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BWL Kurs 79 in Kaiserslautern Unterricht V2
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Flashcards
Welche Träger der Wirtschaftspolitik gibt es?
Träger können sein: Gebietskörperschaften, EZB, Sozialversicherungshaushalte, Arbeitgeberverbände oder Gewerkschaften (Tarifparteien).
Mit welchen Aufgaben beschäftigt sich die Prozesspolitik
Sie versucht durch Änderungen der Rahmenbedingungen das Verhalten der Unternehmen im Hinblick auf die Gesamtwirtschaft zu beeinflussen.
Mit welchen Aufgaben beschäftigt sich die Ordnungspolitik?
Sie stellt Verhaltensregeln (Gesetze / Regelungen) für Wirtschafts-subjekte auf und überwacht diese. Die Eingriffe müssen marktkonform sein.
Mit welchen Aufgaben beschäftigt sich die Strukturpolitik?
Korrektur von unerwünschten Marktergebnissen (z. B. Förderung oder Sicherung von bestimmten Branchen).
Was versteht man unter marktkonformen Steuerungsmitteln?
Sie können Steuern oder Subventionen sein. Steuern verteuern die Produktion, Subventionen verbilligen sie. Mit ihnen greift der Staat zwar in den Markt ein, der Preismechanismus (Preisbildung) funktioniert jedoch weiter.
Was wird unter Tarifautonomie verstanden?
Die Tarifpartner verhandeln ohne Einmischung von Außen (z. B. Staat).
- Welches Gesetz regelt Unternehmenszusammenschlüsse?
Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen regelt Unternehmenszusammenschlüsse.
Unterscheiden Sie das Kartell vom Trust!
Beim Kartell bleiben die Unternehmen rechtlich selbstständig und schränken ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit ein, beim Trust schließen sich die Unternehmen rechtlich und wirtschaftlich zusammen.
Unterscheiden Sie das Kartell von einem Konzern!
Beim Kartell bleiben die Unternehmen rechtlich selbstständig und schränken ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit ein, beim Konzern bleiben die Unternehmen auch rechtlich selbstständig, jedoch sind sie wirtschaftlich nicht mehr selbstständig.
Über welche Konzentrationsformen wird berichtet?
Nach den Zusammenschlüssen der erdölexportierenden Länder, der Kupferproduzenten, der Bauxitproduzenten und der Uranproduzenten wollen nun neun eisenexportierende Länder ihre Preispolitik miteinander abstimmen…
Kartell
Über welche Konzentrationsformen wird berichtet?
…haben die Gerlach-Werke und die Sieber AG fusioniert. Die neue Gesellschaft firmiert jetzt unter Gerlach-Siebert-Aktiengesellschaft mit einem Marktanteil von insgesamt knapp 20 %.
Trust
Über welche Konzentrationsformen wird berichtet?
… hat die Maschinenfabrik Sauerland AG ein Aktienpaket der Münsterländer Motorenwerke AH in Höhe von 3. Mio Euro Nennwert erworben. Zugleich wurde die einheitliche Leitung der Maschinenfabrik Sauerland übertragen.
Konzern
Welche Ziele verfolgt der Staat mit der Wettbewerbspolitik?
Eine funktionierende Marktwirtschaft ist ohne einen funktionierenden Wettbewerb nicht möglich. Die Aufgabe des GWG ist es diesen Wettbewerb zu schützen. Das Kartellamt ist hierfür verantwortlich. Ziele sind: Förderung des technischen und wirtschaftlichen Fortschritts, Sicherung der wirtschaftlichen Leistung und Stabilität und Lenkung der Produktion durch die Wirtschaftssubjekte.
Wie heißen die vier Ziele im „magischen Viereck“?
Die 4 Ziele sind angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum, außen-wirtschaftliches Gleichgewicht, hoher Beschäftigungsstand und Preisniveaustabilität.
Welches sind drei wesentliche volkswirtschaftliche Folgen der Arbeitslosigkeit?
Kaufkraftverlust, Produktionsfaktor Arbeit wird nicht vollständig genutzt, Transfer-leistungen des Staates steigen / Einnahmen aus der Sozialversicherung sinken.
Was erfasst die Zahlungsbilanz?
