Biomembran

Zellbiologie

Zellbiologie


D. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in die Struktur und Funktion von Biomembranen, wobei die Rolle von Lipiden, Proteinen und Glycolisierung im Fokus steht. Sie behandeln die Grundstruktur der Membran, die Bedeutung der Membranfluidität und die verschiedenen Arten von Membranproteinen. Besonders nützlich sind sie für Biologiestudenten, die sich auf die komplexen Prozesse der Zellmembranen vorbereiten, da sie detaillierte Informationen über die Glycolisierung, die Funktionen von Membranlipiden und die Regulation der Membranfluidität durch Temperatur und Cholesterin liefern.
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Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
12.10.2016 / 22.10.2024

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welche Funktionen hat die Biomembran? (6)

  • Abgrenzung, Barriere
  • Erkennung der Metabolismus-aufrechterhltenden Zeichen inner-/ ausserhalb der Membran
  • Signalaufnahme und -leitung
  • Energiekonservierung
  • Biosynthese

Skizziere schematisch und erkläre den Aufbau der Biomembran

  • alle Biomembranen haben gleiche Grundstruktur
    • sehr dünne Schicht aus Lipid-/ Proteinmolekülen
      • Fixierung durch nicht-kovalente Wechselwirkung (Van-der-Waals, Wasserstoffbrücken usw.)
  • unsymmetrisch
    • P-Seite (=plasmatische Seite)
    • E-Seite (=extraplasmatische / externe Seite)

wie wird die Membran gebaut?

  • Synthese im ER mit anschliessendem Transport via Vesikeln zu Golgi, Plasmamembran, Endosomen und Lysosomen
    • z.T. werden Lipide in entsprechenden Organellen noch weiter modifiziert
  • Mitochondrien/ Peroxisomen
    • Synthese z.T. in diesen Organellen (Endosymbionten-Theorie)
    • z.T. Import durch Assoziation (Zusammenlagerung) mit dem ER
  • Enzyme regeln Verteilung von Lipide und Proteine in der Membran (entsprechend Funktion)

welches sind die wichtigsten Membranlipide?

  • Phospholipide
    • Glycerolipide / Phosphoglyceride
  • Sphingolipid
    • Etherlipide
    • Ceramid
  • Cholesterin

was sind die Funktionen der Membranlipide?

  • Grundsubstanz der Membran
    • Stützfunktion
    • Doppelschicht
      • aufgrund stark polaren und stark lipophile Seite
      • amphipathisch (=wasserunlöslich)
  • in Ausnahmefällen Spezialfunktionen (Cell Signaling oder Proteintransport)
  • Fluidität der Biomembran
    • Endo-/ Exozytose
    • stillstand bei 4 Grad
      • Zellkulturen werden daher bei tiefen Temperaturen gelagert

was ist der Unterschied zwischen Micelle, Lipid-Doppelschicht, Liposom?

  • Micelle
    • entstehen aus amphiphile Moleküle in wässeriger Lösung
    • polare Köpfe aussen; lipophile Schwänze innen
  • Lipid-Doppelschicht
    • eher rechteckige Form aufgrund zwei Kohlenwasserstoff-Schwänze
    • Multiamenare Vesikel
  • Liposom
    • werden Multilaminare Vesikel mit Ultraschall behandelt, werden sie zu Liposomen
    • eine Doppelschicht
    • sehr stabil
    • ermöglichen spontane Reparatur der Lipid-Doppelschicht

Skizziere Struktur von Phospholipiden

Skizziere Struktur von Sphingosin

Sphingosin: ohne Fettsäure

Skizziere Struktur von Ceramid

Fettsäureschwanz: R

Zeichne ein Glycerophospholipid

Bennene folgende Substituenten:

Zeichne die schematische Struktur von Sphingomyelin

Zeichne die schematische Struktur von Cerebrosid

Zeichne die schematische Struktur von Phosphatidylcholin

nenne Faktoren, die die Membranfluidität beeinflussen

  • Phospholipide
    • cis- Doppelbindungen (ungesättigte Fettsäuren)
      • Lipide können sich nicht so nah aneinader reihen => fluider
    • (Ladung Kopfgruppe)
  • Temperatur
    • bei Kälte wird Fett fest (Paracristaliner Zustand)
    • Organismen, deren Temperatur von der UMgebung abhängig ist, regulieren Fluidität über cis-Verbindungen in Membran
  • Cholesterin
    • schwach amphiphil
    • starres Gerüst
    • macht Doppelschicht weniger verformbar und so undurchlässiger
      • eingeschränkte Bewegung für kleine, wasserlösliche Moleküle
    • Verhnidert auskristallisieren von Phospholipide
    • Unterhalb Transition-Temperatur (=Temperatur, bei der Lipide kristalin werden)
      • Erhöhung Membranfluidität (Prävention geordneten Packung)
    • oberhalb Transition-Temperatur
      • Erniedrigung Membranfluidität (Ringsystem behindert freie Bewegung)

