Biologie: Grundlage und Zellbiologie

Glossar von Biologie: Grundlage und Zellbiologie

Glossar von Biologie: Grundlage und Zellbiologie


J. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Zellbiologie für Mittelschüler. Sie behandeln zentrale Themen wie die Struktur und Funktion von Zellen, Stoffe und ihre Reaktionen, sowie die Rolle von Energie und Molekülen im Zellstoffwechsel. Besonders hervorgehoben werden die Prozesse der Fotosynthese, Fortpflanzung und Zellteilung, sowie die Bedeutung von Wasser und Traubenzucker für lebende Organismen. Ideal für Schüler, die ein tiefes Verständnis der biologischen Grundlagen erlangen möchten.
Flashcards
318
Students
9
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
18.07.2016 / 12.03.2023

Flashcards

Proplastiden

Proplastiden sind teilungsfähige Vorstufen von Plastiden, die sich zu Chloro-, Chromo- oder Leukoplasten differenzieren können.

Proteine

Proteine sind-+ Eiweisse aus über 100 Aminosäuren.

Proton

Ein Proton ist ein Elementarteilchen mit positiver Ladung. Atome eines Elements haben die gleiche Protonenzahl (proton, gr.: das Erste).

Protoplast

Der Protoplast ist die Zelle ohne Zellwand.

pulsierende Vakuole

Die pulsierende Vakuole ist ein Organell, mit dem Einzeller eindringendes Wasser nach aussen pumpen. Sie kommt v. a. bei Süsswasserbewohnern ohne Zellwand vor.

Raster-Elektronen-Mikroskop

Im REM wird die Oberfläche eines präparierten Objekts mit einem Elektronenstrahl abgetastet. Das Raster-EM erzeugt plastische Bilder von Oberflächen (Elektronenmikroskope).

Raumstruktur

Die Makromoleküle der Eiweisse und der Nucleinsäuren haben unter natürlichen Bedingungen eine ganz bestimmte Gestalt (Sekundär- und Tertiärstruktur, Denaturierung).

Reaktionsgleichung

Jede chemische Reaktion lässt sich durch eine Reaktionsgleichung beschreiben. Dabei verwendet man für die beteiligten Stoffe die Formeln oder die Namen. Die Edukte stehen links, die Produkte rechts vom Reaktionspfeil ---> der bedeutet «reagieren zu».

Reaktionsvermögen, Reizbarkeit

Als Reaktionsvermögen bezeichnet man die Fähigkeit der Lebewesen, auf innere und äussere Reize zu reagieren. Mögliche Reaktionen sind u. a.: Bewegungen, Lautäusserungen, Farbänderungen und Änderungen im Stoffwechsel.

Reinstoffe

Reinstoffe lassen sich im Gegensatz zu Gemischen nicht weiter auftrennen und haben bestimmte charakteristische Eigenschaften (Schmelz- und Siedetemperatur, Dichte, Härte, Farbe, Geruch). Man unterscheidet (Elemente und Verbindungen.

Rezeptor

Rezeptoren (receptor, lat.: Empfänger) sind Reizempfänger. Membranrezeptoren sind Eiweisse, an die sich Botenstoffe an lagern, was eine Veränderung im Inneren der Zelle bewirkt.

Ribonucleinsäure

Mehrere Arten von RNA (RNS, Ribonucleinsäure) dienen als Informationsüberträger (mRNA).

Ribosomen

Ribosomen sind winzige, nur im EM sichtbare Kügelchen (⌀ 15-30 nm) aus Eiweissen und RNA ohne Membran. Sie sitzen auf dem rauen ER oder liegen im Plasma. Ihre Aufgabe ist die Eiweisssynthese.

RNA

Ribonucleinsäure

Rohrzucker

Der zum Süssen von Speisen üblicherweise verwendete Rohrzucker ist ein Doppelzucker, dessen Moleküle aus je einem Molekül Traubenzucker und Fruchtzucker bestehen.

Sauerstoff

Sauerstoff (Oxygenium von oxys, gr.: scharf) ist ein farbloses, geruchloses Gas, das in der Luft in Form von O2-Molekülen mit einem Anteil von 21 % vorkommt. Weil die O2-Moleküle relativ stabil sind, reagiert Sauerstoff erst nach Zufuhr von Aktivierungsenergie. Sauerstoff wird bei der C-Assimilation produziert und bei der Zellatmung und bei Verbrennungsvorgängen zur Oxidation der organischen Verbindungen verbraucht.

Sekundärstruktur

Die Sekundärstruktur ist die regelmässige Faltung oder Spiralisierung der Peptidkette in einem Eiweiss-Molekül (Raumstruktur).

Selbstverdauung

Alte oder überzählige Zellorganellen werden in Lysosomen aufgenommen und abgebaut. Alte oder überzählige Zellen lösen sich selbst auf, indem sie die Lysosomen platzen lassen.

selektiv permeabel

Als selektiv permeabel wird eine Membran bezeichnet, die gewisse Teilchen durchtreten lässt und andere nicht. Biomembranen sind selektiv permeabel.

Spindelapparat

Der Spindelapparat ist ein spindelförmiges System aus Fasern, das sich in der Mitose zur Trennung der Schwesterchromatiden bildet. Die Fasern gehen von den beiden Polen der Zelle aus und bestehen aus Bündeln von Mikrotubuli.

