Bodenkunde 2.4 UI13 2. Semester (FS14)
Bodenkunde 2.4 UI13 ZHAW Wädenswil 2. Semester (FS14) Lernziele Substrate
Bodenkunde 2.4 UI13 ZHAW Wädenswil 2. Semester (FS14) Lernziele Substrate
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Cartes-fiches
Nenne verschiedene Anwendungsbereich von Kultursubstraten
- Anzuchterde:
- für Horssolkulturen
- Kübel- und Containererde
- Bodenverbesserung
- Bodenabdeckung
Nenne die Anforderungen an Anzuchterde
- feine einheitliche Struktur, geringer Salzgehalt
- nur mässige Versorgung mit Nährstoffen
Nenne die Anforderungen an Substrate für Horssolkulturen
- Gute Wasserspeicher- und Luftkapazität
- Nicht vernässend
- Schwundfest,strukturstabil
- pH-stabil, salzfrei
- Geregelte
- Entsorgungsfrage
Nenne die Anforderung an Kübel- und Containererde
- sollte etwas schwerer = Stabilität der Pflanzen bei Wind,
- stabile Struktur über mehrere Jahre, da die Pflanzen oft länger nicht verpflanzt werden
- Pufferung des Wasser- und Nährstoffhaushaltes hat grosse Bedeutung
Nenne die Anforderungen an Substrat zur Bodenverbesserung
- Hochwertiger Kompost verwenden (Torfersatz)
- Kein hohes C/N-Verhältnis (<25)
- Bodenverbesserung durch Sandeinsatz beim Bau eines Golfplatzes
Nenne die Anforderungen an Substrat zur Abdeckung
Produkte zu diesen Zweck basieren häufig auf Rinde, Kompost und Torf
Beschreibe die Verwendungstechnisch relevanten Eigenschaften von Kultursubstraten
- Sie geben der Pflanze Halt.
- speichern und spenden Nährstoffe • Puffern pH-Wert
- sichern Strukturstabilität
- hohes Porenvolumen
- «Vergiessfestigkeit»
- gute Durchlässigkeit
- niedriges Volumengewicht
- krankheits- und keimfrei
- Genügen ökologischen Ansprüchen
Erkläre die Eigenschaften von Torf als gärtnerisches Substrat
- eine hohe Wasserkapazität
- eine hohe Luftkapazität
- eine gute Strukturstabilität
- Schadstoff-, Unkrautsamen- und Keimfreiheit
- einen optimalen pH-Wert
- exakt dosierte Nährstoffe
- eine gleichbleibend hohe Qualität
- eine ganzjährige Verfügbarkeit
Erkläre wie Torf industriell gewonnen wird.
Weißtorf wird nach Entwässerung der Lagerschichten durch aufnehmendes Fräsen und das Volumen reduzierende Pressen für den Handel aufbereitet. Schwarztorf wurde früher manuell gestochen und in so genannten Horden oder Hocken an der Luft getrocknet. Heute wird Torf auch nicht mehr maschinell gestochen, sondern im Fließverfahren gefräst oder gebaggert und zunächst durch Pressen und schließlich durch offene Lagerung bis zur Verwertung getrocknet.
Erkläre das Problem des Torfabbaus
In wenigen Jahren wird durch den industriellen Abbau der über Jahrtausende gewachsene Boden bis auf eine Resttorfschicht von wenigen Dezimetern entfernt. Durch den Abbau des Torfes, der eine Entwässerung voraussetzt, um die Flächen befahren und Maschinen einsetzen zu können, werden die betroffenen Moore als Naturflächen großräumig zerstört. Angesichts ihrer Langsamwüchsigkeit und des schweren Eingriffs, den die Entwässerung bedeutet, können sie sich meist nicht mehr erholen.