Biologie Praktikum

Biologie: Botanik, Histologie, Humanpatogene Protisten, Histologie, Humanpatogene Würmer, Der menschliche Verdauungstrakt, Tierische Schädlinge

Biologie: Botanik, Histologie, Humanpatogene Protisten, Histologie, Humanpatogene Würmer, Der menschliche Verdauungstrakt, Tierische Schädlinge


Matthias Schnöring
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Biologie auf Universitätsniveau ab, mit Fokus auf Zellstruktur, Mikroskopie und menschliche Anatomie. Sie behandeln die Funktionen von Zellen, die Nutzung von Mikroskopen und die Analyse von Geweben wie Bindegewebe und Hautschichten. Ideal für Studierende der Biologie, die ihr Verständnis von zellulären Prozessen und mikroskopischen Techniken vertiefen möchten.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
08.11.2015 / 15.09.2023

Cartes-fiches

Wo liegen die Grenzen des menschlichen Sehvermögens und wie sind sie zu
erklären?

1. Die Akkommodation des Auges: Die Fähigkeit des Auges, auf einen Gegenstand zu fokussieren und ihn damit scharf zu sehen, ist begrenzt. Grund dafür ist die Elastizität der Linse.


→ Kleine Kinder fokussieren bis ca. 10cm
→ Zunehmendem Alter wird die Linse weniger elastisch. Erwachsene fokussieren ca. 25cm.
→ Diese 25cm entsprechen der Bezugssehweite (Definition: 1x Vergrösserung bei 25cm).
→ Alles was näher oder weiter entfernt ist als 25cm, wird vergrössert oder verkleinert wahrgenommen.
→ Ältere Menschen können nur noch auf eine Distanz von ca. 50 – 60cm scharf fokussieren. Deswegen halten sie
z.B. die Zeitung weiter weg. Dadurch ist aber auch der Sehwinkel kleiner (erschwert das scharfe sehen wieder). Eine
grössere Schrift ist die Lösung.
2. Auflösungsvermögen des Auges: Ist Abhängig von der Struktur der Netzhaut und dem Abstand zwischen den Sinneszellen.


Grenze des Auflösungsvermögens:
Sehwinkel = 1 Bogenminute (1‘) = 2 Punkte die nebeneinander einen Abstand von 75μm haben, die aus einer Distanz
von 25cm betrachtet werden.
→ So ein gutes Auflösungsvermögen haben jedoch nur wenige Menschen.
→ Bequemes sehen ist ab einen Sehwinkel von 2-4 Bogenminuten möglich.
2 Bogenminuten = 2 Punkte die nebeneinander einen Abstand von 150μm haben, die aus einer Distanz von 25cm
betrachtet werden.
4 Bogenminuten = 2 Punkte die nebeneinander einen Abstand von 300μm haben, die aus einer Distanz von 25cm
betrachtet werden.

erkläre den blinden Fleck

Die Retina (Netzhaut) verfügt über Sinneszellen (Zapfen und Stäbchen), die Licht wahrnehmen. Die Umwelt wird
somit auf die Retina abgebildet. Der Glaskörper ist am Sehnerv befestigt. Dort besitzt die Retina keine Sinneszellen
es handelt sich um den blinden Fleck (wenn Licht von einem Objekt auf diese Fläche der Retina fällt, sehen wir es
nicht). Da wir aber zwei Augen besitzen, wird der blinde Fleck vom Hirn korrigiert.

Konstruieren sie bei einer Sammellinse das Bild, wenn sich das Objekt:

a) mehr als zwei Brennweiten von der Linse befindet.
Es entsteht ein verkleinertes Bild, Prinzip Fotoapparat (siehe Frage 3, Bild A1)
b) zwischen ein und zwei Brennweiten vor der Linse liegt.
Es entsteht ein reelles (vergrössertes) Bild, Prinzip Objektiv im Mikroskop (siehe Frage 3, Bild A3)
c) genau eine Brennweite vor der Linse liegt.
Es entsteht ein virtuelles Bild, Strahlen hinter der Linse verlaufen parallel, es braucht eine zweite Linse (die des
Auges), damit ein reelles Bild entsteht. Prinzip Okular im Mikroskop (siehe Frage 3, Bild A4)

 Erklären Sie mit den Antworten von Frage 4 worin der Unterschied zwischen
einem reellen und einem virtuellen Bild besteht.

