. Information
  3. Kontrolle
  4. Koordination

Nennen und erörtern sie 3 Planungseinrichtungen

Top-Down-Planung:

Unternehmensleitung gibt Zielvorstellungen und Rahmendaten für die weitern Planungen vor.
Vorteil: Eindeutigkeit der Vorgaben
Nachteil: ungenügende Motivation der untergeordneten Ebenen

Bottom-up-Planung

Planung geht von den Erkenntnissen der Planungsträger auf der unteren Hierarchiestufe aus.
Vorteil: Höhere Motivation der Planungsträger
Nachteil: Gefahr von zu großzügigen Planungen

Gegenstromverfahren-Planung

Entwicklung von realistischen PLanungsvorgaben (top-down) und nachfolgender Konkretisierung der Planung (bottom-up).
Vorteil: Hohe Akzeptanz bei allen Beteiligten
Nachteil: Hoher Zeit- und Koordiantionsaufwand

Was sind die Grundsätze der Planung? (GOP)

  1. Vollständigkeit
  2. Klarheit
  3. Transparenz
  4. Exaktheit
  5. Flexibilität
  6. Stabilität
  7. Wirtschaftlichkeit
  8. Verbindlichkeit
  9. Kontrollierbarkeit der Planung

Nenne exemplarisch Planungsmanagementaufgaben des Controlling (nicht: Planeraufgaben)

  • Erarbeitung von Planungstechniken
  • Koordination von Planungstechniken
  • Erarbeitung und Wartung von Datenbanksystemen
  • Aus- und Weiterbildung der Planungsträger
  • Abgrenzung des Planinhaltes
  • Erarbeitung von Richtlinien und Vorgehensweisen der Planung
  • Genehmigung dieser Richtlinien
  • Terminierung von PLanungsaufgaben
  • Überwachung der Kontrolle der Planerstellung
  • Motivieren und anregen zum Planen
  • Koordination mit andern Plänen
  •  

Nenne exemplarisch Planeraufgaben des Controlling (nicht: Planungsmanagementaufgaben )

  • Planungsproblem identifizieren
  • Planungsinformationen beschaffen
  • Planungsinformationen auswerten
  • Sollwerte aufstellen
  • Planungsprämissen aufstellen
  • Planeentwürfe erstellen
  • Planalternativen testen
  • Planbewertungen vornehmen
  • Plan genehmigen

Nenne die drei Kontrollaufgaben des Controlling (nur exemplarisch)

1. Festlegung von Kontrollinstrumenten und -art

Kontrollinstrumente: z.b. Schwachstellenanalyse, Sensitivitätsanalyse, ABC-Analyse
Kontrollart: strategische (Prämissen, Eckwertkontrolle) oder operative Kontrolle (Verfahren, Ergebnis, Fortschritte)

2. Soll / Ist-Datenermittlung

Gewinnung eines Vergleichsmassstabes durch analytische Kostenplanung, Plankostenrechnunggsysteme oder Budgetsysteme

3. Abweichungsanalyse

Durch Zeitvergleich (Zeitraum, Zeitpunkt), Objektvergleich (Abteilung, Betrieb, Branche), Soll-/Ist-Vergleich (Abweichungsanalyse, Ursachenanalyse)

Erkläre das Promotorenmodell

Controller ist der "Sparringspartner" des Managers

Er sorgt dafür, dass jeder sich im Rahmen der erarbeiteten Ziele selbt kontrollieren kann.

Geschäftsleitung: Machtpromotor: Anregungen, Entscheidungen, Ressourcenbereitstellung, Sanktionsgewalt

Controller: Fachpromotor: Fördern, Betreuen, Sichern, spezifisches Know-How, Methoden und Instrumente

Grenzen sie Controlling gegen das Rechnungswesen ab

Controlling vs. Rechnungswesen

  • Kosten- und Planungsmanagement (Kostenplanung, Mittelverwendung) vs. Finanzmanagement (Mittelherkunft und -beschaffung)
  • Sicherung der Unternehmensziele vs. Sicherung der Vermögenswerte
  • Betriebsbuchhaltung (Kalkulation, Planung) vs. Geschäftsbuchhaltung (Steuern, Versicherungen, Kasse, Mahnwesen)
  • Betriebswirtschaftlicher Zielerreichungsloste vs. Finanzwirtschaftler
  • Betriebserfolg vs. Kapitalrendite
  • Sehr begrenzte externe Beziehungen vs. Starke externe Beziehungen
  • Verkäufermentalität (vorantreibend, motivierend) vs. Einkäufermentalität (sichern, bremsend)

Abgrenzung des Controllings zur Revision

Die Revision ist
- situationsbedingt tätig
- neutral, unabhängig, nicht weisungsgebunden
- nur mittelbar durch risikominderung dem unternehmensziel verbunden
- historisch orientiert (nur präventiv zukunftsorientiert)
- prüft daten auf richtigkeit
- prüft auf ordnungsmässigkeit

das controlling ist
- ständiger ökonomischer begleiter
- regelmässige steuerungshandlung
- indirekt weisungsgebend, gebunden
- unmittelbar den unternehmenszielen verfplichtet
- zukunftsorientiert
- geht von datenrichtigkeit aus
- prüft auf steuerungseignung

