Chemie
Chemie I
Chemie I
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Flashcards
Woraus besteht ein Atom? Was sind die "einigermaßen" stabilen Elementarteilchen?
Proton, Neutron und Elektron.
Proton:
1,00727647amu
1,672649*10-24g
Ladung +1
Neutron:
1,00866501amu
1,674954*10-24g
Ladung 0
Elektron:
0,0005485803amu
9,109535*10-24g
Ladung –1
Wie ist das Massenverhältnis zwischen Proton und Elektron?
1836 : 1
Wie sind die Größenverhältnisse zwischen Kern und Hülle?
Kern ∼ 1 fm = 10-15m
Atom 100 – 400pm = 100 - 400*10-12m
also etwa 1 : 105
Wie ist die Bezugsgröße für die Atommassen (amu) heute?
1 amu = 1/12 der Masse eines 12C Atoms = 1,6605*10 -24g
1 amu * NA (Avogadrozahl) = 1g
1 Mol 12C Atome = 12.00000g
Was sind Isotope?
Atome gleicher Ordnungszahl, aber unterschiedlicher Massenzahl.
Wie lassen sich Isotope trennen?
Massenspektrometer, wiederholte Destillation, Elektrolyse, Diffusion, Zentrifugieren...
Was versteht man unter Radioaktivität?
Spontaner Zerfall von instabilen Atomkernen unter Ausstoß von radioaktiver Strahlung und Umwandlung zu anderen Kernen.
Welche Zerfallsarten gibt es?
natürliche radioaktive Stoffe geben α-, β- und γ-Strahlen ab.
Die Elektronen in einem System (Atom, Ion, Festkörper etc.) müssen sich in mindestens einer Quantenzahl unterscheiden. Welche Quantenzahlen kennen Sie?
Hauptquantenzahl n = 1, 2, 3 usw.
Nebenquantenzahl l = 0, 1, 2, 3, usw. oder s-, p-, d-, und f-Zustände, wobei jede Nebenschale 4l + 2 Elektronen aufnehmen kann.
Magnetische Quantenzahl ml = -l, -(l - 1), 0, +(l - 1), +l
Spinmagnetquantenzahl s = + ½ oder – ½
Wie ist die räumliche Verteilung der s-, p- und d-Elektronen?
Kugelförmige Ladungsverteilung um den Atomkern bei s-Elektron.
Die Ladungsdichte ist bei p-Orbitalen nicht kugelförmig; es ist eine ebene Knotenfläche vorhanden, die durch den Atomkern verläuft. Auf jeder Seite der Knotenfläche ist ein Bereich mit höherer Ladungsdichte:
p-Orbital lässt sich als hantelförmig beschreiben.
px, py, pz
d-Orbitale können als rosettenförmig beschrieben werden (zwei Knotenebenen):
dxy, dxz, dyz, dx2-y2 und dz2
Was ist ein ideales Gas?
Ein Gas verhält sich ideal, wenn zwischen den Gasteilchen keine Anziehungskräfte wirksam sind und wenn das Volumen der Gasteilchen vernachlässigbar klein ist gegen das Volumen des Gasraumes.
Wie lautet das ideale Gasgesetz?
Was bedeuten die darin enthaltenen Größen und Konstanten?
ideales Gasgesetz:
p*V = n*R*T
(p = Druck; V = Volumen; n = Anzahl Mole; R = allgemeine Gaskonstante; T = Temperatur in K)
Ein Mol eines idealen Gases nimmt unter Normalbedingungen ein bestimmtes Volumen ein : Wie groß ist das ideale Molvolumen?
ideales Molvolumen:
Bei allen idealen Gasen nimmt bei 1,013 bar = 1 atm und 0 °C ein Mol ein Volumen von 22,414 l ein.
