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Mensch/Neurobiologie
Mensch/Neurobiologie
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Was versteht man unter Lymphe?
- Kappilarwände sind durchlässig für kleinmolekulare Stoffe und Wasser, aber nicht für die meisten Proteine; durch den hohen Blutdruck wird Wasser aus den Kappilaren gedrückt; die im Blut enthaltenen Proteine werden von den Kapillarwändern zurückgehalten --> durch diesen Konzentrationsunterschied entsteht ein osmotischer Druck
- am vorderen Teil der Kappilare (Arterienseite) ist Blutdruck > osmotischer Druck --> Flüssigkeit wird aus den Kappilaren gepresst --> Filtration
- auf der Venenseite ist Blutdruck < osmotischer Druck --> Flüssigkeit aus dem Gewebe wird von Kappilaren aufgenommen --> Resorption
- Flüssigkeit die sich in den Gewebsspalten sammelt nennt man Lymphe
- Zusammensetzung der Lymphe: entspricht der des Blutes, ohne BK und Proteine
- Lymphe umspült alle Zellen, Zellen entnehmen ihr die benötigten Stoffe und scheiden Abfallstoffe in Lymphe ab, Lymphgefäße die vom Darm kommen sind zusätzlich mit resorbierten Fetten beladen
- Lymphe fließt in Lymphkappilaren ab, die sich dann zu Lymphgefäßen und dann zum Lymphbrustgang vereinigen
- Lymphbrustgang endet in linker Halsvene --> Lymphe gelangt wieder in Blutkreislauf
- Lymphknoten reinigen Lymphe von Bakterien, Bakteriengiften und Fremdstoffen
Wie ist das Blut vom Menschen zusammengesetzt?
Blutmengen ca. 5-6 Liter
Rote Blutzellen, Erythrozyten:
- scheibenförmige, im Umriss runde, an beiden Flächen eingedrückte Zellen
- elastische Verformbarkeit --> können selbst engste Kapillare passieren
- enthalten fast nur Hämoglobin und ein umfangreiches Cytoskelett zur Stabilisierung der Form
- Mitochondrien und Zellkern sind im Anfangsstadium der Entwicklung vorhanden, werden aber schnell abgebaut
- rote Blutzellen entstehen im roten Knochenmark (befindet sich in den meisten Knochen, außer den langen Röhrenknochen)
- mittlere Lebensdauer 100 bis 120 Tage
- transportieren Sauerstoff
- Abbau: vor allem Milz und Leber
Weiße Blutzellen, Leukozyten:
- Kernhaltig
- amöbide Eigenbwegung
- verschiedene Formen weißer Blutzellen mit jeweils spezifischer Funktion
- Rote Blutzellen fließen nur in den Blutgefäßen, aber die weißen Blutzellen können die Adern verlassen und in die Gewebe einwandern
- Hauptbildungstätten: Knochenmark, Lymphknoten
Blutplättchen, Thrombozyten:
- keine echten Zellen, werden von Knochenmarksriesenzellen abgeschnürt
- sind farblos, scheiben- bis spindelförmig und recht klein 80,5 bis 2,5 µm
- Lebensdauer: wenige Tage
- an Wunden ballen sie sich zusammen und bilden einen Propf, der zu einem vorläufigen Wundverschluss führt
- enthalten Enzyme die an der Blutgerinnung beteiligt sind
- zerfallen rasch beim Verlassen der Blutgefäße
Blutplasma:
- besteht zu 90% aus Wasser und zu 10% aus darin gelösten Stoffen
- beim gerinnen des Blutes bildet sich der Blutfaserstoff Fibrin
- Fibrin besteht aus einer im Blutplasma gelösten Vorstufe dem Fibrinogen
Beschreiben sie die Knochenformen beim Mensch.
Knochenarten:
- Röhrenknochen (lange Knochen): Elle & Speiche, Oberschenkel-, Oberarm-, Schienbein-, Wadenbein-, und Fingerknochen; bestehen aus zwei Knochenenden und einem Knochenschaft
- platte Knochen: am Schädel sowie Rippen, Schulterblatt, Brustbein, Becken
- kurze Knochen: Handwurzelknochen
- Sesambeine: kleine rundliche Knochen die variabel auftreten können, wie Kniescheibe
- luftgefüllte Knochen: enthalten mit Schleimhaut ausgefüllte Hohlräume, am Schädel das Stirnbein
- unregelmäßige Knochen, lassen sich den anderen Knochenformen nicht zuordnen, z.B. Wirbel der Wirbelsäule oder Unterkieferknochen
Beschreiben sie Bau und Bildung von Knochen beim Menschen.
