Biochemie 1
Bioenergetische u. biochemische Reaktionstypen: Thermodynamik, Phosphoryltransfer und ATP, biologische Redoxreaktionen
Bioenergetische u. biochemische Reaktionstypen: Thermodynamik, Phosphoryltransfer und ATP, biologische Redoxreaktionen
Create or copy sets of flashcards
With an upgrade you can create or copy an unlimited number of sets and use many more additional features.
Acetyl-CoA
- Thioester --> enthält ein S
- Thioester unterliegen geringerer Resonanzstabilisierung als Sauerstoff-Ester, daher ist der Unterschied der freien Energie zwischen dem Edukt und der Hydrolyse-Produkte, die resonanzstabilisiert sind, für die Thioester höher als für vergleichbare Sauerstoff-Ester
Thioester vs. Sauerstoff-Ester
Die Produkte der beiden Typen der Hydrolyse-Reaktion haben in etwa die gleiche Menge an freier Energie, aber der Thioester hat eine grössere delta G-Menge als der Sauerstoff-Ester. Orbital-Überlappung zwischen den O- und den C-Atomen erlaubt eine Resonanzstabilisierung beim Sauerstoff-Ester. Beim Thioester ist die Orbital-Überlappung zwischen dem S und dem C geringer und bietet daher nur wenig Resonanzstabilisierung.
Gründe für grosse Mengen an freier Energie bei Verbindungen
- Verringerung von elektrostatischer Abstossung (z.B. ATP)
- Stabilisierung der Produkte durch Ionisierung (z.B. ATP, Acylphosphate und Thioester), Tautomerisierung (z.B. PEP) und Resonanz (z.B. für Creatin durch Abspaltung von Phosphocreatin, Carboxylat-Ionendurch Abspaltung von Acylphosphaten und Thioestern und Phosphaten (Pi) durch Abspaltung von Anhydrid- oder Esterbindungen)
Na+-K+-Pumpe
Natrium ist aussen 10 mal höher konzentriert und Kalium ist innen 10 mal höher konzentriert
--> Natrium geht in die Zelle, Kalium fliesst aus der Zelle
Adenylylation
Nukleophiler Angriff an der alpha-Position von ATP, wodurch PPi abgespalten wird und eine Adenyl-Gruppe (5'-AMP) bzw. Adenylat übrig bleibt.
--> sehr energiereich - mit weiterer Spaltung des Pyrophosphats -->delta G'0 = -65 kJ/mol
Turnover von ATP
Sehr hoch, permanenter Auf- und Abbau von ATP, Vorrat hält nur sehr kurz (ca. 5 mM Vorrat)
Oxidation
LOSS of electrons
Bindungen werden gelöst: C3H8 + 5O2 <--> 3CO2 + 4H2O
C3H8 <--> 3CO2 ist die Oxidation
Reduktion
GAIN of electrons
C3H8 + 5O2 <--> 3CO2 + 4H2O
5O2 <--> 4H2O ist die Reduktion --> Bindungen entstehen
Oxidationsstatus von C in lebenden Zellen
abhängig von der Elektronegativität der gebundenen Atome:
- wenn EN<C --> Elektronen gehören zum C, siehe Methan 8 Elektronen gehören dem C -->Oxidationsstatus 8
- wenn EN>C --> Elektronen gehören dem anderen Atom (z.B. S, N, O), siehe CO2 kein Elektron gehört zum C --> Oxidationsstufe 0
- wenn EN=C --> Elektronen werden geteilt, siehe C-C-Bindung (C2H6)
E'0
- Reduktionspotenzial
- in Einheiten Volt
- Standardhalbreaktion: H+ + e- --> 0.5 H2
- konjugiertes Redoxpaar bei 1 M, pH=7
- in Listen vorhanden
- wenn E'0 >>0 -->starke Tendenz Elektronen aufzunehmen
- wenn E'0 <<0 --> starke Tendenz Elektronen abzugeben
Bestimmte Rollen von NAD+ und NADP+
- physiologische Konzentration von Pyridin-Nukleotiden ist sehr gering --> NAD+: 1 microM, NADP+: 10 microM
- NAD+/NADH hoch: Hydridtransfer zum NAD+ wird bevorzugt (normalerweise so in Zellen und Gewebe)
- NADP+/NADPH niedrig: Hydridtransfer vom NADPH wird bevorzugt (normalerweise so in Zellen und Gewebe)
2. Hauptsatz der Thermodynamik
Die Entropie (Unordnung) im Universum nimmt stetig zu, daher kann die Ordnung nur abnehmen.
