Klausur


Simone Luu
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Business Intelligence (BI) auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Datenmanagement, Analyseprozesse, Data Warehousing (DWH), und die Integration von BI in moderne Managementkonzepte ab. Die Karteikarten behandeln auch die Vor- und Nachteile verschiedener Ansätze wie monolithische DWHs, unabhängige Data Marts und integrierte DWH-Umgebungen. Sie sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit der Strukturierung, Analyse und Nutzung von Unternehmensdaten beschäftigen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Flashcards
54
Students
3
Language
German
Category
Computer Science
Level
University
Created / Updated
18.04.2013 / 11.01.2024

Flashcards

Data Mining

  • Prozess des Auffindens und der Analyse von bbisher unbekannten Mustern, Zusammenhängen und Trends in großen Datenbeständen, um diese Erkenntnisse zum Vorteil des eigenen Unternehmens zu nutzen.
  • Umfasst Werkzeuge und Methoden, um neues und bislang unbekanntes Wissen in gespeicherten Daten zu finden.

12 OLAP-Regeln

  1. Multidimensionale Sicht auf Daten
  2. Transparenter Datenzugriff
  3. Freie Verfügbarkeit der Daten (Zugriffsmöglichkeiten)
  4. Konsistente Performance
  5. Client-/Server-Architektur
  6. Verarbeitung von Default-Dimensionen
  7. Dynamische Belegungsdichte
  8. Multi-User Unterstützung
  9. Uneingeschränkte Operationen über alle Dimensionen
  10. Intuitive Steuerung
  11. Flexibles Reporting
  12. Unbegrenzte Dimensionen und Aggregationsstufen

Fakten

  • enthalten die Unternehmenskennzahlen, die analysiert werden sollen
  • werden auf der untersten Detaillierungsebene (=kleinste Granularität) im Data Warehouse abgelegt

(Inhaltliche Daten)

3 Anwendungsgebiete für Data Mining

  • Warenkorbanalyse (Handel)
  • Schadensrisiko (Versicherung)
  • Investment-Modelle (Finanzmanagement)

Zusammenhang CRM und Data Mining

  1. DWH (Ideale Basis für Analysen und Reports aller Art)
  2. Data Mining (wertschöpfende Kernstück im Database Marketing und damit im CRM-Prozess; hier wird Kundenverhalten analysiert und prognostiziert
  3. Database Marketing (denn die Kunden sind i.d.R. nur durch ihre Daten bekannt)
  4. CRM (ist die Umsetzung von Vertriebs- bzw. Marketingaktivitäten auf Basis von Ergebnis aus dem Database Marketing)

1 --> 2 --> 3 --> 4

 

Metadaten

Metadaten enthalten Informationen über Daten, Prozesse, Infrastruktur, Konzepte, Ideen und Anwendungen, aber nicht die Daten selbst.

Anwenderschnittstelle zum DWH

Es gibt technische und fachliche Metadaten.

Datawarehouse-Prozess

Unter Data Warehousing versteht man den Prozess aus operativen Daten, Informationen zu generieren und diese zeitnah, aktuell und anwenderspezifisch zur Verfügung zu stellen.

Schritte

  1. Datenbeschaffung und -integration(ETL)
    • Extraktion der relevanten Daten aus den Quellsystemen
    • Transformation und ggf. Datenbereinigung in einem Arbeitsbereich
    • Laden in das DWH
  2. Datenhaltung (langfrstige Speicherung im DWH)
  3. Versorgung und Datenhaltung der Datamarts (Datamarts sind als separate Datenbestäde für die Analyse notwendig)
  4. Datenauswertung (durch Analyse der Daten im jeweiligen Datamart bzw. Versorgung nachgelagerter Anwendungssysteme)

Subjektmodellierung

  • Wichtigsten Subjekte
  • Beziehungen
  • Umfasst ganzes Unternehmen
  • Branche wird ersichtlich

Dimensionen

sind die logischen Merkmale, unter denen die Fakten betrachtet werden sollen (z.B. Monat, Land, Mitarbeiter, Produkt)