Bau:
- Knochen wird von einer Bindegewebshaut, der Knochenhaut, umgeben, die eng an ihm anliegt
- Knochensubstanz besteht aus Knochenzellen (Osteozyten) welche in die sog. "Knochenmatrix" eingebettet sind, Osteozyten sind durch Zellfortsätze untereinander verbundne
- Knochensubstanz kann in 2 Arten auftreten, als Geflecht- und als Lamellenknochen
- eigenes Blutfegäßsystem versorgt die Knochenzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff
- Knochematrix: 10% Wasser, 20% organ. Materialien, 70% anorgan. Stoffe
Bildung:
- aus embyronalen Bindegewebe entstehen Osteoblasten, diese Zellen bilden das weiche Osteoid, die noch unverkalkte Knochengrundsubstanz
- sie reichern mit der Zeit Hydroxylapatit an und durch die Einlagerung dieses Claciumphosphats wird der Knochen hart und stabil
- Knochen wachsen hauptsächlich nachts, wenn kein Druck auf Ihnen lastet
- mann kann 2 versch. Arten der Knochenentwicklung (Ossifikation) unterscheiden:
- Desmale Ossifikation - Entwicklung aus bindegewebiger Vorstuge (Schädeldach, Gesicht, Teile des Schlüsselbeins)
- Chondrale Ossifikation - Entwicklung aus hyalinem Knorpelskelett (Mehrheit der Knochen)
- Knochen ist kein starres Gebilde, sondern unterliegt einem permanenten Umbau --> Knochengeweberemodullierung
Bild der Darmzotten. Erklären sie.
- Schleimhaut auf Darminnenseite hat im Bereich des Dünndarms nicht nur Querfalten zur OBerflächenvergrößerung sondern auch Darmzotten
- dabei handelt es sich um 1mm lange zapfenförmige Ausstülpungen der Schleimhaut, die dichtgedrängt beieinander stehen
- jede Zotte enthält ein Lymphgefäß, Blutgefäße, Muskeln- und Nervenfasern
- sie vergrößern, Dünndarmoberfläche auf 40 bis 50 m2
- feinste Plasmafortsätze (Mikrovilli) an der Oberfläche der resorbierten Zellen vergrößen die Oberfläche weiter
- zur Stoffaufnahme dienende Oberfläche des Dünndarms ist ~2000 m2 groß
Welche Typen von Muskulatur kennen sie?
Herzmuskel:
- weißt Besonderheiten auf die mit Dauerleistung und seiner vom Nervensystem unabhänigen Erregungsbildung zusammenhängen
- Fasern sind lürzer, netzartig angeordnet, besitzen meißt nur einen zentralgelegenen Zellkern und mehr Mitochrondrien als Skelettfasermuskeln --> quergestreifte Muskelzellen
- lässt sich außerdem nicht willkürlich steuern
Glatte Muskulatur:
- aus Muskelzellen aufgebaut, diese sind spindelförmig und meißt nur Bruchteile eines Millimeters lang, ihr Cytoplasma besteht vor allem aus Actin- und Myosinfilamenten
- Filamente liegen in Bündeln zusammen und werden als Muskelfibrillen bezeichnet
- Fibrillien sind in den spindelförmigen Zellen unregelmäßig angeordnet und ergeben keine Querstreifung, glatte Muskeln haben eine gleichmäßige Struktur
- glatte Muskulatur befindet sich bei Wirbeltieren besonders in der Wand von Hohlorganen, wie Darm, Bronchien, Harnblase, Uterus, Blutgefäße und die Ciliarmuskeln der Augen
- arbeiten unwillkürlich und langsamer als quergestreifte Muskulatur, sind jedoch ausdauernder
Quergestreifte Muskulatur:
- Skelettmuskeln
- aus quergestreiften Muskelfasern aufgebaut
- eine Muskelfaser ist ein vielkerniges Gebilde und besitzt mehr Fibrillen als die Muskelzelle
- Muskelfasern erreichen die Länge von 10 und mehr cm und durchziehen meißt den ganzen Muskel
- zwischen 10 und 100 µm dick
- Fibrillen weisen eine regelmäßige Bänderung auf --> quergestreift
- Skelettmuskeln arbeiten willkürlich und schneller als glatte Muskulatur
Wie funktioniert Blutgerinnung?
