BPL: Distributions- und Entsorgungslogistik TK12F

Distributions- und Entsorgungslogistik, Teil E aus Lehrmittel Logistik für Technische Kaufleute und HWD, Compendio Bildungsmedien

Distributions- und Entsorgungslogistik, Teil E aus Lehrmittel Logistik für Technische Kaufleute und HWD, Compendio Bildungsmedien


S. H.
Diese Karteikarten behandeln die Grundlagen der Distributions- und Entsorgungslogistik auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf die verschiedenen Lagerstufen, die Vor- und Nachteile von zentralen und dezentralen Distributionsstrukturen, sowie die Kosten und die Auftragsabwicklung. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Logistikmanager und Unternehmen, die ihre Lieferketten optimieren möchten, um die Effizienz zu steigern und die Kundenbedürfnisse besser zu erfüllen.
Cartes-fiches
40
Utilisateurs
67
Langue
Allemand
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
16.10.2013 / 21.09.2025

Cartes-fiches

Definition: Distributionslogistik.

Auch Absatzlogistik, Verteilungslogistik oder Vertriebslogistik.

Ist eine logistische Funktion, die Kunden und Händler mit den produzierten Gütern bzw. Handelswaren beliefert.

Einflussfaktoren der Distributionslogistik?

Marktanforderungen: Globaliesierung, Europäischer Markt.

Anforderungen der Kunden und Gesellschaft: Lieferleistung, Ökologische Anforderungen. 

Ziele der Distributionslogistik?

  1. Lieferqualität sicherstellen.
  2. Lieferzeiten einhalten.
  3. Distributionskosten senken.

Aufgaben der Distributionslogistik?

Die Gestaltung, Kontrolle und Steuerung des Auslieferungsprozesses.

  • Distributionsstruktur festlegen.
  • Standorte der Lager wählen.
  • Transportsysteme festlegen.
  • Distributionslager bewirtschaften.
  • Bestellte Waren zum Kunden transportieren oder versenden.
  • ...

In welche Dimensionen kann die Lieferqualität gegliedert werden?

  • Beschaffenheit der Lieferung.
  • Flexibilität.
  • Zuverlässigkeit.

Was verstehen Sie unter Lieferzeit?

Der Zeitraum zwischen der Auftragserteilung durch den Kunden und dem Wareneingang beim Kunden!

Was verstehen Sie unter Lieferbereitschaftsgrad?

Der Lieferbereitschaftsgrad drückt aus, in welchem Ausmass ein Unternehmen in einer bestimmten Periode fähig ist, die bestellte Gütermenge zu liefern.

Berechnung der Distributionskosten.

Auftragsabwicklungskosten

+ Transportkosten

+ Fixkosten der Lagerung

+ Variable Kosten der Lagerung

+ Opportunitätskosten

Was sind Opportunitätskosten?

Kosten die aufgrund von entgangenen Erlösen nit anfallen. Diese entstehen wenn vorhandene Möglichkeiten (Opportunitäten) nicht wahrgenommen wurden.

Auch Alternativkosten.

Was ist die vertikale Distributionsstruktur?

Die Anzahl der Lagerstufen nach der Fertigung eines Produktes.

Erklären Sie die 4 Lagerstufen.

1. Lagerstufe: Werkslager, Fertigwarenlager, Produktionslager.

2. Lagerstufe: Zentrallager, Verteilzentrum, Lagercenter.

3. Lagerstufe: Regionallager, regionales Aussenlager.

4. Lagerstufe: Auslieferungslager, Kundenlager.

Was ist die horizontale Distributionsstruktur?

Die Anzahl der Lager pro Lagerstufe.

Was ist eine dezentrale Distributionsstruktur?

Waren werden über mehrere Lagerstufen verteilt und von verschiedenen Auslieferungslagern in Kundennähe ausgeliefert.

Vorteile: Mehrere Lager in Kundennähe gewährleisten eine bessere Lieferbereitschaft, eine höhere Flexibilität und kürzere Lieferzeiten.

