Block 5 W16
Vorlesungen Woche 16
Vorlesungen Woche 16
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Flashcards
Hierarchische Energiefreisetzung aus Energiespeichern
Energiebereitstellung erfolgt durch:
1. Akutes System des hepatischen Glykogenspeichers
2. Verzögertes System der hepatischen Glykogenolyse (Pyruvat, Laktat)
3. Abbau des Neutralfettes (längere Periode des Energiemangel)
4. Abbau des Proteinspeichers (unter kritischen Bedingungen)
Wichtig: Muskelglykogen ist nur für Privatgebrauch (Muskel gibt keine Glukose ins Blut ab)!
Grösse von verschiedenen Energiespeichern
Glykogenspeicher = ca. 500 g oder 1900 kcal
- 80 g bzw. 320 kcal in Leber
- 400 g bzw. 1600 kcal im Muskel
- Ca. 4 kcal / g
- Ca. 3 g Wasser / g Glykogen
Neutralfett = ca. 11 - 12 kg bzw. 110'000 kcal
- Ca. 9.5 kcal / g Fett
- Kaum Wasserbindung
Proteinspeicher = ca. 6 kg bzw. 24'000 kcal
- Ca. 4 kcal / g
- Ca. 3 g Wasser pro g Protein
Definition Adipositas
Adipositas 1 (Übergewicht) = BMI 25 - 30 kg/m2
Adipositas 2 (Adipositas) = BMI 30 - 40 kg/m2
Adipositas 3 (morbide Adipositas) = BMI > 40 kg/m2
Diffuser Ösophagusspasmus (Barsony-Teschendorf-Syndrom)
Motilitätsstörung des Ösophagus mit anfallsartigen, segmentalen, nicht propulsiven Kontraktionen des glattmuskulären Ösophagusanteils
Retrosternale, pectanginöse Beschwerden (Non-cardiac-chest-Pain), Dysphagie
Bildgebung: Korkenzieherförmige Kontraktionen in Breischluckuntersuchung (Korkenzieher-Ösophagus als Sonderform)
Ösophagusmanometrie: Anfallsartige, länger andauernde, parallele bzw. simultane Kontraktionen des Ösophagus (Hochdruckgebiete)
Achalasie (Aperistalsis)
Initialen inhibitorischen Signale (NO-vermittelt), welche zur Relaxation von Ösophagus und Ösophagussphinkter führen würde fehlen. Durch fehlende Relaxation kommt es zu Stase (Nahrung und Flüssigkeit) mit Aufdehnung de Ösophagus
Symptomatik: Dysphagie, Regurgitation, Retrosternaler Schmerz, Aspiration, Gewichtsverlust
Komplikation: Risiko einer Apirationspneumonie, Risiko einer Retentionsösophagitis mit Endobrachyösophagus (Verkürzung)
Ösophagusmanometrie: Unzureichende Relaxation des unteren Ösophagussphinkter und Ösophagus
Röntegenuntersuchung (Kontrast-Schluckbrei): Ausweitung des Ösophagus (Spätstadium)
Endoskopie von Ösophagus und Magen: Ausschluss wichtiger DD
Dyspepsie (Verdauungsstörungen)
Dyspepsie ist Oberbegriff für ätiologisch völlig unterschiedliche Störungen der Verdauung, welche sich typischerweise mit einer ähnlichen Symptomatik manifestieren. Typische Symptome bei Dyspepsie:
- Völlegefühl
- Appetitlosigkeit und Sättigungsgefühl
- Blähungen
- Aufstossen
- Übelkeit, Erbrechen
- Durchfall
- Unwohlsein im Epigastrium
- Epigastrische Schmerzen (teilweise)