- Bei Verletzungen gerinnt das Blut zu einer gallertartigen Masse, die nach einigen Stunden fest wird
- das Gerinnsel verstopft die Wunde und schützt den Körper vor übermäßigem Blutverlust
- am Ende der komplexen Gerinnungsreaktion wird das im Blutplasma enthaltene Fibrinogen zu Fibrin umgesetzt
- Fibrin bildet Netzwerk aus feinsten Fäden, das Blutzellen festhält und auch dem Blutserum den Austritt aus der Wunde erschwert
- so entsteht eine zusammenhängende Kruste, der Wundschorf, unter dessen Schutz sich die Wunde, durch Neubildung von Zellen, wieder schließt
- nach schweren Operationen oder bei Krankheit kann sich so ein Gerinnsel (Thrombus) auch innerhalb der Gefäße bilden --> Thrombose
- wird ein Thrombus vom Blutt weggespült, so bezeichnet man es als Embolus und kann zu einer lebensgefährlichen Verstopfung der Gefäße führen --> Embolie
- bei der häufigsten Blutererkrankung fehlt ein am Gerinnsungsprozess beteiligtes Globulin, sodass das Blut nur sehr langsam gerinnt
Welche Sekrete produziert der Magen?
- Magenschleimhaut enthält unzählige kleine Drüsen
- diese erzeugen versch. Drüsenschleim, Salzsäure und Pepsinogen, eine Vorstufe des Pepsins
- Enyzm Pepsin dient dem Abbau von Proteinen zu Peptiden
- im Pepsinogen ist das aktive Zentrum des Pepsins durch ein Stück der Peptidkette abgedeckt, dieses Stück wird unter Einfluss von Salzsäure abgespalten
- bereits gebildetes Pepsin katalysiert diese Abspaltung
- durch die Abgabe von inaktivem Pepsin wird verhindert dass das Pepsin schon in der Zelle wirkt und diese zerstört
- pro Tag wird ein Liter Magensaft produziert, der durch die freie Salzsäure stark sauer reagiert und Bakterien im Nahrungsbrei abtötet, Proteine denaturiert und stellt das optimale pH-Milieu für Pepsin dar
- Selbstverdauung von Magen und Darmwänden wird durch eine Schleimschicht ermöglicht
Welche Sekrete produziert die Pankreas?
- liefert alkalisch reagierenden Bauchspeichel
- Bauchspeichel wird von Drüsenzellen abgesondert und enthält alle zu Verdauung notwendigen Enyzme
- auffälligt ist starke Entwicklung des mit Ribosomen besetzten eR
- Ribosomen sind die Orte der PBS und somit auch der der Synthese von Enzymen
- Eiweißsspaltendes Enzym Trypsin des Bauchspeichels muss durch die Enterokinase des Darmsaftes aktviert werden (wie beim Pepsin)
- zw. dem Drüsengewebe der Pankreas befinden sich eingestreute Zellhaufen, die Langerhan'schen Inseln, die die wichtigen Hormone in das Blut absondern: Insulin (aus Betazellen abgesondert) und Glucagon (aus Alphazellen abgesondert) --> bei beiden Hormonen handelt es sich um Peptide; sie werden in Lymphe abgegeben und gelangen über Kapillare ins Blut
- Insulin und Glucagon diesen dazu die Konzentration von Glucose im Blut zu regeln
- Glucose ist wichtige Energiequelle und Ausgangssubstanz für den Aufbau weiterer Stoffe
- durch Hormone bleibt der Blutzuckergehalt bei 90mg Glucose pro 100mL Blut
- steigt der Blutzuckerwert wird Insulin freigesetzt--> Aufnahme von Zucker in die Zellen, in Leber und Muskeln wird daraus die Speichersubstanz Glykogen synthetisiert
- außerdem veranlasst Insulin die Zellen nur Glucose zum Energiegewinn zu nutzen und stimuliert die Synthese von Fetten und Proteinen unter Glucoseverbrauch
- ist der Sollwert erreicht erliegt die Insulinfreisetzung
- sinkt der Blutzuckergehalt ab, wird Glucagon freigesetzt
- Glucagon regt Leberzellen an Speichersubstanz Glykogen abzubauen und die dabei entstehende Glucose ins Blut abzugeben
- unter Glucagoneinfluss produzieren Leberzellen außerdem Glucose aus Fettssäuren und Aminosäuren
Erklären sie das AB0-System.
