Chemie Teil 2
Teil 2
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Flashcards
Formel für Stoffmenge
n = m/M
n...Stoffmenge in [mol]
m...Masse in [g]
M...molare Masse in [g/mol]
gibt die Teilchenzahl (Atome, Moleküle, Elektronen, Ione) einer Stoffportion an
Formel für Stoffmengenkonzentration
c = n/V
c...Stoffmengenkonzentration [mol/L]
n...Stoffmenge [mol]
V...Volumen [L]
Formel für Massenkonzentration
ß = m/V
ß...Massenkonzentration in [g/L]
m...Masse in [g]
V...Volumen in [L]
Formel für Dichte
ρ = m/V
ρ...Dichte in [g/cm3]
m...Masse in [g]
V...Volumen in [cm3]
Prinzip von Le Chatelier - Prinzip vom kleinsten Zwang
übt man auf ein System, das sich im chemischen Gleichgewicht befindet, einen Zwang durch Änderung der äußeren Bedingungen aus, so stellt sich infolge dieser Störung des Gleichgewichts ein neues Gleichgewicht, dem Zwang ausweichend, ein
das Gleichgewicht kann beeinflusst werden durch:
- Änderungen der Konzentration
- Temperaturänderungen
- Druckänderungen
Aktivierungsenergie
Energie, die benötigt wird, um eine Reaktion in Gang zu setzen
Massenwirkungsgesetz
beschreibt das Verhältnis der Aktivitäten zwischen Edukten und Produkten einer Reaktion im chemischen Gleichgewicht
K=1 → Gleichgewicht liegt in der Mitte, Konzentration von Produkten und Edukten gleich
K<1 → Gleichgewicht liegt auf der Seite der Edukte
K>1 → Gleichgewicht liegt auf der Seite der Produkte
A,B...Edukte
C,D...Produkte
Katalysator
Stoff, welcher die Aktivierungsenergie senkt und die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht
verändert nicht die Lage des Gleichgewichts, wird während der Reaktion nicht verbraucht
Wasserstoff (Herstellung, physikalische Eigenschaften, Isotope, chemische Eigenschaften und Verwendung)
Ordnungszahl 1
Herstellungsmöglichkeiten: Elektrolytische Spaltung von Wasser, Dampfreformierung, Umsetzung von reaktionsfreudigen Metallen mit Wasser
hat kleinere Dichte als Luft (ist ca 15 mal leichter als Luft) und ist ein sehr kleines Molekül
Isotope: Deuterium, Tritium
häufigstes Element im Universum
chemische Eigenschaften und Verwendung: Energieträger, Kohlehydrierung, Reduktionsmittel, Ammoniak-Synthese im Haber-Bosch-Verfahren, Fetthärtung
Sauerstoff (physikalische Eigenschaften, Herstellung, wichtige Reaktionen)
Ordnungszahl 8
ist zu 21% in der Atemluft vorhanden, wichtig für den Energiestoffwechsel
farb-, geruchs- und geschmacksloses Gas, kondensiert bei - 183°C zu einer blauen Flüssigkeit, in Wasser eher weniger löslich
wird durch Destillation von Luft mit dem Linde-Verfahren gewonnen, als Nebenprodukt fallen Stickstoff und Edelgase an
wichtigsten Reaktionen sind die Oxidationen
Oxide
Sauerstoff-Verbindungen, in denen dieser die Oxidationszahl -II hat; die meisten Oxide enstehen, wenn brennbare Stoffe mit Sauerstoff reagieren → Oxidation
Wasserstoffperoxid
H2O2, eine der wenigen Verbindungen wo Sauerstoff die Oxidationszahl -I hat
chemisch sehr reaktiv und für die Zelle sehr giftig
Wasser
Dihydrogenmonoxid, Oxid des Wasserstoffs
Eigenschaften: Ausbildung von Wasserstoffbrückenbindungen, Gefrierpunkt 0°C, Siedepunkt 100°C, ist polar und kann Ionen gut lösen
Kohlenstoff (Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid, Kohlensäure)
Grundlage des organischen Lebens; einziges Nicht-Metall, welches 4 Bindungen ausbilden kann
Kohlenstoffmonoxid: CO, wenn zu wenig Sauerstoff bei der Verbrennung von Kohlenstoff vorhanden ist, entsteht giftiges Kohlenstoffmonoxid; verhindert die die Bindung von Sauerstoff in den roten Blutkörperchen
Kohlenstoffdioxid: CO2, ensteht bei vollständiger Verbrennung von Kohlenstoff und ist ein reaktionsträges Gas; sammelt sich oft in Jauchegruben und Gärkellern an
