BWL - Business Canvas Modell

MMP13 1. Semester / HTW-Chur

MMP13 1. Semester / HTW-Chur


Yasmine Sihite
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Business Canvas Modell, das für Studierende der Betriebswirtschaftslehre relevant ist. Sie decken die neun Bausteine des Modells ab, darunter Wertangebot, Schlüsselpartner, Schlüsselaktivitäten, Schlüsselressourcen, Kundenbeziehungen, Kanäle, Kundensegmente, Kostenstruktur und Einnahmequellen. Die Karteikarten erklären die Definitionen und Merkmale dieser Bausteine sowie deren Anwendung in verschiedenen Unternehmen, insbesondere im Medienbereich. Sie eignen sich für Studierende, die ein tiefes Verständnis des Geschäftsmodell-Designs erlangen möchten.
Flashcards
34
Students
22
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
29.01.2014 / 08.09.2023

Flashcards

Nenne die 9 Bausteine des BCM (business canvas model)

 

Wertangebot / Schlüsselpartner / Schlüsselaktivitäten / Schlüsselressourcen / Kundenbeziehungen / Kanäle / Kundensegmente / Kostenstruktur / Einnahmequellen

Bild des BCM

BCM

Def. 1 Baustein Wertangebot

Wertangebote sind Pakete von Produkten und/oder Dienstleistungen, die für ein bestimmtes Kundensegment Mehrwert schaffen

Was sind mögliche Formen von Wertangeboten?

Innovation (handy) / Marke (Golfclub) / Design (Modeindustrie) / Preis zB (M-budget) / höhere Leistung (smart Phone) / convenience (comparis) / facilitator / information / unterhaltung (netflix) / sicherheit / zugehörigkeit / massgeschneiderte angebote (amazon)

Wertangebot der Medien / Nenne die 2 Zielmärkte

Nutzermarkt: B > C,

Werbemarkt: B > B

Welche wertangebote von medien sind interessant für den werbemarkt

hohe reichweite ( migromagazin ) / interessante soziodemografie (annabelle) / hohe lokale reichweite (thuner tagblatt) / tiefer preis (cost per click) / innovative werbeformate (FB) / hohe messbarkeit (digitale medien) / soft factors (coolness)

Def. 2 Baustein Kundensegmente

Kundensegmente definieren die versch. Gruppen von Personen oder Org., die ein Unternehmen erreichen und bedienen will

Nenne die versch. Ansätze der Kundesegmente

Massenmarkt / Nischenmarkt / Segmentierter Ansatz / Diversifizierter Ansatz / Multi-sided Plattforms

Massenmarkt

unterscheidet nicht zwischen versch. segmenten / starker wettbewerb, starker preisdruck, niedrige margen / zB coop, google /

Nischenmarkt

richtet sich an spezifische Kundensegmente / geringer wettbewerb, presielastizität, hohe marge / zB Fachzeitschriften

Multi-sided Plattforms

bringt 2 kundensgemente zusammen / gratiszeitung benötigt werbekunden (anzeigen) aber auch eine leserschaft

was ist der unterschied zwischen multi-sided plattforms und einem diversifizierten ansatz?

diversifizierter ansatz > 2 unterschiedliche kundensegmente werden von einem unternehmen bedient /

multi-sided plattforms > bringt 2 unterschiedliche kundensegmente zusammen 

Def. 3 Baustein Kundenbeziehungen

Die kundenbeziehungen beschreiben die Arten von Beziehungen, die ein Unternehmen mit einem bestimmten Kundensegment eingeht und vice versa / CRM = kundenakquisition + kundenpflege(kundenbindung) + umsatzsteigerung pro kunde 

Def. 4 Baustein Kanäle

kanäle beschreiben wie ein Unternehmen seine kundensegmente erreicht und anspricht, um ein wertangebot zu verkaufen / kanäle unterscheiden nach: kommunikation, verlauf, distribution

Nenne die 5 phasen der Kanäle

1. Aufmerksamkeit / 2. Bewertung / 3.Kauf / 4.Vermittlung (des Wertangebots) / 5.Nach dem Kauf

Def. 5 Baustein Schlüsselressourcen

Schlüsselressourcen beschreiben die wichtigsten Wirtschaftsgüter, die für das Funktionieren eines Geschäftsmodells unabdingbar sind / dazu gehören > kapital, HR, produktionsstätten, vertrieb, marketing, marken, patente, informatik