Reelles Bild
Im Bildraum schneiden sich 3 Strahlen in 1 Punkt (Parallelstrahl, Mittelpunktstrahl, Brennstrahl). Genau an dieser
Stelle entsteht das reelle Bild auf der Netzhaut. Ein reelles Bild kann deswegen auf einer Fläche projiziert werden.
Das reelle Bild ist vergrössert, steht auf dem Kopf und ist seitenverkehrt.
Virtuelles Bild
Die Strahlen schneiden sich im Bildraum nicht. Brennstrahl und Mittelpunktstrahl verlaufen parallel zueinander. Ein
virtuelles Bild kann deswegen nicht direkt auf eine Fläche projiziert werden. Erst mithilfe unseres Auges, das eine
weitere Linse hat, entsteht auf der Netzhaut ein reelles Bild.

Frage 6: Der richtige Gebrauch einer Lupe: Erklären Sie mit einigen Sätzen, wie Objekt,
Lupe und Auge angeordnet sein müssen, damit entspanntes und bequemes Sehen
möglich ist (d.h. das Auge soll auf unendlich eingestellt sein).

1) Das Objekt muss sich genau in die vordere Brennweite der Lupe befinden (damit ein virtuelles Bild entsteht). Das
Auge stellt sich somit unbewusst auf unendlich (wie wenn man Berge in der Ferne beobachtet) und entspannt.
2) Das Auge muss sich genau in der hinteren Brennweite der Lupe befinden (damit das grösstmögliche Gesichtsfeld
erhalten wird).
→ Wichtig ist die Nähe, die meisten Lupen haben eine Brennweite 20-50mm. Also sollten sich die Hände beim
Arbeiten mit der Lupe berühren, wobei eine Hand Kontakt mit dem Gesicht habe sollte.

a) Wie funktioniert ein zusammengesetztes Mikroskop? Zeigen Sie mit einer Skizze und Stichworten, wie das Bild in
zwei Stufen entsteht.

1. Vergrösserungsstufe: Das Objektiv erzeugt ein reelles vergrössertes Zwischenbild (ROT).
2. Vergrösserungsstufe: Durch das Okular wird das reelle Zwischenbild vergrössert und zu
einem virtuellen Bild ans Auge weitergeleitet (GRÜN). Das Auge erzeugt aus dem virtuellen
Bild des Okulars ein reelles Bild auf unsere Netzhaut.

b) Wo liegt das Zwischenbild, das vom Objektiv eines zusammengesetzten Mikroskops entworfen wird?

Das reelle Zwischenbild liegt 10 mm unter dem Tubusrand (des Okulars)

e) Welche Funktion hat das Okular für die Bildentstehung?

Das Okular funktioniert wie eine Lupe: es vergrössert das reelle Zwischenbild des Objektivs und leitet es als virtuelles
Bild ans Auge weiter.

f) Was für ein Bild erzeugt das Okular? Begründen Sie Ihre Antwort.

Das Okular erzeugt ein virtuelles Bild. Das reelle Zwischenbild des Objektivs liegt genau in der vorderen Brennweite
des Okulars, wodurch die Strahlen hinter der Linse parallel verlaufen (= virtuelles Bild). Das Auge, das eine weitere
Linse hat, erzeugt auf der Retina wieder ein reelles Bild.

Wieso ist es bequemer, ein Objekt mit einem zusammengesetzten Mikroskop zu betrachten als mit einer Lupe,
welche die gleiche Vergrösserung erreicht?

→ Der äusserst kleine Arbeitsabstand bei der Lupe ist sehr mühsam, kein vernünftiges Arbeiten möglich.
→ Das Festhalten der Lupe führt zur Ermüdung der Arme und verhindert somit ein längeres Arbeiten.
→ Die Lupe müsste immer genau richtig gehalten werden, sonst würde kein virtuelles Bild mehr auf unser
Auge treffen. Dann müsste Auge dauernd neu fokussieren. Das wäre sehr anstrengend.  