- Blut verschiedener Personen lässt sich entweder leicht vermischen oder es verklumpt (Erythrocyten werden aggluntiniert)
- 1901: österreichischer Arzt entdeckt zwei verklumpungsfähige Stoffe, die heute mit Antigen A und Antigen B bezeichnet werden
- diese Blutgruppensubstanzen sind Glycolipide auf der Oberfläche der Erythrocyten
- Blut mit dem Erythrocytenantigen A stellt die Blutgruppe A dar und mit dem Erythrocytenantigen B die Blutgruppe B
- haben die Erythrocyten beide Antigeneigenschaften so ist es Blutgruppe AB
- wenn beide Antigeneigenschaften fehlen ist es Blutgruppe 0
- auch ohne Kontakt mit fremden Erythrocyten besitzt jeder Mensch Antikörper der Klasse Igm gegen dasjenige Antigen des AB0-Systems das ihm selbst fehlt, dies beruht darauf, dass Antikörper auch gegen Glycolipide von Bakterienoberflächen wirksam sind
Bau und Funktion des Dickdarms?
- Dünndarm mündet seitlich in den 5 bis 8 cm weiten Dickdarm
- an diesem Übergang schließt sich der Blinddarm mit dem Wurmfortsatz (Teil des Immunsystems) an, er ist einer besonderen Infektionsgefahr ausgesetzt der Blinddarmentzündung
- Drüsen der Dickdarmschleimhaut liefern nur Schleim keine Enzyme
- einseitige Ernährung oder Arzneimittel können Darmflora ungünstigt beeinflussen
- dem dünnflüssigen Darminhalt wird im Dickdarm Wasser entzogen, sodass der Körper einen großen Teil des Wassers zurückgewinnt, wird zu wenig Wasser entzogen entsteht Durchfall (Diarrhoe)
- Darminhalt gelangt als Kot in Mastdarm
- Kot besteht aus unverdaulichen und nicht verdauten Resten der Nahrung, sowie aus abgestoßenen Darmzellen und Darmbakterien (1/3 der Kotmenge)
- Mastdarm wird durch die starken Schließmuskeln des Afters abgeschlossen und ist gewöhnlich leer, tritt Kot in ihn ein löst dies das Gefühl des Stuhlgangs aus
Was geschieht mit der Nahrung im Mund?
- Nahrung wird durch kauen verkleinert und durch Einspeichelung für Verdauung vorbereitet
- täglich werden 1,5 Liter Mundspeichel produziert in den vielen Drüsen in den Wänden der Mundhöhle und der Zunge, sowie in drei paar großen Drüsen, den Ohrspeicheldrüsen, den Unterkieferdrüsen und den Unterzungendrüsen
- Speichel reagiert neutral, enthält Schleim, das Enzym Amylase und Salze
- Hauptaufgabe des Speichels: Durchfeuchtung der Speisen
- Amylase baut einen Teil der Stärke zu Maltose ab, sie arbeitet optimal im neutralen Bereich
- Nahrung gleitet beim Schlucken portionsweise in die Speiseröhre
- peristalische Welle (Kontraktion der Ringmuskulatur an einer Stelle) tranportiert Nahrung zum Mageneingang
Was ist ein Transmitter?
Def. Neurotransmitter: Chemische Substanz ("Botenstoff"), die in der Synapse Information auf die andere Zelle überträgt; wird von Nervenzellen hergestellt und an der präsynaptischen Membran der Synapse freigesetzt, nach Diffusion durch den synaptischen Spalt bindet er an spezifische Rezeptoren in der Postsynaptischen Membran
Bsp.: Acetylcholin
Bild mit teilweise sichelförmigen Blutzellen. Was können sie dazu sagen?
