BZ Fragenkatalog Abwasserreinigung
Fragen aus BZ Fragenkatalog für Bauzeichner / Zeichner Fachrichtung Ingenieurbau Thema Abwasserreinigung
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Flashcards
Bevor das Abwasser in einen Vorfluter gelangt, muss es gereinigt werden (Vorfluter: See, Fluss, Bach).
Das gesamte Regenwasser wird nicht durch die ARA in den Vorfluter geleitet. Es kommt direkt in den Vorfluter.
Das gesamte Regen und Abwasser kommt in die ARA. Bei starkem Regen kann die ARA anfallendes Schmutzwasser nicht mehr bearbeiten. Es müssen Regenbecken im Kanalsystem und evtl. noch vor der ARA gebaut werden.
Die Regenbecken können die anfallende Wassermenge zum Teil nicht aufnehmen. Das Regenwasser gelangt direkt ohne klärung in den Vorfluter. (eventuelle Verschmutzung des Vorfluters)
Meistens wird dies mit einer Archimedischen Schraube gelöst (Schneckehebewerke) welches eine Höhe bis 4 Meter überwinden kann.
Absetzten von Stoffen, die schwerer sind als Wasser. Aufrahmen und Aufschwimmen von Stoffen die leichter sind als Wasser.
Es werden 50% der Schmutzstoffe durch die mechanische Reinigung gesäubert.
Der Rechen: fischt grobe Feststoffe aus dem Wasser (Holz, Küchenabfälle, Lumpen, Textil...). Ein automatischer Greifer säubert den Rechen automatisch.
Zu der mechanischen Reinigung.
Fängt den Sand mit ø 0.1-0.2mm ab. Der Sand setzt sich bei einer Fliessgeschwindigkeit des Abwassers von 0.1 -0.3 m/s ab.
Es gibt den Langsandfang, den Rundsandfang und den Tiefsandfang.
Der Reinigungseffekt bei Kläranlagen ist heute bei 95-98%. (100% möglich, jedoch viel zu teuer und unwirtschaftlich)
Der Langsandfang hat 2-?? Rinnen welche parallel laufen. Das Wasser fliesst mit 0.3m/s (Länge 6-30m, Tiefe (Trichterförmig) 0.8-6m). Hat eine fahrbare Absauganlage für Öl & Fette.
Beim Rundsandfang wird das Abwasser tangential in einen flachen Trichter geführt, welcher sich spiralenförmig nach unten dreht.
Der Tiefsandfang ist Ideal bei beschränkten Platzverhältnissen. Das Prinzip ist gleich wie beim Langsandfang, jedoch in vertikaler Richtung (Wasser muss aufwärts fliessenà Sand setzt sich ab).
Das Rechteckbecken; das Rundbecken; das Trichterbecken
Feststoffe die weder Aufschwimmen noch Absinken heissen Kolloide. Das sind feinstverteilte feste, flüssige oder gasförmige Partikel.
Die Partikel werden durch die biologische Reinigung mittels Kleinstlebewesen (Mikroorganismen ) entfernt.
Die Lebewesen müssen dauernd mit frischer Luft versorgt werden.
Mit dem Belebtschlammverfahren.
Durch das einblasen von Luft in das Abwasser gibt es nach einiger Zeit Flocken welche sich Absetzte (Belebtschlammflocken).
Es braucht ein Belebungsbecken und ein Nachklärbecken.
Folgende Reinigungsstufen gibt es: Mechanische Reinigung; Biologische Reinigung; Chemische Reinigung; Weitergehende Reinigung
Die Oberflächenbelüftung und die Belüftung mit Druckluft.
Beim Tropfkörperverfahren lässt man das Abwasser während einiger Zeit über Steine rieseln, so dass sich diese mit einer Schleimschicht (Biologischem Rasen) überziehen. Biologischer Rasen ist eine dichte Besiedlung von Mikroorganismen ist.
Durch die chemische Reinigungsstufe werden Phosphate aus dem Abwasser entfernt. Dies geschieht durch die Beigabe von Metallsalzen wie (Eisenchlorid, Aluminiumabfällen). Die Phosphate werden Flockig und bilden Phosphatschlamm.
Folgende Verfahren kennt man: Vorfällung; Simultanfällung; Nachfällung
Das Fällmittel wird vor der biologischen Reinigung beigegeben (Sandfang, Zulauf Vorklärbecken). Die Flocken setzten sich in Vorklärbecken ab. Diese Methode wird angewendet wenn die biologische Reinigung im Tropfkörperverfahren durchgeführt wird (ansonsten zu starke Belastung der Steine durch die Phosphate).
Die Chemikalien werden dem Abwasser im Zulauf zum Belebungsbecken beigegeben. Der Phosphatschlamm setzt sich im Nachklärbecken ab. Simultan = 2 Verfahren in einem Becken. (Anwendung in praktisch allen ARAs der Schweiz.)
Das Fällmittel wird nach der biologischen Reinigung beigegeben. Es werden zusätzliche Reaktions- & Absenkbecken notwendig. (sehr effizient, jedoch teuer da eigenes Becken erforderlich)
Mögliche Verfahren sind: Siebfiltration mit Mikrosieben, Aktivkohlenadsorption, Knickpunktchlorung, Ozonisierung, Chlorierung, Oxidationsteiche; und weitere
In der Schweiz werden meistens Nitrifikation / Denitrifikation / Flockungsfiltration angewendet.
Grobe Schwemm- und Feststoffe (Sand, Kies...) sowie aufschwimmende Schmutzstoffe (Öl, Fett...).
Mit der Nitrifikation und der Denitrifikation.
Die mit Eiweisszersetzung entstehen Ammoniake, welche Nitrien in weniger giftige Nitrate umwandelt, werden mittels chemischer Prozess unter Zuführung von Sauerstoff in die Becken eingeführt.
Durch Bakterien werden Nitrate in Stickstoffgase umgewandelt. Diese werden in die Luft ausgeblasen. Dazu muss man spezielle Becken erstellen. Durch den Luftabschluss und zusätzlichen Chemikalien erfolgt die Umwandlung in Stickstoffgas.
Die vollständige Eliminierung restlichen Phosphate. Durch Eisensulfat und Chemikalien werden restliche Phosphate aufgeflockt. Das Abwasser durchsickert danach die etwa 2m Dicke Filtermasse (körniges Material: Quarzsand, Schiefer, Bims).
Heute wird der Klärschlamm in KVAs und Zementwerken verbrannt. Der Klärschlamm darf nicht mehr zum dünngen von Feldern verwendet werden, da es schädliche Stoffe für das Grundwasser darin hat.
Der Eindicker, der Vorfaulraum und der Nachfaulraum.
Der Frischschlamm wird im Eindicker gestapelt und durch sein Eigengewicht zusammengedrückt. Das ausgepresstes Wasser fliesst ins Vorklärbecken zurück.