Biosignale Teil 3
Wiegen bei HI, Plethysmographie, Telehomemonitoring, Plötzlicher Herztod, Defi, Kardioversion, Pulstransitzeit,Stress,HRV
Wiegen bei HI, Plethysmographie, Telehomemonitoring, Plötzlicher Herztod, Defi, Kardioversion, Pulstransitzeit,Stress,HRV
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Lernkarten
Wieso ist Wiegen wichtig bei Herzinsuffizienz
Regelmäßige Überwachung des Körpergewichts ist wichtig, da Wassereinlagerungen beim Patienten das Herz belasten und die Entstehung von lebensbedrohlichen Krisen beschleunigen. Gehört zu den klassischen Parameter beim Homemonitoring.
--> -hilfreich bei der Anpassung der Diuretika und trägt zur Vermeidung einer Dekompensation bei.
Plethysmographie
--> Misst die Volumenänderung im Herzmuskel mit Wechselspannung. Je nachdem wie schnell man hin und her schaltet umso höher ist die Frequenz
--> Verfahren zur fotrlaufenden Messung und Aufzeichnung der durchblutungsabhängigen Volumenänderung von Gliedmaßen, Körperabschnitten/-organe zur Feststellung von Gefäßkrankheiten und Verschlüssen
--> auch für Ganzkörper zur Ermittlung der Lungenfunktion (Strömungswiderstand und Residualvolumen)
Telehomemonitoring wichtig?
Patient wird in seiner häuslichen Umgebung mit Hilfe von med. techn. Geräten regelmäßig überwacht, Ergebnisse an Zentrale übermittelt und dem behandelnden Arzt vorgelegt.
- Frühzeitige Adaption einer medikamentösen Therapie
- Fernbetreuung verringert KH- Aufenthalte und vermeiden Krisensituation
- Zsmarbeit zw ambulantem und stationärem Sektor kann dadurch erleichtert werden
- Gesundheitskosten werden durch THM gesenkt
- verbesserte überlebensraten von Patienten
- Früherkennung krit. Ereignisse
Was ist PHT?
Plötzlicher Herztod ist ein unerwartetes, abruptes Herzversagen welches zu Bewusstseinsverlust und Tod führt.
- Als komplikation bei Abort, geburtshilflichen OP´s und Maßnahmen, kardiogener Schock --> Herzstillstand
- Plötzlicher Herztod bei : Erregungsleitungsstörungen und Myokardinfarkt
Zsmkommen von 3 Faktoren:
-strukturelle Herzerkrankungen
-Herzrhythmusstörungen meistens Kammertachykardie und kammerflimmern
und ein vorübergehender Auslöser
Was ist Kammertachykardie?
Herz schlägt mit einer Frequenz von 100-240 bpm
--> Herzkammern können sich nicht ausreichend mit Blut füllen, zu wenig Blut gelangt in den Kreislauf
Was ist Kammerflimmern?
Rhythmus gänzlich unregelmäßig, Frequenz liegt bei über 350 bpm
- maligne Herzrhythmusstörung, die durch hochfrequente arrythmische Flimmerwellen 350-500 bpm ohne effektive Kontraktion des Herzmuskels gekennzeichnet ist
- Faktoren für die Entstehung: frequenzabhängige Schwankungen der AP-Dauer und Refraktärzeit des ventrikulären Myokards
- Kardiale Erregung in Wellen
-Wellenfront (Depol)
-Wellenlänge(AP-Dauer und Reizleitungsgeschwindigkeit)
-Wellenrücken(Repolarisation)
Was ist ein Defibrillator?
Ein Gerät, das den normalen Herzrhythmus durch einen Elektroschock wieder in Gang setzt. Kaskade der kreisenden Wellenerregungen werden durchbrochen.
Wie funktioniert ein Defibrillator?
Gleichstrom wird appliziert-->"Reset" bzw Herzstillstand des gesamten Myokards durch komplette Depolarisation. . Dadurch kann das Herz seinen normalen Schlag wieder aufnehmen. (Sinusknoten kommt in Schwung--> Herz kommt wieder in Gang)
Was ist Kardioversion?
Eine spezielle Variante der Defibrillation bei ungerichteten Vorhoftachykardien um Herz noch vor Kammerflimmern in Gleichschrittmodus zu bekommen.