Was ist eine zentrale Distributionsstruktur?

Waren werden über möglichst wenig Lagerstufen verteilt und von einem Zentrallager direkt an den Kunden geliefert.

Vorteile: Niedrige Distributionskosten und schneller Auftragsabwicklung

Welche Faktoren sprechen eher für eine Zentralisierung des Lagers?

  1. Warenangebot: Breites Sortiment.
  2. Lieferzeit: Lang.
  3. Warenwert: Hoch.
  4. Umschlagshäufigkeit: Tief.
  5. Kundenstruktur: einzelne Grosskunden.
  6. Automatisierungsgrad: Hoch.
  7. Nachfrageschwankungen: Tief.

Welche Faktoren sprechen eher für eine Dezentralisierung des Lagers?

  1. Warenangebot: Schmales Sortiment.
  2. Lieferzeit: Kurz
  3. Warenwert: Tief.
  4. Umschlagshäufigkeit: Hoch.
  5. Kundenstruktur: Viele Kleinkunden.
  6. Automatisierungsgrad: Tief.
  7. Nachfrageschwankungen: Hoch.

Verkehrssysteme für den Güterverkehr.

  • Luftfahrt.
  • Schienenverkehr.
  • Schifffahrt.
  • Strassenverkehr.

Vor- und Nachteile der Luftfahrt?

Vorteile:

  • Hohe Transportgeschwindigkeit.
  • Geringer Verpackungsaufwand
  • Geringe Unfallgefahr.

Nachteile:

  • Hohe Transportkosten.
  • Wetterabhängigkeit.
  • Hohe Umweltbelastung.

Vor- und Nachteile des Schienenverkehr?

Vorteile:

  • Höheres Ladegewicht und -volumen gegenüber Strassenverkehr.
  • Genaue Fahrpläne.
  • Weitgehend störungsfrei.
  • Gefahrengüter sind zulässig.

Nachteile:

  • Gleisanschlüsse erforderlich.
  • Bindung an Fahrpläne.
  • Zusatzkosten für Spezialwagen.

Vor- und Nachteile der Schifffahrt?

Vorteile:

  • Höheres Ladegewicht und -volumen gegenüber Schienenverkehr.
  • Geringe Umweltbelastung.
  • Geringere Transportkosten gegenüber Luftfracht.
  • Gefahrengüter sind zulässig.

Nachteile:

  • Eingeschränktes Streckennetz.
  • Abhängigkeit von Witterung.
  • Sicherheitsrisiken in internationalen Gewässern. (Piraterie)

Vor- und Nachteile des Strassenverkehrs?

Vorteile:

  • Zeit- und Kosteneinsparung bei Kurzstreckentransporte.
  • Flexible Fahrplangestaltung.
  • Eignung für spezielle Ladegüter.

Nachteile:

  • Keine exakten Fahrpläne.
  • Abhängigkeit von Verkehr.
  • Beschränktes Ladegewicht und -volumen.
  • Nachtfahrverbote für LKWs.

Welche Transportketten lassen sich unterscheiden?

  1. Eingliedrige Transportketten.
  2. Mehrgliedrige Transportketten.
    • Kombinierter Verkehr.
    • Gerbochener Verkehr.

Prozesse der Distributionslogistik.

  1. Distributionsplanung.
  2. Distributionsdurchführung.

Welche Unternehmensfunktionen sind von der operativen Auftragsabwicklung betroffen?

  • Produktion.
  • Material- und Lagerwirtschaft.
  • Rechnungswesen.
  • Vertrieb

Aufgaben der Auftragsabwicklung?

  • Materialfluss zum Kunden gemäss vereinbarten Lieferbedingungen sichern.
  • Informationsfluss gemäss Kundenbedürfnissen gewährleisten.
  • Aufgaben des Warenausgangs durchführen und steuern.
  • Zusammenarbeit mit externen Logistikpartnern koordinieren.

Wie setzen sich die Auftragsabwicklungskosten zusammen?

  • Personalkosten.
  • Infrastrukturkosten.