Dyspepsie kann organisch oder funktionelle bedingt sein:
-Organische Störungen von Magen, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Dünn- und Dickdarm
-Funktionelle Dyspepsie (Nicht-ulzeröse Dyspepsie oder non-ulcer-like Dyspepsia NUD) ohne strukturelles Korrelat
Wichtige und häufige organische Ursachen:
Häufig assoziierte Ursachen:
- GERD
- Gastritis
Gastroparese (Magenentleerungsstörungen)
Aufgehobene oder verminderte Beweglichkeit des Magens mit Störung der Magenentleerung
Symptomatik:
- Übelkeit, Erbrechen
- Völlegefühl
- Appetitverlust
- Gewichtsabnahme
Refluxösophagitis als wichtige Komplikation (Manifestation durch Sodbrennen, Blutung, Karzinome)
Ursachen:
- Schädigung autonomes oder enterisches Nervensystem
-- DM
-- Alkohol- und Nikotinmissbrauch
-- Operationskomplikationen
- Schädigung glatte Muskulatur des Magens
-- Muskeldystrophie
Einflussfaktoren der Kolonmotilität
- Nahrungsaufnahme (postprandiale Motilität)
- Bewegung (bewegungsbedingte Motilität)
Reizmagen (funktionelle Dyspepsie)
Diagnostik nach ROM-3-Kriterien
Bei f. Dyspepsie handelt es sich um Diagnose, welche nach genauer Abklärung und Überprüfung spezifischer Kriterien (Labor, Sonografie Abdomen, Endoskopie) erfolgt (Abgrenzung von einer einfach klinischen Diagnose anhand Symptomatik. Es werden 2 Subkategorien unterschieden:
- Postprandiales Dystress Syndrom PDS
- Epigastrisches Schmerzsyndrom EPD
Epigastrisches Schmerzsyndrom EPD liegt vor bei Schmerzen und Brennen während mindestens 3 Monaten innerhalb der letzten 6 Monate, wobei die Schmerzen intermittierend (mindestens einmal pro Woche) und im Epigastrium lokalisiert sind.
Postprandiales Dystress Syndrom PDS bei charakteristischen Symptomen während 3 Monaten innerhalb der letzten 6 Monate (mehrmals pro Woche):
- Postprandiales Völlegefühl (normale Mahlzeit)
- Frühes Sättigungsgefühl (vorzeitiger Stopp)
- Ausschluss von generalisierten Schmerzen (Thorax, ABdomen)
- Keine Besserung durch Stuhl- oder Windabgang
- Keine Pathologien Gallenblase oder Sphincter Oddi erfüllt
Reizdarmsyndrom RDS oder irritable bowel syndrome IBS
Definition
DEF: Reizdarmsyndrom ist ein chronisches Wiederauftreten von bestimmten gastrointestinale Symptomen, welche ohne ein erkennbares strukturelles oder biochemisches Korrelat entstehen:
-Unterbauchschmerzen
-Veränderter Stuhlgang
-Blähungen
Alarmsymptome des Abdomens
Gewichtsverlust (Neoplasie, Gastroparese)
Blutungen
- Melena (Teerstuhl)
- Hematemesis (Blutiges Erbrechen)
Ikterus (Gallen-Gang-Problematik)
- Dunkler Urin (Bilirubin)
- Weisser Stuhl (fehlendes Bilirubin)
- Pruritus
Schmerzen in der Nacht
- Aufwachen und anschliessend Schmerzen
- Aufwachen durch die Schmerzen
Persönliche Anamnese (Erkrankungen, Unfälle etc.)