Sie sitzen an einem zusammengesetzten Mikroskop und untersuchen eine Probe.
Wie lässt sich die Gesamtvergrösserung bestimmen, mit der Sie die Probe betrachten?
(Keine Formeln)

Die Vergrösserungsleistung des Objektivs wird mit jener des Okulars multipliziert. Davon erhält man die
Gesamtvergrösserung.
Vergrösserung Okular x Abbildungsmassstab Objektiv = Gesamtvergrösserung (tatsächliche Vergrösserung).
BSP:    Vergrösserung Okular:      10x
Abbildungsmassstab Objektiv:    4
Gesamtvergrösserung:      10 x 4 = 40x

Was sagt die „numerische Apertur“ eines Objektivs aus?

Die numerische Apertur des Objektivs ist ein Mass für sein Auflösungsvermögen (nicht für die Vergrösserung ). Je
grösser die numerische Apertur, desto besser werden feine Details eines Präparats im Bild dargestellt

Durch welche Faktoren wird die numerische Apertur beeinflusst?

2 Faktoren beeinflussen die numerische Apertur:
Öffnungswinkel des Objektivs: Je grösser der Winkel, desto mehr Licht gelangt ins Objektiv, desto schärfer wird das
Bild. Der Öffnungswinkel kann durch den Durchmesser der Linse des Objektivs gesteuert werden und durch den
Abstand zwischen Linse und Deckglas.
Brechungsindex der Medien zwischen Deckglas und Linse des Objektivs: Das Licht zwischen Präparat und Objektiv
wird gebrochen (durch die transparenten Medien: Wasser, Deckglas und Luft). Je mehr Licht ins Objektiv gelangt,
desto schärfer wird das Bild.

c) Wodurch unterscheiden sich Trocken- und Ölimmersionsobjektive?

Trockenobjektive
- Bei Trockenobjektive befindet sich zwischen Deckglas und Objektivlinse das Medium Luft.
- Die Lichtstrahlen brechen gegen das Lot = gewisse Strahlen gelangen nicht ins Objektiv.
- Das Bild enthält weniger Informationen und feine Details werden nicht aufgelöst.
Ölimmersionsobjektive
- Bei Ölimmersionsobjektive befindet sich zwischen Deckglas und Objektivlinse Immersionsöl.
- Dieses Öl hat fast denselben Brechungsindex wie das Deckglas hat (Glas: 1.513 / Öl: 1.516).
- Die Lichtstrahlen werden kaum gebrochen, es gelangen mehr Strahlen ins Objektiv.
- Das Bild enthält mehr Informationen und feine Details.

Sie können bei einem Mikroskop die köhlersche Beleuchtung einstellen und
erläutern, wie Sie dabei vorgehen würden. Mit einigen Stichworten erklären Sie, welche
Ziele mit der köhlerschen Beleuchtung erreicht werden.

1.  Mikroskop einschalten
2.  Präparat einspannen (beim Mikroskoptisch und mit Objektführer). Das Präparat sollte kontrastreich sein,
d.h. es sollte natürlicherweise Farbstoffe enthalten oder nachträglich gefärbt sein.
3.  Leuchtfeldblende öffnen (beim Mikroskopfuss). Aperturblende öffnen, d.h. Stellung Ph wählen (beim
Kondensor).
4.  Kondensor in Stellung BF (Brightfield = Hellfeld) bringen.
5.  Augenabstand einstellen: Abstand der Okulare an den eigenen Augenabstand anpassen.
6.  Objektiv 4 wählen (beim Revolver). Präparat scharf stellen (mittels Grob- und Feintrieb).
7.  Leuchtfeldblende schliessen (beim Mikroskopfuss) und die Ränder der Blende durch Heben/Senken des
Kondensors scharf stellen (mittels Kondesortrieb).
8.  Das Bild der Leuchtfeldblende zentrieren (mittels Zentrierschraube am Kondensor).
9.  Leuchtfeldblende (beim Mikroskopfuss) soweit öffnen, dass sie gerade nicht mehr sichtbar ist und das ganze
Objektfeld ausgeleuchtet wird. Die Leuchtfeldblende darf jetzt nicht mehr sichtbar sein, sie darf aber auch
nicht bis zum Anschlag geöffnet werden.
10.  Kontrast einstellen: Bei gefärbten Präparaten Aperturblende (beim Kondensor) eher öffnen. Bei ungefärbten
Präparaten Aperturblende eher schliessen.

