Biotechnologie Tierzüchtung BLAl104

Fragen Kapitel 1 bis 13 Tierzüchtung

Fragen Kapitel 1 bis 13 Tierzüchtung


M. C.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Tierzüchtung auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Merkmale, Selektion, Zuchtwerte und Rassen, insbesondere in der Schweiz. Die Karteikarten beleuchten auch die Milchleistung, Heritabilität und die Bedeutung von Korrelationen in der Tierzucht. Sie sind besonders nützlich für Studierende und Züchter, die ihr Wissen über die Zucht von Tieren wie Schweinen, Rindern und Schafen vertiefen möchten.
Karten
128
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
30.11.2013 / 19.01.2018

Lernkarten

Kapitel 5) In der Schweinezucht werden die Korrelationen zwischen allen Merkmalen analysiert. Für was ist das gut?

Das kann gut sein um die direkte und die indirekte Selektion zu berücksichtigen. Das kann gut sein um die Gewichtung eines Gesamtzuchtwertes zu machen.

Kapitel 5) Wie viele genetischen Korrelationen gibt es zwischen vier Merkmalen?

6 (3 + 2+1)

Kapitel 5) Was bedeutet eine genetische Korrelation von 0 zwischen zwei Merkmalen?

Die Veränderung eines Merkmals lässt das andere Merkmal nicht verändern.

Kapitel 5) Was bedeutet eine genetische Korrelation von beinahe -1 zwischen Zuwachs und Futterverwer- tung?

Eine erhöhter Zuwachs führt zu einer besseren Futterverwertung. Die enge Beziehung lässt den Zuchtfortschritt in der Futterverwertung über die Selektion auf Zuwachs realisieren.

Kapitel 5) Wie sind die Vorzeichen zwischen Milchmenge und Milchgehaltswerten? Was folgern sie daraus für die Milch und Käseproduktion?

- ; - Mehr Milchleistung führt zu mehr Wasser in der Milch und zu einer tieferen Käseausbeute.

Kapitel 5) Was haben die Korrelationen zwischen Milchmenge und Fett- beziehungsweise Eiweissmenge für Vorzeichen?

+ ; +

Kapitel 5) Welche zwei Bedeutungen haben genetische Korrelationen in der praktischen Tierzucht?

Der indirekte Zuchtfortschritt aufgrund einer positiven Korrelation Die Begrenzung des Zuchtfortschrittes bei negativer Korrelation

Kapitel 5) Was stellt eine genetische Korrelation dar? Erklären sie anhand eines Beispiels.

Eine genetische Korrelation zeigt den Einfluss auf ein anderes Merkmal durch die Selektion auf ein Merkmal auf. Wenn man auf mehr Milchmenge selektiert erhält man mehr Milchprotein.

Kapitel 4) Ist die genetische bzw. phänotypische Varianz einer Eigenschaft (z.B. Milchleistung) erwünscht?

Ja, ohne Varianz gibt es keine Selektion.

Kapitel 4) Weshalb werden beim Geflügel in der Regel die höchsten Heritabilitäten geschätzt?

Die Geflügelhaltung ist standardisiert (Futter), dies führt zu weniger Umweltvarianz

Kapitel 4) Weshalb werden aufgrund von Stationsdaten in der Regel deutlich höhere Heritabilitäten ge- schätzt?

Die Umweltvarianz ist tiefer.

Kapitel 4) Nennen Sie ein Merkmal von Schweinen mit hoher, mittlerer und tiefer Heritabilität.

hoch: Körperlänge, Rückenspeckdicke, Fleisch-Fettverhältnis mittel: Tageszuwachs, Futterverwertung tief: Wurfgrösse

Kapitel 4) Nennen Sie drei Merkmale von Rindern mit hohen, mittleren und tiefen Heritabilitäten.

hoch: Widerristhöhe, Fettgehalt, Eiweissgehalt mittel: Milchmenge, Brustumfang, Melkbarkeit tief: Zellzahl, Nutzungsdauer, Non Return Rate

Kapitel 4) Wie verändern sich Heritabilitäten durch intensive Selektion?

Die Heritabilität nimmt ab.

Kapitel 4) Weshalb können sich Heritabilitäten im Laufe der Zeit in einer Population verändern?

Die genetische Zusammensetzung der Population kann sich verändern. Die Umweltvarianz kann sich verändern.

Kapitel 4) Weshalb sind Heritabilitäten populationsspezifisch?

Die Allele (Genvarianten) sind zwischen Populationen verschieden.

Kapitel 4) Wie ist die Heritabilität definiert?

Der Anteil der genetischen Varianz an der phänotypischen Varianz

Kapitel 4) Geburtsgewichte von 10 Kälbern: 42 43 44 44 45 45 45 46 46 50 Berechnen Sie die Varianz und Standardabweichung:

sp = 2.16

Kapitel 3) Weshalb konnte sich PSS/PSE vor Jahren in der Schweiz zu einem grossen Problem entwi- ckeln? Wie wurde es bekämpft?

Weil Piétrain-Eber zur Erhöhung des Muskelfleischanteils eingekreuzt wurden. Zuerst wurde der Halothan Test zur aufdeckung der homozygoten Eber angewendet und anschliessend wurden mit dem genetischen Test die Träger des Stressallelel ausfindig gemacht.

Kapitel 3) Doppellender weisen eine sehr hohe Schlachtausbeute und sehr gute Fleischqualität auf. Ist ein breiter Einsatz dieser Rinderrasse in der Schweiz denkbar?

Nein, weil die erhöhte Anzahl an Schwergeburten und Kaiserschnitten unerwünscht ist.

Kapitel 3) Wieso wurden in den 90er Jahren chinesische Schweine der Meishan Rasse in verschiedene europäische Rassen eingekreuzt?

