Biologie: Grundlage und Zellbiologie

Glossar von Biologie: Grundlage und Zellbiologie

Glossar von Biologie: Grundlage und Zellbiologie


J. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Zellbiologie für Mittelschüler. Sie behandeln zentrale Themen wie die Struktur und Funktion von Zellen, Stoffe und ihre Reaktionen, sowie die Rolle von Energie und Molekülen im Zellstoffwechsel. Besonders hervorgehoben werden die Prozesse der Fotosynthese, Fortpflanzung und Zellteilung, sowie die Bedeutung von Wasser und Traubenzucker für lebende Organismen. Ideal für Schüler, die ein tiefes Verständnis der biologischen Grundlagen erlangen möchten.
Karten
318
Lernende
9
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
18.07.2016 / 12.03.2023

Lernkarten

Chromatiden

Ein Chromatid ist ein mehrfach spiralisierte Chromatinfaser während der Mitose.

Chromatin(fasern)

Das Chromatin ist das Erbmaterial im Interphasenkern. Es besteht aus feinen Fäden, die aus DNA und Eiweissen aufgebaut sind. Die Chromatinfasern werden in der Interphase verdoppelt und in der Prophase zu Chromatiden spiralisiert.

Chromoplasten

Chromoplasten sind farbige Plastiden mit gelben bis roten Farbstoffen, z.B. in Blütenblättern und Früchten.

Chromosomen

Chromosomen sind die Transportform des Erbgutes während der Mitose. Jedes Chromosom hat eine charakteristische Gestalt, Grösse und (nach Färbung) ein typisches Bandenmuster. Jedes Chromosom trägt bestimmte Gene.

Zweichromatiden-Chromosom

Zu Beginn der Mitose besteht jedes Chromosom aus zwei Chromatiden.

Einchromatid-Chromosom

Am Ende der Mitose besteht jedes Chromosom aus einem Chromatid.

homologe Chromosomen

Homologe Chromosomen sehen gleich aus und tragen die Gene für die gleichen Merkmale.

Cofaktor

Ein Cofaktor ist ein Teilchen, das für die Aktivität eines Enzyms erforderlich ist.

Cytologie, Zellbiologie

Die Cytologie erforscht den Bau und Funktionsweise der Zellen.

Cytoplasma

Das Cytoplasma ist der Protoplast ohne Zellkern. Es besteht aus dem Grundplasma und allen Organellen ausser dem Zellkern.

Cytoskelett

Das Cytoskelett stabilisiert die innere Struktur der Zellen, hält wandlose Zellen in Form und ermöglicht zusammen mit Motorproteinen die Bewegungen (in) der Zelle. Es besteht aus feinen Eiweissröhrchen (Mikrotubuli) und -stäbchen (Mikrofilamente) im Cytoplasma.

Dauergewebe

Pflanzen bestehen zur Hauptsache aus Dauergeweben mit differenzierten, nicht mehr teilungsfähigen Zellen.

Denaturierung

Bei der Denaturierung ändern Eiweiss-Moleküle ihre Form (Raumstruktur). Sie verlieren dabei meist ihre biologische Wirkung. Enzyme werden durch Denaturierung inaktiviert. Denaturierung wird z.B. durch hohe Temperaturen oder durch Stoffe wie Säuren verursacht.

Desoxyribonucleinsäure

Die DNS kommt hauptsächlich im Kern (im Chromatin) vor. Ihre fadenförmigen unverzweigten Makromoleküle bestehen aus vielen Nucleotiden. Die Reihenfolge der vier Nucleotidsorten (A, C, G und T) enthält die Erbinformation. Die DNS enthält die Information für den Aufbau der Eiweisse. Die Reihenfolge der Nucleotide in einem Gen bestimmt die Reihenfolge der Aminosäuren im entsprechenden Eiweiss.

Dictyosomen

Dictyosomen sind Stapel von scheibenförmigen durch eine Membran begrenzten Hohlräume mit wulstigem Rand. Sie nehmen laufend Vesikel auf und schnüren neue ab. Die Dictyosomen einer Zelle sind zum Golgi-Apparat verbunden und dienen als Lager- und Verpackungsorganellen.

Differenzierung, Zelldifferenzierung

Durch die Differenzierung entstehen während der Entwicklung eines Vielzellers aus einer Zelle die verschiedenen Zellsorten. Die Differenzierung im Bau verbessert bestimmte Leistungen der Zelle und ist mit einer Spezialisierung auf bestimmte Aufgaben verbunden. Differenzierte Zellen sind nicht mehr totipotent. Sie besitzen zwar noch alle Informationen, können aber nicht mehr auf alle zugreifen.

Diffusion

Diffusion ist die Durchmischung von Stoffen durch die ungerichtete Eigenbewegung ihrer Teilchen. Jeder Stoff diffundiert - unabhängig von anderen Stoffen - seinem Konzentrationsgefälle folgend. Die Diffusionsgeschwindigkeit eines Stoffes ist umso höher, je grösser sein Konzentrationsgefälle und je höher die Temperatur ist.

erleichterte Diffusion

Die erleichterte Diffusion ist eine selektive und regelbare Diffusion bestimmter Ionen und hydrophiler Moleküle durch Eiweisstunnel oder Carrier der Membran.

diploid

Als diploid bezeichnet man einen Kern bzw. eine Zelle mit doppeltem Chromosomensatz. Je zwei Chromosomen sind homolog. Sie sehen gleich aus und enthalten die Gene für die gleichen Merkmale. Die Körperzellen der meisten Vielzeller sind diploid.

