Betriebswirtschaft verstehen


Mehdi Geiger
Diese Lernkarten behandeln das Thema Innovation und Unternehmenserneuerung auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Entwicklung und Umsetzung von Ideen, die Bedeutung von Technologien und Marktanalysen sowie den Schutz von Innovationen vor Konkurrenz. Besonders relevant sind die verschiedenen Innovationsgegenstände wie Produkte, Prozesse und soziale Aspekte. Die Karteikarten richten sich an Studierende und Fachleute, die verstehen möchten, wie Innovationen entstehen und warum sie für den Markterfolg entscheidend sind.
Karten
7
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
27.01.2014 / 28.01.2021

Lernkarten

Welches sind die Triebkräfte für Innovationen?

- Innovation = Ideen, die bestimmten Grad an Neuigkeit aufweisen und zugleich Markttauglich sind.

- Innovationskraft = unerlässliche Bedingung für Markterfolg

- Triebkräfte:

•verschärfter internationaler Wettbewerb

•Notlagen, die zu neuen Leistungen zwingen, um Überleben zu garantieren.

•anspruchsvolle Kundenbedürfnisse

•Erkenntnisse aus Evaluationen

•rasch wandelnde Technologien

•Erkenntnisse aus Kooperationen mit Unternehmen, Uni, FH

•Erkenntnisse aus Grundlagenforschung

•zufällige Entdeckungen  

→ Triebkräfte führen zu immer kürzeren Produktlebenszyklen. (ständige Erneuerung)

→ zeitlich beschränkte Monopolstellung (der Konkurrenz voraus sein)

 

Worauf kann sich eine Innovation beziehen? (Innovationsgegenstände)

- auf Produkt, Prozess Oder Soziale Aspekte

•Produktinnovation: (Leistungsinnovation) bezieht sich auf Entwicklung oder Überarbeitung von bestehendem Produkt oder Dienstleistung. 

•Prozessinnovation: bezieht sich auf Neugestaltung von Geschäftsprozessen

- dadurch Sollen Produktionskosten und - zeit gesenkt werden (effizientere Abläufe)

- Qualitätssteigerung erzielen

•Sozialinnovation: beinhaltet Erneuerung im Bereich des Führungs - und Organisationssystems

 

welches sind die Quellen von Innovationen?

-4 Quellen (Bild S.537)

•Markt (Market Pull)

- hat Ursprung beim Kunden (Bedürfnis)

- Via Marktforschung oder Kundenkontakt

•Wissenschaft (Technology Push)

- hat Ursprung bei Technologie, Anwendungsmöglichkeiten.   

- Technologiemanagement verbindet Wissenschaft und Markt. Beobachtet und analysiert Entwicklungen im Technologiebereich (arbeitet oft mit Uni, FH)  

•andere Unternehmen:

Übernahme oder Kooperation. Bringen z B neue Technologie mit oder neue Produkte. (oft werden Start-ups aufgekauft - haben gute Ideen)  

•eigenes Unternehmen:

auch Mitarbeiter können Innovationen auslösen. Unternehmen muss Markt -& Technologieentwicklung systematisch verfolgen Und in neue Produkte umsetzen. Forschungs -& Entwicklungsabteilung sucht Ideen und prüft Machbarkeit von Ideen aus Marketing. Marketing prüft Markttauglichkeit der Ideen von F & E. Austausch zwischen ihnen wichtig!

Welche Voraussetzungen sind nötig, damit Innovationen entstehen können?

- braucht die richtigen Leute mit dem richtigen Know -How

- Ihre Kreativität Kann nicht erzwungen werden, braucht bestimmte Bedingungen. (Bild S.539)

 

Worauf ist bei der Umsetzung von Innovationen zu achten?

- Entwicklung: Zusammenarbeit wichtig

- frühes Projektstadium: Kreativität & Ideengenerierung gefragt.

- späterer Projektverlauf: richtige Selektion, Effizienz, termingerechte Umsetzung zentral.  

- Hürden bis zur Umsetzung sind:

•Idee muss neuartig, aber auch markttauglich sein.

•nötige Ressourcen vorhanden?

→ Ressourcen stets beschränkt, nicht jede Idee umsetzbar!

•Über Windung interner Widerstände

→ Veränderungen machen oft Angst

→ change Management: Aufgaben, Massnahmen + Tätigkeiten, die eine weitreichende Veränderung in einer Organisation begleiten + institutionalisieren sollen.

 

Mit Hilfe welcher Schutzmechanismen kann eine Innovation vor einer Nachahmung durch ein Konkurrenzunternehmen geschützt werden?

- Innovation bringt Wettbewerbsvorteil, daher wird sie schnell imitiert.

- Gibt 2 Möglichkeiten zum Schutz: faktisch und juristisch (Bild S. 540)  

•Zeit:

- Erfolg einer Innovation hängt von Reaktionsfähigkeit + Massnahmen der Konkurrenz ab.

- Muss Chancen schnell erkennen und Entwicklung in die Wege leiten.

- Produktinnovation muss schnell auf Markt kommen (= Time -to- Market)

-Time -To- Market: Zeit von Entwicklung bis zur Marktreife

-First Mover Advantage: Vorteile des Marktteilnehmer, der Innovation zuerst auf Markt bringt. (möglichst lange ohne Konkurrenz)

- zu früh kann aber Problematisch sein, falls Produkt noch Mängel hat. → Kostet Unternehmen Geld + evtl.Imageschaden    

•Qualität & Preis:

- hohe Qualität oder möglichst tiefer Preis

- erschwert Konkurrenz den erfolgreichen Auftritt mit wettbewerbsfähiger Imitation  

•Patent:

- Gibt seinem Inhaber Recht, anderen zu untersagen die Erfindung zu verwenden. (Produkt nicht anbieten, herstellen oder nutzen)

- Staat schützt so Anstrengung + Investitionen der Erfinder.

- Inhaber des Patents Kann für befristete Zeit über die gewährten Rechte verfügen. Oder die patentierte Erfindung weiterverkaufen  

•Warenzeichen:

- geschützte Marke (Warenzeichen) ist rechtlich geschützt.

- Marke zeigt, woher Produkt stammt bzw wer es produziert hat.

welche Technologiearten können unterschieden werden und welche Bedeutung haben diese?

- Technologien = Quelle von Produkt - und Prozessinnovationen.

- Technologie allein nützt nichts, braucht immer konkrete Anwendung in Bezug auf Produkt oder Dienstleistung.

- Bild S. 542

- neue Technologien haben meist positive und negative Folgen:

•Nukleartechnologie: liefert grossen Teil des Stroms, aber: Entsorgungsprobleme, Gefahr von Supergau, Gefahr von Missbrauch.

- neue Technologien bringen im Alltag oft AnnehmIichkeit und enorme Rationalisierungseffekte (ZB Maschinen). Aber auch negative Nebeneffekte (Arbeitsplätze weg etc)

 

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