Z.H
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Cartes-fiches
Homologie
Grundsätzliche Übereinstimmung v. Organen, Organsystemen, Körperstrukturen, Physiologischen Prozessen oder Verhaltensweisen zweier Taxa aufgrund ihres gemeinsamen evolutionären Ursprungs.
Homoplasie (Etymologie)
Griech.:
"homos"= gleich, gleichartig
"plasis" = Formung
Homoplasie
Mm, das bei mehreren unterschiedlichen Taxa unabhängig voneinander entstanden ist (Konvergenz). (Begriff wird v.a in Molekularbiologie beim Vergleich von Gensequenzen verwendet, bei morphologischen Mm wird dagegen oft einfach von konvergenten Mmen gesprochen.)
Der Gegensatz einer Homoplasie => Homologie.
(Im engl. Homoplasy oft =Analogie)
Homologe Mme
gehen auf Mme des gemeinsamen Vorfahren zurück. (Können sich aber unterschiedlich weiter entwickeln und unterschiedliche Funktionen haben.
Mm zweier oder mehrerer Taxa ist homolog, wenn es sich von demselben (oder einem entsprechenden) Mm ihres nächsten gemeinsamen Vorfahren ableitet.
Konvergenz
Vorgang, bei dem Mme, die bei verschiedenen Arten sehr ähnlich sind, jedoch im Verlauf der Stammesgeschichte unabhängig voneinander entstanden sind aufgrund Anpassung an gleiche Umweltbedingungen, entstehen.
Parallelsimus
ff
Analogie
ff
Apomorphien (Etymologie)
Griech.
"apos"= ab
"morphe"= Form, Gestalt
Apomorphien
Mme, die im Vergleich zur Schwestergruppe der untersuchten phylogenetischen Linie neu erworben wurden
(„Abgeleitetes Merkmal“, evolutionäre Neuheit).
Plesiomorphie (Etymologie)
Griech.
"plesio" = benachbart
Plesiomorphien
Gegenstück zu Apomorphien.
Ursprüngliche Mme, die vor betrachteten Stammlinie entstanden sind und in diese unverändert bleiben.
Makroevolution
Veränderungen auf Gattungsebene und höheren taxonomischen Niveaus. (Geht über Artenniveau hinaus.)
-> Grosse geologische Zeiträume (z.B Tetrapoda (Vierfüsser))
Mikroevolution
Grosse Veränderung der Allelfrequenzen im Genpool der Ausgangsgeneration. (Veränderungen innerhalb der Artenoder auf Artenniveau.) (z.B Galapagos Finken)
biotisch
Vorgänge und Zustände, an denen Lebewesen beteiligt sind.
abiotisch
Vorgänge und Zustände, an denen Lebewesen nicht beteiligt sind.
Constraints
(Rahmenbedingungen):
Genetische oder epigenetische Mechanismen, die verhindern, dass während der Entwicklung (Ontogenese) unerwünschte Abweichungen vom Bauplan entstehen. (z.B Wale können nicht einfach Beine entwickeln).
Constraints begrenzen die phänotypische Evolution und wirken gleichzeitig richtungsbestimmend für deren Verlauf. Sie können physikalischer, morphologischer oder phylogenetischer Natur sein.
Wie viele beschriebene Arten gibt es im Ganzen?
ca. 1.7 Mio
WIe viele Arten gibt es Total?
10-100 Mio
Welche Gruppen sind bis heute am schlechtesten bekannt?
- Einzeller (aquatisch) Arten
- Anthropoden in den Tropen
- Tiefsee Arten
Wie viel machen die heute lebenden Arten im Baum des Lebens aus?
ca. 1%
Nach welcher Systematik werden die heute existierenden Arten in das hierarchische System eingeordnet?
Aufgrund v. Abgeleiteten Mme (Apomorphien).
Wer ist Vater der heutigen Binären Nomenklatur und wann lebte er?
Linnné
Lebte 100 J. vor Darwin.
Was waren Linnés Annahmen? Und wie ist beeinflusst sie die binäre Nomenklatur?
Nahm an, dass Arten Gott gegeben, sprich unveränderlich seien.
Nomenklatur soll also nicht evolutiionäre Verwandschaften widerspiegeln (da er ja dachte, diese gäbe es gar nicht)
In was unterteilte Linné Arten?
In Gattungen
In was unterteilte Linné Gattungen?
In Ordnungen
In was unterteilte Linné Ordnungen?
In Klassen
WIe funktioniert die binäre Nomenklatur?
Zuerst Gattung, dann Art (z.B Panthera Pardus (Leopard))
Was war eher fehlerhaft an Linnés System?
Im System:
- Je grösser Unterschied, desto höher taxonomische Stufe (= sehr subjektiv)
- Gruppierung nach morphologischen Ähnlichkeiten.
Welche 2 Arten v. Mme unterscheidet man?
Homologe und Analoge Mme.
Homologe Mme
Ähnlichkeit aufgrund gemeinsamer Abstammung.
Analoge Mme
=> Aufgrund v. Homoplasien!
Ähnlichkeit durch konvergenter Evolution in Anpassung an ähnliche Selektionsdrücke od. durch ,develomental constraints´.
=> Keine gemeinsame Abstammung!!
Was sollte man betrachten um herauszufinden ob man Analoge oder Homologe Mme hat?
Morphologie (od. andere Mme) und Phylogenie (z.B Flügel bei Flugsaurier, Vogel, Fledermaus und Arm bei Mensch)
Was veränderte sich nach Darwin?
Arten wurden nun als zeitlich veränderbar angesehen. = Klassifikation soll nun auch Verzweigungsmuster der evolutionären Geschichte widerspiegeln. => Phylogenien nötig!
Nach wem ist die Phylogenetische Systematik?
Henning
Was ist wichtig bei der Phylogenetischen Systematik?
Alle Taxa müssen monophyletische Gruppen sein ( = Kladen => Kladistik)
Hauptkriterium in der Phylogenie?
Gemeinsame Abstammung
Synapomorphien
Gemeinsam abgeleitete Mme (= verschiedene Gruppen haben das gleiche abgeleitete Mm = spricht für gemeinsamen Vorfahren.)
-> Bezeichnet neu evolvierte Mme & definieren verwandte Taxa relativ zu allen anderen.
(z.B gepaarter, ausstülpbarer Penis bei Echsen und Schlangen = Synapomorphie, die die 2 von anderen Reptilien (Schildkröten, Krokis etc.) abgrenzt.)
Beziehen sich auf 2 od. mehrere Gruppen (Arten, Gruppen etc.) die eine Einheit (monophyletisch) bilden. z.B Pferde und Menschen haben gleiche Synapomorphie „Haare“ innerhalb einer Gruppe mit Frosch, Echse und Schildkröte.