Blau-Praxis
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Lernkarten
Wie planst du einen Tauchgang mit einer Gruppe von Tauchern der verschiedensten Ausbildungsstufen?
Ich passe den Tauchgang dem schwächsten Taucher der Gruppe an.
Welche Abklärungen und Massnahmen triffst du vor einem Tauchgang?
Erstellen einer Sicherheitslieste und Notfallkonzept, Zusammenstellung der Tauchgruppen nach Niveau und Erfahrung, Orientierung über das Gelände, bei grösseren Anlässen die Seepolzei infromieren
Welche Angaben müssen auf der Sicherheitsliste aufgeführt sein?
Notfallkoffer, nächstes Telefon (Rega, Sanität), nächstes Spital und Arzt, Polizei Notruf
Wie stellst du eine Tauchgruppe zusammen?
Immer einen erfahrener und weniger erfahrener Taucher, nicht mehr als drei Taucher pro Gruppe
Welche maximalen Tauchtiefen empfiehlt CMAS für die verschiedenen Brevetstufen?
D1 - 15m (Ausbildung 10m), D2 - 30m (Ausbildung 25m), D3 - 40 Meter
Welches könnte die mögliche Konsequenz bei einem Unfall tiefer als 40 Meter sein?
Die Schweizerische Unfallversicherung SUVA betrachtet Tauchen tiefer als 40 Meter als Wagnis. Deshalb können alle Versicherungen bei einem Unfall die Leistung massiv kürzen.
Wo darf nicht getaucht werden?
Hafeneinfahrten, auf Fahrstrassen der Kursschiffe, im Umkreis von 100 Meter der Landungsstellen der Kursschiffe, in der nähe von behördlich zugelassenen Liegeplätze (Bojenfeld), im Naturschutzgebiet, in engem Fahrwasser
Ab wann spricht man von Tieftauchen?
Ab 25 Meter (Sporttauchgrenze 40 Meter)
Welche Gefahren müssen dir beim Tieftauchen bewusst sein?
Dunkelheit, Kälte, Tiefenrausch, Luftverbrauch, Automatenvereisung, Dekompression, Physische und psychische Belastung
Welche Anfroderungen werden bei tiefen Tauchgängen an den Taucher gestellt?
Guter Trainingszustand, nur bei guter Tagesform, an Tiefe gewohnt sein, keine Draufgänger, vertrautheit mit dem Material, gut eingespieltes Team, keine Routine aufkommenlassen
Welche speziellen Voraussetzungen bezüglich Material müssen bei Tauchgängen generell im Süsswasser oder bei kaltem Wasser erfüllt werden?
Guter Kälteschutz, genügend Luftvorrat, starkes Licht, zwei unabhängige Lungenautomaten, Tauchcomputer und Kompass, Finimeter, Inflator, korrekte Bleimenge
Welche grundsätzlichen Unterschiede bestehen zwischen Binnengewässer und tropischem Meer?
Binnengewässer: kalt, schlechte Sicht, dunkel, weniger Auftrieb Meer: warm, gute Sicht, hell, mehr Auftrieb
Auf welche besonderen Gefahren und Erschwernisse muss bei allen Meertauchgängen aufmerksam gemacht werden?
Strömung, Brandung, Wellengang, Gezeiten, Wind, Sonneneinstrahlung, Wetterentwicklung, Orientierung, evt. Kenntnisse in Seemanschaft
Wie soll man sich auf die veränderte Gegebenheiten vorbereiten?
Aufgefrischte Tauchpraxis, vor Ort Abklärungen beim Hafenmeister, Ausrüstung anpassen, niveaugerechtes Tauchen
Warum soll man nach einer längeren Anreise nicht sofort tauchen?
Akklimatisation an Klima, Flüssigkeitsmangel nach Flug, Zeitverschiebung und Essen
Wie sollte der erste Tauchgang in den Ferien gestaltet werden?
Er sollte zur Angewöhnung an die veränderten Verhältnisse und zur Bestimmung der Bleimenge dienen, ein Tauchgang vom Ufer aus über flachem Grund ist zu empfehlen
Nach welchen Kriterien sollten die Tauchplätze am Meer grundsätzlich gewählt werden?
Sie sollen wind- wellen- und strömungsgeschütz sein, ebenso sind bei der Wahl die taucherischen Niveaus zu berücksichtigen
Du fährst mit Freunden mit einem Boot ans Meer zum Tauchen. Wie bereitest du den Tauchgang vor?
Übliche Sicherheitsliste, Kontaktaufnahme mit örtlichem Hafenmeister und Taubasen für Tipps der Tauchplätze und Flaschenfüllstationen, orientierung des Tauchgebietes anhand einer Seekarte, Infos über Internet
Wie kann man Strömungen erkennen? (Überwasser)
Unruhige Wasseroberfläche, bildung von Strömungsfahen an Ankerseil oder Fischerbojen, Schiff dreht vor Anker gegen den Wind, Vorbeiziehen von Holz oder anderen Schwimmkörpern
Wie kann man Strömungen erkennen? (Unterwasser)
Niedergedrücktes Seegras, Kleinfische im offenen Wasser richten sich gegen die Strömung, seitlich wegziehende Ausatemluft, wegtreiben von aufgewirbeltem Sediment
Wie wird grundsätzlich ein Strömungstauchgang begonnnen?
