Chemie
Pflichtfragen
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Definieren Sie Metalle und Nichtmetalle
- Ein Metall ist eine Substanz, die den Strom leitet, einen metallischen Glanz hat und duktil (verformbar) ist.
- Ein Nichtmetall leitet den Strom nicht und ist weder hämmerbar noch duktil (alle Gase sind Nichtmetalle)
Definieren Sie die Begriffe "Nukleonen", "Isotope" und "Isotopenhäufigkeit"
- Ein Nukleon ist ein Teilchen im Atomkern. Es kann sich dabei um ein Proton(p) oder ein Neutron(n) handeln.
- Isotope sind Atome mit der selben Ordnungszahl, aber unterschiedlicher Atommasse
- Isotopenhäufigkeiten werden ermittelt:
Zahl der Atome des Isotopes X der Probe *100%
Gesamtzahl aller Atome in der Probe
Definieren Sie die Begriffe "Atomare Masseneinheit", "Mol" und "molare Masse"
- Atomare Masseneinheit (u): ist 1/12 der Masse eines Kohlenstoff-12 Atoms. 1u = 1,6605*10-27kg
- Mol: Das Mol ist die Einheit für die Substanzmenge. Ein Mol Teilchen enthält die gleiche Zahl von Teilchen, wie Kohlenstoffatome in genau 12g des Kohlenstoff-12 Isotopes enthalten sind. Ein Mol eines Elementes enthält 6,022*1023 Teilchen (Avogadro Zahl)
- Molare Masse: Die molare Masse ist die Masse pro Mol von Atomen eines Elementes. Einheit ist g/mol
Definieren Sie die Begriffe "Chemische Verbindung" und "Bindung"
- Eine chemische Verbindung ist eine Substanz, die aus zwei oder mehr Atomen besteht, die in einem fixen Verhältnis zueinander stehen.
- Bindung bezeichnet den zusammenhalt der kleinsten Teilchen in chemischen Stoffen. (kovalente Bindung, Ionenbindung, Wasserstoffbrückenbindung, Van-der-Waals Kräfte)
chemische Reaktion Synthese
Bildung einer Verbindung aus einfacheren Ausgangsmaterialien
2H2 + O2 → 2H2O
chemische Reaktion Zersetzung
Bildung einfacherer Substanzen aus einem Ausgangsmaterial
CaCO3 -^-> CaO + CO2
chemische Reaktion Doppelter Austausch (Metathese)
Austausch der Partner
2NaCl(aq) + Pb(NO3)2(aq) → 2NaNo3(aq) + PbCl2(s)
chemische Reaktion Verbrennung
Reaktion mit Sauerstoff unter bildung von CO2, H2O, N2 und Oxide anderer Elemente
CH4(g) + 2O2(g) → 2H2O(g) + CO2(g)
chemische Reaktion Korrossion
Reaktion eines Metalles mit Sauerstoff unter Bildung des Metalloxides
4Fe(s) + 3O2(g) → 2Fe2O3(s)
chemische Reaktion Gasbildung
Bildung eines Gases
treibende Kraft: freisetzung des Gases
CaCO3(s) + 2HCl(g) → CaCl2(aq) + H2O(l) + CO2(g)
chemische Reaktion Fällung
Bildung eines Niederschlags, wenn zwei Lösungen gemischt werden
treibende Kraft: Bildung eines unlöslichen Niederschlags
3CaCl2(aq) + 2Na3PO4(aq) → Ca3(PO4)2(s) + 6NaCl(aq)
chemische Reaktion Neutralisation
Reaktion zwischen einer Säure und Base
treibende Kraft: Bildung des Lösungsmittels (Wasser)
HCl(aq) + NaOH(aq) → NaCl(aq) + H2O(l)
chemische Reaktion Redox
Übertrag von Elektronen von einer Spezies auf eine andere
treibende Kraft: Übertragung der Elektronen fürhrt zu größerer Stabilität
2Mg(s) + O2(g) → 2MgO(s)
Definieren Sie die Begriffe "Oxidation" und "Reduktion" sowie die Regeln für die Zuordnung der Oxidationszahlen
Oxidation und Reduktion kommen immer gemeinsam vor → Redoxreaktion
- Oxidation ist die Abgabe von Elektronen
- Reduktion ist die Aufnahme von Elektronen
Regeln für die Zuordnung der Oxidationszahlen:
- Die Summe der Oxidationszahlen aller Atome in einer Verbindung entspricht seiner Nettoladung
- Atome in elementarer Form: 0
- Elemente der Gruppe I: +1; Gr II: +2; Gr III (außer Bor): +3 für M3+, +1 für M1+; Gr IV (außer C,Si): +4 für M4+, +2 für M2+