Kohlensäure: H2CO3, sehr schwache Säure, entsteht wenn Kohlenstoffdioxid in Wasser geleitet wird, kann nur in geringen Mengen im Wasser existieren; kann mit Hydrogencarbonat ein Puffersystem im menschlichen Körper bilden
Stickstoff
N, Oz 7
sehr reaktionsträge, zu 78% in der Atemluft vorhanden
Ammoniak (Stickstoff und Wasserstoff, NH3) stellt die Grundlage für die Synthese von Salpetersäure und anderen Stickstoffverbindungen dar
in Salpetersäure (HNO3) hat Stickstoff seine höchste Oxidatioinszahl, nämlich 5
Halogene (Fluor, Chlor, Brom, Iod)
benötigen lediglich ein Elektron um die Oktettregel zu erfüllen, sind serh reaktiv; in Reaktion mit Wasser bilden sie Halogenwasserstoffsäuren
Fluor: grünliches, hochgiftiges und reaktives Gas; ist das elektronegativste Element und bewegt sogar höhere Edelgase zu Bindungen
Chlor: grünlichgelbes, giftiges Gas, wird zur Desinfektion von Trinkwasser benutzt, durch Elektrolyse von wässrigen Natriumchlorid-Lösungen gewonnen
Brom: eines von den einzigen 2 flüssigen Elementen im PS (2. ist Quecksilber), sher giftig, braun, siedet bei 59°C
Iod: grauschwarze, metallische Blättchen, welche einen violetten Dunst absondern, ist in SPuren für menschlichen Körper essentiell
Brønsted-Säure-Basenmodell
Säuren = Protonendonator → können Protonen/Wasserstoffkationen abgeben
Basen = Protonenakzeptor → können Protonen aufnehmen
HX = H+ + X-
HX...Säure
X-...Base
Autoprotolyse
Eigendissoziation des Wassers
Prozess, bei dem ein Wassermolekül in ein Proton und ein Hydroxid-Ion zerfällt
H2O = H+ + OH-
Kurzschreibweise von Proton, Hydroxid-Ion und Oxonium-Ion
Proton → H+
Hydroxid-Ion → OH- negativ geladenes Ion, ensteht wenn Basen mit Wasser reagieren
Oxonium-Ion → H3O+ ensteht, indem man Säure in Wasser gibt, dies protolysiert dann zu einem gewissen Grad
pH-Wert
der negativ dekadische Logarithmus der Protonenkonzentration, gibt an wie sauer oder basisch eine wässrige Lösung ist, pH 7 ist der neutrale pH-Wert
pH = - log(c(H+))
Säurestärke/Säurekonstante
beschreibt die Affinität einer Verbindung ein Proto (H+) abzugeben, dies wird über die Säurekonstante ausgedrückt
Maß für die Stärke einer Säure; je kleiner der pKs-Wert, desto stärker die Säure
ist Ks groß, so liegt das Gleichgewicht auf der rechten Seite, ist es unter 1 so liegt es auf der linken Seite der Reaktion
Mineralsäure
Salzsäure (Chlorwasserstoffsäure) HCl, Schwefelsäure H2SO4, Salpetersäure HNO3
(manchmal auch Phosphorsäure)
Ampholyte
Stoffe, welche sowohl ein Proton aufnehmen, als auch abgeben können; z.B. Wasser, Ammoniak, Schwefelsäure, Essigsäure, Hydrogencarbonat, Hydrogensulfat, Hydrogen- und Dihydrogenphosphat
können sowohl als Säure als auch als Base reagieren
Säuren- und Basenreaktion
Säure + Base = Salz + Wasser
NaOH + HCl = NaCL + H2O
wenn eine Säure oder Base auf ein Salz trifft, so kann die schwächere Base/Säure aus dem Salz verdrängt werden
unvollständig deprotonierte Anionen - mehrprotonige Säuren
bei mehrprotonigen Säuren kommt es vor, dass nicht alle Protonen gelichzeitig abgegeben werden und dadruch ist es möglich, dass Salze gebildet werden, welche noch Protonen enthalten
z.B. Natriumhydrogensulfat NaHSO4, Natriumdihydrogenphosphat NaH2PO4, Eisen(III)dihydrogenphosphat Fe(H2PO4)3
Puffersysteme, Blutpuffer
Ein Puffer ist ein Stoffgemisch, welches auf die Zugabe einer Säure oder Base mit einer sehr viel geringeren Veränderung des pH-Wertes reagiert, als ein ungepuffertes Gemisch
Mischung aus einer schwachen Säure und ihrer konjugierten bzw. korrespondierenden Base (bzw. des jeweiligen Salzes) oder einer schwachen Base und ihrer konjugierten bzw. korrespondierenden Säure, sorgen dafür, dass der pH-Wert annähernd konstant bleibt
schwache Säure hat die EIgenschaft, dass sei nicht vollständig dissoziert vorliegt, daher das Wasserstoffproton nicht hergeben will und sich somit nur schwach auf den pH-Wert auswirkt