Dissimilation

Die Dissimilation (dissimilis, lat.: unähnlich) ist der Teil des Zellstoffwechsels, bei dem die Energie aus organischen Betriebsstoffen wie Traubenzucker freigesetzt und zum Aufbau von ATP aus ADP + P genutzt wird. Sie kann aerob (Zellatmung) oder anaerob (Gärungen) sein (<-->Assimilation).

Doppelzucker

Doppelzucker sind Kohlenhydrate, deren Moleküle aus zwei Einfachzuckern bestehen, z.B. Rohrzucker aus Traubenzucker und Fruchtzucker.

Dunkelreaktionen

lichtunabhängige Reaktionen der Fotosynthese.

Edukte

Edukte sind die Stoffe, die sich bei einer chemischen Reaktion in Produkte umwandeln.

Einfachzucker

Die Einfachzucker sind die einfachsten Kohlenhydrate. Ihre Moleküle sind die kleinsten Bausteine der Vielfachzucker, z. B. Traubenzucker.

Einzeller

Einzeller sind Lebewesen, die aus einer einzigen Zelle bestehen. Sie pflanzen sich durch Teilung fort und kennen darum keinen Alterstod. Es gibt autotrophe und heterotrophe Arten.

Eiweisse

Eiweisse (Proteine und Peptide) üben im Organismus unzählige Funktionen aus: Sie sind Baustoffe des Plasmas, wirken als Enzyme, transportieren Teilchen, stützen die Zelle, ermöglichen Bewegungen und sind an der Abwehr beteiligt.

Eiweiss-Moleküle

Die Makromoleküle der Eiweisse sind unverzweigte Ketten aus 20 verschiedenen Arten von Aminosäuren. Jedes Eiweiss hat eine bestimmte Primärstruktur mit einer charakteristischen Abfolge (Sequenz) per Aminosäuren. Unter natürlichen Bedingungen hat jedes Eiweiss-Molekül auch eine bestimmte Gestalt (Raumstruktur).

Eiweiss-Synthese

Der Aufbau von Eiweissen aus Aminosäuren findet an den Ribosomen mit Hilfe der BotenRNS (mRNA) statt.

Eizelle

Die Eizelle ist der grosse, unbewegliche weibliche Gamet, der bei der geschlechtlichen Fortpflanzung mit dem männlichen Gameten (Spermium) zur Zygote verschmilzt.

Elektrolyte

Elektrolyte sind Stoffe, deren wässrige Lösungen den Strom leiten, weil sie Ionen enthalten, z. B. Salze.

Elektron

Ein Elektron (e-) ist ein Elementarteilchen mit einer negativen Ladung.

Elektronenmikroskope

Elektronenmikroskope (TEM und REM) arbeiten mit Elektronenstrahlen, die viel kürzere Wellenlängen haben als das sichtbare Licht. Die Elektronenstrahlen werden durch Magnetfelder gelenkt und gesammelt und auf einem Leuchtschirm sichtbar gemacht. Biologische Objekt müssen zur Betrachtung entwässert und z.B. durch Bedampfen mit Metallen präpariert werden. Die Beobachtung lebender Objekte ist darum im EM nicht möglich.

Elementarladung

Kleinste Portion der elektrischen Ladung. Ein Elektron trägt eine negative Elementarladung, ein Proton eine positive.

Elementarteilchen

Elementarteilchen sind die Bausteine der Atome: Protonen (+), Neutronen (0) und Elektronen (-).

Elemente

Elemente sind Reinstoffe, die sich mit chemischen Methoden weder in andere Elemente umwandeln noch aus solchen herstellen lassen. Jedes Element besteht aus Atomen mit einer bestimmten Protonenzahl. Von den über 100 Elementen kommen die meisten in der Natur nicht elementar, sondern in Verbindungen vor.

Elementsymbole

Jedes Element hat ein Symbol aus einem Grossbuchstaben oder aus einem Gross- und einem Kleinbuchstaben, z.B. C: Kohlenstoff, N: Stickstoff, H: Wasserstoff.

Endocytose

Durch Endocytose (endon, gr.: innen) nehmen Zellen ohne Zellwand körperfremde Stoffe in eine Vakuole auf. Das Material wird vom Cytoplasma umflossen und durch ein Stück Zellmembran in eine Vakuole eingeschlossen. Es bleibt dabei ausserhalb des Plasmas.

Endoplasmatisches Reticulum (ER)

Das endoplasmatische Reticulum (endos, gr.: innen, reticulum, gr.: Netzchen) ist ein System von Kanälen und sackartigen Hohlräumen, die durch eine Membran begrenzt sind. Es durchzieht das ganze Cytoplasma und ändert seine Gestalt ständig. Das ER stellt Stoffe her und gibt diese in Vesikeln ab.

Raues ER

Das raue ER trägt die Ribosomen, an denen Aminosäuren zu Eiweissen verknüpft werden. Es produziert vor allem Membranproteine, die Enzyme der Lysosomen und Eiweisse für den Export.

Glattes ER

Das glatte ER produziert die Membranlipide und trägt Enzyme für die Herstellung und den Abbau von Kohlenhydraten.

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