 

iele der köhlschern Beleuchtung
→ Gleichmässig ausgeleuchtetes Präparat
→ Kontrastreiches, Störungsfreies Bild
→ Keine sichtbare Lichtquelle
→ Nur der betrachtete Bereich soll beleuchtet sein

Auf einem Okular befinden sich die Beschriftungen: Periplan 10 x / 18

Hinweis für die Prüfung: In der Frage können andere Zahlen als die angegebenen vorkommen.
a) Wie gross ist die betrachtete Struktur in Wirklichkeit, wenn sie bei Objektiv 4 ca. ¾ des Sehfeldes ausfüllen?
Durchmesser des Objektfeldes = Sehfeldzahl des Okulars / Abbildungsmassstab des Objektivs
Durchmesser des Objektfeldes = 18 / 4 = 4,5mm
4,5 * 0.75 = 3.375 mm
b) Wie gross ist eine Struktur, die bei Objektiv 40 die Hälfte des Sehfeldes beansprucht?
Durchmesser des Objektfeldes = Sehfeldzahl des Okulars / Abbildungsmassstab des Objektivs
Durchmesser des Objektfeldes = 18 / 40 = 0,45mm
0,45 * 0.5 = 0.225 mm

Welche Teile der Pflanze essen wir? Zur Auswahl stehen folgende Strukturen

Achselknospe = Rosenkohl

Blatt = Wirz, Lauch Spinat

Blütenknospen = Artischocke, Nelke

Blüte/ Blütenstand =Tomate, Zuchetti

Frucht/ Fruchtstand = Kefen, Salatgurke

Hypokotyl = Radischen

Keimling d.h. ganze Pflanze = Gartenkresse, Brunnenkresse

Spross (Stengel ohne Blätter) = Spargel

Sprossachse ( nur Stängel)

Samen = Erbsen

Sekundäre Rinde (Bast) = Zimtstange

Wurzel = Karotte

 Erläutern Sie mit einer Skizze sowie einigen Stichworten wie die Mitose abläuft.

Interphase:

Teilung wird vorbereitet. DNA-Replikation findet statt: Die DNA wird verdoppelt. Das einzelne Chromatid eines Chromosom verdoppelt sich zu zwei Schwesterchromatiden.

Prophase:


- Am Anfang sind die Chromosomen nicht sichtbar, sie liegen in Form von Chromatinfäden im Zellkern vor.
- Die Chromosomen kondensieren und werden dadurch sichtbar.
- Die Kernmembran zerfällt.
- Die Spindelapparate bilden sich in den Polen der Zelle aus.


Metaphase:


- Die Chromosomen werden durch die Spindelapparate auf die Äquatorialebene angeordnet.
- Jedes Chromosom besteht aus zwei identischen Schwesterchromatiden, die am Centromer zusammenhängen.
- Die Spindelapparate docken am Centromer an.


Anaphase


- Die Spindelapparate ziehen die Chromosomen am Centromer auseinander.
- In jedem Pol wird ein Chromatid transportiert = Jedes Pol hat einen vollständigen Chromosomensatz.


Telophase


- Die Chromatide dekondensieren wieder und sind in Form von Chromatinfäden nicht mehr sichtbar.
- Die Kernmembran wird wieder gebildet (2x).
- Das Zytoplasma wird geteilt.
- Eine neue Zellwand wird gebildet.

Was ist das Ergebnis der Mitose?

Bei der Mitose entstehen zwei identische Tochterzellen, die genetisch nicht unterscheidbar sind.

Erklären Sie mit Stichworten und einer Skizze wie Kormophyten (Sprosspflanzen)
wachsen. Dabei unterscheiden Sie zwei verschiedene Meristemtypen, welche primäre
Strukturen bzw. sekundäre Strukturen erzeugen.

Meristem: Bindungsgewebe der Sprosspflanzen. Es gibt zwei Typen:


1. Apikalmeristeme:

Befinden sich in Knospen und Wurzelspitzen. Sie führen zum Längenwachstum (primäres
Wachstum). Die von Apikalmeristeme gebildeten Strukturen heissen primäre Strukturen.