  • werden logisch gruppiert und zusammengefasst (z.B. die Merkmale Jahr, Monat, Tag zu der Dimension "Zeit")
  • können zusätzliche, beschreibende Merkmale beinhalten (z.B. einen Vornamen)
  • Jede Dimension wird in einer eigenen Tabelle abgebildet.
  • Hierarchiestufen

Dimensionsmodell

  • Kombination von fachlicher (konzeptioneller) und ER-Modellierung, z. B. Entitäten, Attribute, Schlüssel und Relationen
  • Der Unterschied zur klassischen ER-Modellierung ist der Grad der Normalisierung
  • liefert eine detaillierte, logische Sicht auf die Daten.
  • Einteilung in Fakten und Dimensionen:
    • welche Informationen zu den gefunden Subjekten sollen analysiert und betrachtet werden (Fakten).
    • welche Dimensionen können verwendet werden, um die gewünschten Informationen zu bekommen.

Datawarehouse

Datenpool, der Grundlage der Informationsversorgung im Unternehmen ist.

Die Daten stammen aus den operativen Systemen (ERP-Systeme) oder aus externen Datenquellen (z.B. Markt- und Wettbewerbsinformationen). Aus diesen Daten entstehen dann durch Zusammenführen, Analyse und Aufbereitung die Informationen, die Mitarbeiter im Unternehmen auf allen Ebenen und in allen Fachbereichen benötigen, um sichere faktenbasierende Entscheidungen treffen zu können.

Business Intelligence

bezeichnet den Prozess, der aus fragmentierten inhomogenen Unternehmens-, Markt- und Wettbewerbsdaten Wissen über die eigenen und über fremde Positionen, Potentiale und Perspektiven generiert. (Der Nachrichtendienst des Unternehmens)

Eigenschaften eines Datawarehouse (bzw. Daten)

  • Subjekt/Themenorientiert (Kunde, Produkt)
  • Integriert (einheitlich)
  • Zeitvariant (historisch+aktuelle Daten)
  • Beständig innerhalb einer Zeiteinheit (Laden in definierten Intervallen)

Datenqualität

  • richtiger Content in den Feldern
  • Dublettenbereinigung
  • Standardisierung der Datenschreibweise
  • Formatprüfung

==> Voraussetzung für aussagekräftige Clusterbildung

Hub-Spoke-Architektur

DWH-Architektur, bei der die zur Verfügung stehenden Datenquellen im DWH aus einzelnen Datenquellen zusammengeführt, bereinigt und historisiert werden. Aus dem konsistenten Datenbestand (Hub) werden i.d.R. dann abteilungsbezogene Datamarts erzeugt.

Subjekte

Wichtige Themenbereiche im Unternehmen über die viele Informationen gesammelt werden (variiert je nach Branche)

Können sein: Personen, Prozesse, Sachen

Star Schema

Um eine zentrale Faktentabelle gruppieren sich mehrere Dimensionstabellen

  • Sternenförmige Darstellung des Dimensionsmodells.
  • Minimierung der vielen Tabellen im relationalen Modell
  • Unterscheidung in Fakten- und Dimensionstabelle

Ziel des Star-Schemas ist nicht die Normalisierung, sondern eine Optimierung auf effiziente Leseoperationen. Beim Star-Schema liegen die Dimensionstabellen deshalb denormalisiert vor.

 

Zur Herstellung der Beziehung zwischen den Dimensionstabellen und der zugehörigen Fakttabellen werden die Primärschlüssel der Dimensionstabellen in die Fakttabelle als Fremdschlüssel aufgenommen und bilden dort wiederum zusammen den Primärschlüssel der

Fetch

Erstellen einer Kopie für den Nutzer auf der ohne Beeinflussung der anderen User gearbeitet werden kann. Damit können ETL-Jobs und Tabellen parallel bearbeitet werden.

