Biotechnologie Tierzüchtung BLAl104

Fragen Kapitel 1 bis 13 Tierzüchtung

Fragen Kapitel 1 bis 13 Tierzüchtung


M. C.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Tierzüchtung auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Merkmale, Selektion, Zuchtwerte und Rassen, insbesondere in der Schweiz. Die Karteikarten beleuchten auch die Milchleistung, Heritabilität und die Bedeutung von Korrelationen in der Tierzucht. Sie sind besonders nützlich für Studierende und Züchter, die ihr Wissen über die Zucht von Tieren wie Schweinen, Rindern und Schafen vertiefen möchten.
Flashcards
128
Students
1
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
30.11.2013 / 19.01.2018

Lernkarten

Kapitel 13) Welches Tier kann von einer Sekunde auf die andere das Geschlecht wechseln?

Die Filzlaus

Kapitel 13) Weshalb werden Hühner in zwei völlig getrennten Zuchtrichtungen (Lege- und Masthybriden) gezüchtet?

Die Lege- und Mastleistung werden aus Wirtschaftlichkeitsgründen getrennt gezüchtet. Der Zuchtfortschritt ist in den getrennten Linien höher, weil es weniger Merkmale zu selektieren hat.

Kapitel 13) Vergleichen sie die Anteile der Pferderassen an der Schweizer Zucht und am gesamten Pfer- debestand in der Schweiz.

Der Freiberger ist heute mit 62.8% das meist verbreitete Zuchtpferd, gefolgt vom CH- Sportpferd mit 18.6%. Haflinger machen 6% aus. Sieht man aber den gesamten Pferdebestand in der Schweiz an, so setzt sich die Hälfte aus Warm- und Vollblutpferden zusammen. Die an- dere Hälfte besteht aus rund einem Viertel Ponys, Kleinpferden und anderen Equiden, sowie einem weiteren Viertel Freibergern.

Kapitel 13) Nennen sie 6 in der Schweiz gehaltene Ziegenrassen.

Saanenziege, Toggenburgerziege, Burenziege, Gemsfarbige Gebirgsziege, Appenzellerziege, Bündner Strahlenziege, Walliser Schwarzhalsziege, Nera Verzascaziege, Pfauenziege, Stiefel- geiss, Capra Grigia, Kupferhalsziege

Kapitel 13) Welche vier Schafrassen werden in der Schweiz in grösserem Umfang gehalten? Welche ist die Nummer 1 und wie gross ist der Anteil dieser am Gesamtbestand?

Weisses Alpenschaf (WAS), Braunköpfiges Fleischschaf (BFS, Fleischschaf), Schwarzbraunes Bergschaf (SBS, Juraschaf) Walliser Schwarznasenschaf. Rund 50% des Bestandes sind Weisse Alpenschafe (WAS).

Kapitel 13) Wie entwickelt sich die Anzahl Zitzen bei der Edelschwein Mutterlinie? Welche Folgerung kann man bei der Gegenüberstellung mit der Anzahl lebend geborenen Ferkel machen?

Das Zuchtziel sind mindestens 14 gut ausgebildete Zitzen. Die Anzahl lebend geborene Ferkel pro Wurf: rund 12.5 (12.34) ist bereits so hoch, dass viel Ferkel keine Zitze haben.

Kapitel 13) Seit dem Jahr 2002 werden ES-Tiere in der Schweiz in Richtung Mutter- und Vaterlinie gezüch- tet. Was versteht man darunter? Weshalb macht man das?

Die Population der Vaterlinie wird auf Fleischleistung selektiert und die Population der Mutter- linie auf Fruchtbarkeit. Der Zuchtfortschritt ist in den getrennten Linien höher, weil es weniger Merkmale zu selektieren hat.

Kapitel 13) In den letzten Jahren wurden viele verschiedene Rinderrassen zur Fleischproduktion (Mutter- kuhhaltung) importiert. Wäre eine solche Rassenvielfalt auch in der Schweineproduktion denkbar und wünschenswert?

Nein, die Schweinemast und Schlachtung ist standardisiert und verlangt weniger Varianz.

Kapitel 13) Wovon hängt die Wahl einer Mastrinderrasse ab? Wieso nimmt er Anteil der Limousingenetik in der Schweiz ständig zu?

Vom Fleischansatz. Limousingenetik ist stark im Fleischansatz und ist gut bei der Leichtkalbig- keit.

Kapitel 13) Seit Ende der 60-er Jahre wurde die Fleckvieh- und Holsteinpopulation mit Holstein/Red Hol- stein eingekreuzt. Wo liegt der Hauptunterschied in der Einkreuzungsstrategie der beiden Po- pulationen?