Möglichkeiten zur Kostensenkung bei der Auftragsabwicklung?

  • Auftragsabwicklung automatisieren.
  • Auftragsabwicklung zentralisieren.
  • Auftragsabwicklung opimieren.
  • Kooperation mit externen Logistikpartner.

Operative Aufgaben des Warenausgangs?

  • Waren kontrollieren.
  • Fehelerhafte Waren zurückweisen.
  • Versandpapiere erstellen.
  • Sendungen zusammenstellen.
  • Packzettel erstellen.
  • Waren und Versand verpacken.
  • Transport disponieren.
  • Waren verladen.

Was ist ein Holsystem?

Wenn die gefertigten oder gelagerten Waren abgeholt werden.

Was ist ein Bringsystem?

Wenn die gefertigten oder gelagerten Waren zum Warenausgang transportiert werden.

Was beinhaltet die Warenausgangsbuchung?

  • Abgangsdatum.
  • Abgangslager.
  • Artikelmenge.
  • Artikelnummer.
  • Auftragsposition, Projektnummer, Filialbestellungsposition.
  • Neuer Lagerort. (Im Falle einer Umlagerung)
  • Schnittstellendaten
    • zur Buchaltung
    • zur Fakturierung.
    • zur Filialabrechnung.
  •  

Anforderungen an die Verpackung?

  • Tiefe Kosten durch minimierung von Transportgewicht und -volumen.
  • Schneller Materialfluses durch standartisierte Verpackungsbehälter.
  • Einfacher Informationsfluss durch standartisierte Auftragsabwicklung.
  • Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit der Verpackung.

Sechs Grundfunktionen der Verpackung?

  1. Gebrauchsfunktion.
  2. Informationsfunktion.
  3. Lagerfunktion.
  4. Marketingfunktion.
  5. Schutzfunktion.
  6. Transportfunktion.

Welche Faktoren haben einen Einfluss auf die auswahl der Ladungssicherung?

  • Eigenschaften der Verpackung.
  • Eigenschaften des Packstücks.
  • Eigenschaften der Ladeeinheit.
  • Eigenschaften des Ladungsträgers.
  • Eigenschaften der verwendete Transport- und Umschlagsmittel.

Ziele der Ersatzteillogistik.

Ersatzteile jederzeit in genügender Menge zu Verfügung zu stellen.

Die Ersatzteillogistik muss die richtige Balance zwischen ausreichender Lagerhaltung und geringer Kapitalbindung finden.

Was verstehen Sie unter dem Begriff Entsorgung?

Die Beseitigung von produtkions- und konsumbedingter Abfälle oder Rückstände.

Was verstehen Sie unter dem Begriff Recycling?

Mehrmalige Verwendung von Produkten oder Stoffen.

Die Produkte und Stoffen werden in den Wirtschafts- oder Wertstoffkreislauf zurückgeführt.

Beschreiben Sie folgende Arten der Mehrfachnutzung:

  • Wiederverwendung.
  • Weiterverwendung.
  • Wiederverwertung.
  • Weiterverwertung.

Produktrecycling:

  • Wiederverwendung: Produkt für gleichen Verwendungszeck erneut nutzen.
  • Weiterverwendung: Produkt für einen anderen Verwendungszweck nutzen.

Materialrecycling:

  • Wiederverwertung: Material aufbereiten und für den gleichen Produktionsprozess wiederverwerten.
  • Weiterverwertung: Material aufbereiten und für einen anderen Produktionsprozess weiterverwerten.

Einflussfaktoren der Entsorgungslogistik?

  • Ort der Abfälle.
  • Umfang der Abfälle.
  • Wert der Abfälle.
  • Art der Abfälle.
  • Zeitliche Struktur der Abfälle.

Was ist das Verursacherprinzip?

Nach dem Verursacherprinzip trägt der Verursacher die Kosten der Massnahmen für die Verhütung, Bekämpfung und Reduktion der Umweltbelastung.

In der Schweiz ist dieses Prinzip im Bundesgesetz über den Umweltschutz verankert.

Study