- Für Wasserstoff: +1 in Bindungen mit Nichtmetallen, -1 in Bindungen mit Metallen
- Flur in allen Verbindungen -1
- Sauerstoff: -2 außer in Flurverbindungen, -1 in Peroxiden (O22-), -1/2 in Superoxiden (O2-), -1/3 in Ozoniden (O3-)
Definieren Sie den Begriff "Limitierendes Reagenz"
Ein limitierendes Reagenz ist ein Reaktand, der die theoretische Ausbeute eines Reaktionsproduktes bestimmt
Definieren Sie den Begriff "molare Konzentration"
Die molare Konzentration stellt die Verbindung zwischen dem Volumen und der in diesem Volumen vorhandenen Stoffmenge her. Die molare Konzentration eines gelösten Stoffes in einer Lösung ist die Stoffmenge pro Liter Lösung. Diese wird auch oft Molarität genannt. Die Einheit der molaren Konzentration ist Mol pro Liter Lösung
Definieren Sie den Begriff "ideale Gase" (Erklärung der Formel inkl. Einheiten)
Sind hypothetische Gase dessen Druck, Volumen und Temperatur vollständig durch die ideale Gasgleichung beschrieben werden können.
pV = nRT [atm * dm3 = mol * (dm3*atm)/(mol*K) * K]
V ~ 1/p (n,T const.)
V ~ T (n,p const)
V ~ n (p,T const)
V ~ n*T/p = R*n*T/p ⇒ pV=nRT
R...Proportionalitätskonstante
R = 8,3145 [m3*Pa / mol*K] = 0,08206 [l*atm / mol*K] = 0,08314 [l*bar / mol*K]
Definieren Sie die Begriffe "Energie", "Wärme", "Enthalpie", "endothermer-" und "exothermer Prozess"
- Energie
DIe Energie eines Systems ist ein Maß für die Fähigkeit dieses Systems Arbeit zu leisten oder Wärme zu produzieren
- Wärme
ist eine primitive Art Energie freizusetzen. Energie ist in jedem Körper in unterschiedlicher Menge enthalten. Zwischen zwei in Kontakt stehenden Körper fließt Wärme von einem zum anderen wenn die Temperatur der Körper unterschiedlich ist.
- Enthalpie
Bezeichnet die Wärme zu- oder Abfuhr bei kontantem Druck
- Endothermer Prozess
ist eine Änderung, bei der ΔH positiv ist, das bedeutet, dass Wärme aufgenommen wird
- Exothermer Prozess
ist eine Änderung, bei der ΔH negativ ist, das bedeutet, dass Wärme abgegeben wird
Definieren Sie die Begriffe "Standardreaktionsenthalpie" und "Standardbildungsenthalpie"
- Standardreaktionsenthalpie ist die Reaktionsenthalpie bei der Umsetzung der Reaktanden in ihrem Standardzustand in Produkte in deren Standardzustand.
- Standardbildungsenthalpie einer Verbindung ist die Standardreaktionsenthalpie pro Mol der Verbindung für die Synthese aus den Elementen in ihrer stabilsten Form bei 1atm und der angegebenen Temperatur
Definieren Sie die Begriffe "Atomradius", "Ionenradius", "Ionisierungsenergie", "Elektronenaffinität", "Elektronegativität" und beschreiben Sie die Periodizität der physikalischen Eigenschaften.
- Der Atomradius eines Elementes ist die halbe Distanz zwischen den Mittelpunkten benachbarter Atome. Nimmt innerhalb einer Periode von links nach rechts ab und in einer Gruppe von oben nach unten zu.
- Der Ionenradius eines Elements ist sein Beitrag zur Distanz zwischen zwei benachbarter Ionen in einer festen ionischen Verbindung. Die Distanz zwischen den Kernen eines Kations und seines benachbarten Anions ist die Summe zweier Ionenradien. Anionen sind größer als das Ausgansatom, Kationen kleiner. Periodizität wie Atomradius.
- Die Ionisierungsenergie eines Elemens ist die minimale Energie, die nötig ist, um ein Elektron vom Grundzustand eines gasförmigen Atoms zu entfernen. Mit einigen Ausnahmen nimmt die Ionisierungsenergie in einer Periode von links nach rechts zu, nimmt aber beim Sprung in die nächste Periode wieder ab.