Generell gegen die Strömung, so kann man sich am Ende des Tauchgangs oder im Nofall ohne grosse Anstrengung zum Ausgangsort zurücktreiben lassen.
Was ist zu tun, wenn man von der Strömung abgetrieben wird?
Wenn notwendig im freien Wasser treibend dekomprimieren lassen, an der Oberfläche Weste aufblasen und treibenlassen, sich bemerkbar machen, wenn möglich schräg zur Strömung an Land schnorcheln
Was muss bei Strömungstauchgängen speziell beachtet werden?
Auf die Dekompresionszeit und Luftverbrauch, nur vom Schiff aus mit einem erfahrenen Bootsführer
Welche Vorkehrungen sind zu treffen, wenn von einem vor Anker liegenden Schiff aus ein Tauchgang durchgeführt wird?
Tauchplatz-Briefing, Notfallmanagement, gründliche Tauchgangbesprechung, nie bei der Schiffsschraube tauchen, Dekoleine und Dekogerät aushängen
Was ist bei Wracktauchgängen zu beachten?
Spezialitäten des Wracks abklären, regelmässige Partner- und Finikontrolle, Lampe dabei haben, vorsicht vor herabstürzenden und hervorstehenden Teilen, offene Luken die sich bewegen lassen gegen unabsichtliches schliesen sichern
Welche Tipps gibst du deinen Tauchfreunden, damit sich keine Unfälle durch Flora und Fauna im Meer ereignen?
Nichts anfassen, stets gut tariert sein, Tier nicht bedrängen, Fische nicht anfüttern, auf Quallen achten
Nenne mindestens 4 Meerestiere, welchen du im Meer vorsichtig begegenen musst?
Drachenköpfe, Petermännchen, Quallen, Seeigel, Muränen, Feuerfische, Feuerkorallen......usw...
Nenne die Wetterregeln bezüglich Luftdruck.
Gleichbleibender Luftdruck bedeutet gleichbleibendes Wetter, langsam steigender Luftdruck bringt eine Schönwetterperiode, stetig fallender Druck kündigt Schlechtwetter an, fällt das Barometer mit mehr als 1 mbar pro Stunde, ist Sturm zu erwarten
Nenne die eigenschaften eines Flusses?
Ein Fluss weist an der Oberfläche eine starke, regelmässige Strömung auf, die zum Grund hin progressiv abnimmt
Bis zu welcher Strömungsgeschwindigkeit eines Flusses dürfen wir tauchen?
Flusstauchen: 0 - 0,8 m/s Strömungstauchen: 0,8 - 2,5 m/s 2,5 m/s ist die äusserste Limite, um sich an einem Seil festhalten zu können
Welche Vorbereitungen und Abklärungen müssen vor einem Flusstauchgang getroffen werden?
Kenntnisse über das Gewässer einholen, sind Einstieg- und Ausstiegstellen vorhanden, Schleusenöffnungszeiten, Wirbel, Widerwasser und Wasserwalzen, Strömungsgeschwindigkeit, Wettersituation nicht nur vor Ort, auch am Ursprung des Flusses
Auf welche Gefahren muss bei einem Flusstauchgang unbedingt hingewiesen werden?
Wasserwalzen, Wirbel, Widerwasser, starke Strömung, Stromschnellen, Wasserfälle, Schluchten, auf Hindernisse über- und unterwasser
Welches Anforderungsprofil muss ein Flusstaucher erfüllen?
Mindestens 15 Tauchgänge seit dem D1 Kurs, Vertrautheit mit der Ausrüstung, gute Ausbildung und Kondition
Wie wird eine Flusstauchgruppe zusammengestellt?
Nur Taucher mit Erfahrung, der Gruppenleiter sollte ortskundig sein, nicht das Brevet ist massgebend, sonder die Erfahrung im Fluss
Wie sollte die Ausrüstung für einen Flusstauchgang zusammengestellt werden?
Komplette Freitauchausrüstung, vorzugsweise mit Nassanzug, Monogerät, nur ein Lungenautomat, es ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Instrumente gut befestigt sind und nicht lose herumhängen
Wie wird der Tauchplatz am Fluss gesichert?
Sicherungsperson am Ufer, Sicherungsseil spannen, wenn möglich motorisiertes Sicherungsboot mit zwei Personen
Auf was sollte der Tauchleiter seine Kameraden vor einem Flusstauchgang aufmerksam machen?
Auf die speziellen Gefahren im Fluss, orientierung über die Beschaffenheit des Tauchgeländes, bekanntgabe der Startreihenfolge, verhalten im Noffall
Wann spricht man von einem Bergseetauchgang?
Ab einer Höhe von 700 m über Meer
Was ist bei der Planung und Vorbereitung eines Bergseetauchganges zu berücksichtigen?
Zufahrtsmöglichkeiten, Bewilligung, Felsstürtze, Stausee: Schleusen und Ablassstollen, bei der Rückreise keine Passfahrt
Welche Voraussetzungen müssen für einen Bergseetauchgang an den Taucher gestellt werden?
Mindestens 20 TG seit dem D1. Kenntnis über die Theorie des Bergsees.