Was versteht man unter a) Ionen-, b) Atom-, und c) Metallbindung?
a) Ionenbindung: Anziehende Kraft, die negative und positive Ionen zusammenhält und zu einem Ionenkristall führt. Sie kommt durch den Übergang von Elektronen von einer Atomsorte auf eine andere zustande: z.B. von Alkali/Erdalkali-Metallatomen auf Nichtmetallatome wie Halogene.
b) Atombindung oder kovalente Bindung: Bindung, die durch gemeinsame Elektronen zwischen zwei Atomen bewirkt wird.
c) Bei metallischer Bindung sind die an der Bindung beteiligten Elektronen (Valenzelektronen) innerhalb des Metallgitters „frei“ beweglich („Elektronengas“). Das Metallgitter besteht aus den positiv geladenen Atomrümpfen und dem Elektronengas.
Erläutern Sie nach dem Bändermodell die Eigenschaften eines a) Metalles b) Halbleiters c) Isolators (Sie können auch eine Skizze anfertigen).
a) Metall: Valenzband ist nur teilweise mit Elektronen besetzt bzw. überlappt mit dem Leitungsband, Elektronen sind frei beweglich.
b) Halbleiter: Valenzband ist voll besetzt und durch eine kleine Energielücke (verbotene Zone) vom Leitungsband getrennt. Durch Energiezufuhr (thermisch, optisch,...) können Elektronen vom Valenzband ins Leitungsband angehoben werden. Die Elektronen im Leitungsband und die Defektelektronen (Löcher) im Valenzband bewirken Leitfähigkeit. Diese nimmt mit der Temperatur zu.
c) Isolator: Valenzband voll besetzt, durch große Energielücke vom Leitungsband getrennt; thermische Energie reicht nicht aus für Übergänge von Elektronen vom Valenz- ins Leitungsband.
Was versteht man unter a) innerer Energie b) Reaktionsenergie c) Enthalpie d) Reaktionsenthalpie
Was bedeutet bei einer Reaktion exotherm und endotherm ?
a) Inner Energie U: Jeder Stoff hat in sich Energie in gespeicherter Form, deren absolute Größe unbekannt ist.
b) ΔU: Differenz der inneren Energien der Ausgangs- und Endprodukte einer Reaktion.
c) Enthalpie H: Wärmeinhalt eines Stoffes, dessen absolute Größe unbekannt ist.
d) Rektionsenthalpie ΔH: in einem offenen System (konstanter Druck) kann bei einer Reaktion neben Wärmeenergie ΔH (Reaktionswärme) Reaktionsenergie auch noch in Form von Volumenarbeit anfallen.
exotherme Reaktion: ΔH negativ, Wärmeenergie wird abgegeben
endotherme Reaktion: ΔH positiv, Wärmeenergie wird aufgenommen
Was besagen der a) erste b) zweite Hauptsatz der Thermodynamik?
a) 1. Hauptsatz (Energieerhaltung): Energie kann von einer Form in eine andere umgewandelt werden, sie kann aber weder erzeugt noch vernichtet werden. Die innere Energie U eines abgeschlossenen Systems ist konstant.
b) 2. Hauptsatz (Entropiesatz): Ein spontaner (freiwillig ablaufender) Vorgang wird von einer Zunahme der Gesamtentropie von System und Umgebung begleitet.
Was versteht man unter a) Freier Reaktionsenthalpie ΔG?
b) Wie hängt sie mit der Reaktionsenthalpie ΔH und Reaktionsentropie ΔS zusammen?
c) Welches Vorzeichen hat die Freie Reaktionsenthalpie für eine spontane Reaktion, eine erzwungene Reaktion und den Gleichgewichtszustand?
a) Die Freie Reaktionsenthalpie ΔG bezieht sich auf die Änderung der Gesamtentropie ΔSges bei einer Reaktion und ist definiert als: ΔG=-T*ΔSges
b) ΔG=ΔH-T*ΔS
ΔS bezieht sich hier auf das System.
c) spontane Reaktion: ΔG negativ
erzwungene Reaktion: ΔG positiv
Gleichgewicht: ΔG = 0
Elektronegativität:
a) Was versteht man unter dem Begriff "Elektronegativität"?
