BWL HWZ E1 Optimierung von Unternehmen
Betriebswirtschaft verstehen
Betriebswirtschaft verstehen
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Lernkarten
Weshalb sind die Entwicklungs Modi" Optimierung" und "Erneuerung" in einem Unternehmen wichtig?
Warum ist eine einseitige Fokussierung auf Optimierung oder Erneuerung problematisch?
Welche Zieldimensionen werden im Bereich der Optimierung voneinander unterschieden?
- Zwei Zieldimensionen:
•Effektivitätsziele: orientiert am Kundennutzen
- streben Verbesserung der Qualität, Pünktlichkeit, Sozial - und Umweltverträglichkeit an
•Effizienzziele: sind gegen innen gerichtet
- Versuchen, gewünschte Wirkung (Kundennutzen) mit möglichst wenig Aufwand (Ressourcen, Zeit, Kosten) zu erzielen.
Welche Formen + Ansätze zur Optimierung gibt es und welches sind deren Hauptcharakteristika?
•Qualitätsmanagement:
•Total Quality Management (TQM):
•kontinuierliche Verbesserungsprozesse (kvp)
•PDCA - Zyklus, Demingkreis
•Kaizen
•Lean - production
•Just in Time Konzept (jit)
•Kanban:
•Autonome Automation
•betriebliches Vorschlagswesen
•Benchmarking:
Qualitätsmanagement
-beschäftigt sich mit Festlegung, Sicherstellung + Überprüfung von Qualitätszielen im Unternehmen.
→ Ziel = Qualität verbessern (Güte eines Produkts, Dienstleistung). Heute umfassenderer Begriff: geht auch um zielführende Prozesse und deren Schnittstellen, nicht nur Endergebnis.
- Produkt - und Prozessquali messen:
•Kundenzufriedenheit
•Mitarbeiterzufriedenheit
•Lieferzeiten, Termintreue
•Lagerzeiten,- kosten
•Herstellerkosten
•Pannen, Betriebsunterbrüche, Ausschuss
- tiefe Kundenzufriedenheit → Hinweis auf schlechte Produktquali
- hoher Ausschuss → schlecht instruierte oder unmotivierte Arbeiter
- lange Lifer - und Lagerzeiten → schlechte Prozessquali
→ verbreitete Qualitätsmanagement - Ansätze sind:
•Total Quality Management (TQM):
•kontinuierliche Verbesserungsprozesse (kvp)
•PDCA - Zyklus, Demingkreis
•Kaizen
•Lean - production
•Just in Time Konzept (jit)
•Kanban:
•Autonome Automation
•betriebliches Vorschlagswesen
•Benchmarking:
Total Quality Management (TQM)
-hat ein umfassendes Qualitätsverständnis.
- Total = alle Mitarbeitenden + alle Anspruchsgruppen
- Quality = gesamtes Unternehmenssystem (Strategien, Strukturen, Prozesse, Produkte, Dienstleistungen)
- Management = Unternehmensführung (Verwirklichung der Ziele)
- Im Mittelpunkt stehen: Bedürfnisse der Kunden (Kundenzufriedenheit) + Verbesserung unternehmerischer Aktivität.
→ externe Kunden und interne Abnehmer (nachgelagerte Prozessstufen = Kunde)
kontinuierliche Verbesserungsprozesse (kvp)
- ist eine Grundeinstellung im Rahmen des Qualitätsmanagement
- will alle Aktivitäten in Organisation andauernd verbessern
→ lernende Organisation: Ereignisse als Anregung aufgefasst und für Entwicklungsprozesse genutzt, um Wissensbasis und Handlungsspielräume neuen Erfordernissen anzupassen.
- Trägerschaft der Idee sind alle Mitarbeitenden
- zur Verwirklichung der kontinuierlichen Verbesserung entwickelte W. Edwards Deming 1951 den PDCA - Zyklus
Kaizen
- japanisches Konzept → Kai (Veränderung) zen (zum Guten)
- bezeichnet Auffassung, dass bestehende Zustände stets unvollkommen sind und zum Besseren verändert werden müssen.
- mit Gedankengut der kvp gleichsetztbar.
- bezieht sich va auf Fliessfertigung (von Toyota erfolgreich angewandt)
- Vollkommene Fehlerfreiheit nicht erreichbar, daher unendlicher Verbesserungsprozess
- Ziel = Optimierung der Arbeitsschritte auf allen Stufen → Senkt kosten
-dh Anzahl der Arbeitskräfte senken, Fehler vermeiden + keine Ressourcen verschwenden
- Verschwendung entsteht bei Überproduktion, Liegezeit, Überarbeitung, hohen Lagerbeständen usw.