Welches sind die 4 Kategorien der Schlüsselressourcen?

physisch (zB produktionsstätten) / intelektuell (zB marken, patente) / human ressources (zB war of talents) / Finanzen (zB private investoren)

Schlüsselressourcen / kapitalintensität von medien

hoch: printmedien, facebook, google, srg /

mittel: lokal-tv, homegate, lokal-radio /

niedrig: blog

Finanzierung der schweizer medien

tamedia: börsenkotiert, div. Familien / NZZ: Aktionäre / SRG: Bundesunternehmen / SOM: Familienunternehmen mit externen Aktionären / Radio1: roger schawinski / BaZ: Christoph Blocher / WoZ: Kollektiv, Spenden schweizer medien

Def. 6 Baustein Schlüsselaktivitäten

Die Schlüsselaktivitäten umschreiben die wichtigsten Dinge, die ein Unternehmen tun muss, damit sein Geschäftsmodell funktioniert

Was sind die Kategorien der Schlüsselaktivitäten?

Produktion: gestaltung, herstellung / problemlösung: beratungsunternehmen, krankenhäuser / plattform(netzwerk): ebay, visa

Def. 7 Baustein Schlüsselpartner

Schlüsselpartnerschaften sind ein Netzwerk von Lieferanten und Partner, die zum Gelingen des Geschäftsmodells beitragen

Versch. Integrationsstufen der Schlüsselpartner

Reine Lieferantenbeziehung (austauschbar) / strategische partnerschaft mit lieferant (knowhowträger) / Joint ventures (strategische allianz) / coopetition (cooperation of competition)

Was sind motive für Partnerschaften?

optimierung und mengenvorteil (insourcing vs. outsourcing) / reduktion von risiken (minimierung von risiko in instabilem marktumfeld) / akquise bestimmter ressourcen und aktivitäten / make (kann man geschäftsfeld selbst aufbauen?) / buy (kaufe ich den eintritt in das neue geschäftsfeld)

Def. 8 Baustein Einnahmequellen

Einnahmequellen generieren die Einkünfte die ein Unternehmen aus jedem Kundensegment bezieht (und das eine entsprechende Rendite erzielt)

Was sind Optionen für Einnahmequellen?

Verkauf von Gütern / Vermietung / Verleih / Leasing / Nutzungsgebühr bei Dienstleistung / MItgliedsgebühr / Lizenzen / Maklergebühren / Werbung

Free - Preismodell

Wertangebot wird gratis abgegeben / herstellungskosten werden über eine andere Erlösquelle refinanziert / funktioniert i.d.R. nur bei einem Massenmarkt / zB Facebook

Freemium - Preismodell

Free + Premium / Basisversion gratis / Premiumversion kostenpflichtig / zB spotify

Paywall - das Verleger Freemium

Inhalte im Netz gratis + kostenpflichitg im Print / Inhalte sind bis zu einer bestimmten grenze gratis /zB zahlen sobald man 10 artikel erreicht hat

Longtail - Modell

Wurde erst durch e-commerce möglich / keine physischen Läden, d.h. unbegrenzte anzahl von Nischenprodukte

Def. 9 Baustein Kostenstruktur

Die kostenstruktur beschreibt alle kosten, die bei der Ausführung  eines Geschäftmodells anfallen / gibt fundamentale unterschiede zwischen kapitalintensiven branchen (airline) und e-commerce-Anbietern

Kostenstruktur / Kostenorientierter Ansatz

Versuch zu tiefmöglichsten Kosten zu produzieren / schlanke Kostenstrukturen (zB hohe automatisierung) / zB discounter (lidl), Gratiszeitung, billig-airlines

Kostenstruktur / Wertorientierter Ansatz

Unternehmen die hochpreisige produkte oder dienstleistungen anbieten / i.d.R teure Kostenstrukturen / man spricht auch von premium angeboten (zB Nespresso, Dolder Grand Hotel, Apple, NZZ) 

Merkmale von Kostenstrukturen

Fixkosten (zB personalkosten) / variable kosten (zB Zeitungsdruckmenge) / Mengenvorteile (zB je mehr man produziert desto billiger das produkt) / verbundvorteile (zB nutzung von logiszikzentren)

Study