Das Fleckvieh strebte mit der Red Holstein Einkreuzung eine Veredlungskreuzung an, während beim Holstein eine Verdrängungskreuzung gemacht wurde.

Kapitel 13) Nennen sie die Reihenfolge der drei Milchviehrassen, welche in der Schweiz in grösserer An- zahl gezüchtet werden und vergleichen sie die Reihenfolge in der Schweiz mit dem weltweiten Bestand.

Red Holstein: In der Schweiz zusammen mit dem Swiss Fleckvieh die Nummer 1, weltweit kei- ne Bedeutung. Brown Swiss: In der Schweiz die Nummer 2, weltweit die erste Alternative zu Holstein. Holstein: In der Schweiz die Nummer 3, weltweit die Milchviehrasse schlechthin.

Kapitel 12) Wieso haben Holsteinstiere so riesige Indices im Gesamtzuchtwert ISEL?

Weil der Durchschnitt der Indices 1‘000 und nicht wie üblich bei 100 ist. Die Werte sind alle 10 mal grösser.

Kapitel 12) International wird bei Milchviehzüchtern zwischen Indexzüchter und Linienzüchter unterschie- den. Was versteht man darunter?

Ein Indexzüchter setzt auf die Tiere mit dem höchsten Gesamtzuchtwert. Ein Linienzüchter- wählt die Tiere innerhalb einer Familie.

Kapitel 12) Weshalb unterscheiden sich die Gesamtzuchtwerte international relativ stark?

Sie haben unterschiedliche Gewichtungen.

Kapitel 12) Swissherdbook verwendet unterschiedliche Gesamtzuchtwerte für die drei Sektionen Simmen- tal, Fleckvieh und Red Holstein. Ordnen Sie die relativen Gewichte der beiden Teilzuchtwerte IVF (Index viande/Fleisch) 0 %, 10 %, 20 % und ILM (Index lait/Milch) 35 %, 50 %, 39 % den drei Sektionen zu.

Simmental: 20 %, 35 %; Fleckvieh: 10 %, 39 %; Red Holstein: 0 %, 50 %.

Kapitel 12) Braunvieh: Welches sind die Hauptunterschiede zwischen dem „gewöhnlichen“ Gesamtzucht- wert und dem Ökozuchtwert?

Ökozuchtwert beim Braunvieh hat eine höhere Gewichtung von Fitness- und Exterieureigen- schaften

Kapitel 12) Rangieren Sie die Bestandteile des ISEL (Gesamtzuchtwert Holstein) ihrer Bedeutung entspre- chend. ZW Zellzahl, Zuchtwert Produktivität und Qualität (IPQ), ZW Nutzungsdauer, Index Morphologie (IML)

Zuchtwert Produktivität und Qualität (IPQ), Index Morphologie (IML), ZW Nutzungsdauer, ZW Zellzahl

Kapitel 12) Was versteht man unter wirtschaftlichen Gewichten in der Tierzucht?

Die Zuchtwerte werden aufgrund ihrer monetären Bedeutung gewichtet.

Kapitel 12) Wo liegen die Probleme bei der Zucht mit separater Selektion für jedes Merkmal?

Die selektierten Tiere erfüllen alle Mindestanforderungen und sind fast bei allen Merkmalen nur Durchschnitt. Sehr gute Tiere in einem Merkmal laufen Gefahr in einem anderen Merkmal die Vorgaben nicht zu erfüllen.

Kapitel 12) Die Zuchtgeschichte wird von einigen Tierzuchtwissenschaftlern als eine Tandemselektion be- zeichnet. Wie ist dies zu verstehen?

Die Veränderung der Zuchtziele über die Zeit führt zu einer Tandemselektion. Zum Beispiel schwere Kühe 1880-1950, Exterieur 1950-1970, Milchleistung seit 1970

Kapitel 12) Weshalb stellt ein Gesamtzuchtwert bei der Zucht nach mehreren Merkmalen die effizienteste Methode dar?

Weil diese Methode schlechte Leistungen in einem Merkmal durch sehr gute Leistungen in einem anderen Merkmal kompensiert.

Kapitel 11) Wie hoch ist die max. Gebrauchskreuzungsrate in einem Milchkuhbetrieb mit einer Nutzungs- dauer von drei Jahren?

1/3 {Remontierungsrate = 1/3, Stierkälber + Kuhkälber= 2/3, Rest =1/3}

Kapitel 11) Wodurch wird der maximale Anteil Gebrauchskreuzungen in Milchkuhpopulationen definiert?

Die Remontierungsrate

Kapitel 11) Wieso hat die Rotationskreuzung in der Nutztierzucht praktisch keine Bedeutung?