--> Erst nach T-Welle
--> unter Teilnarkose durchgeführt
Was ist Asystolie?
Asystolie ist dann, wenn man keine messbare Aktivität und eine schwankenden Nulllinie im EKG sieht
--> Blutdruck ist nicht messbar, kein Auswurf des Herzens.
--> Reanimation mit Defi ist nicht möglich, sogar schädlich--> normale Reanimation versuchen
Was ist Pulstransitzeit (PTT)
Pulslaufzeit--> Die Zeit, die die Pulswelle braucht um vom Herz zur Fingerspitze zu gelangen. Wird als Indikator zur Überwachung des sympathischen Tonus eingesetzt. Mit EKG und Fingerklip werden die Messwerte ermittelt.
Was ist Stress?
Stress ist eine Beanspruchung, durch Belastungen auf den Menschen einwirken
wird unterteilt in psychischer bzw psychosozialer Stress und physischer bzw physikalischer Stress
psychischer Stress bzw psychosozialer Stress
Bedarf einer kognitiven Bewertung durch das Individuum die zur zeitversetzten Reaktion führt!
psychischer Stress: emotionaler stress--> Erwartungen, Befürchtungen
psychosoziale Stressoren: --> Tod von Fam. angehörige
-->Schlafentzug
-->Reizüberflutung
-->Scheidungen/Konflikte in der Paarbeziehung
-->Krankheiten, Schmerzen
physikalischer Stress
können direkt eine Reaktion auslösen!
z.B Kälte, Hitze, Lärm, Sonneneinstrahlung
Toxische Substanzen, Rauch, Alkohol
Stresskonzepte früher und Kritikpunkt von Mason
- Allgemeines Adaptionssyndrom: unspez. Adaptionsleistung zum Schutz der Homöostase vor diversen Bedrohungen
- Jede Art von Stressor löst ein und dieselbe physiologische Reaktion aus:
- Alarmphase: Konz. von Glucocorticoide aus Nebennierenrinde steigt
- Widerstandsphase: Glucocort. spiegeln sinkt (Adaption auf Stressituation)
- Erschöpfungsphase: Anpassung des Organismus überschritten --> erneuter Anstieg der Glucocort.
Mason:unspezifität der physiolog. Reaktion ist fraglich, da auch die emotionale Situation des Individuums den Cortisolanstieg beeinflusst. Cortisolausschüttung ist eher eine spez. Antwort
--> Nicht der Stressor selbst löst die Ausschüttung aus sondern die emotionale Reaktion des Körpers!
Stresskonzept heute
Stress ist eine Bedrohung oder Herausforderung für die Homöostase, insofern eine adäquate Reaktion des Individuums erforderlich wird.
- Komponenten des Stress:
- Stressor extern: Kälte,psychosoziale aversive Situation
- Stressor intern: Schmerz/Reiz der als aversiv oder schädlich erlebt wird und eine adäquate eaktion des Individuums erforderlich macht
- Stressreaktion nicht nur behavioral sondern:
- physiologisch
- kognitiv
- emotional
- Stressreaktion spez. Abhängig von:
- Intensität des Stressors
- Subjektiver Wahrnehmung
- Interpretation durch vorangegangene Erfahrungen
- individuellen Bewältigungsmöglichkeiten
- Physiolog. Stressantwort: schnelle Aktivierung des sympathischen NS
- Ausschüttung Adrenalin und Noradrenalin
- Erhöhung Pulsrate
- Erhöhung Blutdruck
- Erhöhung Muskelaktivität
- Senkung Hautwiderstand
Herzratenvariabilität HRV
HRV spiegelt die symp. und parasymp. Aktivierung und Hemmung des Herzens wieder
- Dient zur Prognose und Risikoeinschätzung von Gesundheitszuständen: z.B Asthma, Sepsis, Beurteilung der individuellen Stressbewältigung.
- Es werden die unterschdl. Zeitabstände zw. den einzelnen Herzschlägen untersucht, bzw. die Dauer zw. den R-Zacken
- Bei der Auswertung der RR-Intervalle ist zu beachten, dass je nach Schädigung des Herzens, ist es nur noch bedingt Fähig auf Veränderungen des Kreislaufs mit einer Änderung der Hf. zu reagieren!
- RR-Intervall lässt sich in die Hf umrechnen
R-Zacke muss erkannt werden