- Elektronenaffinität ist die freigesetzte Energie, wenn ein Elektron an ein Atom oder ein Ion eines Elements in der Gasphase addiert wird. Nimmt von links unten nach rechts oben zu.
- Die Elektronegativität eines Elementes ist ein Maß für die Fähigkeit eines Atoms in einer Verbindung Elektronen an sich zu ziehen. Hohe Elektronegativität: anziehen von Elektronen, niedribe Elektronegativität: verlieren von Elektronen. Nimmt von links unten nach rechts oben zu.
Welche Trends in den chemischen Eigenschaften sind in den s,p,d Blöcken zu beobachten?
- s:
niedrige Ionisierungsenergie/ leichte Abgabe d. Valenzelektronen.
Gruppe I: E+; Gruppe II: E2+; reaktive Metalle mit Eigenschaften von Metallen. Am Ende der Gruppe heftigste Reaktion (Ionisierungsenergie sehr niedrig), silbergraue Metalle, zu hoch reaktiv als das man sie im elementaren Zustand finden könnte. Gr I reduzieren H2O → H2, alle s-Block Elemente haben basische Oxide, die mit H2O unter Bildung von Hydroxiden reagieren. - p:
linke Seite: haben einige metallische Eigenschaften des s-Blocks aufgrund der geringen Ionisierungsenergie, weniger reaktiv als s-Block, schlechter Leiter (Sn, Pb)
rechte Seite: hohe Elektronenaffinität (Fähigkeit Elektronen aufzunehmen steigt damit die Edelgasschale vervollständigt wird), hohe Elektronegativität, Nichtmetalle, sehr reaktiv - d:
Alle Metalle inklusive deren Eigenschaften
linke Seite: niedrige Ionisierungsenergie und daher ähnlich reaktiv wie s-Block
rechte Seite: höhere Ionisierungsenergie und daher ähnlich dem p-Block
Übergangsmetalle, bilden Kationen mit unterschiedlichen Oxidationszahlen aus.
Metalle unterschiedlicher Atomgröße --> Legierungen
Definieren Sie die Begriffe "ionische Bindung" und "Gitterenthalpie" sowie "kovalente Bindung" und "Oktettregel"
- Ionische Bindung: ist eine Anziehung zwischen den entgegengesetzten Ladungen der Kationen und Anionen
- Gitterenthalpie: Die Energie die freigesetzt wird, wenn ein Festkörper sich aus einem Ionengas bildet ist der negative Betrag der Gitterenthalpie.
- Kovalente Bindung: besteht aus einem Elektronenpaar das zwischen zwei Atomen geteilt wird. Bilden sich vor allem zwischen den Atomen von Nichtmetallen aus.
- Oktettregel: So weit es geht, versuchen die Atomen ihr Oktett zu vervollständigen, indem sie Elektronenpaare teilen. (8 Elektronen in der Valenzschale)
Definieren Sie die Begriffe "Polarisierbarkeit", "Dipole", "Dipolmoment" "polare-" und "unpolare Moleküle"
- Die Polarisierung ist die Deformation der Elektronenwolke von Anionen durch Kationen. Die Polarisierbarkeit des Anions ist hoch wenn
- Das Anion groß ist (Elektronen weiter entfernt vom Kern)
- Das polarisierende Kation klein und hochgeladen ist. - Ein elektrischer Dipol ist eine positive LLadung neben einer gleich großen aber entgegengesetzer negativen Ladung.
- Das elektrische Dipolmoment ist ein Maß für die Größe eines elektrischen Dipols. Einheit: Debye [D]
Ein elektrisches Dipolmeoment ist das Produkt aus dem Abstand der Ladungen und dem Betrag der Ladungen eines elektrischen Dipols. - Polare Moleküle sind Moleküle mit einem elektrischem Dipolmoment von ungleich Null
- Unpolare Moleküle haben ein elektrisches Dipolmoment von Null
Beschreiben Sie alle Arten von Wechselwirkungen zwischen Ionen und Molekülen. Geben Sie die wichtigsten Fälle an.
- Ion-Ion:
Die stärke dieser Wechselwirkung nimmt mit zunehmendem Abstand der Ionen ab (Kehrwert d. Distanz) und mit dem Wert der Ladung zu.
Haben hohe GItterenthalpien sowie hohe Schmelz- und Siedepunkte. - Ion-Dipol:
Ist die Anziehung zwischen einem Kation und der partiell negativen Ladung eines polaren Moleküls oder zwischen einem Anion und der pariell positiven Ladung eines Moleküls.
Die Stärke nimmt mit zunehmendem Abstand stärker ab (Kehrwert des Quadrats der Distanz) als jene der Ion-Ion Wechselwirkung.