2. Lateralmeristeme:

Befinden sich in Sprossachse und Wurzeln. Sie führen zum Dickenwachstum (sekundäres
Wachstum). Die von Lateralmeristeme gebildeten Strukturen heissen sekundäre Strukturen.
-Leitgewebe-Kambium (Lateralmeristem): Hauptverantwortlich für das sekundäre Dickenwachstum.
-Kork-Kambium (Lateralmeristem): Erzeugt das sekundäre Abschlussgewebe, weil die Epidermis der Pflanze beim
sekundären Dickenwachstum oft zerrissen wird.

Skizzieren Sie einen Blattquerschnitt des Kirschlorbeers im Bereich der
Mittelrippe. Beschriften Sie die Gewebe und geben Sie an, welche Funktionen sie
erfüllen.

● Leitbündel, bestehen aus:
● Xylem: Gefäss für Wassertransport
● Phloem: Gefäss für Assimilatentransport (Zucker usw.)
● Stomata: Spaltöffnung für Gasaustausch mit Umwelt (Aufnahme von CO2, Abgabe von O2 und H2O)
● Cuticula: Wachsartiger Tranpirationsschutz
● Epidermis: Abschlussgewebe
● Schwammparenchym: Durchlüftungsgewebe
● Pallisadenparenchym: Fotosynthesegewebe

Was sind die Ziele der Meiose und wie werden sie erreicht?

Ziel der Meiose ist die Entstehung von haploiden Keimzellen (Gameten).
1. Reduktion des Chromosomensatzes (von diploid zu haploid)
2. Rekombination der DNA:
- Intrachromosomal: In der Prophase 1 findet das Crossingover statt, die homologen Chromosomen (z.B. Nummer 2
von Mutter und Nummer 2 vom Vater) liegen aufeinander und tauschen genetische Informationen aus.
- Interchromosomal: In der Metaphase 1 und Anaphase 1 werden die Chromosomen zufällig auf die entstehenden
Zellen verteilt.
b) Welche Zellen in einem Organismus teilen sich mitotisch (durch Mitose) und welche Zellen teilen sich meiotisch
(durch Meiose).
Mitose: Alle somatischen Zellen (Körperzellen) mit einem diploiden Chromosomensatz. Ohne Keimzellen (Gameten).
Meiose: Die Keimzellen (Gameten).

Zytoplasmamembran

Zytoplasmamembran
-Grenzt das Zytoplasma in der Zelle ein (semipermeable Membran)
-Barriere und Vermittler zur Aussenwelt
-Besitzt Transporteinrichtungen für den Stoffaustausch der Zelle mit ihrer Umgebung
-Gibt tierischen Zellen ihre mechanische Festigkeit
-Besitzt Rezeptoren zur Erkennung von Signalstoffe

Zellwand

Zellwand
-Kommt bei pflanzlichen und pilzlichen Zellen vor
-Besteht bei Pflanzen überwiegend aus Zellulose
-Gibt der Zelle die starre Struktur
-Verhindert das platzen, hält den osmotischen Druck auf
-Hält physikalische Druck- und Zugbelastungen auf, gibt Stabilität

Zellkern (Nucleus)

Zellkern (Nucleus)
-Enthält das Genom (Erbgut) einer Zelle
-Kernhülle besteht aus eine äussere und innere Kernmembran (dazwischen: perinukleärer Raum), die mit Kernporen
durchbrochen ist
-Moleküle können durch die Kernporen zwischen Zytoplasma und Karyoplasma (Kernplasma) passieren
-Zellkern beinhaltet Proteine, RNA und DNA (DNA als Chromatin)
-Der Nucleolus im Zellkern ist an der Bildung von Ribosomen beteiligt

Ribosomen

Ribosomen
-Kleine Organellen, die für die Proteinsynthese zuständig sind
-Bestehen zu 40% aus Nukleinsäuren und zu 60% aus Proteinen
-Werden durch die Kernkörperchen (Nucleolus) gebildet
-Sind frei im Zytoplasma oder liegen am rauen Endoplasmatischen Retikulum an