erkläre das Flüssgmosaikmodell

  • Biomembrane sind 2-dimensionale Mosaike aus Lipide und Proteine
  • meiste Membranlipide/ -proteine sind in der Membran innerhalb eines Bilayers in ständiger Bewegung
  • laterale Diffusion => häufig
  • Flip-Flop (Wechsel äussere <=> innere Schicht) => selten

nenne versch. Arten von MP.

was sind die Unterschiede?

  • Periphere oder extrinsische MP
    • leicht von Membran ablösbar
      • VEränderung Ionenstärke
      • pH
    • nicht-kovalente WW
    • reichen nicht in Bilayer hinein
  • Integrale oder intrinsische MP, Transmembranproteine
    • hydrophobe WW zwischen den MP und Membranlipide
    • manchmal über S-S kovalent gebunden
    • Membrandurchgängig
    • Typ-I-Membranproteine
      • Aminoende iauf E-Seite
      • carboxylende auf P-Seite
    • Typ-II-Membranproteine
      • Aminoende iauf P-Seite
      • carboxylende auf E-Seite
    • Typ-III-Membranproteine
      • mehrere Membrandurchgänge mit unterschiedlicher Orientierung

was ist der Vorteil des spezifischen Transports zur freien Diffusion (3)

  • schneller
  • substratspezifisch
  • hemmbar

warum gibt es verschieden Blutgruppen?

  • Enzym erkennt 'Gal' und hängt 'GalNAc' resp. 'Gal' an bestehende Zuckerstruktur (Glycolisierung) => BG-Ag
  • Je nach BG-Typ sind gewisse Enzyme deaktiviert

welche Formen der Glycosierung gibt es?

  • N-Glycolisierung
    • N-gebunden von Asparaginrest
      • -Asn-X-Ser/Thr- (X = irgendeine AS ausser Prolyn)
    • Hauptglycolisierung im ER, dann Golgi
    • cotranslationale Glycolisierung
      • während mRNA in Protein übersetzt wird, werden gebildete Proteine gleichzeitig auch Glycolisiert
  • O-Glycolisierung
    • im Golgi-Apparat
    • O-gebunden von Serin oder Threonin

zeichne die drei Grundstrukturen der N-Glycolisierung

erkläre die grundlegenden Schritte der N-Glycosierung/PRozessierung im ER und Golgi

  1. Ribosom translatiert Protein in ER
  2. ER: vorgefertigte Oligosaccharid-Seitenketten (Glc3Man9GlcNAc2) wird an NH2 von Asn-Rest gebunden
  3. Golgi: Oligosaccharid-Seitenketten werden zurecht geschnitten

was sind die Funktionen der Membranglykoproteine? (5)

  • Translokatoren
  • Rezeptoren, Signalrezeptoren
  • MHC-Moleküle (Unterscheidung zwischen eigenen fremden Zellen
  • membranständige Ag
  • CD-Zellmarker

wie unterscheidet sich die Glycolisierung von Hefe und INsektenzellen zu Säugerzellen?

  • HEfen & Insektenzellen: es werden riesige Man-Glycolisierung aufgebaut, welche von Immunsystem als Ak erkannt wird => Immunantwort
  • Säugerzellen: man werden abgeschnitten und dann wieder aufgebaut => keine Immunantwort

=> wichtig zu wissen für die HErstellung von Glyco-Proteinen

was ist die Funktion der N-Glykane?

  • Qualitätskontrolle in der Zelle
    • spezielle Chaperone erkennen Glycolisierung und halten Proteine im ER zurück bis Protein ganz aufgebaut ist
  •  

nenne die Eigenschaften von Lektinen

  • grosse Affinität zu Glykoproteinen
  • Zucker-bindende Proteine
  • hauptsächlich pflanzlichen Ursprungs
  • können spezifisch an Zellen bzw. Zellmembranen zu binden und so biochemische Reaktionen auslösen

Étudier