EBT


D. S.
Diese Lernkarten behandeln biotechnologische Produktionsverfahren auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie decken Themen wie Sterilität, verschiedene Sterilisationsmethoden, Biokatalysatoren, Substrate und Produkte ab. Die Karteikarten erklären auch die Unterschiede zwischen Batch-, Fed-Batch- und kontinuierlichen Verfahren sowie die verfahrenstechnischen Grundoperationen des Up- und Downstreaming. Sie richten sich an Studierende und Fachleute in der Biotechnologie, die ihr Wissen über Produktionsprozesse vertiefen möchten.
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Allemand
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Autres
Créé / Mis à jour
03.01.2016 / 25.06.2024

Cartes-fiches

Was sind biotechnologische Verfahren? **

  • Produktionsverfahren
    • Entsorgungsverfahren
    • Produktionsverfahren

 

Nenne die verschiedenen Prozessmodi?

  • Batch
  • Kontinuierlich
  • Fed Batch

Wie läuft ein Batch-Prozess ab? Vor-/ Nachteile?

  • Geschlossenes System

    • Konstantes Arbeitsvolumen

    • Ernte bei max. Zellzahl oder Produktekonzentration

  • Vorteile

    • Einfach und flexibel

  • Nachteil

    • Geringe Raum-Zeit-Ausbeute

    • Probleme bei Prozessen mit Substrat- oder Produkteinhibierung

      • Inhibierung: wegen zu viel Substrat wachsen MO nicht mehr (Zucker in Konfi)

      • Grund für geringe Raum-Zeit-Ausbeute

Wie läuft ein Kontinuierlicher-Prozess ab? Vor-/ Nachteile? **

  • Konstantes Arbeitsvolumen
  • Prozess beginnt als Batch bis gewünschte Zellkonzentration erreicht

  • Danach Umstellung auf kontinuierliche Medienzulauf und kontinuierliche Entnahme von Material

  • Verfahren ohne Zellrückhaltung **

  • Verfahren mit Zellrückhaltung **

  • Vorteile

    • Hohe Raum-Zeit-Ausbeute

    • Kleinere Bioreaktoren und tiefere Investitionskosten bei Verfahren mit Zellrückhaltung **

    • Gleicht negative Aspekte von Batch aus

  • Nachteile im Vergleich zu Batch

    • Teurer

      • Höherer apparativer Aufwand

      • Höherer Naehrmedienverbrauch

      • Höhere Aufarbeitungskosten (Produkte-Konz. Ist nicht sehr hoch)

    • Moeglicher Auswascheffekt oder Naehrstofflimitation bei zu hoher oder zu tiefer Verduennungsrate

    • Schwierigere Zulassung

Wie läuft ein fed batch-Prozess ab? Vor-/ Nachteile? **

  • Häufig in Industrie
  • Höhere Lebendzelldichte und Produkteausbeute als Batch

  • Varianten

    • Arbeitsvolumen vergrössert (Feeding)

    • Arbeitsvolumen konstant (Feeding und Austausch)

    • Repeated Fed batch **

      • Nach fed batch-Phase wird Zellsuspension teilweise geerntet und Reaktor mit frischem Medium aufgefüllt

    • Vorteile

      • Regulation Wachstumsrate

      • Produziert hoehere Endkonzentrationen an Biomasse verglichen zu Batch

      • Verhinderung Substratinhibierung durch niedrige Substragtkonz.

