BWL06_2
Investitionsrechnung
Investitionsrechnung
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Lernkarten
Aufgaben des IVC
Planungsaufgaben
Koordinationsaufgaben
Realisationsaufgaben
Anlagenlebenszyklusspezifische Aufgaben
Informationsversorgungsaufgaben
Kontrollaufgaben
Welche Funktion hat der Kapitalzinssatz und wie lässt sich die Plausibilität der Zinssatzhöhe prüfen?
Der Kalkulationszinssatz drückt eine Verzinsungserwartung des Investors aus und hat die Funktion einer Messlatte („hurdle rate“) für mögliche Investitionen.
Als Maßstäbe für die Höhe des Kalkulationszinssatzes werden u. a. herangezogen:
- die Finanzierungskosten, zB der gewogene Kapitalkostensatz (WACC)
die Opportunitätskosten
Unterschiede zwischen den statischen und dynamischen Rechenverfahren
o Nutzung unterschiedlicher Rechenelemente: während man bei der statischen Rechnung von den Kosten ausgeht, werden bei der dynamischen Rechnung lediglich die Zahlungen berücksichtigt.
o Unterschiedliche Berücksichtigung der Zeitunterschiede beim Anfall der Rechnungselemente: während bei der statischen Rechnung der Zeitunterschied nicht bzw. nur pauschal berücksichtigt wird, werden bei der dynamischen Rechnung die jeweiligen Zeitunterschiede korrekt berücksichtigt.
Nutzung der finanzmathematischen Basis: die dynamische Rechnung nutzt die finanzmath. Basis (durch Abzinsen aller nach dem Bezugszeitpunkt anfallenden Zahlungen), während die statische Berechnung darauf verzichtet.
3 statische Verfahren
Kostenvergleichsverfahren, Gewinnvergleichsverfahren, Rentabilitätsvergleichsverfahren, statische Amortisationsrechnung
3 dynamische Verfahren
Dynamische Amortisationsrechnung, Kapitalwertmethode, Annuitätenmethode, Interne Zinsfußmethode
4 Investitionsarten nennen
Nutzungsdauer
Nach dem Anlass
Nach Art des investierenden Wirtschaftssubjekts
Nach betriblichen Funktionsbereichen
Kapitalwert definieren, Formel nennen.
Kapitalwert stellt den Vermögenszuwachs dar, bezogen auf den heutigen Zeitpunkt, den ein Investor hat, wenn er eine Investition zum Kalkulationszinssatz (i) und Kredittilgung und Zinsen aus Investitionsrückflüssen finanziert:
C0 = Summe (Et – At)*(1+i)-t
Bei sinkenden Zinsen steigt der Kapitalwert, bei steigenden Zinsen sinkt der Kapitalwert.
Vollkommener und vollständiger Kapitalmarkt
Vollkommener Markt: davon geht die Kapitalwertmethode aus. Geld wird zu einem einheitlichen Preis gehandelt, der allen Teilnehmern bekannt ist. D. h., Kreditaufnahme und Geldanlage erfolgen für alle Marktteilnehmer zu gleichen Bedingungen. Sollzins für Kapitalbeschaffung entspricht Habenzins für Geldanlage.
Vollständiger Markt: zum Preis vom einheitlichen Zinssatz kann jeder in unbegrenztem Umfang beliebige Geldbeträge anlegen und beschaffen.
Portfolio-Selection-Methode
Es wird versucht, verschiedene Vermögenswerte (idR Wertpapiere) so zu mischen, dass mit möglichst geringem Risiko möglichst hohe Erträge erreicht werden können (= Diversifikation). Dies stellt eine Verbesserung gegenüber der Investition in einzelne Investitionsobjekte dar. Dabei ist das Ziel, das Portfolio-Endvermögen zu erhöhen.
Was unterstellt die Rentabilitätsrechnung?
Um zu prüfen, wie günstig ein Gewinn für ein Unternehmen ist, setzt die Rentabilitätsvergleichsrechnung den Jahresgewinn einer Investition in Beziehung zum zugehörigen Kapitaleinsatz. Das Ergebnis zeigt die durchschnittliche Kapitalverzinsung.
Um die Rentabilität zu ermitteln, müssen die kalkulatorischen Zinsen in die Rechnung einfließen, denn auch diese wurden durch die Investition erwirtschaftet.
(Durchschn. Gewinn + durchschn. kalk. Zinsen)/durchschn. gebundenes Kapital *100
Interne Zinsfußmethode
Bei der Internen Zinsfußmethode wird der Kalkulationszinssatz gesucht, der zu einem Kapitalwert von 0 führt. Dieser Zins ist der Interne Zins einer Zahlungsreihe. Wird dieses Verfahren auf Finanzierungsmaßnahmen angewendet, bezeichnet man den Internen Zinsfuß als Effektivzinssatz.
Da die Auflösung der Kapitalwertfunktion für mehr als drei Perioden nicht möglich ist, kann nur eine Näherungslösung ausgehen von 2 Kapitalwerten und Versuchszinssätzen bestimmt werden.
Kritik und Probleme der Internen Zinsfußmethode
- hoher Rechenaufwand
- Mehrdeutige Ergebnisse durch mehrere Nullstellen oder kein Ergebnis durch nicht bestimmbare
- Die berechneten Renditen sind Maßstab allein für die Verzinsung des jew. gebundenen Kapitals. (nicht für urspr. Kapital)
- die Prämisse über die Wiederanlage freier Mittel speziell bei hochverzinslichen Anlagen unrealistisch ist.