Büroarbeitsplatz
Bürowirtschaft
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Lernkarten
Was versteht man unter dem Begriff Ergonomie
Ergonomie ist die Wissenschaft von den Arbeitsmitteln und -bedingungen und deren optimale Anpassung an die gesundheitlichen, psychischen und physischen Bedürfnisse des Menschen.
Was versteht man unter dem Begriff Anthropometrie?
Anthropometrie ist die Lehre von den Maßverhältnissen des menschlichen Körpers und deren optimale Anpassung an die Arbeitsmittel.
Was ist eine Software-Ergonomie?
Eine Software-Ergonomie ist gebrauchstauglich und Arbeitschritte sind erkennbar. Unzureichende software-ergonomische Gestaltung führt zu erhöhten psychischen Belastungen.
Was ist Gestik?
Gestik ist die Körpersprache über Körperhaltung und Körperbewegung. Sie gehört zur Nonverbalen Kommunikation und kann etwas über Einstellung und Gefühle der Person verraten.
Was ist Mimik?
Mimik gehört ebenfalls zur Nonverbalen Kommunikation und heißt mit dem Gesicht zu sprechen über Augenbrauen, Mund, Stirn etc.
Nenne und beschreibe die Distanzzonen.
- Intime Zone: Ist vertrauten Personen vorbehalten und reicht vom direkten Körperkontakt bis hin zu 50 cm Abstand
- Persönliche Zone: wird bei einer Begrüßung eingehalten und reicht von 50 cm bis 1 m
- Gesellschaftliche Distanzzone: ist etwa 1 bis 2 m groß und kann durch Distanzvergrößerer wie Tresen oder Schreibtisch vergrößert werden.
- Öffentliche Distanzzone: ist durch keinen persönlichen Kontakt und Unterbleiben eines Blickkontaktes gekennzeichnet (Bsp. Redner)
Was ist Corporate Identity?
Beschreibt das Eigenbild eines Unternehmens. Es umfasst die gesamte Selbstdarstellung nach außen und innen.
- Corporate Design: ist das sinnlich wahrnehmbare Erscheinungsbild eines Unternehmen nach außen durch formale Gestaltungskonstante.
- Corporate Behaviour: ist die Arbeitsweise und das Verhalten eines Unternehmens nach außen und innen.
- Corporate Communications: ist die Zusammenfassung aller Kommunikationsbereiche.
- Corporate Culture: ist die Art der internen und externen Kommunikation, bestehend aus Werten, Normen und Verhaltensweisen.
- Corporate Social Responsibility: ist die soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung eines Unternehmens.
Mögliche Unfallquellen am Büroarbeitsplatz?
- Lose nicht befestigte Kabel -> Kabel bündeln und an Tischen befestigen/ am Boden fest kleben
- Scharfe Ecken und Kanten an bspw. Tischen -> Abkleben/Abrunden
- Fußmatten und Bodenbeläge mit hoch stehenden Rändern ->entfernen bzw. in Ordnung bringen
Welche gesetzliche Grundlagen für die Arbeitsplatzgestaltung gibt es?
- Arbeitsschutzgesetz
- Arbeitssicherheitsgesetz
- Unfallverhütungsvorschriften der BG
- Arbeitsstättenverordnung
- Bildschirmarbeitsplatzverordnung
Anforderungen an einen Bürostuhl?
- Sitztiefe 38 – 44cm
- Sitzbreite 40 – 48 cm
- Breite der Rückenlehne 36 – 48 cm
- Kipp- und rollsichere Konstruktion durch min. 5 bewegliche Rollen
- Drehbarkeit des Stuhloberteils
- Stufenlose Verstellbarkeit der Sitzhöhe von 42 – 53 cm
- Stufenlose Verstellbarkeit der Rückenlehne von 17 – 24 cm über den Sitz
Alternative Sitzmöglichkeiten?
- Balans Stuhl: Schienbeine werden durch Polster abgestützt
- Pendelstuhl: optimal für die Wirbelsäule
- Swopper: Entlastung der Bandscheiben/ Verbesserung der Atmung
- Sitzball: Stärkung der Rückenmuskulatur
Anforderungen an den Bürostuhl für dynamisches sitzen
- Rückenlehne durch Pendelgelenk permanent neigbar
- Atmungsaktiver Bezug
- Sitzfederung zur Entlastung der Wirbelsäule
- Anbringungsmöglichkeit höhenverstellbarer Armlehnen
- Bewegungswiderstand der Rückenlehne individuell einstellbar
Richtiges Sitzen?
Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel ca. 90°, Füße ganzflächig auf dem Boden, Gesäß ganzflächig auf Sitzfläche, Oberarme locker, Unterarme bilden eine waagerechte Linie zur Arbeitsebene und bilden ungefähr einen rechten Winkel, Lendenbausch sollte die Wirbelsäule in Höhe der Gürtellinie abstützen
Dynamisches Sitzen
- Ein häufiges Wechseln der Sitzposition ist dynamisches Sitzen
Anforderungen an den Bürotisch
- Belastbar in Tischmitte mit 75kg
- Standsicher, schwingungsfrei
- Matte Oberfläche
- Standardfläche min. 80 X 160 cm
- Beinraum min. 85 cm breit
- Mindesttiefe min. 80 cm
- Abgerundete Kanten
Anforderungen an den Bildschirm
- Bildschirm sollte möglichst aus der Ferne betrachtet werden, bei einem größeren Bildschirm beträgt der Abstand 1m, sonst 60 – 80 cm.
- Bildschirm soll parallel zum Fenster stehen, damit das Raumlicht von der Seite einfällt.
- Bildschirm darf nicht mit der Rück- oder Vorderseite zum Fenster stehen, sonst entstehen Spiegelungen durch Landschaft/ blenden durch Sonnenlicht
- Lampen müssen so angeordnet werden, dass sich ihr Licht nicht auf dem Bildschirm spiegelt
- Nicht blenden
- Kein Flimmern/ Verzerrungen
- Leicht dreh- und neigbar
- Keine Spiegelungen durch Beleuchtung
- Dargestellte Zeichen müssen scharf, deutlich und ausreichend groß sein
- Frei beweglich
- Strahlungsfrei
Anforderungen Tastatur, Maus und Vorlagenhalter
- Tastatur neigbar/variabel anordbar
- Reflexionsarme Oberfläche
- Tasten mit Mulden
- Matte helle Oberfläche/ dunkle Zeichen
- Ausreichender Tastmittenabstand
- Maus körpernah neben Tastatur
- Rutschfeste,matte, helle Oberfläche/Matte unter der Maus
- Vorlagenhalter stabil/verstellbar
- mit Lesehilfe
- Neigungswinkel zw 15 und 75°
Anforderungen an eine Software
- Übersichtlicher Bildschirm
- Texte/Meldungen sofort verständlich
- Format und Tempo der Bildschirminformationen sind dem Benutzer angepasst
- Individualisierbar in den Einstellungen von Symbolleisten, Kürzel etc.
- Programm auf Arbeitsaufgabe abgestimmt
Drei-Zonen-Arbeitsplatz
Drei-Zonen-Arbeitsplätze sind je nach Hersteller unterschiedlich gestaltet. Als gemeinsames Merkmal weisen sie folgende Eigenschaften auf:
- Eine Zone für Arbeiten im Sitzen
- eine Zone für Bildschirmarbeit im Sitzen
- eine Zone für die Arbeit im Stehen mit einer permanent erhöhten Arbeitsfläche.
Kombibüro
Es stellt eine Kombination aus Einzel- und Großraumbüros dar in der es individuelle Einzelarbeitsräume mit gemeinschaftlich genutzten Multifunktionszonen gibt und eignet sich besonders für Unternehmen in denen regelmäßiges konzentriertes Arbeiten mit Projektarbeit im Team kombiniert wird. Die empfohlene Größe liegt bei 10 und 11 m².
Im Kombibüro ist ein Wechsel zwischen Team- und Einzelarbeit möglich. Durch die vielen kleinen Arbeitsräume sind eine hohe Vertraulichkeit und ein relativ störungsfreies Arbeiten möglich. Durch die Möglichkeit Arbeitsmittel gemeinsam benutzen zu können, gibt es weniger Anschaffungskosten.
In den Durchgangsbereichen kann es allerdings zu Störungen kommen und aufgrund des Platzmangels zu weniger Arbeitsfläche. Auch in den gemeinsam benutzten Bereichen kann weniger Tageslicht zur Verfügung stehen.
Einpersonenbüro
Das Einpersonenbüro ist geeignet für Tätigkeiten die ein hohes Maß an Vertraulichkeit oder besondere Konzentration erfordern. Dieses meist 13,5 m² große Büro findet man oft bei Personen aus dem Betriebs- und Personalrat und den Abteilungsleitern vor.
Hierbei ist ungestörtes arbeiten, Individualität im Bereich der Raumgestaltung, -belüftung und –umgebung sowie Arbeitsweise möglich. Vertrauliche Gespräche können geführt werden und die Privatsphäre bleibt gewahrt. Andere Mitarbeiter werden nicht gestört.