      • Weniger teuer als Kontinuierliche Methode

      • Vereinigt Vorteile des kontinuierlichen Betriebs mit der Batch-Methode

      • Nachteil

        • um Eduktkonzentration konstant zu halten, sind zusaetzliche Amaturen erforderlich

Was sind Biokatalysatoren, was Substrate, was Produkt? **

  • Biokatalysator

    • Katalysieren Substrat und stellen so ein Produkt her

      • MO

      • Enzyme

      • Pflanzliche, animale und humane Zellen

    • Substrat

      • Einfache Substrate

        • Glucose, Sacsharose

        • Mischsubstrate und komplexe Substrate **

          • Blut

          • Inhalt von Mischsubstrate nicht genau bekannt

    • Produkt

      • Von Biokatalysator umgesetztes Substrat

        • Biomasse

        • Primär-/ Sekundärmetabolite

Beschreibe und erkläre ein biotechnologischer Produktionsprozess **

  • API-Herstellung (API = Aktive pharmazeutische Wirkstoffe)
    • Upstream (vorbereitenden Maßnahmen für die Fermentation)

      • Medienherstellung

      • Inokulumproduktion (= Menge an Zellen mit der Fermenter angeimpft wird)

        • Fermentation

    • Downstream (=Abtrennung von Fermentationsprodukten aus einer Fermentationsbrühe)

      • Zellseperation

      • Pufferherstellung

        • Isolation / Aufkonzentrierung

        • Reinigung

    • Drug Substance

  • Pharmazeutische Herstellung **

    • Endformulierung und Abfüllung

      • Formulierung **

      • Dosierung

    • Kennzeichnung und Verpackung

      • Kennzeichnung

      • Verpackung

    • Drug Product

Welche zwei Fermentationsverfahren gibt es? Unterschied? Welches ist die bessere Methode? Warum?

  • Emersverfahren

    • Züchtung von Biokatalysatoren auf der Oberfläche

    • Festes Medium

      • Petrischalen mit Festmedium

      • Essigproduktion

  • Submersverfahren

    • Züchtung von Biokatalysatoren im Nährmedium

    • Flüssiges Medium

      • Schüttelkolben mit Flüssigmedium

      • Penicillin, EPO-Produktion

    • Vorteile

      • Verwendung grösserer Produktionsvolumina

      • Bessere Mechanisierung und Automatisierung des Prozessablaufes möglich

      • Möglichkeit der Realisierung kontinuierlicher Verfahren garantiert

Nenne Bsp. Von verfahrenstechnischen Grundoperationen des Up-Streaming (3)

  • Reinigen

    • Sieben, Filtrieren

  • Mischen

    • Lösen, Rühren, Homogenisieren, Dispergieren, Suspendieren

  • Sterilisieren

    • Thermisch, mechanisch, chemisch

Was bedeutet Scale-up? Warum wird die Scale-up Methode angewendet?

  • Übertragung der Produktion von einem kleinen aud einen grossen BR
  • Es braucht Zwischenschritte vom Klein- zum Gross-Reaktor, da es sonst sehr lange dauern würde bis etwas wächst resp. bei tierischen Zellen gar nichts wachsen würde

Welches sind die verfahrenstechnischen Grundoperationen des Down-Streaming? (5)

  • Feststoff-Flüssigtrennung

    • Filtrieren, Sedimentation, Zentrifugation

  • Zellaufschluss

    • Intrazelluläre Produkte

    • Braucht viel Energie (Wärme) und ist meist schädlich für Produkte

  • Anreichern

    • Extrahieren, (Verdampfen)

  • Reinigen

    • Chromatographie, Dialyse (Filtrationsmethode)

  • Trocknen

Was ist der kostentreibende Faktor bei der biotechnologischen Produktion?

  • Aufarbeitungskosten

  • Definiere folgende Begriffe:

    • Absolute Sterilität

    • Praktische Sterilität

    • Sterilisieragens / Sterilisiermittel

    • Sterilgut

    • Sterilisationsgrad

  • Absolute Sterilität (Mikrobio)
    • Frei von vermehrungsfähigen Keimen

  • Praktische Sterilität (LM)

    • Reduzierung der Keimzahl bei Ausschluss sämtlicher pathogenen Keime

  • Sterilisieragens / Sterilisiermittel

    • Reagens des Sterilgutes

      • Dampf => Schmelzgefahr bei Plastik

      • Strahlen

      • Filtermedien

      • Hochdruck

  • Sterilgut

    • Zu sterilisierende Substanz oder Anlage

  • Sterilisationsgrad

    • Endkeimgehalt nach ausgefuehrter Sterilisation

 

