Bio-PHZH | Themenkreis 7: Sinnesorgane und Sinneswahrnehmung

Anforderungen im Fachbereich Biologie für die Aufnahmeprüfung an die PHZH

Anforderungen im Fachbereich Biologie für die Aufnahmeprüfung an die PHZH


S. B.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Funktionsweise des menschlichen Auges und die Physiologie der Sinneswahrnehmung, geeignet für Mittelschüler. Sie beleuchten die Rolle der Linse, des Auges und der Sinneszellen wie Zapfen und Stäbchen, die für das Farb- und Dämmerungssehen verantwortlich sind. Die Lernkarten erklären auch die Lichtbrechung, die Akkommodation und die Anpassung des Auges an verschiedene Lichtverhältnisse. Ideal für Schüler, die die Grundlagen der Sinnesorgane und der visuellen Wahrnehmung verstehen möchten.
Flashcards
30
Students
17
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
25.05.2012 / 29.12.2020

Flashcards

Hornhaut

Bau:

durchsichtig, keine Gefässe

Aufgabe:

Schutz, Sammellinse

Bindehaut

Bau:

dünne Schleimhaut

Aufgabe:

Abschluss, Abdichtung

Lederhaut

Bau:

weiss, Bindegewebe

Aufgabe:

schützt und stabilisiert den Augapfel

Iris

Bau:

mit Muskelfasern u. Pigmenten

Aufgabe:

regelt als Blende den Lichteinfall

Ciliarkörper / Ciliarmuskel

Bau:

ringförmiger Körper, enthält den ringförmigen Ciliarmuskel

Aufgaben:

Befestigung der Linse, Linsenverformung zur Akkommodation

Aderhaut

Bau:

viele Gefässe

Aufgaben:

versorgt Netzhaut und Lederhaut

Netzhaut

Bau:

mit Sinnes- und Nervenzellen

Aufgabe:

Reizaufnahme, Erregungsbildung

Gelber Fleck

Bau:

Grübchen in der Netzhaut

Aufgabe:

Ort des schärfsten Sehens

Blinder Fleck

Bau:

Austritt des Sehnervs

Aufgabe:

blinde Stelle der Netzhaut

Augenkammer

Bau:

flüssigkeitsgefüllt

Aufgabe:

versorgt Hornhaut und Linse

Linse

Bau:

Fasern, Epithel, ohne Gefässe

Aufgabe:

flexible Sammellinse

Zonulafasern

Bau:

feine Fasern

Aufgabe:

Aufhängung der Linse am Ciliarkörper

Glaskörper

Bau:

Gallerte mit 98% Wasser

Aufgabe:

stabilisiert den Augapfel

Sehnerv

Bau:

Bündel von Nervenfasern

Aufgabe:

leitet Erregung zum Gehirn

Augenmuskel

Bau:

quergestreifte Muskeln

Aufgabe:

bewegen den Augapfel

Pigmentepithel

Das Pigmentepithel verhindert mit seinem schwarzen Pigment Reflexionen und versorgt die Sinneszellen. Seine Zellen bilden Fortsätze, die zwischen die Sinnenzellen hineinreichen.

Sinneszellen

Die lichtempfmdlichen Sinneszellen liegen seltsamerweise nicht im inneren, dem Glaskörper und damit dem Licht zugewandten Schicht der Netzhaut, sondern aussen unter dem Pigmentepithel. Das Licht muss also auf dem Weg zu den Sinneszellen die inneren Schichten der Netzhaut durchqueren.

Schaltzellen

Die mittlere Schicht der Netzhaut besteht aus Nervenzellen, die als Schaltzellen dienen.

Neuronen

Die innerste Schicht enthält die Zellkörper und die Axone der wegführenden Neuronen. Die Axone ziehen zum blinden Fleck, wo sie zum Sehnerv gebündelt austreten. Am blinden Fleck gibt es darum keine Sinnenszellen.

Zapfen & Stäbchen

Die lichtempfmdliche Schicht enthält zwei Arten von Sinneszellen:

Die dickeren Zapfen für das Farbsehen und die schlankeren Stäbchen für das Dämmerungssehen.

Die Stäbchen «sehen» nur schwarz-weiss (bzw. Grautöne ), arbeiten aber dank ihrer höheren Empfindlichkeit im Gegensatz zu den Zapfen auch bei wenig Licht.

Verteilung (Zapfen & Stäbchen)

Die insgesamt 7 Millionen Zapfen und 120 Millionen Stäbchen sind in der Netzhaut nicht gleichmässig verteilt. Am Netzhautrand stehen nur Stäbchen, im gelben Fleck nur Zapfen.