Jedoch erfordert ein Einpersonenbüro einen hohen Raumbedarf und bietet keine Flexibilität bei neuen Raumanforderungen, was wiederum neben den Arbeitsmitteln mehr Kosten für den Betrieb darstellt. Der geringe Kontakt zu Mitarbeitern stellt eine Gefahr der Isolation dar.
Gruppenbüro
Im Gruppenbüro können Mitarbeiter organisiert und untereinander abgestimmt arbeiten. In dem meist 12-15 m² großen Büro arbeiten ca 3-5 Mitarbeiter, sodass eine gegenseitige Vertretung möglich ist.
Auch hier ist eine gemeinsame Nutzung von Arbeitsmitteln möglich. Die Raumnutzung ist weitaus besser wie beim Einpersonenbüro und eine kommunikative Teamarbeit kann stattfinden. Ablagen können von mehreren genutzt werden.
Jedoch ist die Privatsphäre eingeschränkt und es kommt zu wechselseitigen Störungen. Die Regulierung von Umwelteinflüssen, also die Individualisierung ist kaum möglich.
Großraumbüro
Das Großraumbüro mit einer Grundfläche ab 400 m² bietet Arbeitsplätze, die durch raumbildende Elemente voneinander zu je 15 m² getrennt sind. Diese Arbeitsplätze sind zu jeder Zeit variabel in andere Arbeitsplatzformen umstellbar, sodass eine hohe organisatorische Veränderungsdynamik vorhanden ist.
Durch diese Raumaufteilung existieren gleichwertige Arbeitsplätze, kurze Wegstrecken und eine höchstmögliche Flächennutzung. Zu dem können unterschiedliche Arbeitsformen miteinander kombiniert werden und die Grundlage für eine schnelle Kommunikation ist gegeben.
Hierbei kommt es allerdings zu einem hohen Lautstärkepegel. Auch bietet das Großraumbüro wenig Rückzugsmöglichkeiten und keine Individualität in Klima, Beleuchtung,… Für die Klimatisierung muss ein hoher Aufwand betrieben werden.
Büroraumklima
Die Raumtemperatur sollte bei ca. 20 - 22 °C liegen je nach Temperaturempfinden des Einzelnen. Eine zu hohe Temperatur führt zu Müdigkeit, sowie zu einer erhöhten Luftbewegung sodass Allergiker Probleme durch herumwirbelnden Staub (Luftbewegung) bekommen können. Eine zu niedrige Temperatur führt zu frieren und letztendlich zu einer höheren Infektanfälligkeit. Heizungsanlagen können für eine gleich bleibende Temperatur sorgen, jedoch ist eine Temperaturschwankung durch Wärmeabstrahlung von Geräten zu berücksichtigen. Zur Verbesserung der Raumtemperatur trägt eine Klimaanlage, ein Sonnenschutz am Fenster und Thermostate an den Heizungen bei.
Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40(50)% und 65% liegen und wird mit einem Thermo-Hygrometer bemessen. Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit führt zu einer Austrocknung der Schleimhäute von Augen und Atemwege (Infektgefahr). Regelmäßiges lüften (Achtung keine dauerhafte Zugluftbelastung), Grünpflanzen, Lüften oder Belüftungssysteme können hier Abhilfe verschaffen.
Strahlungen
Computer/Faxgeräte und Drucker strahlen schädlichen Elektrosmog ab, sodass man weit entfernt von diesen Geräten Sitzen sollte.
Die hochfrequenten Strahlungen von Handys führen zu einer dauerhaften Erwärmung des Körpergewebes, was zu einer Schädigung des zentralen Nervensystems und zu einem erhöhten Risiko führt an Krebs zu erkranken. Auch hier sollte ein Mindestabstand eingehalten werden.
Halogenlampen ohne Schutzglas geben ultraviolette Strahlen ab die zu Bindehautentzündungen der Augen und zur Bildung von Hautkrebs führt, weshalb körpernahe Halogenlampen unbedingt ein Schutzglas benötigen.
Lärm
Laute Gespräche, Telefonate und Geräusche von Geräten (z.B. Drucker, Kopierer...) führen zu einer reduzierten Konzentrationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und –fähigkeit und zu Nervosität. Deshalb sollten bei geistiger Arbeit 55 dB und bei mechanisierten Bürotätigkeiten 70 dB, 85 dB bei sonstigen Arbeiten nicht überschritten werden. Zur Lärmreduzierung kann der Büroarbeitsplatz mit Maschinenunterlagen, Raumteiler (Höhe ca. 1,20 m), Decken, Teppichböden, Vorhängen und schallschluckenden Wänden ausgestattet werden. Lärmverursachende Geräte sollten möglichst in einem Nebenraum untergebracht werden.
