Biochemie SfdgM
Inhalte aus Lehre und Buch
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Cartes-fiches
Funktion von Enzymen im Stoffwechsel
Biokatalysator:
- beschleunigt (Bio)chemische Reaktionen
- erniedrigt Aktivierungsenergie
- hochspezialisiert
- benötigt oft Cofaktoren (Spurenelemente, Vitamine)
Enzymfunktion und Temperatur
Ideal unter physiologischen Verhältnissen.
Wenn die Temperatur in Richtung Idealtemperatur geht, läuft die Reaktion immer wie schneller ab (Teilchen bewegen sich schneller!). Irgendwann aber (ab ca. 40°) ist es so heiss, dass die Enzyme (=Proteine) denaturieren. Sie verlieren ihre Form und somit das aktive Zentrum. So dass sie ihre Funktion nicth mehr wahrnehmen können.
(Verknüpfung: kühlen von Gemüse verlängert die Haltbarkeit wegen ablaufender Reaktionen . +10° = Verdoppelung der Reaktionsgeschwindigkeit)
Enzymfunktion und pH- Wert
Je saurer, desto mehr protonierte Seitenketten in den Aminosäuren-Seitenketten.
Je basicher, desto mehr deprotonierte.
Optimale Bed. = pH 7.4.
Tiefer/höher --> Enzymaktivität nimmt ab. Enzym hält seine Form nicht mehr und kann nicht Funktionieren.
Wirkungsweise von Enzymen in allgemeingültiger Form
1. Enzym und Substrat gehen Bindung ein
2. Enzym- Substrat-Komplex
3. Reaktion
4. Enzym-Produkt-Komplex
5. Dissoziation
6. Enzym // Produkt wieder frei (diffundieren)
Bsp. Saccharase:
1. Sacccharose (=Zweifachzucker) bindet ans aktive Zentrum der Saccharase.
2. Enzym-Substratkomplex: Wasser lagert sich an die Bindung der Saccharose
3. Bindung wird gespalten
4. Beide Zuckerteilchen (Glucose und Fructose) diffundieren, das Enzym ist bereit für die nächste Reaktion
Einfluss von Nahrungsinhaltsstoffen auf die Enzymfunktion
cofaktoren für die Reaktion eines Enzyms oft aus der Nahrung:
- Vitamine und Abkömmlinge
- Mineralstoffe, Spurenelemente
- Chemische Energieträger (ATP, GTP) werden oft auch gebraucht
Abhängigkeit der Enzymmenge von der Genaktivität
Enzymmenge passt sich oft an vorhandene Substratmenge an:
- kurzlebige Enzyme
- Regulatorische Bereiche auf der DNA
- Kernrezeptoren
- Geeignete Signalsubstanzen (?)
Bsp.: regelmässiger Proteinkonsum => mehr Enzymspaltende Proteine werden produziert
Umgebungsfaktoren, die Enzymaktivität beeinflussen
- Substratmenge
- Temperatur
- pH
- Chemische Modifikation (Anhängung von modifizierenden Enzymen an anderer Seite des Enzyms kann dazu führen, dass sich die Bindungsstelle am anderen Ende verändert. z.B. aktiver wird. --> oft im KH-Stoffwechsel zu finden)
- Substratangebot (Je mehr Substrat, desto schneller die Reaktion. (weil es die Andockstelle auch schneller findet) Hemmung: wenn das Produkt das aktive Zentrum nicht genug schnell verlassen kann. (nicht wegdifffundiert, nicht weiterverarbeitet werden kann)
- allostere Effektoren
Wie funktionieren allostere Effektoren und wo kommen sie oft vor?
v.a. bei Schrittmacherenzymen. Regulationsmechanismus.
Das Enzym hat neben seinem aktiven Zentrum eine weitere Bindungsstelle. Ein Inhibitor kann an der zusätlichen Bindungsstelle andocken und das aktive Zentrum so verändern, dass die Stoffe nicht mehr andocken können. (= Veränderung der Konformität)
Oder ein Aktivator, welches es so verändert, dass die Reaktion schneller abläuft.
Protein: Unterschied tierisch/Pflanzlich
Biologische Wertigkeit: tierisch 95% // pflanzlich: 80%
Pflanzliches Eiweiss kann durch gezielte Kombination mit geringen Mengen an tierischem EW aufgewertet werden.