Check-In

Übertragen aller lokaler Änderungen auf den Servern, damit sie allen anderen Nutzern zur Verfügung stehen

Check-Out

Sperrt die Bearbeitung für alle anderen Nutzer, verhindert Überschreiben und Konflikte bei parallelem Arbeiten.

Voraussetzungen für eine ETL-Job-Erstellung

  • Quelltabellen (Bestellungen, Kunde) müssen mit Metadaten beschrieben werden
  • Zieltabellen (Katalog, Internet) müssen den Metadaten entsprechend angelegt werden

Welche Methoden und Elemente kennen wir aus dem SAS-Studio?

  • Source-Tabelle (Quelltabelle)
  • Target-Tabelle (Zieltabelle)
  • Table-Loader
  • Splitter
  • SQL-Join
  • Sort
  • Print

OLAP

Schnelle und dynamische Analyse der Daten im DWH.

Beispiel: "Hängt die Kündigung eines Vertrages vom Alter, Einkommen und Familienstand des Kunden ab?"

Eigenschaften des OLAP (8)

  • Top-down, abfragegesteuert
  • Wiederholtes Testen von Theorien, die vom Benutzer aufgestellt wurden
  • Erfordert viel Interaktion zwischen Benutzer und Datenbank
  • Benutzer muss eine klare Vorstellung von den Informationen nach denen er sucht haben
  • Benutzer ist in ständiger Interaktion mit dem System
  • Beantwortet Fragen wie "Ist das richtig?"
  • Nachprüfen von Annahmen
  • Benutzer muss selber wissen wonach er sucht

Data Mining

Suchen nach bisher unbekannten Zusammenhängen und können somit Informationen entdecken, nach denen man nicht unbedingt bewusst gesucht hat.

Beispiel: "Welche Eigenschaften eines Kunden lassen auf eine bevorstehende Vertragskündigung schließen?"

Es werden Techniken der künstlichen Intelligenz genutzt (Neuronennetzwerke), um versteckte Verbindungen zwischen den Daten herauszuarbeiten.

Eigenschaften des Data Mining (8)

  • Bottom-Up, entdeckungsgesteuert
  • Benötigt keine Annahmen
  • Keine intensive Interaktion zwischen Benutzer und Datenbank erforderlich
  • Läuft praktisch automatisch ab (Clustering, Klassifizierung, Regressionen etc.)

BI und Balanced Scorecard

Da das BI der Nachrichtendienst des UN ist, können alle Kennzahlen damit insbesondere nicht finanzielle Kenngrößen über BI-Analysen ermittelt und transparent und arbeitsübergreifend dargestellt werden.

Unternehmensstrategie definiert die BI-Strategie aus Aufgaben und strategischen Zielen der Balanced Scorecard lassen sich die Ziele der BI-Konfigurationen ableiten.

Data Mining umfasst Werkzeuge und Methoden, die dem Entscheidungsträger erlauben, neues und bislang unbekanntes Wissen in gespeicherten Daten zu finden.

  • Durch Nutzung von BI auf Basis von OLAP wird die Navigation innerhalb multidimensionaler Datenbestände ermöglicht.
  • Es werden Operationen angeboten, die eine Navigation in verschiedenen Dimensionen und auf verschiedenen Aggregationsniveaus erlauben, sodass individuelle Sichten auf die kompletten Datenbestände ermöglicht werden.
  • Ermöglicht die gleichzeitige Betrachtung mehrerer Kenngrößen, um so eine ausgewogene Führung zu ermöglichen. Über geeignete BI-Anzeigewerkzeuge können ganze Dashboards entwickelt werden, welche umfassend über das Geschehen im Unternehmen Aufschluss geben.

 

 

Subjektmodell - Marketing

  • Kampagne
  • Image
  • Marke
  • Event
  • Medium
  • Region
  • Kunde
  • Interessen
  • Produkt
  • Zielgruppe

Technische Metadaten

Sie beschreiben die physische Natur der Daten und wie die Daten erstellt sowie verwaltet werden (z.B. Speicherort, Struktur, Format, Erzeugungsdatum,…).