- Sichelzellenanämie: erbliche Erkrankungen der roten BK (Erythrozyten)
- gehört zur Gruppe der Hämoglobinopathien (Störungen des Hämoglobins)
- bei Betroffenen liegt Mutation der beta-Kette des Hämoglobins vor, entweder beide beta-Ketten (schwere, homozygote Form) oder nur eine ist betroffen (mildere, heterozygote Form)
- Betroffene bilden ein abnormales Hämoglobin (Sichelzell-Hämoglobin HbS) das bei Sauerstoffmangel auskristallisiert, dabei verformen sich die roten Blutzellen zu sichelförmigen Gebilden und verstopfen keine Blutgefäße
- bei der homozygoten Form kann es zu anfallsartigen schmwerzhaften, z.T. lebensbedrohlichen Durchblutungstörungen (Sichelzellenkrisen) kommen
- Heterozygote Betroffene, bei denen nur eines der beiden Hämoglobin-Gene verändert ist, sind vor den schweren Verlaufsformen von Malaria geschützt, dadurch ist das mutierte Hämoglobin-Gen in Malariagebieten relativ weit verbreitet
Was ist ein Aktionspotential?
- kurzzeitige,schnelle Änderung des Membranpotentials, bei der der Spannungswert vom negativen Ruhepotential bis in den positiven Bereich (Depolarisation) gehen kann
- Membranpotential wird durch Einwirkung von Reizen verändert und nimmt Werte an die weniger negativ sind als das Ruhepotential
- wird gewisser Schwellenwert überschritten, treten kurzzeitige, rasche Änderungen des Membranpotentials auf, die Aktionspotentiale
- Änderungen des Membranpotentials werden verursacht durch das Öffnen und Schließen von Ionenkanälen in der Zellmembran
- Aktionspotential dauert ca. 1-2ms
- Aktionspotential besteht aus schneller Depolarisation auf ungefährt +30mV, der genauso schnelle Rückkehr zum Ruhepotential folgt
- Bei Rückkehr zum Ruhepotential nach Erregung kann das Membranpotential durchaus kurzzeitig negativere Werte annehmen als das Ruhepotential (Hyperpolarisation)
- Aktionspotential bildet sich nur im Axon nicht im Zellkörper oder den Dendriten
- ausgebildete Aktionspotentiale werden über das ganze Axon z.B. zu einer anderen Nervenzelle weitergeleitet --> Übermittlung von Informationen der Nervenzellen
- Tritt entweder in voller Höhe auf oder gar nicht
Was ist ein Ruhepotential?
- zw. Cytoplasma und dem Außenmedium (Zwischenzellflüssigkeit) liegt eine elektr. Spannung
- Cytoplasma ist Minuspol (Hier befindet sich Überschuss an neg. gel. Ionen) und Außenmedium der Pluspol
- Da Ladung nur durch eine Zellmembran getrennt wird bezeichnet man diese Spannung als Membranpotential
- In Sinnes-, Nerven- und Mukselzellen kann sich diese Membranpotential ändern durch besondere äußere Einflüsse, die eine Erregung auslösen
- Membranpotential im unerregten Zustand bezeichnet man als Ruhepotential oder Ruhespannung
Was ist eine Synapse?