- Entzündliche Darmerkrankungen
Familienanamnese
- Colonkarzinom
Besondere Ätiologien von Bauchschmerzen
Wichtig ist, dass eine Problematik einerseits durch sämtliche Bauchorgane verursacht werden kann, dass es aber auch spezielle, teils extraabdominale Organe bzw. Zustände gibt, welche sich klinisch als "Bauchschmerzen" manifestieren können:
Retroperitoneale Störungen
- Aortenaneurysma
- Lymphome
- Nierenpathologien
Abdominalwand:
- Hämatom
- Hernie
- Trauma
Pathologien von Herz und Lunge im Thorax, sowie Erkrankungen des Mediastinums
Neurologische Erkrankungen:
- Epilepsie
- Migräne
Psychische Erkrankungen
- Somatoforme Störungen
Funktionelle gastrointestinale Erkrankungen
= Erkrankungen, für welche bisweilen noch kein organisches Korrelat gefunden werden konnte
Funktionelle Erkrankungen des oberen GIT:
- F. Brustschmerzen (Non-Cardiac-Chest-Pain)
- F. Sodbrennen
- F. Dyspepsie (Reizmagen)
- Dysfunktion des M. sphincter Oddi
Funktionelle Erkrankungen des unteren GIT:
- F. Bauchbeschwerden
- Reizdarmsyndrom IBS
- F. Obstipation
- F. Diarrhö
Wichtige (und häufige) funktionelle Erkrankungen des GIT:
-Non-Cardiac-Chest-Pain
-Reizmagen (Dyspepsie)
-Reizdarmsyndrom IBS
Wichtig ist, dass gewisse funktionellen Erkrankungen eine Überlappung zeigen und teilweise miteinander assoziiert sind
Reizdarmsyndrom RDS oder irritable bowel syndrome IBS
Epidemiologie
EPI: IBS ist häufiges Problem (ca. 25 – 50% der gastroenterologischen Konsilien wegen Reizdarm), wobei insgesamt nur ca. 20% der Patienten effektiv den Arzt aufsuchen (15% Hausarzt und 5% Spezialist). Prävalenz des IBS zeigt regionale Unterschiede:
-USA und Europa: Frauen > Männer
-Afrika: Frauen = Männer
-Indien: Frauen < Männer
Reizdarmsyndrom RDS oder irritable bowel syndrome IBS
Ätiologie und Pathogenese
ÄT: RDS wird von vielen als Konglomerat von Störungen ähnlicher Symptomatik, jedoch ganz unterschiedlicher Ätiologien angesehen. Eine eindeutige Ätiologie ist bis jetzt nicht bekannt
PPH: Pathophysiologisch geht man von einem komplexen Zusammenspiel von biologischen Faktoren (Motilitätsabnormalitäten, viszerale Hypersensitivität), Immunreaktionen (Gastroenteritis) und psychologischen Faktoren (Verhalten, Kognition, Emotion) aus, die genauen Zusammenhänge sind aber noch unklar verstanden. Wichtig ist, dass eine Interaktion zwischen Gehirn und GIT stattfindet (Stresssituationen wirken sich auf GIT aus und GIT kann umgekehrt eine Erregung spezifischer Areale im Gehirn bewirken):
-Psychosoziale Faktoren können sowohl Motilität, wie auch Empfindung beeinflussen (über N. Vagus) (Top-Down)
-Die Motilität hat einen Einfluss auf die Empfindung und die Empfindung kann über Afferenzen wahrgenommen werden (Bottom-Up)
-Bis zu 25% der IBS treten nach einer Infektion auf
Reizdarmsyndrom RDS oder irritable bowel syndrome IBS
Symptomatik
Sym: Die Symptomatik des RDS kann sehr unterschiedlich sein und ist Grundlage einer spezifischen Subklassifizierung:
-IBS-A (Alternierend)
-IBS-D (Diarrhoe)
-IBS-C (Obstipation)
-IBD-PI (Postinfektiös)
Diag: Diagnostik basiert auf Rome 3 Kriterien, einem normalen klinischen Status und dem Ausschluss von Alarmsymptomen und organischen Erkrankungen (weitere Abklärungen)
Rome 3 Kriterien definieren RDS als Bauchschmerzen oder Unwohlsein für > 3 Monate seit > 6 Monaten (kontinuierlich oder wiederholt), zusammen mit mindestens 2 weiteren Kriterien:
-Beschwerdebesserung nach Defäkation
-Beschwerdeassoziation mit Stuhlfrequenz
-Beschwerdeassoziation mit Änderung der Form des Stuhlganges (Defäkationsänderung)
Reizdarmsyndrom RDS oder irritable bowel syndrome IBS
Diagnostik
Diag: Diagnostik basiert auf Rome 3 Kriterien, einem normalen klinischen Status und dem Ausschluss von Alarmsymptomen und organischen Erkrankungen (weitere Abklärungen)
Rome 3 Kriterien definieren RDS als Bauchschmerzen oder Unwohlsein für > 3 Monate seit > 6 Monaten (kontinuierlich oder wiederholt), zusammen mit mindestens 2 weiteren Kriterien:
-Beschwerdebesserung nach Defäkation
-Beschwerdeassoziation mit Stuhlfrequenz
-Beschwerdeassoziation mit Änderung der Form des Stuhlganges (Defäkationsänderung)
Reizdarmsyndrom RDS oder irritable bowel syndrome IBS
Therapie
Einerseits ist Schweregrad der Erkrankung entscheidend, da eine starke Auswirkung auf Psyche bestehen kann. Der Patient benötigt nebst einer kontinuierlichen Betreuung durch den Arzt entsprechend dem Schweregrad eine Life-Style und Diät Anpassung (mild), Psychotherapie (mittelgradig) oder eine intensive psychiatrische Betreung und Psychopharmaka (schwergradig benötigt).