Sämtliche Transaktionen zwischen In- und Ausländern während einer Periode werden in der Zahlungsbilanz erfasst.
- Was beinhaltet die Leistungsbilanz?
Sie ist ein Teil der Zahlungsbilanz und beinhaltet Übertragungsbilanz, Erwerbs- und Vermögenseinkommensbilanz, Dienstleistungsbilanz und die Handelsbilanz
- Wie setzt sich der Außenbeitrag zusammen?
Aus Handelsbilanz, Erwerbs- und Vermögenseinkommensbilanz und der Dienstleistungsbilanz. Er ist der Indikator für das Ziel angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum.
- Was ist deficit spending?
Hiervon spricht man, wenn der Staat bewusst ein Defizit erwirtschaftet, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Wie heißt ein Zielkonflikt aus dem „magischen Viereck“?
Hoher Beschäftigungsstand (oder Wirtschaftswachstum) und Preisniveaustabilität.
Was versteht man unter antizyklischer Fiskalpolitik?
Früher was es so, dass der Staat keinen Überschuss oder ein Defizit erwirtschaftet hat. Hier hat er die Aus- oder Einnahmen angepasst. Da dies die wirtschaftlichen Schwankungen begünstigt hat wird es nun so gemacht, dass bei guter Konjunktur dem Wirtschaftskreislauf Geld hinzogen wird und bei schlechter Konjunktur Geld hinzugefügt wird. Er beeinflusst damit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.
Wie heißen die Phasen des Konjunkturzyklusses? Charakterisieren Sie diese!
Aufschwung (Produktion steigt), Hochkunjunktur / Boom (Wirtschaftsleistung befindet sich auf dem Hochstand, Löhne, Preise und Aktien steigen, Vollbeschäftigung), Rezession / Abschwung (Produktion sinkt), Depression / Tiefstand (Arbeitslosigkeit, Löhne, Preise und Aktien auf Tiefstand).
Erläutern Sie vier Ursachen für konjunkturelle Schwankungen!
Witterungsbedingungen: Durch schlechtes Wetter können komplette Ernten vernichtet werden / Touristen bleiben aus.
Geldwertschwankungen: Inflation oder Deflation / Geld wird nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert, es erfüllt seine Funktion nicht mehr.
Überproduktion als Ursache von Krisen: Ist das Angebot größer als die Nachfrage, gelingt es den Betrieben trotz Marketingaktion nicht mehr, alle Waren zu verkaufen.
Erwartungshaltung: Durch günstige Rahmenbedingungen und gute Absatzerwartungen wird mehr investiert.
Definieren Sie die Staatsquote, Abgabenquote und die Schuldenstandsquote!
Staatsquote: Verhältnis der Staatsausgaben zum BIP / Sie zeigt, wie hoch der Staatsanteil ist.
Abgabenquote: Verhältnis der Abgaben zum BIP / Sie zeigt, wie viel die Wirtschaftssubjekte an den Staat abgeben müssen.
Schuldenstandsquote: Verhältnis der Staatsschulden zum BIP / Verschuldung der öffentlichen Haushalte.
Erklären Sie die Begriffe Allokations-, Stabilisierungs- und Distributionspolitik!
Allokationspolitik: Hier stellt der Staat Güter bereit, die nicht im erforderlichen Maße verfügbar sind (Bildung).
Stabilisierungspolitik: Korrektur von unerwünschten Marktergebnissen.
Distributionspolitik: Umverteilung von Einkommen und Vermögen. Politik der sozialen Sicherung.
Charakterisieren Sie die antizyklische Fiskalpolitik!
Die antizyklische Fiskalpolitik setzt an der Nachfrageseite an. Dabei soll der Staat die öffentlichen Ausgaben in konjunkturell schlechten Zeiten ausweiten, um die Wirtschaft anzukurbeln. Sollten die Haushaltsmittel dazu nicht ausreichen, soll der Staat sogar bewusst zusätzliche Schulden machen = "deficit spending". In Zeiten der Hochkonjunktur (Boom) sollte sich der Staat mit den Ausgaben zurückhalten.
Charakterisieren Sie die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik!
Freie Märkte, wenig staatliche Investitionen, Steuersenkungen, starker privater Sektor, mittel- und langfristig orientiert.