Endoplasmatisches Retikulum (ER)

Endoplasmatisches Retikulum (ER)
-Ist ein Membransystem
-Es umschliesst Membranzisternen und steht mit anderen Membranen in Verbindung, z.B. mit der Zellkernmembran
-Aufgaben: Stoffumwandlung durch Enzyme, Stofftransport und Lagerung durch Vesikel (Bläschen)
-Es gibt zwei Typen von ER:  -Raues ER: Trägt an Membranflächen Ribosomen (wirkt somit rau)
-Glattes ER: An den Membranflächen befinden sich keine Ribosomen

Lysosomen

Lysosomen
-Membranvesikel, die Verdauungsenzyme enthalten
-Bauen Material (Proteine, Lipide, Polysaccharide und Nucleinsäuren) in der Zelle ab
-Pflanzenzellen besitzen keine Lysosomen

Vakuolen

Vakuolen
-Sind bei Pflanzenzellen vorhanden
-Sind Zellsafträume mit einer Membranumhüllung, nehmen teilweise viel Platz in der Zelle ein
-Darin sind Wasser, Reservestoffe und Abfallstoffe enthalten

Golgi-Apparate

Golgi-Apparate
-Sind Membranzisternen (Dictyosom: Teil davon, einzelner Membranstapel)
-Aufgaben: Aufnahme und Transport von Sekretstoffen (z.B. in Drüsenzellen), Bildung von Baustoffe für die Zellwand
-Am Rande des Golgi-Apparates können sich Bläschen (Vesikel) abschnüren

Mitochondrien

Mitochondrien
-Besitzen eine Doppelmembran
-Innere Membran hat zahlreiche Einstülpungen, die deren Oberfläche stark vergrössern
-Enthalten Enzyme, die Zellatmung betreiben
-Aufgabe: „Kraftwerk der Zelle“, Energie wird durch die Zellatmung als ATP in Mitochondrien gespeichert
-Haben eigene DNA und vermehren sich durch Teilung

Plastiden

Plastiden
-Besitzen eine Doppelmembran
-Haben eigene DNA und vermehren sich durch Teilung
-Proplastiden können sich zu verschiedenen Plastidentypen entwickeln, oft mit Speicherfunkion (z.B. Stärkekörner
„Amyloplasten“)
-Durch Einwirkung von Licht entwickeln sich Chloroplasten (mit Chlorophyll als grüner Farbstoff)
-Chloroplasten: absorbieren Licht und treiben damit Photosynthese. Dabei entstehen aus anorganische Stoffe
organische Stoffe. Ausserdem wird Sauerstoff produziert.

Skizzieren Sie den Aufbau einer semipermeablen Membran und erklären Sie damit, wie das Prinzip der Osmose funktioniert.

Biomembranen
Biomembranen sind selektiv permeabel = nicht
jeder Stoff kann hindurch passieren. Nur kleine
ungeladene Moleküle können passieren (H2O, O2,
CO2, N2 usw.). Ionen (Cl
-, Na
+
, K
+
usw.) und grössere Moleküle (Proteine, Lipide, Kohlenhydrate usw.) können nicht passieren.


Osmose


Wenn eine semipermeable Membran zwei Lösungen voneinander trennt, fliesst das Wasser immer in folgender Richtung:
-Tiefe Konzentration an gelöste Teilchen        -Hohe Konzentration an gelöste Teilchen
-Hohes Wasserpotential                                  -Tiefes Wasserpotential
(hohe Wasserkonzentration)                             (tiefe Wasserkonzentration)


Die treibende Kraft ist das Wasserpotential. Das System strebt danach, in beiden Lösungen die gleiche Konzentration an gelösten Teilchen zu haben. Durch eine semipermeable Membran kann zwar Wasser passieren, jedoch keine gelösten Teilchen. Also gleich das Wasser die Konzentration an gelösten Teilchen aus.

Zucker ist für viele Mikroorganismen ein wichtiger Nährstoff, der ihr Wachstum
stark fördert. Trotzdem werden Zucker und auch Salz seit Jahrtausenden erfolgreich zur
Konservierung von Lebensmitteln eingesetzt.