Andererseits orientiert sich die Therapie nach den spezifischen Symptomen des Reizdarmsyndroms (je nach Subklassifizierung):
-IBS-C (Obstipation) = Laxantien und Quellmittel, Tegaserod, Lubiprostone
-IBS-D (Diarrhö) = Loperamid, Cholestyramin
-IBS-A (Alternierend, Schmerzen) = Dicyclomin, Hyoscyamin, Imipramin
ROM-3-Kriterien
- Spezifische Symptome während insgesamt 3 Monaten innerhalb der letzten 6 Monate
- Schmerzlokalisation durch Ausschluss
Kategorien von ROM-3-Klassifizierung:
-F. Ösophageale Störungen
-- F. Sodbrennen
-- F. Thoraxschmerzen (ösophagealen Ursprungs)
-- F. Dysphagie
-- Globus
- F. Gastroduodenale Störungen
-- F. Dyspepsie
-- F. Luftaufstossen
-- Übelkeit und Erbrechen
-- Ruminationssyndrom des Erwachsenen
- F. intestinale Störungen
-- Reizdarmsyndrom
-- F. Blähungen
-- F. Obstipation
-- F. Diarrhö
-- Unspezifische f. intestinale Störungen
- F. abdominale Schmerzsyndrome
- F. Gallenblasen- und Oddi-Sphinkter-Störungen
-- F. Gallenblasenbeschwerden
-- Biliäre Oddi-Sphinkter Dysfunktion
-- Pankreatische Oddi-Sphinkter-Dy
- F. anorektale Störungen
-- F. Stuhlinkontinenz
-- F. anorektale Schmerzen
-- F. Defäkationsstörungen
- Funktionelle Störung bei Neugeborenen
- Funktionelle Störungen bei Kindern und Jugendlichen
Reizmagen (funktionelle Dyspepsie)
Ätiologie und Pathogenese
Ät: Bis heute ist keine klare Ursache für Reizmagen bekannt. Es wurden existieren verschiedene Annahmen, insbesondere eine Assoziation mit Infektionserregern (H. pylori), welche aber bis heute umstritten sind
PPH: Man geht pathogenetisch von biologischen Faktoren (Motilitätsstörung, viszerale Hypersensitivität), immunologischen Faktoren (chronische Gastritis, H. pylori Gastritis) und psychologischen Faktoren (Verhalten, Kognition, Emotion) aus
Reizmagen (funktionelle Dyspepsie)
Subklassifizierung nach ROM-2-Kriterien
Nach ROM-2-Kriterien werden verschiedene Typen von funktioneller Dyspepsie unterschieden werden:
- Ulcer-like-Dyspepsia
- Reflux-like Dyspepsia
- Dysmotility-like Dyspepsia
Sehr häufig liegt allerdings eine Mischung dieser 3 Symptome vor. Häufig ist auch eine sog. unspezifische Dyspepsie (ca. 23%) ohne klar klassifizierbare Symptome.