Blutpuffer: halten im Blut den pH-Wert bei Veränderungen des Säure-Basen Verhältnisses konstant → Kohlensäurepuffer, Hämoglobin, Proteinatpuffer, Phosphatpuffer
pH-Wert Blut = 7,4 (+-0,03)
Berechnung pH-Wert
starke Säuren: liegen völlig dissoziiert vor, daher kann die Protonenkonzentration des Wassers vernachlässigt werden da nur die Säure Protonen liefert
pH = - log (HA)
starke Basen:
pH = 14 - pOH
pOH = - log(B)
schwache Säuren: pH = ½(pKS - log[HA]0)
schwache Base: pH = 14 - ½(pKB - log[B]0)
pH-Berechnung eines Puffers
pH = pKs - log (c(HA) / c(A-))
Redox-Reaktion
Reaktion, bei welcher Elektronen übertragen werden
Oxidationszahl
gibt die formale Ladung eine Atoms innerhalb eines Moleküls an
Regeln:
- einzelnes Atom oder Element: 0
- Fluor: - I
- Sauerstoff: - II, außer Peroxide (O2-) - I
- Wasserstoff: + I, außer Hydride - I
- Halogene wie Chlor, Brom, Iod - I
- Alkalimetalle: + I (Hauptgruppe 1)
- Erdalkalimetalle + II (Hauptgruppe 2)
- bei einatomigen Ionen entspricht die Oxidationszahl der Ionenladung (z. B. Cu2+ hat die Oxidationszahl +2, Ag+ hat die Oxidationszahl +1)
- Summe aller Oxidationszahlen muss bei einem ungeladenen Molekül 0 sein
- bei einem Ion mus die Ionladung das Ergebnis sein, z.B. NH4+ hat die Gesamtladung +1, Oxidationszahlen = -3 (N) + 4*1(H4)= 1
Oxidation
Steigerung der Oxidationszahl, Abgabe von Elektronen
Reduktion
Abnahme der Oxidationszahl, Aufnahme von Elektronen
Oxidationsmittel
Elektronenakzeptor; kann andere Stoffe oxidieren, wird selbst reduziert
Reduktionsmittel
Elektronendonator (gibt Elektronen ab); kann andere Stoffe reduzieren, wird selbst oxidiert
Redox-Reaktion aufstellen und ausgleichen
1. Grobe Formulierung der Reaktion (Entspricht in Arbeiten meist der Aufgabenstellung)
2. Oxidationszahlen ermitteln
3. Aufteilung der Redoxreaktion in Oxidation und Reduktion
4. Zahl der Elektronen bei Red und Ox angleichen
5. Elektronenladung ausgleichen (mit H+ im sauren, mit OH- im basischen Bereich)
6. Einbringen von H2O, denn zugeführte H+/OH- Ionen müssen ausgeglichen werden
7. Zahl der Elektronen bei Red und Ox angleichen
8. e- kürzen / Red und Ox zusammenzählen
9. Kontrolle der Redoxreaktion
Galvanisches Element
Konstrukt, welches chemische Energie in elektrische Energie umwandelt und dabei Gleichstrom liefert
Daniell-Element
Sonderform des galvanischen Elements mit Kupfer und Zink
Zinkelektrode und Kupferelktrode werden in zwei seperate Gefäße mit Lösungen ihre Salze getauchtund mit elektrischem Leiter verbunden, Gefäße sind über Salzbrücke verbunden
An der Zinkeletrode werden unter Abgabe von Elektronen Zn2+-Ionen frei, deren Ladung durch Anionen (SO42-), die über die Salzbrücke wandern, ausgeglichen wird. An der Kupferelektrode scheiden sich Cu2+-Ionen unter Aufnahme von Elektronen als Kupfer ab. Der Verlust von Kationen in dieser Halbzelle muss durchAbwanderung von Anionen (SO42-) über die Salzbrücke ausgeglichen werden. DIe Zinkeletktrode baut sich ab und die Kupferelektrode baut sich auf. Bis die Zinkelektrode verbruacht oder keine Kupferionen mehr in der Lösung sind, läuft die Reaktion weiter und liefert eine gewisse Spannung.
Kathode
Ort der Elektronenaufnahme, hier läuft die Reduktion ab
Redox-Potential (Elektrodenpotential)
wird durch die elektromotorische Kraft, die eine Elektrode einer elektrochemischen Zelle liefert, definiert
zur Messung wird diese Elektrode in eine Prüfzelle neben eine Referenzelektrode (Standardwasserstoffelektrode), deren Potential als 0 definiert ist, gestellt
∆E = Ered - Eox
hat ein Metall die Tendenz im Vergleich zur Standardelektrode Elektronen abzugeben und damit oxidiert zu werden, so ist sein Redox-Potential negativ; nimmt es eher Elektronen auf, so ist sein Redox-Potential positiv