Bio-PHZH | Themenkreis 5: Ökologie
Anforderungen im Fachbereich Biologie für die Aufnahmeprüfung an die PHZH
Anforderungen im Fachbereich Biologie für die Aufnahmeprüfung an die PHZH
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Flashcards
Dritte Volterra-Regel
schnellere Erholung der Beute
Werden Räuber- und Beutepopulation dezimiert, erholt sich die Beutepopulation schneller als die Räuberpopulation.
positive Rückkopplung
Positive Rückkopplung heisst, wenn Wirkung und Rückwirkung sich in einem Regelkreis gegenseitig verstärken, also in die gleiche Richtung wirken (entweder je mehr Faktor A desto mehr Faktor B bzw. je weniger Faktor A desto weniger Faktor B).
Positive Rückkopplung ist nötig, um in Systemen Dinge zum Laufen zu bringen. Sie muss jedoch immer einer übergeordneten Regulation gehorchen (negative Rückkopplung). Tut sie es nicht, so können wahre Teufelskreise entstehen, die nicht mehr unter Kontrolle zu bringen sind. Beispiele positiver Rückkopplung sind das exponentielle Wachstum der Bevölkerungszahl des Menschen oder auch Bankkonkurse.
negative Rückkopplung
Negative Rückkopplung, das heisst, wenn die Rückwirkung die Wirkung hemmt (entweder je mehr Faktor A desto weniger Faktor B bzw. je weniger Faktor A desto mehr Faktor B). Hier ist also mit "negativ" durchaus etwas Wünschenswertes gemeint. Denn negative Rückkopplung führt zur Selbstregulation eines Systems.
Eine solche negative Rückwirkung ist das Grundprinzip aller Regelkreise, mit dem sich Systeme in einem stabilen Gleichgewicht halten.
Konkurrenten
Die meisten für einen Organismus lebenswichtigen Faktoren, zum Beispiel Nahrung, stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Um sie entsteht ein Wettbewerb.
Lebewesen, die miteinander um einen Faktor stehen, sind Konkurrenten. Der Faktor wird damit zur Ressource.
Dabei unterscheidet man zwei Arten von Konkurrenz:
• zwischenartliche Konkurrenz, also Konkurrenz zwischen den Individuen verschiedener Arten
• innerartliche Konkurrenz, also die Konkurrenz zwischen Individuen derselben Art
Parasiten
Parasiten sind Lebewesen, die andere Lebewesen in Form von Nahrungsentzug, schädlichen Ausscheidungen oder Übertragungen von Krankheitserregern (z.B. Zecke) schädigen.
Das von den Parasiten geschädigte Lebewesen bezeichnet man als ihren Wirt. Dieser wird dabei nicht sofort oder nie getötet.
Die meisten Parasiten sind auf bestimmte Wirte spezialisiert. Lebewesen in freier Natur sind praktisch immer von Parasiten befallen.
Symbionten
Symbionten sind Lebewesen, die zu verschiedenen Arten gehören und mit wechselseitigem Nutzen regelmässig miteinander vergesellschaftet sind. Ihre, als Symbiose bezeichnete Beziehung, kann so eng sein, dass der eine Partner vom anderen weitgehend abhängig ist.
Ein konkretes Beispiel für Symbionten – jenes der Knöllchenbakterien – werden Sie im Stickstoffkreislauf kennen lernen.
10%-Regel
In der Abfolge der Nahrungskette werden von Stufe zu Stufe je rund 10% des aufgenommenen Energiegehalts wieder in Biomasse eingebaut, also in den Körper der Vertreter der nächsten Stufe. Dies nennt man die 10%-Regel.
Etwa 90% der Energie wird für den Stoffwechsel (Körpererwärmung, Atmung, Verdauung, Regeneration etc.) verbraucht und geht dem Ökosystem als Abwärme verloren. Dieser Energieverlust beschränkt die Anzahl Glieder, welche eine Nahrungskette aufweisen kann.
Bitte beachten Sie, dass diese Regel nur ab den Produzenten gilt. Der Energieverlust von der Umwandlung von Sonnenenergie in Biomasse durch Produzenten ist sogar 99%. In der Biomasse der Pflanzen wird also nur etwa 1% der Sonnenenergie gespeichert.