Fachliche Metadaten

Sie stellen die eigentlich beschreibenden Daten dar und vereinfachen das Verständnis und den Gebrauch von Daten und Anwendungen (z.B. Fachliche Regeln, Darstellungsformat, Zweck der Daten in einer Tabelle, Beschreibung der Fachsprache etc.).

Es werden die Fragen nach dem WARUM beantwortet. Solche Metadaten werden von Anwendern gepflegt. 

Dicing

Bildung von Unterwürfeln mit allen Dimensionen

Slicing

Betrachten einer bestimmten Einheit einer Dimension, z.B. alle Produkte von einer Region im gesamten Zeitraum

Data Mart

Ein Data Mart ist ein Data Warehouse für einen einzelnen Unternehmensbereich bzw. eine Abteilung.

Eine weitere Abgrenzung sind persönliche Data Marts. Sie beziehen sich auf sehr kleine Anwendergruppen, sind Einzelanalysen und ihre Kontrolle sowie Verwaltung ist weniger streng.

Vorteile/Nachteile von Data Marts

Vorteile sind hierbei der höhere direkte Nutzen und die geringeren Kosten.

Nachteilig ist allerdings die Zerstückelung der Daten, wodurch Redundanzen auftreten. Zudem gibt es keine einheitlichen Qualitätsstandards, Inkonsistenzen, Wartungsprobleme und langfristigen Kosten.

Normalisierung

Aufteilung der Daten in Relationen (=Tabellen) entsprechend den Normalisierungsregeln

ETL-Prozess

Vorgang der regelmäßigen Aktualisierung der Daten eines DWHs.

Schritte

  1. Extract der Daten aus den Quellsystemen
  2. Transform Konsistenz überprüfen, ggf. anpassen
  3. Load in die Datenbank des DWH, Einarbeitung in OLAP-Würfel

Wie unterstützt BI moderne Management Konzepte?

Das BI unterstützt moderne Managementkonzepte dadurch, dass die Entscheidungsträger mit den richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt versorgt werden. Dadurch können Entscheidungen auf fundierten Erkenntnissen getroffen werden.

Konzept der BSC

= Ausgewogener Berichtsbogen

  • Nicht nur finanzielle Kennzahlen
  • Kennzahlen in anderen Perspektiven
  • Beispiel (4 Perspektiven)
    • Finanzperspektive
    • Kundenperspektive
    • Informationsperspektive
    • Lern- und Wachstumsperspektive
  • Bestandteile
    • Zielwerte
    • Kennzahlen
    • Maßnahmen

OLTP vs OLAP

Dem OLAP-Ansatz steht der traditionelle, operative OLTP-Ansatz („Online Transaction Processing“) gegenüber, wie er im relationalen Datenbankkonzept zum Ausdruck kommt. Beide Ansätze unterscheiden sich gravierend: Bei OLTP wiederholen sich die Datenbankprozesse ständig, sind strukturiert und bestehen aus isolierten, atomaren Transaktionen. Diese arbeiten mit aktuellsten Daten und greifen lesend sowie schreibend meist nur auf wenige Datensätze über Primärschlüssel zu. Bei OLAP hingegen steht die historische, aggregierte Information im Vordergrund. Die Analysen bestehen aus komplexen Abfragen, der Zugriff erfolgt meist nur lesend. Die Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede schlagwortartig zusammen.

SAS Studio

In einem System sind die zwei Quelltabellen BESTELLUNGEN(Kd-ID, Bestellnummer, Artikel, Bestellmenge, Bestellweg) und KUNDE(Kd-ID, Name, Vorname) gegeben. Im Rahmen der Datentransformation sollen die Zieltabellen KATALOG und INTERNET mit den Bestellungen des jeweiligen Bestellweges gefüllt werden. Die Daten sind nach Kundennamen zu sortieren.

Erstellen Sie eine Job Beschreibung für den entsprechenden Prozess.

Siehe Bild

Study