Biologie: Grundlage und Zellbiologie

Glossar von Biologie: Grundlage und Zellbiologie

Glossar von Biologie: Grundlage und Zellbiologie


J. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Zellbiologie für Mittelschüler. Sie behandeln zentrale Themen wie die Struktur und Funktion von Zellen, Stoffe und ihre Reaktionen, sowie die Rolle von Energie und Molekülen im Zellstoffwechsel. Besonders hervorgehoben werden die Prozesse der Fotosynthese, Fortpflanzung und Zellteilung, sowie die Bedeutung von Wasser und Traubenzucker für lebende Organismen. Ideal für Schüler, die ein tiefes Verständnis der biologischen Grundlagen erlangen möchten.
Karten
318
Lernende
9
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
18.07.2016 / 12.03.2023

Cartes-fiches

Treibhauseffekt

Treibhausgase wie Wasserdampf und Kohlendioxid lassen die (kurzwellige) Strahlung von der Sonne zur Erde passieren, absorbieren aber die (langwellige) Wärmestrahlung, die von der erwärmten Erde ausgeht. Das führt zu einer Erwärmung der erdnahen Luft, die man Treibhauseffekt nennt.

natürlicher Treibhauseffekt

Der natürliche Treibhauseffekt erhöht die mittlere Jahrestemperatur auf der Erde um über 30 °C.

künstlicher Treibhauseffekt

Der Treibhauseffekt wird vom Menschen, v. a. durch die Störung des Kohlenstoffkreislaufs verstärkt.

Tunnelprotein, Eiweiss-Tunnel

Tunnelproteine bilden Tunnel durch die Lipidschicht der Membran und ermöglichen die erleichterte Diffusion von hydrophilen Teilchen. Die Tunnel können geöffnet und geschlossen werden.

Tüpfel

Tüpfel sind Aussparungen in den Zellwänden benachbarter Pflanzenzellen. Sie sind durchzogen von Plasmafäden, welche die Protoplasten verbinden.

turgeszent

Als turgeszent (turgere, lat.: schwellen) bezeichnet man pflanzliche Zellen, bei denen die Vakuole prall gefüllt und die Zellwand durch den Turgor gespannt ist. Die Turgeszenz stabilisiert Zellen mit unverholzten Wänden.

Turgor

Der Turgor (turgere, lat.: schwellen) ist der Innendruck in pflanzlichen Zellen. Er entsteht durch die osmotische Wasseraufnahme in die Zelle.

Turgorbewegung

Gewisse Pflanzen können durch gezielte Änderungen des Turgors Teile ihres Körpers, z.B. Blätter, bewegen.

vegetativ, ungeschlechtlich

Bei der ungeschlechtlichen Fortpflanzung entwickeln sich die Nachkommen aus Körperzellen eines Lebewesens und haben dasselbe Erbgut wie diese.

Vakuole

Vakuolen sind Kompartimente mit nicht-plasmatischem Inhalt. Sie können zur Speicherung und zum Stoffabbau dienen. Die grosse Vakuole der Pflanzenzelle entsteht beim materialsparenden Wachstum der Zelle. Sie enthält Zellsaft.

Verbindung

Eine Verbindung ist ein Reinstoff, der sich durch Analyse in Elemente zersetzen lässt. Sie hat im Gegensatz zum Gemisch eine fixe Zusammensetzung.

Verbrennung

Eine Verbrennung ist eine rasch verlaufende exotherme Reaktion (meist eine Oxidation), bei der eine Flamme auftritt.

Verdampfen

Verdampfen ist der Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand bei Siedetemperatur.

Verdauung

Bei der Verdauung werden die organischen Makromoleküle der Nahrung mit Verdauungsenzymen in ihre Bausteine gespalten (Eiweisse in Aminosäuren, Kohlenhydrate in Einfachzucker, Fette in Fettsäuren und Glycerin).

Verdunsten, Verdunstungskälte

Verdunsten ist der Wechsel vom flüssigen in den gasförmigen Zustand unterhalb der Siedetemperatur. Eine verdunstende Flüssigkeit entzieht der Umgebung Wärme (Verdunstungskälte).

Vesikel

Vesikel sind kleine, durch eine Membran begrenzte Bläschen zum Transport oder zur Speicherung von Stoffen. Sie werden vom Membransystem des Cytoplasmas oder von der Zellmembran abgeschnürt bzw. eingebaut.

Vielfachzucker

Die Makromoleküle der Vielfachzucker Stärke und Cellulose entstehen durch die Verknüpfung von vielen Glucose-Molekülen. Sie unterscheiden sich in der Art der Bindung, in der Verzweigung der Ketten und in der Zahl der Bausteine.

Vielzeller

Vielzeller sind Lebewesen, die aus verschiedenartigen, nicht selbstständig lebensfähigen, meist diploiden Zellen bestehen. Zur geschlechtlichen Fortpflanzung bilden sie haploide Gameten. Ihre Lebensdauer ist beschränkt.

Wachstum

Das Wachstum der Lebewesen geschieht aktiv und planmässig. Einzeller können durch Zellvergrösserung, Vielzeller durch Zellvermehrung und Zellvergrösserung wachsen. Manche Lebewesen wachsen bis zum Tod.