Ist für die Hydration von Kationen in der Lösung sehr wichtig. - Dipol-Dipol:
Ist die Anziehung zwischen den elektrischen Dipolen polarer Moleküle - Londonkräfte:
Bewirken eine Anziehung zwischen den Teilchen auch wenn diese unpolar sind. Entstehen durch die Veränderung der Elektronenverteilung (spontane Dipole). Das Resultat ist eine Anziehung der beiden momentanen Dipole. Die Stärke nimmt mit zunehmender Molekülgröße zu. - Wasserstoffbrückenbindung:
Ist eine Bindung, die durch ein Wasserstoffatom zwischen zwei stark elektronegativen Atomen bewirkt wird. Nur N,O,F sind hinreichen elektronegativ um in neutralen Molekülen Teil einer Wasserstoffbrückenbindung zu sein.
Definieren Sie den Begriff "dynamisches Gleichgewicht"
Das dynamische Gleichgewicht ist ein Zustand bei dem ein Prozess in die eine Richtung und der gegenläufige Prozess simultan mit gleichen Geschwindigkeiten ablaufen.
Definieren Sie den Begriff "Dampfdruck einer Flüssigkeit"
Der Dampfdruck einer Flüssigkeit (oder eines Feststoffes) ist jener Druck, der von seinem Dampf ausgeübt wird, wenn sich Dampf und Flüssigkeit (oder Feststoff) im dynamischen Gleichgewicht befinden.
Zählen Sie alle Klassen von Feststoffen auf und geben Sie je ein Beispiel
- Metalle:
bestehen aus Kationen, die von einem See von Elektronen zusammengehalten werden.
z.B. Fe, Titan, alle s- und d-Block Elemente - Ionische Feststoffe:
sind aus Kationen und Anionen aufgebaut
z.B. NaCl, CuSO4, KNO3, Nickel(II)sulfat - Vernetzte Feststoffe:
bestehen aus Atomen, die miteinander kovalent durch den gesamten Feststoff hindurch gebunden sind.
z.B. Diamant, B, C, BN, SiO2, Bornitrid - Molekulare Feststoffe:
sind Ansammlungen individueller Moleküle
z.B. Eis, BeCl2, S8, P4, Glucose, Naphtalin, Karotin
Zudem lassen sich Fesstoffe als kristalline (Atome, Ionen oder Moleküle in regelmäßiger Ordnung) oder amorph (Atome, Ionen oder Moleküle in zufälliger Anordnung) klassifizieren.
Definieren Sie den Begriff "Legierung"
Eine Legierung ist eine homogene Mischung von zwei oder mehreren Metallen.
Ihre Strukturen sind kompizierter als jene der reinen Metalle, weil verschiedene Metallatome unterschiedliche Radien haben.
Einige Legierungen sind fester als die einzelnen Reinmetalle, aus denen sie bestehen.
Definieren Sie den Begriff "Löslichkeit" und geben Sie die Definition von "Henrys-" und "Raoults Gesetz" an
- Löslichkeit:
Die Löslichkeit einer Substanz entspricht ihrer Konzentration in der gesättigten Lösung. Hängt von Art des Lösungsmittels, der Temperatur und bei Gasen vom Druck ab. - Henrys Gesetz:
Die Löslichkeit eines Gases in einer Flüssigkeit ist proportional dem Partialdruck der Flüssigkeit
Löslichkeit = kH*Partialdruck
kH = Henrykonstante - Raoults Gesetz:
Der Gesamtdruck einer idealen Lösung ist die Summe der Einzeldrücke
pges = pA+pB
pA = XA*pA*
pB = XB*pB*
XA, XB...Molenbrüche der beiden Flüssigkeiten in der Mischung
pA*, pB*...Dampfdrücke der beiden reinen Flüssigkeiten
Definieren Sie die Begriffe "Reaktionsgeschwindigkeit", "Aktivierungsenergie" und "Katalysator"
- Reaktionsgeschwindigkeit:
Ist gleich der Änderung der Konzentration einer Substanz dividiert durch die Zeit, die für diese Konzentrationonsänderung benötigt wurde
Geschwindigkeit = ΔKonzentration/Zeit
Bei hoher Konzentration folgen hohe Geschwindigkeiten. (und umgekehrt)
Es gibt nur eine momentane Reaktionsgeschwindigkeit - Aktivierungsenergie:
resultiert aus der Kollisionstheorie. Ist die minimale Energie, die für eine Reaktion nötig ist. Der Anteil der Zusammenstöße, der wenigstens die Aktivierungsenergie aufweist, wird durch die Bolzmannverteilung beschrieben. - Katalysator:
ist eine Substanz, die die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht, ohne selbst bei der Reaktion verbraucht zu werden. Zeigt der Reaktion einen anderen (energetisch günstigeren, schnelleren) Reaktionswen von Reaktand zu Produkt
Definieren Sie die Begriffe "Gleichgewichtskonstante" und "Massenwirkungsgesetz"
- Gleichgewichtskonstante:
Die Größe Kc (Gleichgewichtskonstante) gibt an,m in wie weit bei der Reaktion im Gleichgewicht Reaktanden oder Produkte bevorzugt vorliegen.