Weil sich bei der Rotationskreuzung die Phänotypen zwischen den Generationen stark verän- dern können.

Kapitel 11) Bei welchen Merkmalen der Nutztiere ist der Heterosiseffekt besonders gross?

Fruchtbarkeit

Kapitel 11) Wieso gibt es in der Schweiz praktisch keine Gebrauchskreuzungen für Milchvieh?

Weil in der Schweiz fast alle Milchviehhalter Milchviehzüchter sind und Kreuzungstiere keine staatliche Unterstützung erhalten.

Kapitel 11) Wie entwickelt sich die Milchleistung von F2 Kreuzungskühen [(Rasse A x Rasse B) x (Rasse A x Rasse B)] im Verhältnis zur F1-Generation? Weshalb?

Sie nimmt ab. Der Blutanteil (1/2) bei F1 und F2 gleich gross. Die Heterosis ist in der F2 (1/2) kleiner als in der F1 (1). Die Heterosiseffekte sind bei der Milchleistung immer positiv. Die Re- kombination ist in der F2 (1/2) grösser als in der F1 (0). Rekombinationseffekte sind bei der Milchleistung immer negativ.

Kapitel 11) Sie haben ihre schlechteste Simmentaler-Kuh an ihren Nachbarn verkauft. Dieser hat sie mit einem Braunvieh-Stier belegt. Die Tochter (Simmental x Braunvieh) hat eine ausgezeichnete Milchleistung. Liegt hier Heterosis vor? Begründung.

Ja, Simmentaler und Braunvieh sind zwei unterschiedliche Rassen und haben unterschiedliche Allelfrequenzen.

Kapitel 11) Wie ist der Heterosiseffekt definiert?

Der Heterosiseffekt ist die Differenz zwischen dem Wert der AB Tieren zum Durchschnitt der Werte der AA und BB Tieren.

Kapitel 11) Welche drei Kreuzungsparameter müssen beachtet werden?

Blutanteil, Heterosis und Rekombination

Kapitel 11) Welches sind die Vorteile von Kreuzungszucht?

Die Populationsdifferenz und der Heterosiseffekt können ausgenützt werden.

Kapitel 10) Wo ist die genetische Varianz der Fruchtbarkeit grösser bei den Schweinen oder den Labor- mäusen?

Bei Labormäusen, weil das eine oder andere Allel an den vielen Genorten zwischen den Selek- tionskolonien unterschiedlich fixiert wird, während beim Schwein Allele in der ganzen Popula- tion fixiert werden.

Kapitel 10) Welches Zuchtschema bei Nutztieren kommt dem der Labortiere am nächsten? Begründen sie mit zwei vergleichbaren Aspekten.

Hühnerzucht: - Fixierung von Allelen in den Kolonien/Linien - Heterosiseffekte in den Hybridlinien - die Reproduktionsleistung in den Kolonien/Linien

Kapitel 10) Welches Merkmal verschlechtert sich in der Labortierzucht so stark, dass es eine grosse Bedeu- tung bekommt?

Die Reproduktionsleistung

Kapitel 10) Wieso ist bei Labortieren die Inzucht erwünscht?

Über die Fixierung von Allelen soll die genetische Variabilität von Zuchtkolonien so weit wie möglich reduziert werden, damit sie bei Differenzversuchen vernachlässigt werden kann.

Kapitel 10) Welche Paarungen werden bei Labormäusen gemacht?

Geschwisterpaarungen über mindestens 20 Generationen.

Kapitel 10) Wie ist die weltweite Bedeutung der Simmentaler Zucht?

Die Simmentaler Rasse ist heute auf allen Kontinenten zu Hause und umfasst ungefähr 50 Mio. Tiere. Die Simmentaler Rinder unterscheiden sich stark zwischen den Ländern. Weltweit sind die Simmentaler vor allem als Fleischrinder gezüchtet.

Kapitel 10) Was versteht man unter effektiver Populationsgrösse?

Die effektive Populationsgrösse ist ein Wert, der der Anzahl Zuchttiere in einer Population ent- spricht.

Kapitel 10) Stierenzüchter Muster erklärt das seine Kuhlinie über viele Generationen ausgezeichnete Leis- tungen erbracht hat. Was hat seine Aussage mit Linienzucht zu tun?

Gar nichts! Bei der Linienzucht wird Erbgut über die mütterliche und väterliche Seite zusam- mengeführt. Das heisst, dass man Inzucht betreibt.

Kapitel 10) Was sind die zwei Gefahren der Linienzucht?

Inzuchtdepression und zu tiefer Blutanteil.

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