==> in der BT wird ein wirtschaftlich vertretbaren Sterilisationsgrad genutzt

Nennen sie die verschiedenen Sterilisationsverfahren / Sterilisationsmethoden (6)

  • Sterilisation mit feuchter und trockener Hitze

  • Sterilfiltration

  • Strahlensterilisation

  • Mikrowellensterilisation

    • Für Glasbehältnisse um Pharmabereich

  • VHP-Sterilisation

    • Gasförmiges Wasserstoffperoxid

    • Für Glasbehältnisse um Pharma- und Medizinbereich

  • Pascalieren

    • Bei LM

    • Denaturierung von Proteinen bei Schonung von Vitaminen und Aromastoffen

 

Beschreibe das Standard- resp. Overkillverfahren

  • Dampf => feuchte Hitze

    • Denaturierung von Proteinen

  • 121 Grad, 15 bis 20 min

  • z.B. Autoklav, in situ Sterilisation

  • am haeufigsten in BT

  • Nachteil

    • Hoher Energieverbrauch

    • Alterung

    • Vitaminzerstörung

    • Farbveränderung

    • Batch

Beschreibe die HTST-Sterilisation

  • High Temp. Short Time

  • Dampf

  • 140-160 Grad, Milisekunden bis 180s

  • Wärmetauscherdurchlaufsterilisator

    • Vorwärmer, Hocherhitzer, Heisshalter und Kühler

  • Vorteile

    • Schonend

    • Kontinuierlich für wasserähnliche Substanzen und Flüssigkeiten

Beschreibe die Sterilfiltartion

  • Filter bzw. Filterschichten als Sterilagens

    • Filter mit unterschiedlicher Porengrösse => je nach Porengrösse können Stoffe oder MO abgetrennt werden

    • Art des Filters (Material und Porengrösse) ist von Sterilisiergut abhängig

    • Vorteile

      • Kürzer

      • Schonender

      • Kontinuierlich

      • Schonend

      • Für wasserähnliche Substanzen und Flüssigkeiten geeignet

      • Batch und kontinuierlich realisierbar

Wie lässt sich die Sterilität nachweisen? (2) **

  • Direk

    • Lebendzellzahl bestimmen

    • Keimidentifikation und Infektionsgrad bestimmen

    • Standartmethode

      • Plattenkulturverfahren

      • Membranfiltartion

      • MPN-Verfahren

      • MPN-Verfahren (most probable number => Statistisches Vefahren)
  • Indirekt
    • Schnelltestmethode

      • Trübung

      • Geruch

      • pH

      • Leitfähigkeit

      • ATP-Gehalt

    • Kontaminationsgrad über Infektionsindikator bestimmt

      • Zugabe Indikatormedium

Mit welchen Methoden kann die Sterilität überprüft werden? (2)

  • Konventionell

    • Kein Universalmedium

    • Optimale Inkubationszeit unbekannt

    • Optimale Inkubationstemperatur unbekannt

    • Es wird geprueft, ob innerhalb von 48h etwas wächst => wenn nicht, kann von Sterilität ausgegangen werden

  • Mit Bioindikator

    • Einsatz von Sporen bildender, thermoresistenter Organismen

    • Geobacillus stearothermophilus

    • Optimale Kultivierungsbedingungen bekannt

    • Keim wird bewusst zuerst zugegeben und dann geschaut, ob es abgetötet werden konnte mit Sterilisationsverfahren

    • Wird nur am Anfang bei Einführung einer neuen Anlage gemacht

    • Bioindikator meist Sporenbildner, welcher bei korrekter Sterilisation abgetötet wird

was sind die Charaktreistika von Produktionsverfahren resp. Entsorgungsverfahren?

  • Produktionsverfahren
    • Monokulturen von MO oder Zellkulturen
    • sterile Bedingungen
    • Semikontinuierlich
  • Entsorgungsverfahren
    • Mischkulturen
    • Unsteril
    • Kontinuierlich

Étudier