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Fragen zum Gesellschaftsrecht (denke ich)

Fragen zum Gesellschaftsrecht (denke ich)


Jasmin Lienhard
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über die Grundlagen des Gesellschaftsrechts auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Begriffe wie Gesellschaftsformen, Einflussnahme und Willensbildung, insbesondere im Kontext von AG und GmbH. Die Karteikarten erläutern Unterschiede zwischen personen- und kapitalbezogenen Körperschaften, sowie die Bedeutung von Dokumenten wie Statuten, Organisationsreglement und Aktienbindungsvertrag. Praktisch relevant sind sie für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich auf Prüfungen im Bereich Gesellschaftsrecht vorbereiten.
Cartes-fiches
22
Utilisateurs
6
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
02.02.2014 / 11.10.2022

Cartes-fiches

Die Gesellschaft ist eine ... 

 

  • Personenvereinigung, die
  • Auf einer vertraglichen Grundlage beruht &
  • Auf eine gemeinsame Zweckverfolgung gerichtet ist 

 

Nennen Sie drei Rechtsgemeinschaften sowie deren drei Unterscheidungsmerkmale 

 

  • Die Einfache Gesellschaft
  • Die Kollektivgesellschaft
  • Die Kommanditgesellschaft
  • Gesamthandschaften
  • Gesellschafter haften persönlich & solidarisch
  • Es gilt g.s. das Kopfstimmprinzip

 

Nennen Sie drei Körperschaften und deren Unterscheidungsmerkmale 

 

  • Die AG
  • Die GmbH
  • Die Genossenschaft
  • Eigene juristische Persönlichkeit
  • Es haftet nur das Gesellschaftsvermögen
  • Es gilt g.s. das Kapitalprinzip

 

Die AG (oder wie Monsieur Emery auch sagt: Di Aktionön Gesellschaft (mit französischöm accent))

 

  • Kapitalbezogene Gesellschaftsform
  • Einzige Pflicht des Aktionärs: Liberierungspflicht
  • Rechte: Stimmrecht, Dividendenanspruch, beschränkte Kontroll- und Minderheitenrechte 

 

Die GmbH 

 

  • Personenbezogene Gesellschaftsform
  • Treuepflichten und Konkurrenzverbote
  • Ausstritts- und Ausschlussmöglichkeiten

 

Nennen Sie die drei Gesellschaftsorgane der AG 

 

  • GV
  • VR
  • Revisionsstelle (‚opting out‘) 

 

Welche Dokumente benötigt man zur Gründung einer Gesellschaft? 

 

  • Öffentliche Urkunde über Gründungsversammlung
  • Nachweis über die Kapitaleinzahlung
  • Handelsregisteranmeldung
  • Verschiedene Belege je nach Sachverhalt 

 

Wann entsteht eine Gesellschaft? 

 

Mit dem Handelsregistereintrag 

 

Auf welche vier Wege kann die Liberierung des Gesellschaftskapitals erfolgen? 

 

  • Bareinlage
  • Sacheinlage
  • Sachübernahme
  • Verrechnung von Forderungen 

 

Nennen Sie die drei Schlüsseldokumente der AG 

 

  • Statuten
  • Aktionärbindungsvertrag
  • Organisationsreglement 

 

Welche Informationen sind in den Statuten grundsätzlich vorhanden? 

 

  • Firma
  • Zweck
  • Sitz
  • Dauer
  • Zuständigkeitsregelung GV, VR
  • Quorumsbestimmungen

 

Welche Informationen sind im Organisationsreglement grundsätzlich vorhanden? 

 

  • Zuständigkeits- und Kompetenzordnung
  • Quorumsbestimmungen
  • Informationspflichten 

 

Welche Informationen sind im ABV (Aktionärbindungsvertrag) grundsätzlich vorhanden?

 

  • Vorhandrechte
  • Vorkaufsrechte
  • Kaufrechte
  • Stimmbindung
    • Genehmigung Aktienübertragung o Vertretung VR
    • Verwendung Reingewinn

 

Welchen Hintergedanken verfolgen geschlossene Gesellschaften? 

 

  • Einfluss auf die Beteiligungsverhältnisse
  • Einfluss auf den Geschäftsgang (d.h. auf die gesellschaftliche Willensbildung) 

 

Wie kann man Einfluss auf die Beteiligungsverhältnisse nehmen sowie diese absichern? 

 

  • Kaufrechte
  • Vorkaufrechte
  • Vorhandrechte
  • Konventionalstrafen
  • Aktienvinkulierung mit einstimmigem GV-Beschluss in Kombination mit Stimmbindung 

 

Wie kann man Einfluss auf die Willensbildung nehmen? 

 

  • Sicherung eines VR-Sitzes mittels Stimmbindung
  • Erhöhung der Anwesenheits- und Mehrheits- erfordernisse im Organisationsreglement 

 

In welchem Zusammenhang stehen Stabilität und Flexibilität in Bezug auf Geschäftsvorfälle? 

 

Berechenbarkeit/Stabilität geht auf Kosten der Flexibilität 

 

Wie kann eine Gesellschaft eine Pattsituation überwinden (5 Möglichkeiten)? 

 

  • Stichentscheid des Vorsitzenden
  • Schiedsentscheid eines Dritten
  • Losentscheid
  • Reduktion des Quorums in 2. oder 3.  Abstimmung
  • Verdeckte Angebotsverfahren

 

Nennen Sie 5 Stichworte zum Mehrheits- und Minderheiten-schutz! 

 

  • Gesetzlich gewährter Schutz
  • Take along Klausel
  • Tag along Klausel
  • Austrittsmöglichkeit
  • Ausschlussmöglichkeit 

 

Was versteht man unter dem Begriff ‚numerus clausus‘ im Gesellschaftsrecht? 

 

Es besteht eine beschränkte Anzahl von Gesellschaftsformen, nämlich nur jene, die im Gesetz explizit geregelt sind. Weitere Gesellschaften können nicht privatautonom kreiert werden. 

 

Erklären Sie den Unterschied zwischen personen- und kapitalbezogenen Körperschaften. 

 

  • Bei der kapitalbezogenen Körperschaft besteht keine besondere Verbindung zwischen dem Gesellschafter und der Körperschaft. Die einzige Pflicht des Gesellschafters besteht in der Pflicht zur Liberierung des Gesellschaftskapitals.
  • Bei der personenbezogenen Gesellschaftsform steht der Gesellschafter demgegenüber in enger persönlicher Beziehung zur Gesellschaft. Es bestehen Treuepflichten und Konkurrenzverbote. Ferner kennt die personenbezogene Gesellschaftsform Austritts- und Ausschlussmöglichkeiten (vgl. dazu insbesondere das Recht der Gesellschaft mit beschränkter Haftung). 

 

Wie kann der Einfluss eines einzelnen Mitgliedes im Verwaltungsrat erhöht werden? 

 

Im Organisationsreglement können erhöhte Anwesenheits- und Mehrheitserfordernisse vereinbart werden.

 

Étudier