Proteinverdauung und Resorption im groben Überblick
1. Magen: Magensäure senkt pH, desinfiziert, aktiviert Pepsinogen.
2. EW wird denaturiert und durch Pepsin zu grossen Bruchstücken zerlegt
3. Zumischung von Gallensekret: Lösliche Ezyme aus dem Pankreassektret spalten EW schrittweise zu immer kleineren Peptiden: Tri-/Dipeptiede und AS bleiben am Schluss
4. Aufnahme in die Schleimzellen und Übertritt von AS in Pfortader
5. Abbau von verbliebenen Proteinen durch Darmbakterien
Proteine: Resorption von Di- und Tripeptiden
Peptid gelangt mit Wasserstoffproton-Symport in die Zelle. Dort wird es gespalten und kann als einzelne AS ins Blut diffundieren.
Auch das Natrium gelangt vom Lumen in die Mucosazelle. Dieses jedoch mit einem Antiport (im Gegenzug kommt Wasserstoffproton aus der Zelle heraus)
die Natrium-Kalium-Pumpe transportiert unter ATP-Aufwand Natrium von der Zelle ins Blut und nimmt Kalium aus dem Blut in die Zelle auf.
am Bürstensaum der Mucosa
Wo findet der H+-Symport z.B. statt und für welche Stoffe?kur
an Bürstensaummembran des Darmes. Es ist ein sehr viel genutzter Mechanismus. Zusammen mit dem H+ gelangt ein weiterer Stoff (siehe unten) in die Mucosazelle.
- Dipeptide
- freie AS
- Eisen
- kurzkettige FS
- Folat
- Glucose
Gelangen alle Nahrungs-AS über Pfortader ins Blut?
Nein, es konnten bei Untersuchungen mit markierten AS nicht alle zugeführten wieder im Blut nachgewiesen werden (Glu, Gln, Asp nicht)
Andere (Arg, Ala, Tyr, Pro) dafür sind zu mehr als 100% erschienen.
Erklärung: Das Gewebe des GI-Trakt benötigt die AS teils selbst.
Teils kann es anscheinend auch selbst AS herstellen.
Wozu werden Nahrungs-AS im GIT gebraucht?
- Aufbau zelleigener Enzyme und Transporter
- Aufbau von Verdauungsproteinen
- Aufbau von Mucinen (vermindert bei parenteraler Ernährung, erhöht bei Darmentzündungen)
- Umwandlung zu andern AA
- Aufbau von Polyaminene, Glutathion und Taurin (=Antioxidantien)
- Energiegewinnung aus AA findet im Darm kaum statt.
Transaminierung
So kann der Körper nicht-essentielle AS selbst herstellen oder abbauen.
Vitamin B6-abhängiger Vorgang (=Coenzym)
Aminogruppe wirdd augetauscht: bsp. von Alpha-ketoglutarat und Alanin zu Glutamat und Pyruvat.
Desaminierung
chemische Abspaltung einer Aminogruppe als Ammonium-Ion. Erster Schritt des Abbaus von AS. (Coenzym b6 wird benötigt)
Produkt: alpha-Keto-Säure + NH3 + reduziertes Conzym
Decarboxylierung
Dem Molekül wird Co2 abgespalten.
Produkt: biogenes Amin (hochreaktiv) und CO2
Wichtigste Organe, die am Stoffwechsel von Aminosäuren betreiligt sind und ihre Funktionen.
!!!!!
Leber:
Peiportale Leberzellen (nährstoffreiches Blut von Darm mündet hier)
- Oxidation von AS (Ausser Leu, Ile; Val) zur Energiegewinnung
- Harnstoffsynthese
Perivenöse Leberzellen (in Umgebung der Vene lokalisiert)
- Aufbau von Glutamin
- Proteinbiosynthese
Kontrolle der AS-Spiegle durch die Leber unter Insulineinfluss
=Phase nach dem Essen
- gesteigerter Proteinaufbau (Exportproteine (Plasmaproteine), Aufbau und Export von VLDL, Enzyme und Proteine für den Eigenbedarf)
- Umbau zu Stoffwechsel-Zwischenprodukten
- Abbau von überschüssigen AS deckt den Energiebedarf der Leber (Harnstoffsynthese aktiv = periportal), Glutamin-Bildung (perivenös)
- Verzweigtkettige AS (Leu, Ile, VAl) werden kaum oxidiert -> transport zum Muskel --> Proteinaufbau im Muskel
Welches sind die 3 verzweigtkettigen AS und was ist ihre Besonderheit?