Kc > 103 im GG liegen hauptsächlich Produkte vor
Kc < 10-3 im GG liegen hauptsächlich Reaktanden vor
- Massenwirkungsgesetz:
Für ein Gleichgewicht der Form aA+bB ⇔cC+dD wird der Reaktionsquotient Qc = [C]c*[D]d / [A]a*[B]b aus dem molaren Konzentrationen der Reaktanden und Produkte im GG ermittelt und er entspricht einer Konstanten Kc die einen speziellen Wert für eine gegebene Reaktion bei bestimmter Temperatur hat.
Qc < Kc: Reagiert nach rechts in richtung Produkte
Qc = Kc: Reaktion im GG
Qc > Kc: Reagiert nach links in richtung Reaktanden
Welche Größen beeinflussen die Zusammensetzung eines chemischen Gleichgewichts?
- Druckänderung
- Temperaturänderung
- Konzentrationsänderung
Erkärbar durch Prinzip von Le Chatalier und Braun. "Prinzip des kleinsten Zwanges".
Definieren Sie die Begriffe "Ionisationskontanten" und "Säure"- bzw "Basenstärke"
- Säure-Ionisationskonstante:
Der Gleichgewichtswert des Reaktionsquotienten wird Säure-Ionisationskonstante Ks genannt.
Qc = [H3O+][S-] / [HS] = Reaktionsquotient der Säure im Gleichgewicht --> Ks
pKs = -log(Ks).
Je größer Ks, dh. je kleiner pKs, desto stärker ist die Säure.
Säurestärke ist umso größer, je mehr Säure in ionisierter Form vorliegt.
- Basen-Ionisationskonstante:
Das Gleichgewicht der Protonenübgertragung und die entsprechende Gleichgewichtskonstante für eine Bröstedbase in wassriger Lösung ist:
Qc = [HB+][OH-]/[B] = Basen-Ionisationskonstante im Gleichgewicht --> KB
pKB = -log(KB).
Je größer KB, dh. je kleiner pKB, desto stärker ist die Base.
Basenstärke ist umso größer je mehr Base in ionisierter Form vorliegt.
Beschreiben Sie den Begriff "chemischer Puffer" und beschreiben Sie dessen Wirkung
- chemische Puffer sind Lösungen, die wenig pH-Veränderungen zeigen, wenn kleine Mengen Säure oder Base zugegeben sind.
- Ein Puffer wirkt der Änderung des pH-Werts entgegen, weil ein Puffer sowohl eine Säure zur Bindung von OH- Ionen, als auch eine Base zur Bindung von H+ Ionen enthält.
- Es wird zwischen sauren und basischen Puffern unterschieden.
- Herstellung durch Mischung einer schwachen Säure oder Base mit einem Salz der entsprechenden konjungierten Säure oder konjungierten Base.
Beschreiben Sie den Begriff "Löslichkeitsprodukt" und geben Sie Größen an, die das Gleichgewicht beeinflussen können.
Das heterogene Gleichgewicht zwischen der gesättigten Lösung eines Salzes und seinem festen Bodenkörper wird durch das Lösungsprodukt KL beschrieben.
KL = [A+][B-]
- Sind stöchiometrische Koeffizienten vorhanden gehen sie als Hochzahl ein.
- Die molaren Konzentrationen die in diesem Ausdruck aufscheinen sind jene des Gleichgewichts (in der gesättigten Lösung) relativ den molaren Standardkonzentrationen von 1 mol/l
- Das dynamische Gleichgewicht ist dadurch gekennzeichnet, dass im Zeitmittel ebenso viele Ionen in Lösung wie an der Kristalloberfläche auskristalliesieren. Die Konzentration der gesättigten Lösung bleibt also konstant.
- Löslichkeitsprodukt ist wie alle Gleichgewichtskonstanten temperaturabhängig.