Biochemie 2

Membranpumpen, Transporter und Membrankanäle

Membranpumpen, Transporter und Membrankanäle


M. Z.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Einblick in die Biochemie von Membrankanälen und deren Funktionsweisen auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Struktur und Mechanismen von Ionenkanälen wie Na+ und K+ Kanälen, einschließlich ihrer Selektivität, Aufbau und Öffnungsmechanismen. Zudem werden Membranruhepotential und Aktionspotential, sowie der Ionentransport durch Pumpen und Transporter behandelt. Diese Lernkarten sind ideal für Studierende der Biochemie oder Biologie, die ein tiefes Verständnis der zellulären Ionenkanäle und deren Rolle in der Zellfunktion erlangen möchten.
Karten
9
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Chemie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
10.05.2016 / 28.06.2018

Lernkarten

Unterschied zwischen Kanälen, Pumpen und Transportern 

Kanäle: passiv entlang conc-Gradient, sehr selektiv

Pumpen: Stofftransport entgegen Konzentrationsgradienten, braucht Energie (ATP)-> aktiver Transport

Transporter/Carrier: Uniporter: entlang conc-gradient

Symporter & antiporter: thermodynamisch ungünstig mit günstiger gekoppelt (gegen und entlang conc gradient)

 

Regulation der Calcium-Konz. in Zelle in  (Ca2+ ATPase Muskelzellen)

Ca2+ ATPase allgemein (Mechansismus)

Eukaryontische Zellen haben eine sehr niedrige Ca2+-Konzentration im
Cytosol (10-7 M) im Gegensatz zum endoplasmatischem Retikulum (10-2 M) und dem

extrazellulären Raum (10-3M) 

 

Ionentransport der Na+-K+-Pumpe und Funktionsweise

  • Alpha-Untereinheiten wichtig für den Transport. Besitzt Bindungsstelle für ATP (N-Domäne),  Phosphorylierungsstelle (P-Domäne, mitte unten) und A- Domäne, welche Transmembrandomänen miteinander verbindet

  • Beta-Untereinheit: ist notwendig für Proteinfaltung, hat aber keine

Funktion beim Ionentransport 

Membrankanäle allgemein

3. Membrankanäle

  • schneller Transport von Wasser, spezifischen Ionen und kleinen hydrophile Molekülen

  • passiv entlang eines Konzentrationsgradienten oder elektrischen Potentials

  • Membrankanäle bilden einen hydrophilen Kanal über die Membran

  • Kanäle, die vorwiegend geöffnet sind nennt man nongated (gate=Tor) Kanäle (z.B. Gap Junctions)

  • Aber die meisten Ionenkanäle öffnen sich allerdings nur durch ein chemisches (z.B. Ligand) oder eine elektrisches Signal. Diese Kanäle bezeichnet man als gated .

  • sehr selektiv auf den Typ des Moleküls, welches transportiert wird z. B. Na+ und K+ Kanal. 

Membranruhepotential und Aktionspotential

Ruhepotential:

Tierische Zellen haben natürlicherweise eine unterschiedliche Ladung innerhalb und Ausserhalb der Membran. (-60 bis -90 mV)

Aktionspotential (-60 bis +30mV)

-Bestehend aus nongated- Kaliumkanälen ( K-Leck-Kanäle ) Nongated, weil nicht durch Ligand ausgelöst

-Natriumkanal während depolimerisationsphase in inaktivem Zustand, durch verschliessung der Poren mit Inaktivierungstor

- 5. Refraktärzeit (= Zeit bis ein Zelle wieder erregbar ist), Na + und K + werden aus der Zelle gepumpt: Das Ruhepotential wird unterschritten, weil zu viel Na+ und K+ nach aussen gepumpt werden

 

 

Aufbau und Öffnungsmechanismus des Na+ Kanals (Zeichnung) 

Aufbau: 

ca. 2000 AS/ 4 Transmembrandomänen (formen Porenform, durch welches Na+ fliesst)

 

1. Im geschlossenen Zustand spannungsensitive Alpha Helix (pos. Ladung an jedem 3. Seitenrest) auf neg. geladner Seite (Cytosol). Gating Element blockiert Kanal. Keine Einströmung von Na+ in Zelle.

2.  Kleine depolarisation der Membran --> Alpha Helix nach aussen--> Konformationsänderung im gating Segment --> Kanal offen

3. Alpha Helix kehrt wieder in geschl. Zustand zurück--> Inaktivierungssegment schliesst Kanal und Einströmung von Na+ stoppt

4. . Sobald die Membran repolarisiert wird das Inaktivierungssegment vom Kanal gelöst und der Ionenkanal kehrt wieder in sein geschlossenes, aber aktivierbares Stadium zurück.

 

Aufbau und Öffnungsmechanismus des K+ Kanals

Aufbau homolog zum Na+ Kanal

Nongated K-Kanals besteht aus  Tetramer (4 identischen Untereinheiten, je ca. 600 AS)

Funktionsweise ähnlich wie Na+ Kanal

 

Selektivität von Membrankanälen

-Ionen besitzen in wässriger Lösung Hydrathülle

-Hydratisierte Ionen gelangen so nicht durch Poren des Ionenkanals, weil Durchmesser an engsten Stelle nur wenig grösse als zu transportierendes Ion. Voraussetzung von Ionenfluss ist dehydration

-Interaktion des Ions in der Poren mit Carbonylsauerstoff des P-Segements

-Für erfolgreiche Dehydratisierung muss Hydratiosationsenergie durch Bindungsenergie in Pore ersetzt werden.

Für Dehydratisation muss Bindungsenergie grösser sein als Hydratisationsenergie!

 

-K+ Kanal zu gross für Na+ Kanal, kann nicht interagieren mit  Carb.. des P-Segement

 

 

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