- Leucin, Isoleucin und Valin
- werden in der Leber nicht oxidiert, sondern direkt weitergeleitet zur Muskulatur, wo sie dem Proteinaufbau dienen
Wie wird aus AS Energie gewonnen?
- in der LEberzelle: durchs Eintreten der AS in den Citratcyclus.
Unter Glukagoneinfluss
AS werden vorweigend zuerst zu Acetyl-CoA (teils auch alpha-Ketoglutarat/Succinyl-CoA), welches am Citratzyklus teilnimmt.
Es entstehen Co2 als Abfallprodukt und Glucose, der Energiespeicher
Proteinverdauung ganz kurz
1. Mund: zerkleinern und einspeicheln
2. Magen: Peristaltik zerreibt Nahrungsbrocken, pH sinkt durch Magensäure ab (Desinfektion und Aktivierung Pepsinogen) = Portein denaturiert und wird durch Pepsinogen zu grosen Bruchstücken zerlegt
3. Duodenum: Zumischung Gallensekret. Lösliche Enzyme aus Pankreassekret spalten Protein schrittweise auf zu immer kleineren Peptiden (Schlussendlich: Tri-, Dipeptide und Aminosäuren)
4. Dünndarm: Aufnahme in dei Schleimhautzellen und Übertritt von AS ins Portaderblut
5. Dickdarm: Abbau von verbliebenen Proteinen durch Darmbakterien
Denaturierung von Protienen
Magen = sauer.
Proteine wollen abpuffern, nehmen Protonen auf und machen so den Magen etwas weniger sauer.
Dabei werden sie aber nach und nach positiv geladen, bis sie sich so stark abstossen, dass die Struktur innerhalb eines Proteins aufbricht, die einzelnen Teile stossen einander ab.
(Denaturierung auch möglich durch Hitze, hohe Salzkonz. und in LM)
Proteasen und Peptidasen im Verdauungstrakt
- wie heisst die Vorstufe und das aktive Enzym?
- Bildungsort
- Spaltstelle
- Pepsinogen -> Pepsin (aus Hauptzellen des Magens, aktivierung durch Säure): Phe, Trp, Tyr (N)
- Chymotrypsinogen -> chymotrypsin (aus Pankreas, ist eine Endopeptidase, mitten im Molekül tätig): Phe, Trp, Tyr (C)
- Trypsinogen -> Trypsin (Pankreas, Mengenmässig das wichtigste Enzym): Lys, Arg
- Enteropeptidase (Bürstensaum des Illeum, membranständig, Aktiviert Trypsinogen)
- Pro-Elastase -> Elastase (Pankreas)
- Procarboxypeptidasen A & B -> Carboxypeptidasen A & B (Pankreas, löslich): Einzelne AS vom C-Ende her (Exopeptidase)
- Proaminopeptidasen -> Aminopeptidasen (Bürstensaum, membranständig): Einzelne AS vom N-Ende her (Exopeptidasen)
Reversibel oder nicht?
- Transaminierung
- Desaminierung
- Carboxylierung
- Trans: Ja. Weg um gerade nicht benötigte AS in benötigte umzuwandeln.
- Desaminierung: nein, es entsteht ein Ammoniak, welches zu Harnstoff wird. Aunsnahme bildet die Glutamat-Dhydronase- Reaktion (wichtigste Desaminierung, in der Leber)
- Decarboxy: ? (Entstehung biogener Amine)
Warum erscheinen nicht alle AS im Pfortaderblut?
Werden z.T. vom Gewebe des GI-Traktes selbst gebraucht.
Dies z.b...
-. für den Prozess des "Hochschiebens neuer Zellen entlang der Zotten und das Abschilfern.
- für Transportproteine
- Aufbau von Mucinene
- Umbau inandere AS