Beleuchtung
Das künstliche Licht sollte dem Tageslicht möglichst ähnlich sein und sich nach der jeweiligen Tätigkeit richten. Die Beleuchtungsstärke sollte mindestens 500 Lux betragen. Der Raum und die Arbeitsfläche sollten gleichmäßig ausgeleuchtet sein. Damit kein störender Schattenwurf beim Schreiben entsteht, sollte das Licht immer aus der jeweilig richtigen Richtung kommen. Am Bildschirmarbeitsplatz darf es nicht zu störenden Blendungen/Reflexionen durch das Licht kommen. Die Leuchtmittel dürfen nicht flimmern. Beleuchtungssysteme aus indirektem und direktem Raumlicht führen zu einer optimalen Ausleuchtung am Bildschirmarbeitsplatz (Zwei-Komponenten-Beleuchtung).
Durch falsche Beleuchtung am Arbeitsplatz können das Sehvermögen geschädigt werden, Kopfschmerzen und Verspannungen entstehen und die Leistungsfähigkeit gemindert werden.
Daher muss geprüft werden, ob
- Das Tageslicht für alle Arbeitsplätze ausreicht.
- Blendungseffekte oder Lichtreflexe bestehen.
- Die Räumlichkeiten teilweise oder ständig mit künstlichem Licht versorgt werden müssen.
Pflanzen/ feng-shui
Pflanzen schaffen eine individuelle Arbeitsumgebung und bringen Farbe in den Raum. Sie helfen bei der Stressbewältigung und fördern eine positive Stimmung. Sie tragen zur Verbesserung des Raumklimas bei, in dem sie die Luftfeuchtigkeit und die Luftqualität beeinflussen.
Feng-Shui soll harmonische Energieeinflüsse erzeugen und sich positiv auf den Menschen auswirken.
Farben
Rot ist eine Alarmfarbe -> Verbot.
Gelb ist eine Warnfarbe -> Warnung. Gelb regt auch zu geistiger Aktivität an.
Grün ist eine Sicherheitsfarbe -> Hinweis. In Räumen mit starkem Besucherverkehr wirken Grüntöne beruhigend und fördern Aufgeschlossenheit und Kontaktfreudigkeit.
Blau ist eine Ordnungsfarbe -> Gebot.
In Räumen in denen eine monotone Arbeit ausgeführt wird, habengrößere Farbkontraste eine positive Wirkung.
Für Räume mit wenig Sonnenlicht eigenen sich warme Farbtöne.
Positive Auswirkungen einer überlegten Farbgestaltung:
- Verbesserung der Wahrnehmung
- Steigerung der Leistungsfähigkeit
- Hebung der Stimmung
- Erhöhung der Ordnung/Sicherheit/Orientierung
Belastungen am Arbeitsplatz
Psychisch
Physisch
Sozial
- Ein eventuell festgelegter Arbeitsweg lässt keine Abweichungen zu, sodass nur begrenzt Zeit zur Verfügung steht
- Monotoniezustand durch Mangel an Bewegung/Triste Umgebung
- Ständige Konzentration
- Müdigkeit, Langeweile, Frustration
- Niedrige Anforderung an die berufliche Qualifikation (geistige Unterforderung)
- Notdürftige Lösung der Probleme/ eingeschränkte Arbeitsqualität (geistige Überforderung)
- Mobbing
- Unzureichende Arbeitsplatzgestaltung
- Ungünstige Umgebungseinflüsse durch z.B. Lärm
- Lange Arbeitszeiten
- Arbeitslosigkeit als Belastung (materiell/ finanziell/ sozial und psychisch)
- Pendler – Einschränkung der Freizeit/ Steigerung der Unfallgefahr
Mobbing
Gründe für Mobbing
Strategien gegen Mobbing
- Konkurrenzdenken
- Angst vor dem Arbeitsplatzverlust
- Langeweile
- Überbelastung und Stress
- Gespräche unter 4 Augen suchen
- Unterstützung im Kollegenkreis suchen
- Möglicher Arbeitsplatzwechsel
- Vorgesetze/Betriebsräte informieren
- Sofort handeln
Disstress und Eustress
Der Distress ist der als negativ empfundene Stress dem man dem Gefühl nach hilflos ausgeliefert ist.