Stammzellen

Stammzellen sind Zellen, aus denen sich verschiedene Zelltypen entwickeln können. Sie kommen sowohl bei Erwachsenen als auch bei Embryonen vor.

Stärke

Stärke ist ein Vielfachzucker, der als Reservestoff dient. Ihre Moleküle sind z. T. verzweigt und bestehen aus bis zu 100 000 Glucose-Molekülen.

Stickstoff

Stickstoff (N) ist ein farbloses, geruchloses und reaktionsträges Gas, das in der Luft in Form von N2-Molekülen mit einem Anteil von 78 % vorkommt. Lebewesen brauchen das Element Stickstoff für den Aufbau der stickstoffhaltigen Eiweisse und Nucleinsäuren (Stickstoff-Assimilation).

Stickstoffassimilation

Für den Aufbau der Eiweisse und der Nucleinsäuren muss Stickstoff assimiliert werden. Autotrophe Zellen bilden die organischen Bausteine (Aminosäuren, Nucleotide) dieser Stickstoffverbindungen aus anorganischen Salzen (Nitrate, Ammoniumverbindungen), die sie dem Wasser oder dem Boden entnehmen. Den Stickstoff (N2) aus der Luft können nur ganz wenige Bakterien nutzen.

Stoffaustausch

Der Stoffaustausch der Zelle kann an der Zelloberfläche oder aus einer Vakuole geschehen und er kann passiv oder aktiv erfolgen.

Stoffklassen

Die über 10 Millionen organischen Verbindungen werden in Stoffklassen eingeteilt. Die Stoffe einer Stoffklasse sind sich in gewissen Eigenschaften ähnlich, weil ihre Moleküle bestimmte Atomgruppen enthalten, die für die Klasse typisch sind. Die für Lebewesen wichtigsten Stoffklassen sind: Eiweisse, Nucleinsäuren, Kohlenhydrate und Fette.

Stoffwechsel

Der Stoffwechsel dient der Beschaffung von Baustoffen und Energie. Er umfasst den Stoffaustausch, den Stofftransport und die chemischen Umsetzungen im Körper bzw. in der Zelle (Zellstoffwechsel).

Stroma

Stroma (stroma, lat.: Lager) ist das Plasma der Chloroplasten, hier finden die lichtunabhängigen Reaktionen (Dunkelreaktionen) der Fotosynthese statt.

Substrat

Das Substrat ist der Stoff, dessen Umwandlung von einem Enzym katalysiert wird. Das Substrat-Molekül wird an die aktive Selle des Enzyms gebunden und dadurch verändert.

substratspezifisch

Enzyme sind substratspezifisch, d. h., ein Enzym bearbeitet nur einen Stoff (Substrat), weil nur dessen Moleküle an die aktive Stelle gebunden werden können.

Synthese

Synthese heisst in der Chemie Herstellung eines Stoffes, z.B. einer Verbindung aus Elementen.

Systematik

Die Systematik befasst sich mit der Benennung und Klassifizierung der Lebewesen.

Teilchenmodell

Das Teilchenmodell besagt, dass Stoffe aus winzig kleinen Teilchen bestehen, die sich ständig bewegen. Die Geschwindigkeit dieser Wärmebewegung nimmt mit der Temperatur zu. Zwischen den Teilchen wirken Anziehungs- und Abstossungskräfte, die von der Art der Teilchen und von ihren Abständen (und damit vom Aggregatzustand) abhängig sind.

Telophase

Die Telophase ist die letzte Phase der Mitose (telos, gr.: Ende). Bei beiden Tochterkernen bilden sich die Kernhüllen und die Kernkörperchen neu. Die Chromatiden entspiralisieren sich zu Chromatinfasern. Der Spindelapparat löst sich auf.

Tertiärstruktur

Die Tertiärstruktur ist die räumliche Faltung eines Eiweiss-Moleküls (Raumstruktur).

Theorie

Eine wissenschaftliche Theorie ist eine auf Fakten abgestützte in sich widerspruchsfreie Erklärung bestimmter Tatsachen oder Erscheinungen bzw. der ihnen zugrunde liegenden Gesetzlichkeiten.

Tierzellen

Tierzellen sind Eucyten und unterscheiden sich von Pflanzenzellen durch das Fehlen von Zellwand, Plastiden und grosser Vakuolen. Tierzellen sind heterotroph.

totipotent

Als totipotent bezeichnet man Zellen, die noch alles können (totus, lat.: ganz, potens, lat.: mächtig).

Transmissions-EM, TEM

Im TEM werden sehr dünne und entsprechend präparierte Objekte im luftleeren Raum von Elektronenstrahlen durchleuchtet und auf einem Leuchtschirm als Schwarzweissbild abgebildet. Die maximale Auflösung beträgt 0.2 nm (Elektronenmikroskope).

Glucose, Traubenzucker

Der Traubenzucker (Glucose, C6H12O6) ist der Einfachzucker, der im Zentrum des Stoffwechsels aller Lebewesen steht. Er dient als Ausgangsstoff zur Herstellung anderer organischer Stoffe. Seine Dissimilation liefert den Lebewesen die nötige Energie.

Die autotrophen Pflanzen stellen den Traubenzucker durch Fotosynthese mit Hilfe von Sonnenenergie aus Kohlendioxid und Wasser her. Die heterotrophen Lebewesen nehmen ihn mit der Nahrung auf oder stellen ihn aus anderen organischen Nahrungsbestandteilen her.

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