Netzwerke

Stefan Winterberger
Lernen

Stefan Winterberger
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Architektur von Computern und Netzwerken auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Paketvermittlung, Routing, Dienstgüte und die verschiedenen Schichten von Netzwerken, einschließlich der Vermittlungs- und Transportschicht. Die Karteikarten erklären auch die Funktionsweise von Routern, Switches und die Unterschiede zwischen statischem und dynamischem Routing. Sie eignen sich für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis der Netzwerkarchitektur vertiefen möchten, insbesondere in Bezug auf die effiziente Datenübertragung und Fehlerbehandlung.
Karten
29
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
05.11.2013 / 09.12.2020

Lernkarten

Datenübertragungsrate und Bandbreite

  • Datenmenge pro Zeit
  • gemessen in bit/s
  • Unterscheidunf zwischen
    • Kapazität, übertragungsrate, Bandbreite, Durchsatz
      • wv liefert das Netz, eigenschaft
    • Bitrate
      • wv benötigt der Dienst

Typische Übertragungsraten

  • Modem: 56kbit/s
  • GMS/GPRS: 53.6kbit/s
  • ADSL:8-24 Mbit/s (down)
  • Ethernet: 10 Mbit/s
  • UMTS-HSDPA: 42 Mbit/s
  • WLAN: 802.11g 54 Mbit/s
  • Fast-Ethernet: 100 Mbit/s
  • USB 2.0: 480 Mbit/s
  • Gigabit-Ethernet: 1.0 Gbit/s
  • USB 3.0: 5 Gbit/s
  • HDMI: 10.2 Gbit/s

Bitraten typischer Anwendungen

  • Sprache 32 kbit/s
  • Massendaten 1-10Mbit/s
  • Video 1.5-15 Mbit/s
  • HDTV 15-150 Mbit/s
  • Videotelfon 0.5-2.0 Mbit/s

Fluktuation

B: Fluktuation

S: Spitzenwert

E: Durchschnitt der natürlichen Bitrate

B=S/E

Latenz 

Zeit bis ein Paket vollständig angekommen ist.

Latenz = (Distanz/Ausbreitungsgesch) + (Paketgrösse/Durchsatz) + Wartezeit

 

Übertragungsfehler

Bitfehlerrate = fehlerhafte bits / gesamte Anzahl bits

Paketfehlerrate = fehlerhafte Pakete / gesamte Pakete

 

 

Service Primitives

Request: Anfrage eines Services vom Servicebenutzer

Indication: Bestätigung dass der Service angefragt wurde

Response: Quitierung vom Servicebenutzer

Confirm: Quitierung vom Servie anbieter

Switch

  • schaltet Paket durch
  • Layer 2

Router

  • Layer 3
  • Wertet MAC adresse aus und Rotet das packet an die Zieladresse

Store-and-Forward-Verfahren

  • Pakete werden jeweils an den nächsten Router geschickt
  • Dort werden sie gespeichert (Sicherungsschicht)
  • Dann werden sie zum nächsten Router weitergeschickt
  • Bis sie schliesslich beim Ziel-Host ankommen.

Dienste der Vermittlungsschicht  

  • Die Vermittlungsschicht stellt der darüberliegenden Transportschicht im Host Dienste bereit.
  • Die Dienste sollen unabhängig sein von:
    • Anzahl der Router
    • Routertechnologie
    • Netztopologie
  • Netzadressen für die Transportschicht müsseneindeutig sein. 

Paketvermittlung  

  • Verbindungsloser Dienst (z.B. IP)
  • Pakete werden einzeln an das Netzwerk übergeben
  • Pakete werden unabhängig voneinander weitergeleitet
  • Pakete werden auch Datagramme genannt
  • Ein Netzwerk, das mit Paketvermittlung arbeitet wird auch Datagramm-Netzwerk genannt.
  • Die Router geben Pakete jeweils an den nächsten Router weiter.
  • Die Auswahl des nächsten Routers erfolgtaufgrund der Paketadresse. 

Leitungsvermittlung  

Verbindungsorientierter Dienst (z.B. ATM) Pakete werden einzeln an das Netzwerk übergeben. Für die gesamte Übermittlung aller Pakete wird eine virtuelle  Verbindung eingerichtet.

  • Nach der Übertragung aller Pakete wird die Verbindung wieder abgebaut.
  • Alle Datenpakete folgen diesem Weg durch das Netzwerk.
  • Jedes Paket hat einen Kennzeichner, der angibt zu welcher Verbindung das Paket gehört.
  • Die Router geben die Pakete immer auf demselben Weg an den nächsten Router weiter. 

Statisches Routing

  • Tabelle  – aus einer Initialisierungsdatei beim Start
  • Statisch: ist „einfacher“, keine Anpassung an Änderungen

Dynamisches Routing

  • Tabelle - durch Berechnung während des Betriebs
  • Dynamisch: erfordert zusätzliche Protokollmeldungen  während des Betriebs, kann mit Netzwerkfehlern umgehen
  • Routing-Algorithmen (Adaptive Algorithmen):
    • Passen sich der Topologie an
    • Routing-Entscheidungen aufgrund von Messungen oder Schätzungen (Lastregulierung)
    • Ergebnis: Routing-Tabelle ausgefüllt. 

