BZ Fragenkatalog Baugrund
Fragen aus BZ Fragenkatalog für Bauzeichner / Zeichner Fachrichtung Ingenieurbau Thema Baugrund
Fragen aus BZ Fragenkatalog für Bauzeichner / Zeichner Fachrichtung Ingenieurbau Thema Baugrund
-
- 1 / 40
-
Lernkarten
Ton; Lehm; Mergel
Verdichtungsgrad kann unterschiedlich sein, je nach Alter und Art der Verdichtung. Prüfen ob Verdichtung überall gleich erfolgt ist. Schlechter bis mässiger Baugrund (Vorsicht).
In guten Böden versickert Regenwasser und stellt keine Probleme dar. Probleme gibt es bei undurchlässigen Bodenformationen. Das Wasser muss sich den Weg durch die Adern und Linsen suchen.
Grundwasser ist auch bei Trockenwetter vorhanden. Grundwasser muss geschützt werden weil es Trinkwasser ist. Bei Objekten im GW besteht Auftriebsgefahr!
Grundwassergebiete sind in speziellen Kartenwerken ersichtlich (Ausdehnung GW-Höchst, GW-Tiefststand etc).
Wenn das Wasser im Boden gefriert, vergrössert sich sein Volumen um ca. 9%.
Bei nichtbindigen Böden bildet sich eine Eisschicht, jedoch vergrössert sich der Boden kaum. Bei bindigen Böden gibt es Eislinsen was eine Anhebung des Baugrundes zur folge hat.
Liefert die Unterlagen für technische & wirtschaftlich einwandfreie Planung & Ausführung des Bauwerkes.
Tragfähigkeit des Bodens | Art & Beschaffenheit des Bodenmaterials | Lage & Stärke der einzelnen Bodenschichten | Hydrologische Verhältnisse (Wassergehalt, Grundwasser)
Voruntersuchung | Baggerschlitz | Bohrung | Entnahme von Bodenproben | Sondierungen | Geophysikalische Untersuchung | Probebelastung
Geologie befasst sich mit Boden. Gesetzte der Bodenmechanik. Die Geologie hat vielen unbekannte.
Die geologische Karte (ehemalige Seen & Bäche etc. sind eingezeichnet). Schauen wie andere Häuser in der Umgebung gebaut wurden (Fundation, Schäden an Gebäuden etc.).
Mit Grabenbagger werden mehrere kurze Gräben (dort wo höchste Belastungen später auftreten) mit t=2m ausgehoben. Ergibt gute Erkenntnisse über den Boden (jedoch nur in den obersten Schichten.).
Verrohrte & Unverrohrte Bohrung
Vorteile: Durchfahren von Lockergesteinen und Fels kein Problem / kein Problem bei Wasserzufluss / grosse Tiefen möglich / stärke & Lagen der einzelnen Bodenschichten kann genau Festgestellt werden.
Übliches Verfahren bei praktisch allen Böden. Das Rohr wird in den Boden getrieben. Die Bodenprobe aus dem innern des Rohres genommen.
Rotationsbohrung: Drehgestänge am Ende des Rohrs ø7-20cm, Kühlung mit Wasser, Tiefe bis 50-300m | Bei Brüchigem Material wir mit Doppelkernrohr gebohrt | Rammkernbohrung: Anheben & Fallen lassen eines Gewichtes auf ein Rohr.
Haben kleine Bedeutung. Es wird mit dem Spiralbohrer bei geringen Tiefen in kompaktem Felsmaterial gebohrt.
Sie wird herausgebohrt, -geschlagen, -geschaufelt. Der Nachteil ist: feines Gefüge wird zerstört. Bei ungestörten Bodenproben: Entnahme des Materials aus dem Boden ohne Erschütterung.
Sonden sind Stäbe die gleichmässig in den Boden eingetrieben oder eingedrückt werden.
Über Eindringtiefe, Reibungs- & Veränderungswiderstandes sind Rückschlüsse über Lagerungsdichte, Zustandsform, Zusammendrückbarkeit und Schwerfestigkeit der Böden möglich.
Rutschungen & Setzungen lassen sich auch an topographischen Verhältnissen erkennen (Pflanzenwuchs, Feuchtigkeit etc.).
Die Rammsondierung und die Drucksondierung.
Sonde wird mit Rammgerät mit gleich bleibender Kraft in den Boden getrieben. Die Schlaganzahl wird im Rammdiagramm festgehalten. Sehr billige und wenig aufwendige Methode.
Sonde wird durch Pressen kontinuierlich in den Boden Gedrückt. Messen des Widerstandes an der Sondenspitze was auf einem Diagramm eingezeichnet wird.
Geophysikalische Bodenuntersuchungen bringen Daten über die Art, Schichtung und das elastische Verhalten und die Festigkeit des Bodens (keine Materialbeschaffenheit).
Seismische Bodenuntersuchung; Dynamische Bodenuntersuchung; Bodenelektrische Untersuchung
Durch Sprengungen wird der Boden erschüttert. Diese Erschütterungen werden durch Seismographen aufgezeichnet.
Basieren auch auf Messen von dauerhaften Schwingungen im Boden, welche durch eine Erregermaschine erzeugt werden.
Elektrische Leitfähigkeit des Bodens ist von der Bodenbeschaffenheit abhängig. Es wird Gleichstrom über zwei Elektroden (bis 40m Abstand) in den Boden geleitet. Dabei wird der elektrischen Widerstand gemessen.
Besonders gut um im Fels den Grundwasser- Gehalt herauszufinden.
Probebelastungen wendet man nur noch an wenn an einer bestimmten Stelle die Tragfähigkeit ermittelt werden soll (vor allem bei Pfahlfundationen und stark belasteten Einzelelementen).
Betonfundament 60/60cm wird durch schwere Materialien belastet. Messen der Einsinktiefe.
Schlechte Methode: Laste klein = Material kann ausweichen / Setzung viel zu langsam.
Kalkstein, Granit, Gneis, Sandstein sehr belastbar daher geeignet als Baugrund. Bei Porösen Gesteinsarten (Bims, Sandstein) darauf achten das Fundament Frosttiefe erreicht.
Auch rollige Böden genannt. Bestehen aus Geröll, Kies, Sand und Silt (Silt = Mehlfeiner Sand) | Ton < 0.002mm / Silt 0.002-0.06mm / Sand 0.06-2mm / Kies 2-60mm / Steine 60-200mm / Blöcke > 200mm | Merkmale: gute Wasserdurchlässigkeit / weder Ton noch Lehm / gut bis sehr guter Baugrund.
Das sind Problemböden da Material mit hohem Anteil an Ton, Lehm, Mergel, Silt & feinem Sand | je Höher Tongehalt desto stärker die Bindigkeit | Tragfähigkeit abhängig vom Wassergehalt. Mässig bis ungenügender Baugrund.
Entstehen durch Verwesung und Verfaulung von tierischen und pflanzlichen Stoffen: Humus; Torf; Schlamm; Seekreide
Als Baugrund absolut unbrauchbar.
Was ist bezüglich von Setzungen zu sagen? Wann sind diese schlimm und wann sind sie nicht tragisch?
Achtung vor Setzungen: gleiche Setzung über ganzes Objekt = nicht tragisch. Unterschiedliche Setzungen des Objekts = tragische Folgen (Risse - Einsturz des Objektes).