Welche Konsequenzen ergeben sich für Bakterien oder Pilzzellen, die in ein Glas mit Konfitüre (=Marmelade)
gelangen? Hinweis normale Konfitüren haben einen Gesamtzuckergehalt von ca. 50 %.

Die Konfitüre ist gegenüber dem Zellsaft der Bakterien/Pilzzellen hypertonisch. Die Bakterien/Pilzzellen geben durch Osmose viel Wasser ab (Plasmolyse) und werden dabei unschädlich gemacht.

In der heutigen Zeit sind Confitüren erhältlich, die den veränderten Ernährungsgewohnheiten entgegenkommen
und entweder über einen reduzierten Zuckergehalt verfügen (light) oder mit einem künstlichen Süssstoff gesüsst
sind. Künstliche Süssstoffe sind bedeutend süsser als Zucker, weshalb es entsprechend weniger davon braucht, um
den gleichen Sinneseindruck zu erzeugen. Beurteilen Sie die Haltbarkeit dieser Produkte im Vergleich zu
„traditioneller“ Confitüre.

Da solche Produkte weniger Zucker enthalten ist die Konfitüre gegenüber den Bakterien weniger hypertonisch, die
Bakterien haben also bessere Überlebenschancen. Deswegen müssen bei solchen Produkten zusätzlich
Konservierungsmittel eingesetzt werden.

Trotz genügend hohem Zuckergehalt findet man, dass gerade selbst hergestellte Confitüre gelegentlich von Schimmelpilzen überwachsen sein kann. Bei diesen Pilzen handelt es sich um Spezialisten, die als xerophil bezeichnet werden. Damit diese Organismen unter ungünstigen osmotischen Verhältnissen trotzdem wachsen können, wendensie einen „Trick“ an. Wie könnte diese Strategie aussehen? Suchen Sie eine mögliche Erklärung dafür.

Xerophile Pilze produzieren durch ihren Stoffwechsel verschiedene Stoffe, damit die Konzentration an gelösten Stoffen im Zellinneren höher ist als in ihrem Medium. Dadurch können sie Wasser aus der Umgebung aufnehmen
und entsprechend Wachsen.

Was bedeutet der Ausdruck „doppelte Befruchtung“?

Pollenkorn: bildet sich durch Meiose (männlich), beinhaltet 1 vegetative Zelle und 2 generative Spermazellen.


Embryosack: bildet sich durch Meiose (weiblich), beinhaltet 1 Eizelle und 2 Polzellen.


1. Bestäubung: Pollenkörner landen auf die Narbe.


2. Die vegetative Zelle des Pollenkorns „bohrt“ einen Pollenschlauch bis zum Embryosack.


3. Doppelte Befruchtung:    -Eine generative Spermazelle verschmilzt mit der Eizelle, daraus entsteht:


Diploide Zygote → Embryo → Keimling.
-Die andere generative Spermazelle verschmilzt mit den Polzellen, daraus
entsteht: Endosperm (Nährstoffpaket für Keimling, bis es Blätter hat und
selber Photosynthese betreiben kann).

 Wodurch unterscheiden sich Frucht und Samen?

Herkunft der Strukturen:
- Samen: Wird aus dem Gewebe von Mutter- und Vaterpflanze gebildet (aus der Samenanlage).
- Frucht: Wird aus dem Gewebe der Mutterpflanze gebildet (aus dem Fruchtknoten)
Funktion:
- Samen: Dient der Fortpflanzung der Pflanze.
- Frucht: Dient als Lockmittel, z.B. essen Tiere dadurch die Frucht und scheiden die Samen wieder aus, damit diese in
der Erde keimen können.

Humanpathogene Protisten

Definieren Sie den Begriff Protisten.

Protisten = Einzellige Eukaryoten.
Die meisten Protisten leben aquatisch und sind mikroskopisch klein. Es gibt heterotrophe und autotrophe Formen
von Protisten.

 wie der Einzeller die Nahrung aufnimmt

Die Nahrung wird durch Phagocytose mittels Pseudopodien (Scheinfüsschen) aufgenommen.
Dabei werden Partikel mit der Zytoplasmamembran umschlossen und in die Zelle aufgenommen. Dieser Prozess wird
Endocytose oder Phagocytose genannt.

Étudier