- Aktionspotential in der signalgebenden Nervenzelle führt dazu, dass an präsynaptischer Membran Neurotransmitter ausgeschüttet werden --> chem. Botenstoffe wikren dann auf signalempfangenden Zellen
- grundsätzlich durchläuft Erregung die chemische Synapse vom prä- zum postsynaptischen Teil (außer bei retrograder Beeinflussung des Präsynaptischen durch den Postsynpatischen Teil
- Neurotransmitter werden in den Nervenzellen produziert und wandern in Vesikel zum Synapsenendknöpfchen des Axons
- Freisetzung von Neurotransmittern wird durt durch einen Anstieg der intrazellulären Calcium-Konzentration innerhalb weniger Milisekunden durch das Aktionspotential der Nervenzelle ausgelöst
- dies geschieht durch die Öffnung spannungsaktivierter Calciumkanäle. Durch Konformationsänderungen Calium-bindender Proteine besonders von Synaptotagmin wird die exozytische Zellfusion der Vesikel mit der präsynaptischen Membran herbeigeführt und der Inhalt der Vesikel in den synaptischen Spal freigesetzt
- außer Synaptotagmin ist eine Reihe anderer Proteine beteiligt, dazu zählen z.B. Complexin 1 und 2 welche die Ausschüttung der Neurotransmitter beschleunigen
- an der postsynaptischen Membran binden die Neurotransmitter an die Rezeptoren --> Öffnung von ligandenabhängigen Ionenkanälen und damit zu Änderung des Membranpotentials der postsynaptischen Nervenzelle
- zw. Nervenzellen gibt es erregende und hemmende Synapsen, die entsprechend erregende oder hemmende Wirkung haben
- durch die Wirkung von abbauenden Enzyomen (z.B. Acetylcholinesterase) verschwinden die Transmitter an der Synapse schnell wieder, sodass eine Repolarisation der Membran erfolgen kann
- bei einer Vielzahl von psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen liegen Störungen der Neurotransmitter-Freisetzung vor, z.B: kann es zu Depression führen, wenn nicht genügend Serotonin gebildet oder freigesetzt wird
- Eine Vielzahl von Medikamenten oder Giftstoffen entfalten ihre Wirkung an den Synpasen (Nikotin, Kokain,...)
Was ist Resitenz, was Immunität?
- Resistenz (Widerstand) ist die Widerstandsfähigkeit eines Lebewesen gegen schädliche Einflüsse der Umwelt (z.B. Parasiten, Infektionen, Krankheiten, Klima); bei Tier- und Pflanzenschädlingen (auch Bakterien); auch gegen angewandte Bekämpfungsmittel. Resistenz kann erblich bedingt sein, jedoch auch durch Umwelverhältnisse (z.B. Ernährung) erzeugbar sein
- Immunität: Die durch erworbene Immunabwehr herbeigeführte, dauerhafte Abwehrfähigkeit des Organismus gegen den gleichen Erreger wird Immunität genannt. Dies ermöglichen Gedächtniszellen, die bei einer ersten Infektion mit den weißen Blutzellen mitgebildet werden. Gedächtniszellen wirken ebenfalls spezifisch gegen den Erreger aber werden erst bei der 2. Infektion aktiv. Sie bleiben über Jahre hinweg erhalten.
Bild einer Mücke die einen Menschen sticht: Was fällt ihnen dazu ein?
- Malaria wird durch Einzeller Plasmodium hervorgerufen und durch Anopheles-Mücke auf den Menschen übertragen
- beim Blutsaugen gelangen die spindelförmigen Erreger mit dem Speichel der Mücke in den Körper
- zuerst vermehren sie sich in der Leber und gelangen dann in die Blutbahn wo sie in die roten BK eindringen und sich dort teilen
- Nachkömmlinge sprengen die Wirtszelle auf und befallen die nächsten roten BK um sich weiter zu vermehren
- Stoffwechselprodukte der Erreger bewirken hohes Fieber
- dieser Vorgang wiederholt sich je nach Art des Erregers alle 2,3 oder 4 Tage wobei jedes mal ein Fieberschub auftritt
- es entstehen verschiedene Geschlechtsformen die sich nicht mehr im Blut teilen können, beim nächsten Mückenstich müssen sie in den Darm der Mücke gelangen. Von dort kommen die Erreger nach einer komplexen Entwicklung wieder in die Speicheldrüse der Mücke
Efferente / Afferente Nervenbahnen. Was wissen sie davon?
- Efferenz: Nervenfaser eines Neurons, die Aktionspotentiale vom Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark) zur Peripherie bzw. zu den Erfolgsorganen (Effektoren) also zu einem Muksel, einer Drüse oder zu Pigmentzellen leitet. Das Erfolgsorgan ist das Endziel einer efferenten Erregung
- Afferenz: Bezeichnet Gesamtheit aller von der Peripherie (Sinnesorgane, Rezeptoren) zum Zentralnervensystem laufenden Nervenfasern bei höher entwickelten Tieren
Wie funktioniert der Raumlagesinn, wo befindet er sich?