 

Anforderungen an ein Routing-Algorithmus

  • Genau
  • Einfach
  • Robust
  • Fair
  • Optimal

Shortest Path Routing (Dijkstra)

  • Teilnetze als Graph:
    • Knoten:   Router
    • Link, Kante:  Übertragungsleitung
    • Kantenbeschriftung: „Gewicht“
    • =Entfernung, Übertragungszeit, Warteschlangenlänge, Kosten, ….
  • Shortest Path (kürzester Pfad): geringstes Gewicht 
  • Systematische, schrittweise Berechnung des Weges von Startknoten zum Zielknoten (statisch)
  • Algorithmus von Dijkstra

Dynamische Routingalgorithmen (1)  

  • Distance Vector Routing
  • Dynamisch, berücksichtigt aktuelle Netzlast
  • Router haben Tabellen mit den bestmöglichen Verbindungen
  • Benachbarte Router tauschen Informationen aus.
Nachteil: Info über schlechte Kanäle verbreitet sich  auch schlecht (langsam) Link State Routing (=SPF: Shortest Path First) Jeder Router ermittelt: Nachbarrouter + Entfernung Sendet diese Info an alle Router Berechnung der kürzesten Pfade

Endliche Automaten

  • Beschreiben ein System mit verschiedenen Zuständen
  • Besteht aus:
    • Zuständen (Anzahl der Zustände ist «endlich».)
    • Übergängen zwischen den Zuständen
    • Eingänge: Ereignisse die diese Übergänge auslösen
    • Ausgaben: Aktionen
  • Darstellung im Zustandsübergangsdiagramm (Statechart)
  • Zustände als Blasen (Bubble, Knoten)
  • Übergänge als Pfeile (Arrow, gerichtete Kante)
  • Kann sowohl für Software wie auch für Hardware verwendet werden. 

Moore Automat

  • Ausgabe hängt nur vom Zustand ab.
  • Zustand: State/A

Mealy Automat

  • Ausgabe hängt vom Zustand und den Eingängen ab.
  • Pfeile: E/A

Überlastungsüberwachung  

  • Sicherstellung, dass das Teilnetz in der Lage ist, den Verkehr zu bewältigen
  • Betrifft: Hosts, Router, Zwischenspeicher in Routern, Übertragungskapazität

Flusskontrolle  

  • Bezieht sich auf den Punkt-zu-Punkt-Verkehr zwischen Sender und Empfänger
  • Sicherstellen, dass ein schneller Sender einen langsamen Empfänger nicht „überflutet“
  • Zumeist direktes Feedback von Empfänger zum Sender

Massnahmen zur Steuerung von Überlastungen

  • Transportschicht
    • Timeout für erneute Übertragung
    • Zwischenspeichern von Out-of-Order Frames
    • Bestätigungen (einzeln oder gesammelt, ..)
    • Flusskontrolle (straff oder locker)
  • Vermittlungsschicht
    • Warteschlangen für Pakete
    • Verwerfen von Paketen
    • Routing-Algorithmen
    • Management der Paket-Lebensdauer
  • Sicherungsschicht
    • Timeout für erneute Übertragung
    • Zwischenspeichern von Out-of-Order Frames
    • Bestätigungen (einzeln oder gesammelt, ..)
    • Flusskontrolle (straff oder locker)

Lastabwurf  

  • Kann die Überlastung nicht eingedämmt werden, so können Router Pakete einfach verwerfen
    • = Lastabwurf
    • Abwurf nach Zufallsprinzip, oder:
    • Abwurf der ältesten/neuesten Pakete, oder:
    • Abwurf der „unwichtigeren“ Pakete 

Verfahren zur Gewährleistung der Dienstgüte  

  • Bereitstellen von Ressourcen im Überfluss
  • Zwischenpuffern
  • Traffic Shaping
  • Leaky Bucket Algorithmus
  • Token Bucket Algorithmus
  • Reservieren von Ressourcen
  • Zugangssteuerung
  • Proportionales Routing
  • Zeitliche Planung von Paketen

Aufgaben der Transportschicht  

  • Verlorene, gestörte Pakete erkennen und durch Wiederholung der Übertragung korrigieren. (Ähnlich wie die Sicherungsschicht.)
  • Die Mängel der Vermittlungsschicht werden „verborgen“.
  • Einheitliche Dienste-Schnittstelle für übergeordnete Schicht, unabhängig von der verwendeten Vermittlungsschicht.

Media Access Control MAC

  • Medium zugriffsprotokoll
  • Sublayer 2 Protokoll (sicherungsschicht)
  • regelt Zugriffsverfahren
  • Beispiele:
    • Carrier Sense Multiple Access CSMA
      • /CD collsision detection
      • /CA collision avoidance
    • ALOHA/S-ALOHA

Logical Link Cotroll - LLC

  • Sublayer von Layer 2
  • Datenblöcke gesichert von A nach B transportieren

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