Biologie: Grundlage und Zellbiologie
Glossar von Biologie: Grundlage und Zellbiologie
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Lernkarten
Die Genetik oder Vererbungslehre befasst sich mit den Fragen der Speicherung, Verdoppelung, Ablesung, Veränderung und Vererbung der Erbinformation.
Gameten und Lebewesen treten oft in zwei Formen auf, die sich im Geschlecht (weiblich oder männlich) unterscheiden. Bei der geschlechtlichen Fortpflanzung verschmelzen in der Regel zwei Gameten mit unterschiedlichem Geschlecht.
Bei der geschlechtlichen Fortpflanzung entwickelt sich der Nachkomme aus einer Zelle, in der Erbgut von zwei Eltern kombiniert wird (meist durch Verschmelzen von zwei Gameten zu einer Zygote). Jeder Elter trägt einen Chromosomensatz zum doppelten Satz des Nachkommen bei. Gene beider Eltern werden kombiniert. Der Nachkomme unterscheidet sich von beiden Eltern.
Ein Gewebe ist ein Verband von meist gleichartigen Zellen, die zusammenarbeiten. Die Zellen tauschen über ihre Zellmembranen oder Plasmafäden Informationen und Stoffe aus.
Gleichwarme Lebewesen halten ihre Körpertemperatur unabhängig von der Aussentemperatur konstant. Gleichwarm sind nur die Vögel und die Säugetiere (<-> wechselwarm).
Glykogen ist ein Vielfachzucker, der tierischen Zellen als Reservestoff dient. Seine Makromoleküle bestehen wie die der pflanzlichen Stärke aus Traubenzucker-Molekülen. Die Ketten sind aber noch stärker verzweigt.
Die Zellatmung beginnt mit der Glykolyse im Plasma: Das Traubenzucker-Molekül wird in zwei Moleküle Brenztraubensäure gespalten.
Der Golgi-Apparat besteht aus den miteinander verbundenen Dictyosomen einer Zelle. Er dient als Zwischenlager und Versandhaus der Zelle.
Golgi-Vesikel sind Bläschen, die von den Dictyosomen abgeschnürt werden.
Grana (granum, lat.: Korn) sind Membranstapel in den Chloroplasten. Sie tragen das Chlorophyll, mit dem das Licht für die Lichtreaktionen der Fotosynthese aufgefangen wird.
Als haploid (haplos, gr.: einfach) bezeichnet man Kerne bzw. Zellen mit einem einfachen Chromosomensatz aus n verschiedenen Chromosomen.
Als heterogen bezeichnet man Gemische, die uneinheitlich aussehen, z. B. Aufschlämmungen von unlöslichen Stoffen in Wasser.
Heterotrophe Zellen bzw. Lebewesen sind «fremdernährt» (hetero, gr.: fremd, trophe, gr.: Nahrung), d. h., sie müssen organische Stoffe aufnehmen.
Die Histologie (histion, gr.: Gewebe) befasst sich mit dem Bau und der Funktionsweise von Geweben.
Als homogen (einheitlich) bezeichnet man alle Reinstoffe und die Gemische (Lösungen), die von blassem Auge nicht als solche erkennbar sind (<-> heterogen).
Hormone sind Botenstoffe, die von Vielzellern in speziellen Zellen oder Organen produziert und dann im Körper verteilt werden. Sie lagern sich an passende Rezeptoren bestimmter Zellen an und bewirken dadurch eine Änderung in der Zelle.
Als hydrophile bezeichnet man wasserliebende (hydro, gr.: Wasser, philos, gr.: Freund) Stoffe wie Kochsalz oder Zucker. Sie lösen sich in Wasser gut und sind in lipophilen Lösemitteln wie Benzin schlecht oder gar nicht löslich.
Von zwei Lösungen nennt man diejenige mit der höheren Konzentration gelöster Teilchen hypertonisch. Sie nimmt bei der Osmose Wasser auf und der Druck in ihr steigt (hyper, gr.: über, tonos, gr.: Spannung).
Eine Hypothese ist eine mit den vorliegenden Fakten übereinstimmende Annahme, die diese Fakten in Zusammenhang bringt und ihre Ursache nennt. Eine Hypothese wird geprüft, indem man aus ihr Schlussfolgerungen ableitet und experimentell überprüft. Ist das Resultat aller Überprüfungen positiv, wird die Hypothese zu einer Theorie.
Von zwei Lösungen nennt man diejenige mit der tieferen Konzentration gelöster Teilchen hypotonisch. Sie gibt bei der Osmose Wasser ab, ihr Druck sinkt (hypo, gr.: unter, tonos, gr.: Spannung).