- Schweressinneorgane der Wirbeltiere liegen in einem Hohlraum welcher sich durch eine Einschnürung in ein oberes Bläschen (Utriculus) und ein unteres Bläschen (Sacculus) teilt. Im oberen und unteren Bläschen befindet sich je ein Schweresinnorgan
- am oberen Bläschen entspringen drei halbkreisförmige in das Bläschen zurücklaufende Kanäle=Bogengänge
- Bogengangsystem wird als Labyrinth bezeichnet
- von unterem Bläschen zweigt das Hörorgan ab (Schneckengang)
- Schweresinnorgan trägt am Boden ein Polster aus Sinneszellen (Haarsinneszellen)
- Haarsinneszellen tragen eine größere Zahl von Häarchen, ein Häarchen ist wie eine typisch Geißel gebaut (Kinocilie), die anderen Härchen sind einfacher gebaut (Sterocilien)
- Abbiegen der Cilien in Richtung Kinocilium erregt (depolarisiert) die Sinneszelle, Abbiegen in die andere Richtung hemmt (hyperpolarisiert) sie
- Haarsinneszelle schüttet im unerregten Zustand kontinuierlich Transmitter aus, desahlb die zeigt die ableitende Nervenfaser im ungereizten Zustand eine spontana Entladungsfrequenz
- Depolarisation erhöht, Hyperpolarisation vermindert die Transmitterausschüttung und verändert entsprechend die Entladungsfrequenzen in der ableitenden Nervenfaser
- Cilien der Haarsinneszellen tauchen in Gallerte ein, in der zahlreiche winzige Kalkkörperchen liegen, die Gallertmasse wirkt als Statolith (schwerer Körper)
- Statolithenmasse kässt sich nur parallel zur Oberfläche des Sinnesepithes bewegen dabei werden die Sinnesezellen abgebogen
- je stärker die Schräglage des Sinnesepithels desto größer die Erregung oder Hemmung der Sinneszellen
Bilder verschiedener Affen und einem Menschen. Vergleichen Sie.
- Vergleich der Augenstellung: Bei vielen Tieren befinden sich die Augen seitlich am Kopf, sodass ihr Gesichtsfeld auch weit nach hinten reicht. Bei den Affen und beim Menschen liegen die Augen dicht beieinander. Dadurch kommt es zur Überschneidung der Gesichtsfelder beider Augen.
- Hand und Fuß: Die meisten Affen und der Mensch haben an jeder Hand fünf Finger und an jedem Fuß fünf Zehen mit Nägeln. Bei den Händen kann der Daumen alle anderen Fingern gegenübergestellt werden. Man spricht von einer Greifhand. Bei den Menschenaffen sind die Füße so gestaltet, dass sie damit ebenfalls greifen können. Sie haben einen Greiffuß. Die Menschen dagegen haben einen Standfuß.
- Gebiss: Die Zahnkronen der Backenzähne haben das gleiche Muster auf den Kaufflächen, das sich aus der Anzahl der Höcker und der Furchen ergibt. Dieses Zahnkronenmuster muss zu einer Zeit entstanden sein, als die Vorfahren der Menschenaffen und des Menschen noch in einem gemeinsamen Erbstamm vereint waren. Aber Affen haben parallele Backenzähne, während sie bei Menschen parabolisch angeordnet sind.
- Skelett, Körperhaltung und Schädel: Besonderheiten, durch die sich der Mensch von allen anderen Tieren unterscheidet, sind sein aufrechter Gang und die Ausbildung seines Gehirns. Damit waren zahlreiche Veränderungen des Skeletts verbunden, z.B. doppelt S-förmige Krümmung der Wirbelsäule zur besseren Abfederung vom Boden, Verbreiterungt und schaufelförmige Ausbildung des Beckens als vergrößerte Ursprungsfläche für die Gesäßmuskulatur, Verlängerung der Beine, Verkleinerung der Schädelmuskulatur. Vergleicht man die Gehirnmasse von Mensch (ca. 1350g) und Gorilla (ca. 430g), so stellt sich heraus, dass der Mensch trotz der geringeren Körpermasse das weitaus größere Gehirn hat. Ein Vergleich der Schädel macht das deutlich.
- Genetischer Vergleich: Menschenaffen haben 48 Chromosomen im doppelten Chromosomensatz, der Mensch hat 46 Chromosomen