Der Eustress ist der als positiv empfundene Stress, wenn die erbrachte Leistung/Arbeit Erfolge erzielt oder sogar Spaß macht. Durch ihn wird man meist leistungsfähiger.
Ernährung
Regelmäßiges, abwechslungsreiches Essen in geringen Mengen verhilft zu Energie. Fett, Zucker, Koffein, Nikotin und Alkohol sollten vermieden werden. Sie führen oft zu Müdigkeit.
Pausengestaltung
Die Mindestdauer der Pausen beträgt bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 bis 9 Stunden mindestens 30 Minuten, bei einer Arbeitszeit von mehr als 9 Stunden 45 Minuten. (Jugendarbeitsschutzgesetz: 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden und 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden.) Zulässig ist es, wenn die Ruhepausen in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.
Um eine „lohnenden Pause“ handelt es sich, wenn die Ermüdung so weit abgebaut werden kann, dass die Arbeitsleistung nach der Kurzpause so groß ist, dass sie den Zeitverlust durch die Kurzpause überkompensieren kann.
Mehrere kurze Pausen haben einen höheren Erholungswert. Bei Bildschirmarbeit sollten nach einer Stunde 5 bis 10 Minuten Pause eingelegt werden. Die Pausen sollten frei wählbar sein um den individuellen Bedürfnissen einer Person gerecht zu werden.
Der Mensch ist über den Tag nicht gleichmäßig leistungsfähig. Jeder Mensch unterliegt einer Leistungskurve. Am Tag ist man aktiv und in der Nacht regeneriert man. Aber auch am Tag wechseln die Phasen von Aktivitätsbereitschaft und Erholungsbedarf. Eine sinnvolle Pausengestaltung muss sich an der Leistungskurve orientieren. Daher sollten Pausen zum richtigen Zeitpunkt ermöglicht werden.
Kernzeit
Kernzeit= feste Arbeitszeit, in der alle Beschäftigten ohne individuelle Pausen anwesend sein müssen, außer der Dienst wird außerhalb des Hauses verrichtet.
Gleitzeit
Bei der gesetzlich geregelten Gleitzeit handelt es sich um ein Arbeitszeitmodell bei dem der Arbeitnehmer innerhalb einer Kernzeit anwesend sein muss, aber er kann den Beginn und das Ende seiner persönlichen täglichen Arbeitszeit selbst bestimmen. Die Vereinbarung zur gleitenden Arbeitszeit wird zwischen der Dienststellen-/Behördenleitung und dem Personalrat getroffen.
Vorteile Gleitzeit
Vorteile Arbeitgeber:
- Mitarbeiter sind leistungsstärker
- Keine Unpünktlichkeit
- Mitarbeiter sind motivierter
Vorteile Arbeitnehmer:
- Anpassung an die persönliche Tagesleistungsfähigkeit
- Freie Entscheidung über Arbeitsbeginn und –ende
- Selbständige und eigenverantwortliche Entscheidung über den zeitlichen Ablauf von Arbeit und Freizeit
Regelarbeitszeit
Regelarbeitszeit
Die Regelarbeitszeit ist die einzuhaltende Arbeitszeit.
vollzeit
Vollzeit
Die komplette wöchentliche Arbeitszeit bei Vollzeit Arbeitsplätzen muss abgeleistet werden.
Teilzeit (-modelle)
In dem klassischen Teilzeitmodell wird die tägliche Arbeitszeit um ein paar Stunden bis zur Hälfte der Arbeitszeit reduziert. Eine weitere Option ist die Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit auf wenige Tage.
Bei der Arbeitsplatzteilung, dem so genannten „Jobsharing“, teilen sich zwei oder mehr Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz. Die Arbeitszeit kann hier untereinander individuell festgelegt werden. Ein regelmäßiger Informationsaustausch ist allerdings unabkömmlich um einen reibungslosen Arbeitsablauf sicherzustellen.
Auch können mehrere Arbeitnehmer eines Teams in Teilzeit arbeiten, hierbei ist lediglich eine Absprache von Nöten, sodass genügend Arbeitnehmer zu bestimmten Zeiten anwesend sind.
Wenn ein Arbeitnehmer auf Vollzeit arbeitet, jedoch nur das Gehalt für die Teilzeit ausgezahlt bekommt und die zu viel gearbeiteten Stunden auf einem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben bekommt, dann handelt es sich um die unsichtbare Teilzeit.
In Saisonbetrieben können Arbeitnehmer bei wenig Betrieb in Teilzeit und bei viel Betrieb in Vollzeit arbeiten.