- Kaizen - Konzept zielt also auf Ergreifen all der Massnahmen, die Effizienz erhöhen
Lean - production
- Schlanke Produktion: Eliminierung aller überflüssigen Tätigkeiten im Unternehmen.
Just in Time Konzept (jit)
- Geschäftspraxis, bei der alle Aktivitäten zeitgerecht aufeinander abgestimmt sind.
-va in Produktionsunternehmen
- ziel: benötigte Teile zur richtigen Zeit in richtiger Qualität und Menge am richtigen Ort bereitstellen.
→ reduziert Durchlaufzeiten, Lagerbestände und so spart man Kosten.
Kanban
- Toyota setzt damit JIT um
- Kanban = Karten, die Mitarbeiter informieren, wann neue Teile zu produzieren sind.
- jede Karte gehört zu Zwischenprodukt, wenn es verwendet wird, kommt Karte wieder in Umlauf und zeigt, dass Ersatz nötig wird
- Verständigung zwischen Abteilungen verbessert.
Autonome Automation
- Ziel: Produktionsfehler und damit Ausschuss verhindern
- Von Menschen programmierte Maschinen arbeiten eigenständig.
- Autonome Automation = Betrieb von Maschinen mit automatischer Warnung bei Abweichungen vom Normalbetrieb.
betriebliches Vorschlagswesen
Mitarbeitende können Ideen + Anregungen zur Optimierung einbringen (gibt ZT Belohnung)
→ erhöht Motivation und aktives Mitdenken
Benchmarking
- auch Konkurrenz beeinflusst Festlegung von Qualitätsmassstäben.
- Vergleicht sich und will best Practice (Erfolgs -Rezept, bewährtes Verfahren) adoptieren. Dies heisst Benchmarking
- versucht sich gegenseitig zu übertreffen und so liegt Messlatte immer höher.
Woran ist eine gute Produkt - und Prozessqualität erkennbar?
•Kundenzufriedenheit
•Mitarbeiterzufriedenheit
•Lieferzeiten, Termintreue
•Lagerzeiten,- kosten
•Herstellerkosten
•Pannen, Betriebsunterbrüche, Ausschuss
Wozu dienen Zertifizierungssysteme und aus welchem Grund Sind sie für ein Unternehmen wichtig?
- Zertifikat = offizielles Dokument, welches die Erfüllung bestimmter Anforderungen schriftlich festhält und beglaubigt.
- Nicht nur Beschaffenheit des Objekts, Sondern im Hinblick auf normiertes Ideal (Soll-Zustand) hin bewertet
- Prozess beginnt meist mit Selbstbewertung
- Dann Untersuchung durch unparteiischen Dritten (Auditor) → wichtig für Zertifizierung.
- schriftlicher Nachweis zu Qualitätsstandards stärkt Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens
→ Bsp: ISO, EFQM
ISO International Organization for Standardization
- Zertifizierungssystem = ISO - Normreihe
- Ist Organisation, welche verschiedene Regelwerke aufstellt
- will internationale Normierung der Qualitätsstandards erreichen
- ursprünglich für Produktionsunternehmen entwickelt, heute auch für Dienstleistungssektor
- verleiht auch Preise an Unternehmen mit gutem Qualitätsmanagement
EFQM European Foundation of Quality Management
- Organisation, welche umfassendes Qualitätsmanagement Modell entwickelte
- als Bewertungsgrundlage für verschiedene Auszeichnungen verwendet und basiert auf Frage "was ist entscheidend für den Erfolg excellenter Organisationen?"
EFQM Modell für Business Excellence
- dient als ganzheitlicher Orientierungsrahmen bei Selbsteinschätzung
- Business Excellence = systematische Unternehmensentwicklung zur nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsstärke
- Unternehmen schätzt seine Stärken, Schwächen, Verbesserungsmöglichkeiten ein.
→ richtet Unternehmensstrategie daran aus
- Modell geht von Total Quality Management aus (Bild S. 532)
-5 Befähigungskriterien: Führung, Mitarbeitende, Politik, Ressourcen, Prozesse
-4 Ergebniskriterien: Mitarbeitende, Kunden, Gesellschaft, Ergebnisse
→ Ergebnisse = wichtig zu betrachten!
- Innovation und Lernen: Ergebnisse zeigen, Was erneuert werden kann und wo Lernbedarf besteht.
→ Unternehmen als lernende Organisation.
- Befähiger: müssen Erkenntnisse bewusst aufnehmen + in bessere Ergebnisse überführen.
- ist andauernder zirkulärer Prozess
- Energie dazu muss von Führungspersonen ausgehen.
- Ziel: EFQM spornt unternehmen an, näher an Idealzustand (Exzellenz) zu gelangen.