Chinesische Schweine sind als besonders fruchtbar bekannt. Die Einkreuzung bringt grössere Würfe.

Kapitel 3) Welchen Effekt hat das Booroola-Gen?

Die Booroola-Genvariante erhöht die Ovulationsrate und damit die Wurfgrösse.

Kapitel 3) Was beeinflusst neben der Genetik die Milchleistung? Nennen sie drei Einflussfaktoren und erklären sie deren Beeinflussung.

Testtagseinfluss : Dieser beinhaltet die spezifischen Bedingungen unter denen eine Kuh ihre Leistung erbringt, wie Fütterung, Haltung (Stallform, Weide, Betreuung). Kalbesaison: In der Regel werden nach Abkalbungen im Herbst und Frühwinter höhere Leistun- gen erzielt als nach Abkalbungen im Spätwinter, Frühjahr und Sommer. Kalbealter: Die Milchleistung steigt mit dem Alter bis zum sechsten Lebensjahr. Serviceperiode: Die neue Trächtigkeit verschlechtert das Laktationsergebnis vor allem am Ende der laufenden Laktation. Zone, Region, Alpung: Alpung bedeutet oft kargeres Futter und wechselndes Klima. Dies führt in der Regel zu Minderleistungen.

Kapitel 3) Wie ist die Milchwägung in der Schweiz organisiert?

Es gibt offizielle Kontrolleure. Sie machen mindestens 11 Kontrollen pro Jahr. Die Züchter kön- nen zwischen einer Wägung pro Kontrolltag oder zwei Wägungen wählen.

Kapitel 3) Was steht am Anfang einer züchterischen Bearbeitung eines quantitativen Merkmals?

wägen und messen

Kapitel 3) In welche drei Kategorien werden quantitative Genwirkungen eingeteilt?

additiv genetische Effekte, dominante Effekte, epistatische Effekte

Kapitel 3) Nennen Sie je 4 quantitative Merkmale.

Milchleistung, Fettgehalt, Tageszunahme, Körpergrösse, Anzahl Eier, Trächtigkeitsdauer

Kapitel 3) Was versteht man unter quantitativen Merkmalen in der Tierzucht?

Merkmale, die kontinuierlich variieren und sich nicht in Klassen einteilen lassen.

Kapitel 2) Weshalb ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass bekannte Erbfehlerträger gekennzeichnet wer- den müssen?

Weil sonst die Besitzer der Zuchttiere, die Trägerschaft verheimlichen könnten, damit sie keinen Minderwert der verwandten Tiere hinnehmen müssen.

Kapitel 2) Im Stierenkatalog lesen Sie: FATAL 2290038601.8 BL. Was bedeutet die Bezeichnung BL?

BLAD Träger: Homozygote Tiere haben eine gestörte Immunabwehr.

Kapitel 2) Was muss man beim Start einer Erbfehlerbekämpfung berücksichtigen?

Die Selektionswürdigkeit hängt primär ab von der Häufigkeit und der Schwere der Schadwirkung eines Erbfehlers und den direkten und indirekten Kosten einer Bekämpfung.

Kapitel 2) Welches Problem tritt bei der Zucht von hornlosen Ziegen auf?

Das Allel für Hornlosigkeit ist assoziiert mit der Intersexualität. Unter den hornlosen Ziegen findet man regelmässig Pseudoböcke, kleinhodige Tiere und alle anderen Formen von Sexinver- sen.

Kapitel 2) Reinerbig schwarze Holsteinkühe werden mit Red Holstein Kühe gepaart. Die Nachkommen (F1) werden miteinander gepaart. Welche Genotypen und Phänotypen treten mit welcher Frequenz auf?

Genotypen: Schwarz/Schwarz: ¼ ; Schwarz/rot : ½ ; rot/rot: ¼ // Phänotypen: schwarz: ¾ ; rot: ¼

Kapitel 2) Die molekulare Grundlage des Rotfaktors bei HF-Kühen ist bekannt. Worin liegt der praktische Nutzen?

Selektion der Rotfaktortieren unter den Holstein Tieren.

Kapitel 2) Nennen Sie drei verschiedenen FarbLoki und deren Wirkung.

Agouti: Verteilung von Eumelanin und Phäomelanin Extension: Produktion von Eumelanin Albino: Reduzierte Pigmentierung Schimmel: progressive Vergrauung im Alter Dominat Weiss: vollkommen depigmentiert

Kapitel 2) Weshalb ist die Farbvererbung komplex?

Weil es mindestens 6 Loki mit mehreren Allelen gibt.

Kapitel 2) Nennen Sie je 4 qualitative Merkmale.

Fellfarbe, Behornung, Missbildungen, Proteinvarianten.

Kapitel 2) Was versteht man unter qualitativen Merkmalen in der Tierzucht?

Bei qualitativen Eigenschaften können die Merkmalsträger diskreten Klassen oder Typen zuge- teilt werden.

Kapitel 1) Welche drei Massnahmen werden in Erhaltungsprogrammen eingesetzt, um Rassen vor dem Aussterben zu bewahren?

Herdebuchführung und Herdenmanagement, Arbeit von Verbänden und Vereinen und Marke- tingmassnahmen.

Kapitel 1) Weshalb ist es wichtig, gefährdete Rassen zu erhalten? Wieso engagiert sich die Schweiz dafür?

Damit die tiergenetischen Ressourcen erhalten bleiben. Die Schweiz hat sich in der Konvention zur Erhaltung er biologischen Vielfalt (CBD) 1992 in Rio de Janeiro verpflichtet, ihre tierische und pflanzliche Vielfalt zu erhalten.

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