Nennen sie 6 Tendenzen der Unternehmensführung

  1. Differenzierung von operativem und strategischem Controlling
  2. Dezentralisierung des Controlling
  3. Erweiterung der Wirkungsbereiche des Controlling (heute auch IT-Controlling)
  4. Entwicklung verschiedener Controllingausprägungen (Finanzcontrolling, Beschaffungscontrolling, Logistikcontrolling)
  5. Controllingunterstützung durch elektronische Informations- und Kommunikationstechnik (SAP, Datev)
  6. Optimierung der Controllinginstitutionen (Früher unterteil der Finanzabt., heute eigene Stabsstelle)

Was gehört zu einem Plan?

  1. Ein Ziel
  2. Vorgaben bzw. Maßnahmen zur Realisierung
  3. Prämissen, unter die der Plan aufgestellt wurde
  4. Definition des Planungsumfanges
  5. Gliederung in Planungseinheiten

Welche Berichtsarten gibt es?

  1. Erfolgsrechnungen (Umsatz, var/fixe Kosten, Ergebnis)
  2. Personalbereich (Personalkennzahlen, Löhne, Gehaltskosten)
  3. Produktionsbereich (Betriebsauslastung, Ausstoss, Produktivitätskennzahlen)
  4. Kosteninformationen (Kostenarten, variable, Fixe Kosten, Kostenstellen, Kostenträger, Kostenkenzahlen)
  5. Absatzbereich (Umsätze gesamt, Umsätze Artikelgruppen, Umsätze Verkaufsregionen)
  6. Finanzbereich (Liquiditätsentwicklung, Investitionsentwicklung)
  7. Materialbereich (Preise, Preisschwankungen, Lagerstand)

Nennen sie die drei Aufgaben der Kostenrechnung in der betrieblichen Praxis

Bereitstellen von

  1. Darstellungsinformationen (Ermittlungs- und Dokumentarfunktion)
  2. Planungsinformationen (Prognose, Planungs- und Vorgabefunktion)
  3. Kontrollinformation (Kontrollfunktion)

Die Kostenrechnung sollte folgende 4 Anforderungen gerecht werden:

  1. Entscheidungsrelevanz (Kostenrechnung ist nur gerechtfertigt, wenn sie Informationen für Entscheidungen liefert)
  2. Transparenz (KR muss das Unternehmensgeschehen transparent abbilden)
  3. Aktualität (auf aktuelle, keine historische Daten bezogen)
  4. Objektivität und Validität (Soll nicht von subjektiven Einflüssen (Steuern, Finanzpolitik) geprägt sein

Nenne drei nicht monetäre Kennzahlen

  1. Human Potential Index
  2. Board Diversity Index
  3. Jow Jones Sustainability Index

Erkläre den Turnaround

Strategiekrise führt zu operativer Krise. Turnaround führt zu postiver Entwicklung statt Existenzkrise

Nenne 3 Berichtsarten

Standardberichte: regelmässig, gewöhnlich meist nur abgeheftet

Abweichungsberichte: nur bei Abweichung

Anforderungsberichte: außer gewöhnlich und auf Anfrage

Erkläre Null-Basis-Budgetierung

Die Nullbasisbudgetierung geht jede Periode von einer Planung von Null an aus. Dies steht im Gegensatz zur üblichen Planung, die vom aktuell vorhandenen Budget ausgeht.

Vorteile: Weniger Ineffizienzen

Nachteile: Skepsis wegen ständigem Nachweis der Budgets der Mitarbeiter

Definieren sie die Controllingziele

Die Controllingziele bestehen in der Sicherung und Erhaltung der Koordinations-, Reaktions- und Adaptionsfähigkeit der Führung, damit diese die Ergebnis- und Sachziele der Unternehmung realisieren kann.

Was sind die 4 Controlling-Aufgaben

  1. Planung
  2. Information
  3. Kontrolle
  4. Koordination

Controllinginstrumente:

operative und strategische Planungsinstrumente:

Instrumente der operativen Planung

  • Budgetierung
  • Investitionskostenrechnung

Instrumente der strategischen Planung

  • Szenarien
  • Brainstorming
  • strategische Bilanzen
     

Controllinginstrumente:

operative und strategische Kontrollinstrumente:

Operativ:

  • Break-Even-Analyse
  • Erfolgsrechnung
  • Wertanalysen

Strategisch

  • Frühwarnsysteme
  • GAP-Analyse
  • Risikoanalyse
  • Benchmarking

Controllinginstrumente:

operative und strategische Informationsversorgungssysteme:

Operativ

  • Kennzahlensysteme
  • Make-or-buy-Rechnung
  • ABC/XYZ-Analyse

Strategisch

  • Portfolioanalyse
  • Branchenvergleich
  • Konkurrenzanalyse
  • Markt-, Umwelt, Lebenszyklusanalyse

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