Die Interphase ist der Zeitraum zwischen zwei Zellteilungen (inter, lat.: zwischen). Die Zelle wächst und verdoppelt ihr Erbgut.
Im Interphasen- oder Arbeitskern liegt das Erbgut in Form langer Chromatinfasern vor. Es kann so zur Steuerung der Zelle (Bildung von mRNA) abgelesen werden. In der Interphase werden die Chromatinfasern verdoppelt.
Interzellularen sind Räume zwischen den Zellen (inter, lat.: zwischen).
Ionen
Ionen sind geladene Teilchen. Die Ionenladung wird als arabische Ziffer mit dem Ladungszeichen rechts oben neben das Symbol geschrieben, z.B.: Na+, Ca2+, O2-.
Ionenverbindungen oder Salze bestehen aus positiv und aus negativ geladenen Ionen.
Als isotonisch (iso, gr.: gleich, tonos, gr.: Spannung) werden Lösungen mit gleicher Konzentration gelöster Teilchen bezeichnet.
Isotope sind Atome eines Elements, die sich in der Neutronenzahl unterscheiden. Sie haben gleiche Protonen- und Elektronenzahl und unterscheiden sich chemisch nicht.
Das Karyogramm (karyon, gr.: Kern) einer Zelle ist ein Bild, auf dem alle Chromosomen der Zelle nach Grösse, Form (und Bandenmuster) geordnet (und nummeriert) zu sehen sind. Es wird aus einem Metaphasenbild hergestellt.
Ein Katalysator beschleunigt eine Reaktion und ermöglicht ihren Ablauf bei einer tieferen Temperatur. Er vermindert die aufzuwendende Aktivierungsenergie, ohne dabei verbraucht zu werden. In der Zelle wirken die Enzyme als Katalysatoren.
Kern, Zellkern
Der Zellkern ist ein kugeliges bis linsenförmiges Organell (⌀ 0.5-20 μm). Er ist durch die Kernhülle vom Plasma abgegrenzt und enthält Kernplasma, Chromatin und Kernkörperchen. Der Kern ist Träger des Erbgutes und steuert die Zelle, indem er mRNA für die Synthese von Enzymen ans Plasma abgibt.
Die Kernhülle ist eine von Poren durchbrochene Hülle aus zwei Membranen, die (bei Eucyten) den Kern abgrenzt. Sie ist mit dem ER verbunden.
Kernkörperchen
Kernkörperchen sind kleine Körperchen (⌀ 0.2-5 μm) aus Eiweissen und RNA im Zellkern. Sie stellen Teile von Ribosomen her und sind in Zellen mit intensiver Eiweisssynthese besonders gross. Pflanzliche Zellkerne enthalten meist mehrere Kernkörperchen.
Procyten haben keinen Kern mit Hülle wie die Eucyten, sondern eine Kernregion, die meist ein ringförmiges Chromosom enthält.
Ein Klon (klon, gr.: Schössling) ist die erbgleiche Nachkommenschaft eines Lebewesens, die bei der ungeschlechtlichen Fortpflanzung oder beim Klonen entsteht.
Klonen oder Klonieren nennt man die künstliche Erzeugung erbgleicher Nachkommen.
Kohlendioxid
Kohlendioxid (CO2) ist ein farbloses und geruchloses Gas, das in der Luft einen Anteil von 0.035 % hat und als Treibhausgas eine grosse Rolle spielt (Kohlenstoffkreislauf).
Kohlenstoff (C) ist das Element, das in allen organischen Verbindungen vorkommt (Kohlenstoffassimilation).
Bei der C-Assimilation stellen die autotrophen Zellen aus Wasser und Kohlendioxid Traubenzucker und Sauerstoff her. Nach der genutzten Energiequelle unterscheidet man Fotosynthese und Chemosynthese.
Kohlenstoffkreislauf
Kohlendioxid entsteht durch die Oxidation organischer Verbindungen bei der Zellatmung und bei Verbrennungsvorgängen und wird von der Pflanze zum Aufbau von organischen Stoffen verwendet. Der Kreislauf des Kohlenstoffs ist heute durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas gestört und der CO2-Gehalt der Luft steigt. Das verstärkt den Treibhauseffekt und gefährdet das Erdklima.
Kohlenhydrate sind organische Verbindungen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff (C-, H- und 0). Sie dienen den Lebewesen als Bau-, Betriebs- und Reservestoffe und zur Herstellung anderer Verbindungen. Man unterscheidet Einfach-, Doppel- und Vielfachzucker.