Vergleich und Charakteristika von PPI und H2-Antagonisten bei peptischen Ulkuserkrankungen
PPI:
-Geeignet bei schwereren peptischen Erkrankungen (insbesondere bei erosiven Erkrankungen)
- Bei konstanter Einnahme 1 mal täglich zeigen sich die besten Resultate
- PPI zeigen charakteristischerweise einen nocturnalen Säuredurchbruch (d.h. zwischen 21:00 und 22:00 steigt die Säureproduktion/ sinkt der Magen-pH trotz Medikamentierung ab)
- Wirkung der PPI relativ langsam einsetzend (Kombination mit H-Puffer ist daher sinnvoll)
H2-Inhibitoren:
- Bei schwächeren peptischen Erkrankungen einsetzbar
- In Studien insgesamt weniger starke Verbesserung der Symptomatik (Remission)
Vergleich:
- Umstieg von H2-Antagonist auf PPI = Step up
- Umstieg von PPI auf H2-Antagonist = Step down
- Remission bei PPI stärker ausgeprägt als bei H2-Antagonisten
- Absetzen der Medikamenten zeigt in jedem Fall ein Rezidivierung der peptischen Erkrankungen (bei ca. 60 - 80%), jedoch wesentlich schneller bei H2-Antagonisten als bei PPI
Nebenwirkungen einer Langzeittherapie mit PPI und H2-Antagonisten
Allgemein verändern sich die verschiedenen Risiken bei PPI stärker als bei H2-Antagonisten (potentere Substanz mit stärkeren NW)
Risiko für Neoplasien (im Zusammenhang mit Hypergastrinämie) wird nicht erhöht
- Kolonkarzinom
- Karzinom
- Karzinoid
Risiko für Infektionen (durch Ausfall der Säurebarriere) scheint teilweise vorhanden zu sein:
- Erhöhtes Risiko für C. difficile Colitis
- Erhöhtes Risiko für verschiedene GI Infektionen (Salmonellen, Camylobacter etc.)
- Erhöhtes Risiko für Pneumonie (durch verminderte Säurebarriere können Erreger durch Mikroaspirationen leichter in Lunge gelangen)
Unklar ist, ob durch Langzeittherapie mit PPI ein Vit. B12 Mangel verursacht wird (retrospektive Studien bestätigen, prospektive Studien aber nicht)
Risiko für Osteoporose scheint mit der Dosis der PPI zu korellieren (je höher Dosis desto höher Risiko für Osteoporose). Wichtig ist, dass Dosis abhängig von Art der Erkrankung ist (Ulcus duodeni < Ulcus ventriculi < GERD)
Funktionen des Pankreas
Exokrine Aktivität:
-Sekretion von Verdauungsenzymen (Synthese, Speicherung Sekretion durch Azinuszellen)
-Sekretion von Bikarbonat (Regulation pH-Gehalt) und Wasser (drch Pankreasganzellen)
Endokrine Aktivität
Histopathologie der akuten Pankreatitis
Hämorrhagische Nekrose (Gefässzerstörung, Einblutung)
Kolliquationsnekrose (Enzymatische Auflösung der Nekrose, Erweichung, Verflüssigung und Resorption der Nekrose, Narben, Bildung von Pseudozysten)
Abflusshindernis des Pankreas (akute Pankreatitis)
Benigne Obstruktionen:
- Choledocholithiasis (Gallensteine) in 30 - 40% der Fälle
- Würmer oder Fremdkörper
- Pankreas Divisum (bei ca. 10% der Menschen)
- Choledochocele
- Periampulläres Duodenaldivertikel
- Hypertensiver Sphinkter Oddi
- Duodenalwandzysten
Maligne Obsstruktionsformen (Neoplasien) als Ursache für "idiopathische" Akute Pankreatitis IARP
- Bei < 40 jährigen ca. 3% der Fälle
- Bei 40 - 60 jährigen ca. 21% der Fälle
- Bei > 60 jährigen ca. 25% der Fälle
Hereditäre (primäre) Pankreatitis
Genetisch heterogene Mutationen!
PSTI-Mutation (d.h. Mutation des SPINK1-Gens) führt zu fehlender intrapankreatischer Trypsinogeninaktivierung bzw. es kommt zur intrapankreatischen Trypsinogenaktivierung
Mutation im PRSS1-Gen führt zu autosomal dominanter hereditären Pankreatitis, bei der Trypsin resistent gegen Trypsin-Inaktivierungsmechanismen wird
Mutation im CFTR-Gen führt zu autosomal rezessiven hereditären Pankreatitis, bei der durch Störung eines Cl-Kanals ein hydrostatischer Schaden entsteht und infolge pH-Abfall eine verstärkte Autoaktivierung stattfindet
Es existieren weitere komplexe hereditäre Formen der Pankreatitis