Die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik setzt an der Angebotsseite an. Hier wird versucht, die Angebotsseite attraktiver zu machen, z.B. durch Steuererleichterungen für Unternehmen etc. Es sollen somit Investitionsanreize geschaffen werden, durch die die Wirtschaft wieder in Schwung kommt.
Welche geldpolitischen Instrumente setzt die Europäische Zentralbank ein?
Mindestreservepolitik, ständige Fazilitäten, Offenmarktpolitik.
- Was versteht man unter Offenmarktpolitik?
An- und Verkauf von Wertpapieren der EZB am offenen Markt auf eine Rechnung. Die Abwicklung erfolgt durch Tenderverfahren. Durch diese Geschäfte kann Sie die Liquidität und die Zinssätze steuern.
- In welcher wirtschaftlichen Lager erhöht die EZB die Mindestreserve und verkauf Offenmarktpolitik?
In der Hochkonjunktur setzt die EZB diese geldpolitischen Mittel ein, um die Wirtschaft abzubremsen und Ihre Schwankungen möglichst gering zu halten. Den Geschäftsbanken wird Liquidität entzogen, die Zinsen steigen und die Investitionsbereitschaft sinkt.
- Erklären Sie „Globalisierung“!
Unter Globalisierung versteht man den Trend der zunehmenden Wirtschafts-beziehungen und –Verflechtungen. Die Märkte werden immer größer. Die Ursachen liegen im Abbau von Handelshemnisse und an den sinkenden Transport- und Kommunikationskosten.
Welche Chancen und welche Risiken sehen Sie in der Globalisierung?
Durch die Globalisierung entstehen neue Märkte (= neue Chancen). Probleme sind, dass der Wettbewerbsdruck und damit der Kostendruck zu Lasten der sozialen Sicherungssysteme steigt. Es herrscht Innovationsdruck.
- Was besagt die sog. Altgesellenregelung?
Diese Regelung besagt, dass sich Altgesellen erst dann selbstständig machen dürfen wen Sie nach Abschlussprüfung 6 Jahres Praxiserfahrung gesammelt haben, davon 4 in leitender Funktion.
- Welche vier Freiheiten hat der Europäische Binnenmakrt gebraucht?
Freiheiten in den Bereichen Personen (u. a. Wegfall der Grenzkontrollen, Niederlassungs- und Beschäftigungsfreiheit), Waren (u. a. Wegfall der Grenzkontrollen, Steuerharmonisierung), Dienstleistungen (u. a. Öffnung der Transport- und Kommunikationsmärkte) und Kapital (u. a. Wertpapierverkehr offen).
- Welche beiden Gesetzesformen kennt die EU und wodurch unterscheiden sie sich?
Man unterscheidet zwischen Richtlinien und Verordnungen. Verordnungen sind für alle bindend und müssen umgesetzt werden. Richtlinien müssen erst nach einer Übergangszeit umsetzt werden, jeder Staat entscheidet selber, wie er dies anstellt.
Nennen Sie mindestens zwei Bereiche, in denen bei den Ministerrats-Beschlüssen nach wie vor das Einstimmigkeitsprinzip besteht.
Bereich Steuern und Bereich Zugangsvorrausetzungen für natürliche Personen zum Beruf.
- Was ist der wesentliche Inhalt des Stabilitätspaktes für den Euro?
Macht ein Land in einem Jahr Schulden über 3 % des BIP, muss er eine unverzinslichte Einlage an die EZB zahlen. Gleicht er die Schulden innerhalb 3 Jahren nicht wieder aus, wandelt sich die Einlage um in eine Strafe.
- Welches ist das sog. „magische Dreieck“ der Wertpapier-Anlage?
Ziel einer Kapitalanlage sind Sicherheit, Rentabilität und Liquidierbarkeit. Alle Anleger gewichten diese Zielsetzungen unterschiedlich.
- Was können Wertpapiere sein?
Wertpapiere können sein: festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Investment-zertifikate.
- Nennen Sie drei festverzinsliche Wertpapiere!
Festverzinsliche Wertpapiere können sein: Pfandbriefe, Schutzbriefe und Bundes-obligationen.