b) Ist Elektronegativität damit eigentlich eine universelle Eigenschaft eines chemischen Elementes?
c) Ordnen Sie die folgenden Elemente nach sinkender Elektronegativität:
K, Cl, O, F, S, P, Li, N
a) Als Elektronegativität bezeichnet man die Fähigkeit eines Atoms in einem Molekül, gemeinsame Bindungselektronen zu sich heranzuziehen.
b) Laut obiger Definition kann es sich bei der Elektronegativität nicht um eine globale Eigenschaft eines Elementatoms handeln, da sie immer auch von den anderen Bindungspartnern abhängt.
c) F > O > Cl > N >S > P > Li > K (zwischen Cl und N nur geringer Unterschied)
Puffer:
a) Was versteht man unter einem Puffer und was ist seine Wirkungsweise?
b) Wie hängen der pH-Wert einer gepufferten Lösung und der pKs-Wert der dem Puffer zugrundeliegenden Säure miteinander zusammen?
a) Als Puffer bezeichnet man eine Mischung aus einer schwachen Säure und ihrer korrespondierenden Base bzw. einer schwachen Base und ihrer korrespondierenden Säure. Ein Puffer wirkt, indem er eine dem Puffer zugegebene, starke Säure oder Base durch Reaktion mit der Pufferbase bzw. der Puffersäure abfängt, ohne dass sich der pH-Wert der Lösung dabei stark verändert.
b) Henderson-Hasselbalch: pH=pKs-log[HA]/[A-] (oder pH=pKs+log[A-]/[HA]) pKs ist dabei der pKs-Wert der dem Puffer zugrundeliegenden Säure.
Was versteht man unter dem Löslichkeitsprodukt?
Löslichkeitsprodukt ist die Gleichgewichtskonstante für den Vorgang der Auflösung einer schwerlöslichen Verbindung. Die schwerlösliche Verbindung (Bodenkörper) befindet sich im Gleichgewicht mit Ionen der Lösung.
Katalyse:
Was versteht man unter einem Katalysator. Erläutern Sie seinen Haupteffekt anhand einer Skizze
Als Katalysator bezeichnet man einen Stoff, der eine Reaktion beschleunigt, indem er einen Reaktionsweg/Reaktionskanal niedrigerer Aktivierungsenergie eröffnet.
Redoxprozesse:
Ermitteln Sie die Oxidationszahlen des
a) Schwefelatoms im Schwefeltrioxid SO3 und im Sulfition SO32-
b) des Stickstoffatoms im Ammoniak (NH3), im Hydroxylamin (H2NOH) und im Nitrition (NO2-) sowie
c) des Sauerstoffatoms im Wasser (H2O), im Sauerstoffdifluorid (OF2)
d) und im Wasserstoffperoxid (H2O2).
a) SO3: O hat Oxidationszahl (OZ) -2, S hat damit OZ +6
SO32-: O hat Oxidationszahl (OZ) -2, insgesamt trägt das Molekül zwei negative Ladungen; da die Außenladung der Summe aller OZ entspricht, hat das S-Atom hier die OZ +4
b) NH3: H hat in Verbindungen mit elektrongativeren Elementen OZ +1 → N hat OZ -3.
NH2OH: N hat OZ -1.
NO2-: N hat OZ +3.
c) H2O: O hat OZ -2.
F2O: F ist elektronegativer als O, hat also OZ -1, O hat damit die OZ +2.
d) H2O2: H hat die OZ +1, O damit die OZ -1.
"Bioanorganik":
Welche Funktionen können Metallionen in lebenden Organismen übernehmen? Nennen Sie zwei unterschiedliche Funktionen mit je zwei repräsentativen Metallionen.
a) Aufbau und Fixierung fester Strukturen (Knochen, Außenskelette): Mg2+, Ca2+, Zn2+
b) schnelle Informationsübertragung (Reizleitung der Nerven, Muskelkontraktion): Na+, K+, Mg2+, Ca2+