Wanddruck

Der Wanddruck ist der Gegendruck der Zellwand, der bei der osmotischen Wasseraufnahme in die Zelle durch Dehnung der Wand entsteht. Er begrenzt die Wasseraufnahme.

Wasser

Wasser ist Hauptbestandteil aller Lebewesen. Es ist Lösemittel, Transportmedium und Lebensraum. Wasser löst viele Salze und hydrophile Molekülverbindungen gut.

Wasserhaushalt

Zellen nehmen im reinen Wasser oder in hypotonischer Lösung Wasser auf. In hypertonischer Lösung geben sie Wasser ab.

wechselwarm

Bei wechselwarmen Lebewesen schwankt die Körpertemperatur mit der Aussentemperatur (<-> gleichwarm).

Wechselzahl

Die Wechselzahl ist Zahl der Substrat-Moleküle, die ein  Enzym in einer Sekunde umsetzt. Sie liegt je nach Enzym und Bedingungen zwischen 1 und 600000.

Welken

Nicht verholzte Pflanzenteile welken bei Wasserverlust. Die Zellen verlieren ihre Turgeszenz, d.h. der Turgor und die Spannung der Zellwand nehmen ab.

Wimpern

Wimpern sind feine Plasmafortsätze der Zelle, die der Bewegung oder der Fortbewegung dienen. Sie haben den gleichen Bau und die gleiche Funktionsweise wie Geisseln, sind aber kürzer und meist in grosser Zahl vorhanden.

wirkungsspezifisch

Enzyme sind wirkungsspezifisch, d. h., sie katalysieren nur eine einzige chemische Reaktion des Substrats.

Zellatmung

Die Zellatmung ist eine Dissimilation, bei der Traubenzucker mit Sauerstoff vollständig zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut wird. Sie setzt die ganze Energie frei, die bei der Fotosynthese im Traubenzucker gespeichert wurde (38 Moleküle ATP aus einem Molekül Traubenzucker). Der Abbau verläuft über viele Reaktionsschritte. Er beginnt mit der Glykolyse im Plasma und verläuft dann in den Mitochondrien.

Zelle

Die Zelle ist die einfachste Struktur der Lebewesen, die selbstständig lebensfähig sein kann. Zellen sind meist 1/100-1/10 mm gross und stimmen unabhängig von der Art des Lebewesens in vielen Merkmalen überein. Zellen enthalten einen Bauplan und eine Betriebsanleitung in Form von DNA.

Zellmembran

Die Zellmembran grenzt das Plasma nach aussen ab. Sie reguliert den Stoffaustausch, ermöglicht die Reizaufnahme und die Kommunikation mit anderen Zellen. Die Zellmembran unterscheidet sich von anderen Biomembranen durch Kohlenhydrat-Moleküle auf der Aussenseite, die als Erkennungs- Moleküle und als Antennen dienen.

Zellsaft

Der Zellsaft ist eine wässrige Lösung in den Vakuolen. Er enthält Reservestoffe, Farbstoffe und Abfälle z.T. gelöst, z.T. in Form von Tröpfchen oder Kristallen.

Zellstoffwechsel

Der Zellstoffwechsel dient der Herstellung von Baustoffen und zur Beschaffung der Energie für alle Aktivitäten der Zelle. Er umfasst die chemischen Umsetzungen in der Zelle (Assimilation und Dissimilation) und den Stoffaustausch durch die Membran.

Zellteilung

Die Zellteilung beginnt mit der Teilung des Kerns in zwei identische Tochterkerne(Mitose) und endet mit der Teilung des Cytoplasmas in zwei meist etwa gleich grosse Hälften.

Zelltheorie

Die Zelltheorie wurde 1838 von Schleiden und Schwann formuliert und besagt: Alle Organismen bestehen aus mindestens einer Zelle. Die Zelle ist die kleinste Einheit des Lebens. Virchow ergänzte 1855: Zellen entstehen nur durch Teilung bereits vorhandener Zellen.

Zellwand, Sekundärwand

Die Zellwand wird von Pflanzenzellen durch die Ausscheidung des Wandmaterials aufgebaut (Zellwandplatte). Sie besteht aus einer Grundsubstanz, in die Cellulosefasern eingebettet sind. In der Primärwand, die der Mittellamelle aufgelagert wird, liegen die Cellulosefasern ungeordnet. In den einzelnen Schichten der Sekundärwand, die bei der Verdickung der Wand gebildet wird, liegen sie parallel.

Zellwandplatte

Die Zellwandplatte ist die membranumschlossene Platte, die sich bei der Zellteilung zwischen den beiden Tochterzellen durch die Verschmelzung von Golgi-Vesikeln bildet. Aus dem Inhalt der Golgi-Vesikeln entsteht die Mittellamelle, der dann die Primärwand aufgelagert wird.

Zellzyklus

Im Zellzyklus folgt auf eine Zellteilung eine Interphase, in der die Zelle wächst und das Erbgut verdoppelt.

Zygote

Die Zygote (zygotos, gr.: verbunden) entsteht bei der geschlechtlichen Fortpflanzung durch die Verschmelzung von zwei Gameten. Sie ist meist diploid.

Étudier