BZ Fragenkatalog Mineralische Bindemittel
Fragen aus BZ Fragenkatalog für Bauzeichner / Zeichner Fachrichtung Ingenieurbau Thema Mineralische Bindemittel
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Flashcards
Mineralische Bindemittel sind "mehlfeine" gemahlene Stoffe welche durch brennen entstehen.
Bezeichnung: Hochofenzement | Anteil Zementklinker ohne Gipszumalung: 5-64%
Bezeichnung: Puzzolanzement | Anteil Zementklinker ohne Gipszumalung: 45-89%
Bezeichnung: Kompositzement | Anteil Zementklinker ohne Gipszumalung: 20-64%
32.5 N/mm² | 42.5 N/mm² | 52.5 N/mm²
Als Rohgestein wird Kalkstein und Mergel verwendet.
In der Rohmehlmühle wird der Rohstein zu staubfeinem Mehl gemahlen. Gleichzeitiges trocknen des Materials.
Der Becker macht ein Brot daraus! :) Im Drehofen wird das Mehl auf 800° erwärmt, anschliessend auf 1450°.
Nach dem brennen wird es auf 100° abgekühlt. Es erstarrt und wird zu PC-Klinker-Körner ø1-8mm.
Dem PC-Klinker wird evtl. noch Gips beigegeben und dann wird alles gemahlen bis zu einer Korngrösse von Ø0.01-0.1mm. Das Produkt daraus ist Portlandzement.
Nach 2 Tagen muss die Druckfestigkeit min. 10 N/mm² betragen. | Nach 28 Tagen muss die Druckfestigkeit min. 42.5 N/mm² bis 62.5 N/mm² betragen.
Wenn sie mit Wasser in Berührung kommen werden sie sehr hart. Es entsteht Bindemittelleim.
Frost- Wetterbeständig | hohe Wasserdichtigkeit | Raumbeständig | leicht verarbeitbar | schützt Stahlbewehrung vor Rost
Empfindlich auf Säuren Sulfatangriffe | greift Aluminium an | schadet Haut | schlechter Schall/ Wärmedämmer
Abbinden = Bindemittel erstarrt zu einer festen Masse. Einsetzung des Abbinden frühsten 1h nach dem Einbringen, normalerweise aber nach 140-250min.
Der Zement erwärmt sich beim abbinden bis auf ca. 30°C.
Mit der Nadeln des Le-Chatelier-Rings (maximale Öffnung 10mm).
CEM= CEMENT | I = min 95% reiner Portlandzement | 42.5 = min. 42.5 N/mm²
Man nimmt weniger Wasser zum Anmachen. Die Festigkeit ist um bis zu 20% geringer.
Man muss in evtl. wegwerfen da er schlechte Festigkeitswerte hätte.
Der Zement ist unbrauchbar geworden und man muss ihn wegwerfen.
Hydraulischer Kalk besteht aus: 80% Kalkstein, 20% Kalkmergel, bis 5% Gips.
Qualitätsanforderungen sind in der SIA Norm 215 zu finden.
Mit Koks und Anthrazit wird es in den Ofen gegeben und bei 900°-1000°C gebrannt.
Nach dem brennen erhält man Kalkklinker. Es wird 3-5% Rohgips dazu gegeben. Nach einem weiteren mal Mahlen erhält man den hydraulischer Kalk.
Mörtel hat eine Festigkeit von 4 N/mm².
Fugenmörtel, Grund- und Deckenputz, Kaminmauerwerk
Kalkstein mit weniger als 10% Fremdstoffen.
Gebrochener Kalkstein wird mit 1000-1200°C im Ofen gebrannt. Dies ergibt Brandtkalk.
Der Brenntalk wird ca. 30s ins Wasser gegeben. Es gibt eine Wärmeentwicklung von bis zu 100°. Danach an Luft abkühlen was zur Folge hat, das es ein Pulver wird.
Man muss 2-2.5 mal mehr Wasser dazugeben und 2-3 Tage in einer Kalkgrube Lagern. Es entsteht Sumpfkalk.
geringe Festigkeit | sehr weisse Farbe | Rohdichte 0.5kg/dm³ | ätzend | nicht wasserbeständig
Erstarrung: je nach Luftfeuchtigkeit Tage bis Monate (Verputz 6-12 Monate).
Die hydraulischen Bindemittel und die nicht hydraulischen Bindemittel.
Verputz im innern, Bodenstabilisierung im Strassenbau, Kalksandsteine, Verputzarbeiten
Gipsstein (schwefelsaurer Kalk)
Herstellung: brennen mit 200°C zu Rohgipsklinker (mit dem Brennen wird das Wasser entzogen) | Grobmahlung auf Korn-ø von 0-4mm | zweites mal bei 170° Brennen | Feinmahlen zu Gips
gute Verarbeitung | fördert Rostbildung | Rohdichte = 0.9kg/dm³ | Ausdehnung beim Abbinden | geringe Wärmleitfähigkeit | Feuerhemmend | nicht Feuchtigkeitsbeständig | geringe Festigkeitswerte
Erstarrung nach 5 bis 30 Minuten.
Innenputz | Versetzen von Elektrodosen | Stukkarbeiten | Ummantelung von Holz als Feuerschutz | Gipsplatten