Treibende Kräfte reaktiver Systeme
Enthalpie und Entropie; Enthalpie: Tendenz eines reaktiven Systems das niedrigste Energielevel zu erreichen; Entropie: Tendenz eines reaktiven Systems die Unordnung zu erhöhen
Enthalpie
Temperaturunterschied während einer Reaktion; Symbol H; Einheit Joule/mol; wird Wärme frei gesetzt: -H, wird Wärme benötigt: +H
3 unterschiedliche Reaktionssysteme
Isoliertes System: kein Austausch von Masse und Energie mit der Umwelt; geschlossenes System: Austausch von Energie aber nicht von Masse mit der Umwelt; offenes System: Austausch von Energie und Masse mit der Umwelt
1. Hauptsatz der Thermodynamik
Die Menge der gesamten Energie des Universums bleibt konstant, wobei die Energieart sich verändern kann
Gibbs'sche Energie
Symbol G; Einheit Joule/mol; treibende Kraft einer Reaktion; gibt den Energiebetrag an, der imstande ist, bei einer Reaktion Arbeit auszuführen; ist delta G negativ, gibt die Reaktion Energie frei; ist delta G positiv, benötigt die Reaktion Energie
Gibbs'sche Energie unter Standardbedingungen
delta G'0
delta G0 entspricht nicht delta G'0 ( -->Standard Gibbs'sche Energie in Chemie und Physik) und entspricht auch nicht delta G (der tatsächlichen Änderung der Gibbs'schen Energie)
- Edukte und Produkte: 1 M
- pH 7
- 25°C
- H2O wird als konstant angenommen (55 M)
- Mg2+ wird als konstant angenommen (1mM)
- sind H2O, H+ oder Mg2+ Edukte oder Produkte, werden ihre Konzentrationen in die Konstanten aufgenommen
- ist eine Konstante für jede Reaktion, wohingegen delta G eine Variable ist, die durch Konzentration der Edukte und Produkte als auch der Temperatur bestimmt wird
Beziehung zwischen delta G'0 und K'
- ist K'eq >1 --> delta G'0 negativ --> beginnend mit allen Komponenten bei 1 M läuft die Reaktion vorwärts ab
- ist K'eq =1 --> delta G'0 = 0--> beginnend mit allen Komponenten bei 1 M befindet sich die Reaktion im Gleichgewicht
- ist K'eq <1 --> delta G'0 positiv--> beginnend mit allen Komponenten bei 1 M läuft die Reaktion rückwärts ab
K'eq verändert sich exponentiell von 1 zu 10-1, 10-2... bzw. zu 101, 102 ...
Beziehung zwischen tatsächlicher delta G und der freien Energie unter Standardbedingungen
- Befindet sich die Reaktion im GG -->delta G=0 --> delta G'0= -RT ln K'eq
- unter Standardbedingungen ist delta G =delta G'0, da für A, B, C und D je 1 eingesetzt wird und der natürlich Logarithmus von 1 = 0 ist.
- ist K'eq >1, wird der ln >0 --> delta G wird positiver als delta G'0
- ist K'eq <1, wird der ln <0 --> delta Gwird negativer als delta G'0
Phosphatester
Verbindung zwischen Phosphat bei pH 7 (2 negative Ladungen) und einem Alkohol (mit Rest), unter Abspaltung von H2O
Hydrolyse von PEP
PEP= Phosphoenolpyruvat; PEP3- + H2O --> Pyruvat- + HPO42-
PEP enthält eine Phosphatester-Bindung, die hydrolisiert wird um die Enol-Form des Pyruvats zu erhalten. Dieses direkte Produkt kann zur stabileren Keto-Form tautomerisieren. Weil das Edukt nur eine mödliche Form, das Produkt aber 2 Formen (Enol und Keto) hat, wird das Produkt relativ zum Edukt stabilisiert. Daher bringt die Hydrolyse von PEP die höchsten Werte an freier Energie --> am energiereichsten
-
- 1 / 41
-