Biologie, Genetik, GG BE Abi 2015

Thema Genetik 50% Arbeit/Abitur, GG BE Abitur 2015

Thema Genetik 50% Arbeit/Abitur, GG BE Abitur 2015


D. W.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Genetik und sind für fortgeschrittene Lernende geeignet. Sie konzentrieren sich auf verschiedene Erbgangsformen wie autosomal-dominant, autosomal-rezessiv, X-chromosomal-dominant und rezessiv, sowie Y-chromosomalen Erbgang. Die Karteikarten erklären auch die Phasen der Mitose und Meiose, einschließlich der Bildung von Tochterzellen und der Rolle der Chromosomen. Zudem werden Mendelsche Regeln und Stammbaumanalysen behandelt, die helfen, Vererbungsmuster zu verstehen. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Studierende, die sich auf Prüfungen im Bereich Genetik vorbereiten, da sie komplexe Konzepte verständlich darstellen und praktische Anwendungen wie die Analyse von Erbkrankheiten und die Vorhersage von Merkmalsverteilungen in Familien bieten.
Karten
10
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
14.10.2014 / 17.06.2019

Lernkarten

Mendel'sche Regeln

1. Uniformitätsregel

Kreuzt man 2 Individuen einer Art, die in einem Merkmal unterschiedlich, aber jeweils reinerbig sind, so sind die Nachkommen in der F1-Generation in diesem Merkmal uniform (gleich).

2. Spaltungsregel

Kreuzt man Individuen der F1-Generation untereinander, spalten sich die Nachkommen in der F2-Generation nach einem bestimmten Zahlenverhältnis auf (monohybrider Erbgang: Genotyp 1:2:1, Phänotyp 3:1)

3. Unabhängigkeitsregel

Kreuzt man Individuen einer Art, die sich in 2 oder mehr Merkmalen unterscheiden (di-/polyhybrid), spalten sich die Merkmale der Nachkommen in der F2-Generation unabhägig voneinader auf. Merkmalspaare können in neuen Komibnationen auftreten. 

Meiose

= in 2 Schritten verlaufende Form der Zellteilung, bei der aus diploiden Urkeimzelle 4 haploide Keimzellen entstehen, die genetisch unterschiedlich sind

Reifeteilung 1 (Reduktionsteilung)

- Prophase 1: Chromosomen spiralisieren -> homologe Chromosomen lagern sich zu Tetrade -> Crossing Over -> Auflösung Kernhülle

- Metaphase 1: Spindelapparat bildet sich -> Tetrade ordnen sich auf Äquatorialplatte an 

- Anaphase 1: Spindelfasern trennen homologe Chromosomen (Verteilung väterliche/mütterliche Chromosomenpaare zu Polen rein zufällig)

- Telophase 1: getrennte Chromosomen von Kernmembran umgeben -> jeder Kern: haploiden Chromosomensatz -> Zellteilung 2 Tochterzellen, keine Interphase

Reifeteilung 2 (Äquationsteilung)

- Prophase 2: Chromosomen verkürzen sich -> Kernmembran löst sich auf

- Metaphase 2: Chromosomen ordnen sich auf Äquatorialplatte an -> Bildung Spindelapparat

- Anaphase 2: Spindelfasern ziehen Chromatide an Centromeren auseinander

- Telophase 2: Bildung Kernmembran -> Entstehung 4 Tochterzellen mit haploidem Chromosomensatz

Ort: Geschlechtsorgane -> Urkeimzelle

Ziel: Bildung genetisch unterschiedlicher Keimzellen

Anzahl Teilungen: 4

Anzahl gebildeter Zellen: 4

Chromosomensatz: Mutterzelle: 46, diploid; Tochterzelle: 23, haploid (1-Chromatid-Chromosom)

Aussehen: Eizelle/Spermium

 

Mitose

Prophase: Chromatinfasern kondensieren; Nucleolus + Kernhülle lösen sich auf; Mitosespindeln bilden sich

Metaphase: Chromosome erreichen Transportform -> Anordnung zur Äquatorialplatte; Spindelfasern heften an Centromere

Anaphase: Centromere trennen sich -> Schwesterchromatide je zu einem Zellpol gezogen --> an jedem Zellpol gleicher, vollständiger Chromosomensatz

Telephase: Bildung neuer Kernhüllen, Ausbildung Zellmembran auf Höhe Äquatorialplatte; Entspiralisierung Chromosome

Cytokinese: Durchtrennung Mutterzelle -> Kontraktiler Ring (Phragmoplast) zwischen Tochterzellen entsteht danach unterschiedlicher Fortgang:

  • tierisch:
    • äquatoriale Einschnürung (Oberfläche -> Zentrum)
    • Phragmoplast zusammengedrängt + durchtrennt
    • Einschnürungsebene festgelegt durch Spindelapparat
    • große Zellorganelle zerfallen, bilden sich in Tochterzelle neu
  • pflanzlich:
    • Vesikel an Äquatorialebene -> Bildung Zellplatte
    • Ausbreitung Zellplatte zentrifugal
    • Vesikel verschmelzen -> Bildung Mittellamelle
    • weitere Bestandteile der Zellwand aufgelagert

Ort: Körperzellen

Ziel: Bildung genetisch identischer Körperzellen

Anzahl Teilungen: 2

Anzahl gebildeter Tochterzellen: 2

Chromosomensatz: Mutterzelle: 46, diploid; Tochterzelle: 46, diploid (2-Chromatid-Chromosom)

Aussehen: identisch mit Mutterzelle

 

Interphase (Wachstumsphase)

G1-Phase (Zellwachstum): Vermehrung Cytoplasma, Nachbildung Zellorganelle -> Tochterzellen endgültige Größe

S-Phase (Synthesephase): Verdopplung DNA -> jedes Chromosom besteht aus 2 identischen Schwesterchromatiden 

G2-Phase (Zellwachstum): Synthese weiterer Stoffe (Enzyme/Mikrotubuli)

Mitosephase: Kernteilung, Cytokinese

G0-Phase: nur bei differenzierten Zellen, die die Teilungsfähigkeit verloren haben -> bilden nur zelltypische Proteine

Autosomal-dominanter Erbgang (Hinweise/Merkmale/Beispiel)

Hinweis:

- in jeder Generation

- Männer/Frauen gleich betroffen

Merkmal:

- kranke Eltern haben gesunde Kinder

- jeder Kranke hat ein krankes Elternteil

Beispiel:

- Kurzfingrigkeit

- gesunde Kinder kranker Eltern vererben Krankheit nicht weiter

Autosomal-rezessiver Erbgang (Hinweise/Merkmale/Beispiel)

Hinweis: 

- Frauen/Männer gleich betroffen

- nicht in jeder Generation

Merkmal:

- gesunde Eltern haben krankes Kind

- Merkmalsträger homozygot rezessiv

Beispiel:

- Albinismus

X-Chromosomal rezessiver Erbgang (Hinweise/Merkmale/Regeln/Beispiel)

Hinweis:

- nicht in jeder Generation

- Männer häufiger betroffen als Frauen

Merkmal:

- Krankheit nie von Vater zu Sohn vererbt

- alle kranken Männer über Mutter erkrankt

- Gesunde Väter können kranke Söhne haben

Regeln:

- Konduktorin + gesunder Mann:

  • Wahrscheinlichkeit für kranke Söhne: 50%
  • Wahrscheinlichkeit für Töchter als Konduktorin: 50%

- Gesunde Frau + kranker Mann:

  • alle Töchter Konduktorin
  • alle Söhne gesund

Beispiel:

- Bluterkrankheit

X-Chromosomal dominanter Erbgang (Hinweise/Merkmale/Beispiel)

Hinweis:

- in jeder Generation häufig

- Frauen häufiger betroffen als Männer

Merkmal:

- alle Söhne kranker Männer und gesunder Frauen gesund, alle Töchter krank

- nie von Vater zu Sohn vererbt

Beispiel:

- Nachtblindheit

 

Y-Chromosomaler Erbgang (Hinweise/Merkmale)

Hinweis:

- nur Männer krank

Merkmal:

- alle Söhne erkrankter Väter ebenfalls krank

Stammbaumanalyse (Aufbau)

  1. Merkmalsverteilung
    1. Häufigkeit in Generation
      1. in jeder Generation -> Hinweis dominant
      2. Krankheit tritt selten auf, Generationen merkmalsfrei -> Hinweis rezessiv
    2. Verteilung Männer/Frauen
      1. Gleichermaßen -> Hinweise autosomal
      2. mehr Männer -> Hinweis X-Chromosomal rezessiv
      3. mehr Frauen -> Hinweis X-Chromosomal dominant
      4. nur Männer -> Y-Chromosomal
  2. Vermutung äußern
  3. Genotypenzuordnung
    1. "verdächtige Stelle" suchen, welche These bestätigt (Geno-/Phänotyp zuordnen)
    2. allen Personen entsprechenden Genotyp zuordnen
    3. andere Vererbungsmodi ausschließen (Widersprüche finden!)

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