Adaption

Das Einstellen des Auges auf hell auf dunkel.

Beim Fotografieren können wir einerseits einen mehr oder weniger lichtempfindlichen Film und andererseits eine bestimmte Blende und eine bestimmte Verschlusszeit wählen.

Beim Auge haben wir zum einen die Iris, die die Pupille aktiv verkleinern (Ringmuskel) oder öffnen (Radiärmuskeln) kann. Die Irismuskulatur wird durch das vegetative Nervensystem gesteuert, ist also willentlich nicht direkt beeinflussbar. Der Sympathicus macht die Pupille weit und der Parasympathicus lässt sie eng werden.

Zum andern können die Sehzellen mehr oder weniger stark in die über der Aderhaut liegende Pigmentschicht eingetaucht sein und so vor zuviel Licht geschützt werden.

Lichtbrechung

Das Licht wird vorerst durch die Hornhaut gebrochen. Dass dabei der Wechsel des Mediums (Luft - Hornhaut) eine wichtige Rolle spielt, kann man dar3n .erkennen, dass man unter Wasser recht trüb bzw. unscharf sieht (deshalb benutzt man eine Taucherbrille, sodass vor dem Auge wieder Luft ist!).

Die Hornhaut liefert etwa 2/3 der ganzen Lichtbrechung, die Linse etwa 1/3, wobei sich dieser· Anteil allerdings je nach ihrer Form vergrössern kann, während der Glaskörper das Licht gar nicht bricht.

Akkommodation: Fern

Der Ziliarmuskel ist schlaff, daher ist der Durchmesser des Ringes, den er um die Linse bildet, gross.

Die am Rande der Linse befindlichen Zonulafasern, die die Linse mit dem Ziliarmuskel verbinden sind straff und ziehen die elastische Linse flach.

Das Auge ist auf fern akkommodiert.

Akkommodation: Nah

Der Ziliarmuskel ist kontrahiert, daher ist der Durchmesser des Ringes, den er um die Linse bildet, kleiner geworden.

Die Zonulafasern sind daher schlaff und ziehen nicht mehr an der Linse.

Die elastische Linse geht daher in ihre Ursprungsform zurück Und kugelt sich ab.

Das Auge ist auf nah akkommodiert.

Farbensehen

Weisses Licht setzt sich zusammen aus Licht mit unterschiedlichen Wellenlängen. Licht einer bestimmten Wellenlänge hat eine bestimmte Farbe. Unser Auge ist empfindlich für Licht mit Wellenlängen zwischen 400 und 700 nm.

Wir können Farben unterschieden, weil wir drei Zapfentypen besitzen, die sich in der Empfindlichkeit für Licht verschiedener Wellenlänge unterscheiden. Ihr Sehpurpur absorbiert in verschiedenen Wellenlängenbereichen, weil sein Opsin verschieden ist.

Rot-Zapfen

Die Rot-Zapfen sind besonders empfindlichfür langweIliges (rotes und gelbes) Licht.

Sie haben ihr Absorptionsmaximum bei 565 nm.

Grün-Zapfen

Die Grün-Zapfen haben ihr Absorptionsmaximum bei 535 nm.

Blau-Zapfen

Die Blau-Zapfen sind am empfindlichsten :fiii kurzweIliges (blaues) Licht.

Ihr Absorptionsmaximum liegt bei 420 nm.

Räumliches Sehen

Beim Betrachten eines nahen Gegenstandes, der im gemeinsamen Gesichtsfeld beider Augen liegt, lässt sich die Ursache dafür leicht zeigen.Schliesst man abwechselnd ein Auge, sieht man den Gegenstand nacheinander aus zwei verschiedenen Blickrichtungen. Dies ist eine Folge des Augenabstandes. Das Gehirn verarbeitet die Informationen beider Augen und vermittelt einen plastischen Eindruck.

Je weiter ein Gegenstand vom Betrachter entfernt ist, desto weniger unterscheiden sich die Netzhautbilder in den beiden Augen voneinander, die Raumwirkung wird.schwächer. Dies ist eine Grundlage für das Einschätzen von Entfernungen. Je weniger Raumwirkung,desto weiter ist das Objekt entfernt.

Für die Beurteilung von Entfernungen, die grösser als etwa 20 Meter sind, spielt die Raumwirkung kaum eine Rolle; In diesem Fall beurteilen wir Streckenlängen daran, wie klein bekannt Gegenstände erscheinen: Beim Schätzen sehr grosser Entfernungen; etwa im Gebirge oder am Meer, ist man oft hilflos.

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